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Abschaffung der Vernunft – Der Witz mit der Steckdose

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Der Witz mit der Steckdose

Über Jahrzehnte hat sich das Gros der Deutschen den Verheißungen der Nachhaltigkeits-Utopien hingegeben. Jetzt wird die Energie wie vorhergesagt so knapp und teuer, dass allmählich Panik ausbricht.

Von Fabian Nicolay, 13. Oktober 2021

„Wozu Atomkraftwerke? Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose!“ Das war ein beliebter Witz in den Achtzigern, wo man noch offen über Ökos lachen durfte und mit gespielter Naivität das eigene Verbraucherverhalten verhohnepipelte. Heute mutet der Witz wie ein Kassandra-Ruf an: Die deutsche Energiewende droht gleich nach dem Abbiegen an die Wand zu fahren. Aber kaum jemand ist sich der bedrohlichen Lage bewusst – der Strom fließt ja noch. Dabei scheint die Havarie so evident wie gewollt zu sein: Die Energiepreise explodieren – wegen Rohstoff-Knappheit, Steuern und Aufschlägen durch das EEG, wegen CO2-Zertifikaten und symbolpolitischer Fehlentscheidungen.

Der Furor, mit dem die gesamte Flotte der Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke versenkt wird, ohne die Versorgungslücken geplant und sicher schließen zu können, ist jeder Vernunft abhold und kommt einem wirtschaftlichen Amoklauf gleich. Die nun bevorstehenden Stilllegungen von Kraftwerken beseitigen die letzten Leistungsreserven, weshalb massive Versorgungsengpässe drohen und Kettenreaktionen im Wirtschaftskreislauf ausgelöst werden können. Energieintensiven Industriezweigen droht das Aus, einhergehend mit dem Kollaps einer auf lückenlose Energieversorgung angewiesenen Industrienation.

Enorme Fliehkräfte eines Energieexperiments

Grüne Gesinnungspolitik führt früher oder später zur Abschaffung der Vernunft. Weil ihr am Ende der moralische Anspruch immer wichtiger ist als das Ergebnis aufgeklärten Abwägens. Es ist nicht Naivität, sondern Ignoranz, mit der man die Energieversorgungskrise heraufbeschworen hat…

Erstes Stahlunternehmen ruft nach staatlicher Hilfe

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/energiepreise-erstes-stahlunternehmen-ruft-nach-staatlicher-hilfe-a-2ad86283-bd93-4af2-874a-a1a8b084f736

Steigende Energiepreise

Erstes Stahlunternehmen ruft nach staatlicher Hilfe

A labourer walks over hot steel plates at the factory of Swiss Steel AG which is partly owned by the ‚Schmolz + Bickenbach‘ group in Emmenbruecke, outside Lucerne October 15, 2008. REUTERS/Michael Buholzer (SWITZERLAND)

Die Strompreise für die Industrie sind zehnmal so hoch wie vor drei Jahren. Jetzt fordert der Chef der Swiss Steel Group Entlastung. Die Bundesregierung müsse die Preise deckeln – sonst drohten Produktionsstopps.

Von Gerald Traufetter, 12. Oktober 2021

Strom auf Lager: Die böse Realität

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Strom auf Lager: Die böse Realität

Von Hans Hofmann-Reinecke, 9.Oktober 2021

Auf dem Schlachtfeld der Energiewende, wo die jungen grünen Recken „Wind und Solar“ die alten Kämpen „Atom und Kohle“ vom Ross stoßen, ist ein weißer Ritter erschienen, siegesgewiss und frei von Makeln. Sein Name ist Wasserstoff. Er soll die vollmundigen Versprechungen wahr machen, welche Politiker dem Volk gegeben haben. Wird er unser Klima retten? Ist er die ideale Energiequelle?

Vorsicht, Wasserstoff ist keine Energiequelle – ebenso wenig, wie ein Bankkonto eine Geldquelle ist. Von dem können wir auch nur das abheben, was wir zuvor deponiert haben. Und so müssen wir auch bei Wasserstoff erst Energie einzahlen, bevor wir sie abheben können. Und nicht nur das, wir müssen wesentlich mehr einzahlen, als wir schließlich zurückbekommen.

Wasserstoff ist also keine Quelle für Energie, sondern bestenfalls ein Speicher – und noch dazu ein ganz erbärmlicher. Aber wer würde so etwas wollen? Eine komplizierte Vorrichtung bauen, in die man vorne mehr Strom reinstecken muss, als man hinten rausbekommt?

Strom auf Lager, wenn die „Erneuerbaren“ nicht liefern

Nun, der Vorteil ist, dass man Strom in Form von Wasserstoff „lagern“ kann. Man kann ihn dann einsetzen, wenn die eigentliche Stromquelle, der Wind beispielsweise, gerade nichts liefert. Und solchen Vorrat braucht man, wenn man sich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen versorgen will – denn die richten sich ja mit ihrem Lebensrhythmus keineswegs nach unserem Strombedarf.

Deutschlands durchschnittlicher Bedarf an elektrischer Leistung ist ca. 60 Gigawatt (GW). Im Verlauf von 24 Stunden (h) werden also 60 GW x 24 h = 1.440 GWh elektrischer Energie verbraucht (zur Erinnerung: Energie = Leistung x Zeit. Eine Glühbirne von 40 W Leistung verbraucht am Tag 40 W x 24 h = 960 Wh Energie oder etwa 1 kWh; und das kostet Sie 30 Cent…. und das große G steht für die große Zahl Giga = 1 Mrd. 1 GW ist also 1.000 MW oder 1.000.000 kW)

Die 1.440 GWh sind Deutschlands durchschnittlicher „Tagesbedarf“ an Energie, abgekürzt „DTB“…

3 Grafiken zeigen die Absurdität der Strompreisentwicklung

https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/stromkosten-diese-3-grafiken-zeigen-die-absurditaet-der-strompreis-entwicklung/27686968.html?wt_mc=zeitparkett

STROMKOSTEN

Diese 3 Grafiken zeigen die Absurdität der Strompreis-Entwicklung

Der langjährige Vergleich des Jahresmittels – berechnet aus dem Durchschnitt der Strompreise für jede Stunde an jedem Tag des Jahres – spricht eine klare Sprache. Bild:  Illustration: imago/WirtschaftsWoche

Von Nele Husmann, 8. Oktober 2021

Wenn der Preis für Strom, den „Treibstoff“, der unsere moderne Welt am Laufen hält, innerhalb eines Jahres um das Neunfache steigt, sagen Grafiken mehr als tausend Worte.

Grafik 1: Strompreis
Am Spotmarkt für Strom decken sich Firmen kurzfristig mit Strom ein. Ab 13 Uhr des Vortages laufen Versteigerungen für jede Stunde der Nutzung am Folgetag – der Preis entsteht also beeinflusst von Angebot und Nachfrage. Diese Grafik zeigt den Preisverlauf an vier Tagen, die nur ein Jahr auseinander liegen. Die graue Kurve zeigt an, wie die Strompreise für den 7.Oktober 2020 für jede Stunde waren. Der höchste Ausschlag waren 50 Euro je Megawattstunde. Nachfragepeaks entstehen regelmäßig morgens und Abends, jeweils, wenn Menschen ihren Tag auf der Arbeit beginnen und wenn sie Abends wieder nach Hause kommen.

Vor exakt einem halben Jahr im April, zu erkennen an der schwarzen Kurve, war die Welt noch normal – nur am Morgen zwischen 7 und 9 Uhr verdoppelte sich der Preis auf fast 100 Euro – ein Bote für das, was noch kommen sollte. Am 30.September schlugen die Spotmarktpreise noch krasser aus – jetzt erreichten sie in der Spitze, die sich auf den Abend verschob, schon deutlich über 220 Euro. Unternehmen hielten hier schon Krisensitzungen ab, überlegten, welche Aufträge sie aufschieben könnten, um zu diesen Spitzenpreisen so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen. Nur sieben Tage später wünschten sie sich allerdings schon in dieses alte Krisenszenario zurück: Der Preis verdoppelte sich binnen einer Woche erneut. Die Megawattstunde Strom kostete am 7. Oktober 2021 um 19 Uhr 450 Euro…

 

Österreich: Bundesheer warnt vor Blackout!

https://www.wochenblick.at/bundesheer-warnt-vor-blackout

ANZEICHEN FÜR EUROPAWEITEN KOLLAPS VERDICHTEN SICH

Bundesheer warnt vor Blackout!

Imago Images

Die Blackout-Warnungen häufen sich. Fast täglich kommen neue Meldungen. Nach der großen Warnung des Innenministers wagt sich jetzt auch das Verteidigungsministerium aus der Deckung. Ganz offen warnt das Bundesheer auf Facebook vor einem europaweiten Blackout. Die Anzeichen, dass ein kompletter europaweiter Kollaps bevorsteht, verdichten sich, wie auch bereits der Blackout-Experte Herbert Saurugg im Interview erklärte.

  • Nach dem Innenministerium nun auch das Verteidigungsministerium
  • Bundesheer warnt in einem Kurzfilm vor Blackout
  • Kommunikation und Zusammenarbeit von staatlichen Einrichtungen müssen gewähreistet sein
  • Zum Schutz von kritischer Infrastruktur werde die Polizei unterstützt
  • Eigenvorsorge für mindestens 14 Tage nötig

In diesem Kurzfilm ist der Spuk nach drei Tagen bereits wieder vorbei. Dass man aber auch auf ein längeres Blackout von mindestens einer Woche vorbereitet sein soll, erklärte Herbert Saurugg im Interview. Auch auf der Seite des Österreichischen Bundesheeres findet sich ein ausgezeichnete Bericht, „Blackout – Nichts geht mehr“, von Herbert Saurugg. Eigenvorsorge für einen Zeitraum von mindestens 14 Tage sei enorm wichtig…

Energiewende: „Wir schaffen das“ ?

https://www.welt.de/wirtschaft/article234272710/84-Klima-Massnahmen-so-gewaltig-ist-der-Kraftakt-Energiewende.html

WIRTSCHAFT: DENA-LEITSTUDIE

84 Klima-Maßnahmen – so gewaltig ist der Kraftakt Energiewende wirklich

Windpark in der Nordsee: Schon bis 2030 müssten die Kapazitäten auf 92 Gigawatt fast verdoppelt werden  Quelle: dpa-infocom GmbH

Von Daniel Wetzel, 7. Oktober 2021

Die Deutsche Energieagentur beschreibt in einer wegweisenden Leitstudie den Weg zur Dekarbonisierung Deutschlands – und sieht extreme Herausforderungen. Das Klimaschutzgesetz von Bundesumweltministerin Schulze halten die Experten für eher schädlich.

Die Deutsche Energieagentur (Dena) hat als Kompetenzzentrum des Bundes einen detaillierten Fahrplan zur Erreichung der deutschen Klimaneutralität vorgelegt. Die sogenannte Dena-Leitstudie schlägt 84 politische Maßnahmen vor, mit denen man das Land wie beabsichtigt bis 2045 dekarbonisieren könnte. Der neuen Bundesregierung stellt sich demnach eine kaum zu bewältigende Herkulesaufgabe.

Schon in den neun Jahren bis 2030 müsste nach Einschätzung der Experten die Solarstrom-Kapazitäten in Deutschland auf 130 Gigawatt verdreifacht, die der Windkraft auf 92 Gigawatt fast verdoppelt werden. Die Zahl der installierten Wärmepumpen gilt es auf über vier Millionen zu vervierfachen…

 

Energiewende: Russisch Roulette mit 6 geladenen Patronen

https://www.achgut.com/artikel/russisch_roulette_mit_sechs_patronen_in_der_trommel

Russisch Roulette mit sechs Patronen in der Trommel

Von Manfred Haferburg, 6. Oktober 2021

Während die Welt unbeirrt auf die Kernenergie setzt, steigt Deutschland aus ideologischen Gründen aus. Das beginnt sich gerade zu rächen. Europa bettelt in Russland bereits um Kohle.

Auf der Welt arbeiten gegenwärtig um die 450 Kernreaktoren in etwa 190 Kernkraftwerken. Ich muss mich anstrengen – erst 121 Kernkraftwerke von den 190 habe ich mit eigenen Augen gesehen.

Die Welt erzeugt ca. 10 Prozent ihres Stroms mit Hilfe der Atomenergie – das ist etwas mehr, als mit Wind und Sonnenenergie erzeugt wird. Mehr als 50 neue Reaktoren sind derzeit im Bau, d.h. Beton wird gegossen und Stahl verschweißt. Darüber hinaus sind sehr viele Projekte in der Planung.

Wer über Kernenergie in Deutschland schreibt, kommt nicht umhin, über die Energiewende zu schreiben. Für mich ist die Energiewende die Überwindung der Aufklärung. Sie ist Russisch Roulette mit sechs Patronen in der Trommel. Nicht Putin ist an den explodierenden Energiepreisen schuld, sondern die CO2-Steuer auf alles, die sinnlose Abschaltung von modernen Kohle- und Kernkraftwerken, die exorbitanten Energiesteuern und die gigantischen Ökosubventionen. Für jeden Einzelnen dieser Punkte sprechen wir über Milliarden Euro, die den Steuerzahlern und Energiekunden aus der Tasche geraubt werden…

Steigende Energiepreise: Nach Gas wird auch Kohle knapp

https://www.welt.de/wirtschaft/plus234196558/Strompreise-Warum-den-Kraftwerken-jetzt-die-Kohle-ausgeht.html

STEIGENDE ENERGIEPREISE

Von 40 auf 240 Dollar – Nach dem Gas wird jetzt auch die Kohle knapp

Einigen Kohlekraftwerken geht der Nachschub aus
Quelle: Getty Images
Von Daniel Wetzel, 4. Oktober 2021
Stark steigende Preise für Gas und CO2-Berechtigungen machen Strom immer teurer. Jetzt verschärft eine Kohle-Knappheit die Lage zusätzlich. In Deutschland musste bereits ein Kraftwerk abschalten, weil es keinen Brennstoff mehr gab. Ob das ein Einzelfall bleibt, ist völlig offen.

Zum Wochenauftakt beraten die Wirtschafts- und Finanzminister der Euro-Gruppe in Luxemburg über ein gemeinsames Vorgehen gegen die Inflation der Energiepreise. Besondere Dringlichkeit erhalten die Beratungen, weil nun auch die Preise und Verfügbarkeiten des alternativen Brennstoffs Steinkohle ins Blickfeld rücken. Am Wochenende musste der deutsche Kraftwerksbetreiber Steag bereits das Kraftwerk Bergkamen vom Netz nehmen, weil der Nachschub an Brennstoff ausblieb. Der ungeplante Kohle-Ausstieg von Bergkamen ist zum einen auf die extrem gestiegenen Weltmarktpreise zurückzuführen. Ein anderer Teil des Problems ist hausgemacht und nennt sich Kohle-Ausstieg…

Teure Energie: Wie schlimm wird die Grüne Inflation?

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/klimapolitik-wie-schlimm-wird-die-gruene-inflation-a-e17ce265-76a4-4773-8e9e-2f3727c8e433

Teure Energie

Wie schlimm wird die grüne Inflation?

20.09.2021, Niedersachsen, Hohenhameln: Sonnenblumen blühen in der Nähe vom Kohlekraftwerk Mehrum im Landkreis Peine. Klimaschutz und Kohleausstieg sind zentrale Themen im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021. (zu dpa-Korr: „Klima, Pflege und Schulden – Welche Aufgaben erbt die neue Regierung?“ Vom 20.09.2021) Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Von Henrik Müller, 2. Oktober 2021

Höhere Preise und strengere Regulierungen verteuern den Verbrauch traditioneller Energieträger. Die Auswirkungen auf die allgemeinen Lebenshaltungskosten könnten erheblich sein – insbesondere in Europa.

Hohe Energiepreise abwehren: EU soll gemeinsam Strom und Gas einkaufen

https://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/eu-soll-wegen-hoher-energiepreise-gemeinsam-strom-und-gas-kaufen-17566236.html

HOHE ENERGIEPREISE ABWEHREN:

EU soll gemeinsam Strom und Gas einkaufen

Kalte Jahreszeit voraus: Stromleitungen am Pariser Ostbahnhof   Bild: Frank Röth

Von Werner Mussler, Niklas Záboji, 1. Oktober 2021

Überall in Europa sind die Energiekosten stark gestiegen. Spanien und Frankreich setzen auf direkte Unterstützung der Haushalte. Paris fordert ein koordiniertes Vorgehen in der Europäischen Union.

Der Höhenflug der Energiepreise nimmt kein Ende. Im europäischen Großhandel kostete eine Megawattstunde Gas zum Wochenende mehr als 90 Euro. Das ist eine Verdopplung binnen fünf Wochen. Da mit Gas neben Wärme zugleich Elektrizität erzeugt wird, hat sich auch Strom im Großhandel spürbar verteuert…