Alle Beiträge von Vernunftkraft Odenwald

Willkommen auf der Bounty!

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Willkommen auf der Bounty!

Von Roger Letsch, 15. April 2023

Der wahnwitzige Atomausstieg erinnert mich an die Meuterei auf der Bounty: Habeck, Scholz, Lindner und die Leichtmatrosen der Energiewende sind die Meuterer gegen die Gesetze der Physik und der Ökonomie, und ab dem 16. April 2023 ist Deutschland dazu verdammt, energetisch zur einsamsten Insel der Welt zu werden.

In der Nacht von Heute Samstag auf Morgen Sonntag wird es so weit sein: Die letzten drei Kernkraftwerke Deutschlands gehen vom Netz. Endlich!, rufen die Aktivisten. Kein Problem, sagen die Politiker. Kein Strom mehr, sagen die Pessimisten und alle zusammen haben unrecht. Dass ich den Ausstieg aus der Kernenergie für eine blöde Idee halte, habe ich oft, lang und breit erläutert. Dass sich niemand ernsthaft wünschen kann, dass nun unmittelbar der Blackout kommt, ist auch klar. Und der wird sicher ausbleiben. Zumindest vorerst. Als Abschalttermin hat man ein Wochenende gewählt, was der Netzstabilität schon mal helfen dürfte. Die Jahreszeit der Dunkelflauten ist auch gerade überwunden – ironischerweise auch mit Hilfe der letzten drei AKWs im Streckbetrieb – und der seit Jahren anhaltende Trend sinkender Industrieproduktion und Standortverlagerungen helfen von der Bedarfsseite. Dass der Strom nun billiger wird, wie einige Politiker gerade behaupten, ist natürlich Unsinn.

Wir fangen die fehlende Leistung schließlich mit Kohle und Stromimporten auf, was allerdings nicht ausschließt, dass die Politik mit gedrucktem Geld einige kosmetische und sehr kurzfristige Preismaßnahmen beschließt, um den Anschein zu erwecken, die Abschaltungen würden tatsächlich etwas Positives bewirken. Die Verbraucher werden die Atomkraft schnell vergessen und die stattdessen importierte Kernenergie nur schulterzuckend zur Kenntnis nehmen. Die schlechte und uns so „wichtige“ CO2-Bilanz, die durch aus der Reserve geholte Kohlekraftwerke neue Höchststände erreicht, ebenso. Sie können die Entwicklung übrigens fast live verfolgen, liebe Leser. Installieren Sie einfach die kostenlose App „Electricity Maps“ auf Ihrem Smartphone und sehen Sie den Strommix, die Importe und Exporte in Echtzeit. Beobachten Sie die korrespondierenden Balken für Sonne, Wind, Gas und Kohle und denken Sie an die nächsten politischen Großbaustellen: Kohleausstieg und Gasausstieg schrumpfen die Angebotsseite, Sektorkopplung mit Mobilität und Wärmeerzeugung vergrößern die Nachfrageseite. Aber das wird schon gutgehen, das ist alles ausgerechnet…

Wehe den Siegern

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Wehe den Siegern

Von Anna Veronika Wendland, 13. April 2023

Der deutsche Atomausstieg ist eine Entscheidung wider besseres Wissen – und ein Triumph der Gegenaufklärung. Die Folgen dieses Pyrrhussieges der Grünen sind schwerwiegender, als die meisten wahrhaben wollen.

„Zu diesem Thema ist alles gesagt“ pampte Wirtschaftsminister Habeck vor kurzem einen Journalisten an, der nochmal nachfragte, ob es eine so gute Idee sei, wenn eine „Klimaregierung“ Kernkraftwerke statt Kohlekraftwerken abschaffe. Ja, eigentlich ist alles gesagt, auch von mir: Warum wir sie nicht retten konnten, die AKW, das habe ich an dieser Stelle bereits anlässlich der Abschaltung von Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen am Silvestertag 2021 analysiert. Meine Prognosen von der immer dreckiger werdenden deutschen Stromwirtschaft und der mangelnden Krisenfestigkeit der Energiewende haben sich seitdem getreulich bewahrheitet. 

Inzwischen hatten wir ein disruptives Ereignis, den großen Krieg in Osteuropa, der die Deutschen sogleich zur n-ten Auflage ihrer unnachahmlichen Wende-Rhetorik getriggert hat: Nach der geistig-moralischen und der DDR-Anschluss-Wende die Energie-, Verkehrs-, Wärme-, Zeitenwende. Sagen Deutsche „Wende“, sollten alle anderen zügig in Deckung gehen, denn meistens kommt etwas ungeheuer Zynisches dabei heraus. 

Schlag ins Gesicht

Den letzten Klopper landete wieder Habeck, der das staunende deutsche Publikum aus Kiew wissen ließ, die Ukrainer würden selbstverständlich Kernenergie nutzen, denn dagegen sei nichts einzuwenden, solange die Anlagen sicher betrieben würden, „und die Dinger sind ja gebaut“. Das sagt der Mann im Angesicht der Verschrottung von aktuell drei, insgesamt zweier Dutzend deutscher Anlagen, die ja auch „gebaut“ waren bzw. sind und immer sicher betrieben wurden; andernfalls hätten sie von der Atomaufsicht nicht nach jeder Jahresrevision ihre Anfahrgenehmigungen bekommen. Anders als die Ukraine haben wir auch nie einen Reaktorunfall im eigenen Land erlebt, und auch durch den Atommüll, der friedlich in blauen Castor-Behältern in verbunkerten Hallen neben unseren Atomkraftwerken lagert, ist noch nie jemand zu Schaden gekommen. 

Habeck spuckte mit dieser Aussage nebenbei auch noch ein letztes Mal ins Gesicht der deutschen Atomtechniker, die auf eine international betrachtet exzellente Bilanz zurückblicken, und die samt ihren Stromerzeugungs-Weltmeister-Anlagen wie die Hunde vom Hof gejagt werden…

 

Stille auf der Deutschland-Titanic

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Stille auf der Deutschland-Titanic

Von Vera Lengsfeld, 13. April 2023

Deutschland, das auf seine „Vergangenheitsbewältigung“, um die uns angeblich die Welt beneidet (Cem Özdemirr), stolz ist, hat aus zwei Diktaturen anscheinend nicht viel gelernt. Anders ist die fast unwidersprochene Zersetzung von Demokratie und Rechtsstaat nicht zu erklären. Nun wird zusätzlich die Axt an die wirtschaftliche Grundlage unseres Landes gelegt. Ein Hochtechnologieland braucht ständig verfügbare, bezahlbare Energie. Außerhalb Deutschlands hat man das längst begriffen und arbeitet mit Hochdruck an der Forschung für die vierte Generation Kernkraftwerke. Die von grüner Ideologie dominierte Regierung Schlolz ist eifrig dabei, das Angebot an Energie zu verknappen und zu verteuern.

Die größte Oppositionspartei schweigt weitgehend dazu, weil sie nicht den Willen hat, sich vom Irrweg des Atom- und Kohleausstiegs der langjährigen Vorsitzenden und Kanzlerin Merkel zu verabschieden. Dass die ehemalige bürgerliche Partei, die das Erfolgsmodell Bundesrepublik prägte, das gerade vor aller Augen abgewickelt wird, unter ihrem neuen Vorsitzenden Merz komplett versagt, ist das eine.

Das andere ist das unverständliche Schweigen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung zu den irrationalen politischen Beschlüssen.

In einem Buch über die Stalinzeit habe ich eine mögliche Erklärung gefunden…

Haferburgs großer Kernkraft-Countdown (9)

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Haferburgs großer Kernkraft-Countdown (9)

Noch 7 Tage Kernkraft in Deutschland: Die Vorreiter und wie die Welt sie bewundert. Unser Autor Manfred Haferburg nimmt auf seine Weise Abschied.

Von Manfred Haferburg, 9. April 2023

Historisch gesehen, waren „Vorreiter“ die Bediensteten von Adligen, die deren Kutsche voranritten und den Weg mit Hilfe von Peitschen und Knüppeln vom herumlungernden Pack freimachten. Freie Fahrt für die Kutschen der Herrschenden. Im Rahmen vieler guter Absichten machte das Wort einen Bedeutungswandel durch und endete als Synonym für die „Pioniere des guten Neuen“.

Im Energiewende-Report von McKinsey findet sich seit Jahren viel Ungemach für die verschiedenen Energiewende-Bundesminister und die deutschen Geldverschwendungsregierungen. Alle selbstgesetzten Ziele der Energiewende werden gerissen. Jahr für Jahr sinkt die Anzahl der Beschäftigten in der Ökobranche, ist Job-Abbau in der energieintensiven Industrie zu verzeichnen, der Netzausbau liegt deutlich hinter dem Plan, der Windausbau hinkt nach, der Primärenergieverbrauch steigt, der Stromverbrauch sinkt nicht, der Strompreis steigt weiter in Richtung Eiskugel pro Kilowattstunde, ebenso wie die CO2-Emissionen. Die deutschen Kernenergie-Ausstiegs-Vorreiter liegen weit vorn im Kohlendioxid-Ausstoß pro Kopf, mit über acht Tonnen pro Kopf rund doppelt so hoch wie ihre Kernkraftnachbarn in Frankreich mit vier Tonnen.

Deutschland ist schon lange kein Vorreiter mehr, sondern wurde durch die Energiewende zum „Klimakiller“. Alle Selbstverpflichtungen Deutschlands, die immer die Vorgaben der EU übertrafen, sind nichts als großsprecherische Ankündigungen, die nicht eingehalten werden können. Ob Merkel oder Scholz, ob Altmaier oder Habeck – die regierungsamtlichen Vorreiterziele sind nichts als Makulatur, unerreichbare Ziele. Die Verkünder wissen das, sind aber trotzdem dafür…

 

 

Das Wärmepumpen-Desaster

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Das Wärmepumpen-Desaster

Von Fritz Vahrenholt, 6. April 2023

Woher die Bundesregierung einen zukünftigen Kostenvorteil für Wärmepumpen ableitet, bleibt schleierhaft, denn Sie betreibt ja eine Politik der Stromverknappung. Daher hat die Bundesnetzagentur Anschlüsse von Wärmepumpen als jederzeit abschaltbar erklärt, um gegebenenfalls Netzzusammenbrüche zu vermeiden.

Zunächst hatte man den Eindruck gewonnen, dass nach den nächtlichen Verhandlungen des Koalitionsausschusses am 28. März 2023 das Schlimmste verhindert worden sei, was den geplanten Eingriff der Grünen in den Heizungskeller der Deutschen betrifft. Doch nachdem nunmehr der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Anhörung verschickt worden ist, ist klar: Die Grünen haben sich auf der ganzen Linie durchgesetzt und die FDP hat sich über den Tisch ziehen lassen.

Es bleibt dabei: Ab dem 1. April 2024 ist ein Einbau einer Öl- und Gasheizung nicht mehr möglich. Die Möglichkeit, die die Bundesregierung einräumt, bei einer Havarie oder einem Totalausfall der Heizung für drei Jahre eine neue Gasheizung einbauen zu lassen, ist wirklich keine Alternative, denn wer baut für 3 Jahre eine neue Gasheizung ein, um sie dann nach drei Jahren durch eine Wärmepumpe ersetzen zu lassen ?

„Ziel des Gesetzes ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele zu leisten“, heißt es in §1 des Gesetzentwurfes. Wie Prof. Ganteför in seinem sehenswerten Video zeigen konnte, bringt der Austausch einer Gasheizung durch eine Wärmepumpe bei dem heutigen Stromerzeugungsmix keinerlei CO2-Entlastung. Es ist kaum zu glauben. Da plant die Bundesregierung die Bürger nach Schätzungen des Gesetzentwurfs mit Kosten von 45 Milliarden in den nächsten fünf Jahren zu belasten und es ist eine CO2-Mogelpackung?…

Haferburgs großer Kernkraft-Countdown (5)

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Haferburgs großer Kernkraft-Countdown (5)

Noch 11 Tage Kernkraft in Deutschland: Häuptling Große Wärmepumpe hat kein Stromproblem. Unser Autor Manfred Haferburg nimmt auf seine Weise Abschied.

Von Manfred Haferburg, 5. April 2023

Der Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck hat mit seinem Parteifreund, dem Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir, die Eingeborenen im Regenwald des Amazonas besucht. Sie besuchten eine Gemeinschaft des indigenen Volkes der Kambeba, gelegen am Rio Negro, knapp 60 Kilometer entfernt von der Amazonas-Metropole Manaus. Man muss wissen, dass die Kambeba in ihren Touristenhotels Kreditkarten akzeptieren.

Das offenbar nicht wissend, hat der Robert Habeck auch zu den Eingeborenen gesprochen: „Ihr fragt Euch vielleicht, wer wir sind. Ich bin Robert, und das ist Cem. Wir sind aus Deutschland, weit weg. Wir sind Minister in der deutschen Regierung – das ist so etwas wie euer Häuptling, aber in einem anderen Land… Wir haben auch Farbe im Gesicht, aber die ist blau und nicht rot… Für uns ist das sehr spannend zu verstehen, wie ihr im Wald leben könnt und den Wald schützen könnt, weil in Deutschland vor tausend Jahren die Deutschen alle Bäume gefällt haben“. 

Häuptling Habeck behauptete den aus seiner Sicht unwissenden Indianern gegenüber frech, die Deutschen hätten bereits vor tausend Jahren ihren Wald abgeholzt und heute gäbe es „kaum mehr Bäume“ dort. Ihm widerspricht auch der mitreisende vegetarische Häuptling Cem Özdemir nicht, in dessen Ressort der deutsche Wald fällt und der eigentlich wissen müsste: Deutschland besteht zu 33 Prozent aus Wald – das sind 11,4 Millionen Hektar. Häuptling Habeck hat in Brasilien noch einmal 30 bis 50 Millionen Euro aus Deutschland zugesagt. Ob er zusätzlich noch ein paar Glasperlen dabei hatte, ist nicht überliefert. 

Vergiss nicht, du bist auch Klimaschutzhäuptling!

Nach Deutschland zurückgekommen, äußerte Häuptling Habeck die Absicht, ab 2024 – das ist in neun Monaten – in Deutschland nur noch den Einbau von Wärmepumpen statt Öl- und Gasheizungen zuzulassen. Da können sich die hiesigen Eingeborenen aber warm anziehen, so eine Wärmepumpe kostet mindestens dreimal so viel wie eine Gasheizung. Und sie braucht Strom – viel Strom. Und ein paar Millionen Wärmepumpen brauchen millionenmal viel Strom…

Die Entzauberung der Grünen beim Regieren – 7 Thesen zu einer skurrilen Partei

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FOCUS-Kommentar von Thomas Tuma

Die Entzauberung der Grünen beim Regieren – 7 Thesen zu einer skurrilen Partei

1. April 2023

Klimaschutz-Krach mit dem Volk und Koalitionsstress mit den Ampel-Partnern, Druck von der eigenen Basis und Unzufriedenheit mit sich selbst – diese Woche könnte für die Öko-Partei eine besondere Zeitenwende eingeläutet haben.

Hier sind sieben Thesen zur allmählichen Entzauberung der Grünen beim Regieren:

1. Es geht jetzt ums Machbare

Der Koalitionsausschuss hat’s gezeigt: Es geht jetzt ums Machbare, die Wünsch-dir-was-Zeit ist vorbei. FDP und SPD ergänzen sich geradezu frivol praktisch: die einen haben Wirtschaft und Freiheit im Sinn, die anderen Arbeitnehmer und Sozialverträglichkeit. Der Klimaschutz muss sich da nicht unterordnen. Das wäre ein Missverständnis. Aber auch die Grünen sollten endlich die Gesellschaft mitdenken, die die Rechnung zahlt.

2. Grünes Moral-Management erodiert

Ihr bisheriges Moral-Management erodiert ebenso wie die Zustimmung zu den „Klimaklebern“ der „Letzten Generation“. Auf die politische „Zeitenwende“ folgt nun eine soziale. Das muss für die Politik heißen: Zuhören und Ziele neu verhandeln, Wege öffnen, aber nicht befehlen…

Das Altpapier der Rückschritts-Koalition

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Das Altpapier der Rückschritts-Koalition

Von Anette Heinisch, 29.März 2023

Man liest die Ergebnisse des Koalitionsausschusses. Einmal. Zweimal. Man schaut, ob man nicht irgendetwas übersehen hat, vielleicht steht da noch irgendwo irgendetwas Substanzielles – aber Fehlanzeige. 

Manchmal frage ich mich, für wie dumm uns die Regierung eigentlich hält. Aber wahrscheinlich ist es besser, wenn wir es nicht wissen, denn „ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“. Oft wurde der damalige Innenminister Thomas de Maizière für diesen Satz gescholten, dies mag zur Beschleunigung einer ohnehin fatalen Fehlentwicklung beigetragen haben: dem Belügen des Volkes. De Mazière sagte damals immerhin ehrlich, dass er nicht alles sagen will. Er wollte offenbar eine Panik verhindern. Andere Politiker lügen einem dreist ins Gesicht und schmücken die Lügen grazil mit Werbeaussagen nach dem Motto: „Nehmen Sie unser super-wirksames Arsen, dann sind Sie sofort alle Sorgen los!“

Kanzler Scholz hat behauptet, die Koalition habe in ihren Beratungen „sehr, sehr gute Fortschritte“ erzielt, die für die Modernisierung und den Fortschritt in Deutschland notwendig sind. Klasse, denkt man sich, wird ja auch höchste Zeit. Und dann liest man die Ergebnisse des Koalitionsausschusses. Einmal. Zweimal. Man schaut, ob man nicht irgendetwas übersehen hat, vielleicht steht da noch irgendwo irgendetwas Substanzielles – aber Fehlanzeige. Mag sein, es liegt an den bekannten, gravierenden Problemen von Kanzler Scholz mit seinem Erinnerungsvermögen, welches durch Schlafentzug sicher nicht besser wurde, aber nach meinem Dafürhalten ist das Papier ein großes Nichts. Das Wehklagen der Grünen, die sich gerne als Opfer stilisieren, ist gänzlich unangebracht. Nur weil sie aus ihrer Sicht mit ihren radikalen, kollektivistischen Verarmungsplänen nicht weit genug gekommen sind, sind sie noch lange keine Verlierer. Im Gegenteil. Sie sind nach wie vor Verhinderer einer Politik, die Deutschland modern und krisensicher macht…

Gscheiterter Volksentscheid: DAS Zeichen der Hoffnung

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Der gescheiterte Volksentscheid von Berlin ist DAS! Zeichen der Hoffnung

Am frühen Sonntagabend erreichte mich die Nachricht vom Scheitern der Initiative Berlin klimaneutral 2030. Ich habe mich seit langem mal wieder über eine Neuigkeit aus dem politischen Bereich richtig freuen können: Die 1,2 Millionenkampagne, hochgerüstet mit dem gesamten Verbal- Rüstzeug der von der momentan herrschenden Meinungsmacht hat das Quorum von 608.000 „ja“-Stimmen krachend verfehlt. Schauen Sie sich die Zahlen selber an: Mit 440.000 „ja“-Stimmen waren die Klimaagitatoren nicht mal in der Nähe des Quorums.

Aber nicht nur das!

Die Berlinerinnen und Berliner haben ohne jegliche Kampagne, beinahe eine „Nein“-Mehrheit geschafft. Bei sehr niedriger Gesamtbeteiligung hatte die „klimaneutral“-Kampagne nur einen äußerst knappen Sieg von 50,7% eingefahren. Bei höherer Wahlbeteiligung wären die Nein-Stimmen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit deutlich in die Mehrheit gekommen.

Die Zahlen lügen nicht: Die linke Berliner Kamarilla hat nur noch eine satte Mehrheit in ihrem Ursprungsquell Kreuzberg und einigen anderen linksdogmatischen innerstädtischen Hochburgen, in dessen Altbaubestand das linke Kreuzberg strategisch expandiert ist – also nichts weiter als die Liste der üblichen Verdächtigen.  Aber das hat nur noch für eine knappe Mehrheit in 6 von 12 Berliner Bezirken gereicht…

Der grüne Stoßseufzer

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Der grüne Stoßseufzer

Von Fabian Nicolay, 25 März 2023

Ohne Zweifel gefährdet es den sozialen Frieden, wenn die Grünen ihre Klimapolitik über alles stellen – für ein waghalsiges Transformationsexperiment, das ein unverhohlen zynisches Gesicht zeigen kann. Wie gerade auf der Weimarer Grünen-Klausur geschehen.

„Die Zeit läuft uns davon“ – Seit vielen Jahrzehnten ist das der grüne Stoßseufzer schlechthin. Zuletzt von Robert Habeck, dem Wirtschaftsminister, in den Tagesthemen vom 22. März vernommen. Wie immer bei Weltuntergängen mit unterlegter Panikmusik, sind die Grünen vor Ort, um das Ganze gesinnungstechnisch einzuhegen. Aber nur unter einer, wiederum urdeutschen Bedingung: Alle müssen mitmachen.

Ein Fortschritt für Deutschland: Endlich kümmern sich alle ums Klima, alle machen mit. Das ist der grüne Ehrgeiz und die Diktion für eine gesamtgesellschaftliche Pflicht. Der Wirtschaftsminister und Vizekanzler Robert Habeck hat seine Definition von Fortschritt und gesellschaftlicher Verantwortung diese Woche auf der Grünen-Klausur in Weimar noch einmal bekräftigt…