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Bergstraße: Zwischen Windkraft und Windbeuteln

https://www.morgenweb.de/bergstraesser-anzeiger_artikel,-bergstrasse-zwischen-windkraft-und-windbeuteln-_arid,1485020.html

Bergstraße
Energieversorgung – In einem für seine Spezialität bekannten Café haben sich Landrat Christian Engelhardt und die Bürgermeister von Grasellenbach und Fürth ausgetauscht

Zwischen Windkraft und Windbeuteln

Wie geht es weiter mit der Windkraft im Odenwald? Darüber hat der Landrat jetzt mit betroffenen Bürgermeistern und einem Sprecher des BUND Bergstraße gesprochen. © Wilken

Von: tom 15. Juli 2019

Hammelbach. Die Lage ist einfach idyllisch: Inmitten von saftig-grünen Wiesen, dunklen Wäldern und – meist – viel Sonne liegt das „Café Bauer“ im Gassbachtal. Von der Terrasse aus kann man in absoluter Ruhe den Blick über den Odenwald schweifen lassen. Bis er an einem Windrad hängenbleibt, das direkt über dem Wald in die Höhe ragt. Ein passender Ort für Landrat Christian Engelhardt, um über Windkraft ins Gespräch zu kommen.

Der Titel der Veranstaltung lautete „Nachhaltiger Klimaschutz gegen nachhaltigen Landschaftsschutz“. Von der Walburgiskapelle aus war die kleine Teilnehmergruppe zuvor mitten durch die Windenergieanlagen des Kahlbergs hinüber nach Hammelbach gewandert. Engelhardt besorgte sich noch kurz Sonnencreme, bevor man unter freiem Himmel Platz nahm.

Hausherr Roland Bauer informierte über das 1965 gegründete Café, das er seit dem Jahr 2000 leitet. Spezialität: Windbeutel. Grasellenbachs Bürgermeister Markus Röth lobte, das Gassbachtal sei „hochfrequentiert von Touristen“ – die Windkraft sieht er deshalb im Spannungsfeld zwischen Natur und Tourismus.

Auch ihm war das „schwierige Feld“ bewusst, auf dem er sich bewegte: Diskussionen seien leider „nicht großartig sachlich möglich“, so der Bürgermeister. An diesem Tag sowieso nicht, denn Windkraftgegner waren zu dem Termin nicht eingeladen. Allerdings kam mit Guido Carl, Vorstandssprecher des BUND Bergstraße, ein expliziter Befürworter der Windkraft ausführlich zu Wort…

 

Der Strompreis erreicht Rekordstand

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/geld-ausgeben/der-strompreis-erreicht-einen-historischen-rekord-16289878.html

Energiepreise:

Der Strompreis erreicht Rekordstand

Windrad in Niedersachsen Bild: dpa

Strom ist in Deutschland so teuer wie noch nie. Die Politik diskutiert über verschiedene Modelle zur Entlastung der Verbraucher. Was bringt welcher Vorschlag?

Von Christian Siedenbiedel, 18. Juli2019

Der Strompreis für Verbraucher in Deutschland hat im Juli einen neuen Rekord erreicht. Das berichten die Internetportale Verivox und Check 24 auf der Grundlage ihrer Datenbanken mit den Preisen von Versorgern übereinstimmend. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden zahlt laut Check 24 im Durchschnitt 1473 Euro, das sind also rund 29 Cent je Kilowattstunde. Das sei ein historischer Höchststand, ein „Allzeithoch“ in Deutschland. Im langfristigen Vergleich bedeute das seit Juli 2007 einen Anstieg der Stromkosten für Verbraucher um rund 50 Prozent: Vor zwölf Jahren zahlten Endkunden für dieselbe Menge Strom noch durchschnittlich 981 Euro. „Der Strompreis jagt von einem Rekord zum nächsten“, sagte Lasse Schmidt, Geschäftsführer Energie bei Check 24. „Jeden Monat wird Strom für Verbraucher ein bisschen teurer, ein Ende ist im Moment noch nicht abzusehen.“

Es gibt jedoch regionale Unterschiede: Im Durchschnitt ist Strom in den neuen Bundesländern aufgrund von höheren Netzentgelten sogar noch etwas teurer als im Westen, der Abstand ist aber über die Jahre schon geschrumpft. Hintergrund waren Folgekosten der Sanierung des ostdeutschen Stromnetzes nach der Wiedervereinigung, sowie die teilweise dünnere Besiedlung mancher ostdeutscher Bundesländer und eine mittlerweile zum Teil schon korrigierte ungleichmäßige Verrechnung der Kosten für den Anschluss von Windparks vor allem im Meer…

Von wegen Notstand. Es grünt auf der Welt!

https://www.achgut.com/artikel/von_wegen_notstand_es_gruent_auf_der_welt

Von wegen Notstand. Es grünt auf der Welt! 

Von Benny Peiser, 11. Juli 2019

Seitdem der Weltklimarat (IPCC) im letzten Oktober vor einer schon bald bevorstehenden Klimakatastrophe warnte, hat sich die periodisch aufflammende Öko-Hysterie in Teilen Westeuropas weiter aufgeheizt. Die Erde erwärme sich schneller als bisher vorausgesagt, erklärten Klimawissenschaftler, und zwar mit ernsteren Folgen als angenommen. Der Weltklimarat verlangt, dass die Menschheit den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius (gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung) begrenzt. 

Sollte die globale Temperatur in den kommenden Jahren um ein halbes Grad steigen, drohten Natur und Menschheit dramatische Folgen. Ab einem halben Grad, so wird prophezeit, werden sich Dürrekatastrophen und Überschwemmungen, Wirbelstürme und Waldbrände vervielfachen. Noch mehr Armut für hunderte von Millionen Menschen sei eine der besonders schlimmen Folgen. Ein Jahrzehnt sei alles, was bleibe, um katastrophale Schäden durch den Klimawandel zu stoppen, warnte die Präsidentin der UNO-Generalversammlung, María Fernanda Espinosa Garcés, an einer hochrangigen Sitzung der Vereinten Nationen Anfang des Jahres: „Wir sind die letzte Generation, die irreparable Schäden auf unserem Planeten verhindern kann“, sagte sie. 

Diesem apokalyptischen Weltbild stehen allerdings harte Daten und Fakten entgegen. Es besteht ein erheblicher Widerspruch zwischen dem neuen Klimaalarm und der empirischen Realität. 

Die Temperaturen fallen wieder 

Da ist zum einen die Tatsache, dass die durchschnittliche globale Temperatur seit dem Super-El-Niño vor drei Jahren um fast ein halbes Grad Celsius gefallen ist. Und obwohl die globalen Temperaturen seit dreißig Jahren langsam gestiegen sind, hat sich dieser Trend seit Anfang des Jahrhunderts merklich verlangsamt, anstatt sich zu beschleunigen. Dies steht im völligen Gegensatz zu den Voraussagen der Klimamodelle…

Gone with the Wind: Der Rotmilan ist bedroht

https://edition.faz.net/faz-edition/deutschland-und-die-welt/2019-07-13/29f6300743a7131472527cf1e388e483/?GEPC=s9

Gone with the wind

Der Rotmilan ist bedroht. Er leidet unter moderner Landwirtschaft – und wird oft Opfer von Windkraftanlagen.

In Gefahr: Auch natürliche Feinde wie Uhu, Habicht oder Seeadler machen dem Rotmilan in Deutschland das Leben schwer. Carl-Albrecht von Treuenfels

Von Carl Albrecht von Treuenfels, 13.Juli 2019

Einen Rotmilan kann man bei seinem Suchflug am Himmel leicht von anderen Greifvögeln wie dem Mäusebussard, dem selten sichtbaren Habicht oder der Rohrweihe unterscheiden. Sein volkstümlicher Name Gabelweihe weist auf das untrügliche Kennzeichen von „Milvus milvus“ hin: den gegabelten Stoß (Schwanz), der oben wie ein Teil des übrigen Gefieders rotbraun gefärbt ist. Die bis auf den grauen Kopf leuchtende Farbe und die markante Form des Stoßes, den der Vogel beim Fliegen als bewegliches Steuerinstrument einsetzt, hat zu beiden Namen geführt.

Nur mit einem nahen Verwandten kann man ihn beim flüchtigen Hinsehen verwechseln: Der Schwarzmilan (Milvus migrans), mit 50 bis 58 Zentimeter Körperlänge rund zehn Zentimeter kleiner als der Rotmilan, hat einen schwächer eingekerbten Stoß und dunkelbraune Gefiederfarben. Er wird deshalb auch Brauner Milan genannt. In manchen Gegenden Deutschlands lassen sich beide Arten gleichzeitig beobachten. Rund um den Bodensee, im baden-württembergischen Hegau, im Harzvorland und in der Altmark gibt es noch größere Konzentrationen beider Milane. Auch in der Schweiz fühlen sich beide Arten wohl.

Während der Schwarzmilan mit seinen sechs Rassen ein weites Verbreitungsgebiet von Mitteleuropa, Afrika, dem Nahen Osten bis nach Asien hat und selbst in Japan anzutreffen ist, konzentriert sich der Rotmilan auf Mittel- und Südeuropa sowie Teile Vorderasiens. Deutschland spielt eine besondere Rolle für den Rotmilan. Hier brüten zwischen 12 000 und 18 000 Paare. Das sind doppelt so viele wie Schwarzmilane – und es ist mehr als die Hälfte des Weltbestands, der auf 19 000 bis 25 000 Paare beziffert wird. Kein anderer Brutvogel hat in Deutschland dieses Alleinstellungsmerkmal.

Das zweitwichtigste Land für die Rotmilane ist Spanien. Dort verbringen viele die Wintermonate, ehe sie von Ende Februar an in ihre nördlichen Brutgebiete zurückkehren. In jüngerer Zeit bleiben jedoch immer mehr Rotmilane im Winter in Deutschland. Bis zu 1500 Vögel ziehen nicht mehr nach Süden und bilden abends an bevorzugten Orten in Bäumen Schlafgesellschaften, auch in Frankreich. In England, wo der Rotmilan dank Ansiedlungsprojekten wieder heimisch ist, zieht er im Winter ebenfalls nicht mehr fort. Aber der Aufenthalt zur Brutzeit in Deutschland wird für die „Königsweihe“ unwirtlicher und gefährlicher. Denn Felder und Wiesen geben immer weniger Nahrung her…

„Wandern unterm Windrad“ mit windigen Aussagen

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=6308&cHash=a55c0ad9937bdaa3311246e245f2d195

„Wandern unterm Windrad“ mit windigen Aussagen

Von: Pressedienst Vernunftkraft Odenwald, 10 Juli 2019

ODENWALD. – Unter dem fröhlichen Titel „Wandern unterm Windrad“ erschien am 6. Juli ein Presseartikel zur Wanderung von Landrat Christian Engelhardt am Nibelungensteig, nahe den Windindustrieanlagen am Kahlberg bei Grasellenbach.

Also alles Friede, Freude, Eierkuchen? „Das Gegenteil ist der Fall. Der Artikel ist eine krasse Verhöhnung derjenigen Bürgerinnen und Bürger, die sich für ein industriefreies Landschaftsbild, einen freien Horizont, für Arten- und Naturschutz und den Schutz der Menschen vor gesundheitsgefährdenden Schall – und Infraschall – Auswirkungen engagieren“, sagt Peter Geisinger, Vorsitzender der >Vernunftkraft Odenwald e.V.<.

„Das tun sie im Odenwald seit Jahren.“ Offensichtlich hätten die Autoren des Artikels von den seit 1. Mai 2017 für den gesamten Odenwald bisher 80 Mal durchgeführten Demonstrationen in Wald-Michelbach noch nie etwas gehört. „Die massiven Proteste am 8. Mai 2019 in Erbach anlässlich der Informationsveranstaltung des Regierungspräsidiums Darmstadt haben sie wohl auch nicht wahrgenommen.“

Die Großdemonstration in Berlin von mehr als 1000 Bürgerinitiativen der gesamten Bundesrepublik gegen den Windindustrieausbau am 23. Mai 2019 hätten sie demnach schlicht übersehen.

„Die große Demonstration in Frankfurt am 14. Juni 2019 vor dem Römer gegen die Verabschiedung des Regionalplans – Teilplan erneuerbare Energien – gemeinsam von allen Bürgerinitiativen des Odenwaldes durchgeführt – hat es trotz zweier Berichte in der FAZ womöglich gar nicht gegeben“, fragt Geisinger rhetorisch.

Ein größeres Maß an Ignoranz sei kaum noch vorstellbar. „Sehr interessant sind im Artikel die Ausführungen von Guido Carl, Vorstandsmitglied des BUND Bergstraße: „Wir verstehen uns als Energiewende-Verband.“ Wenn dem so sei, solle der BUND zügig seinen Namen und seine Satzung ändern und schnellstmöglich mit dem Bundesverband Windenergie fusionieren, empfiehlt der Vernunftkraft-Vorsitzende.

Er erinnert in diesem Zusammenhang an eine Einladung des BUND Odenwaldkreis zu einer Informationsveranstaltung am 9. Mai zu geplanten Windindustrieanlagen gegenüber der Burg Breuberg, die folgende Feststellung enthielt: „Da das anlaufende Bauantragsverfahren zum überwiegenden Teil Naturschutzaspekte behandeln wird, dürfte die Diskussion schnell zu der Frage führen >Wieviel Natur- und Umweltschutz wollen wir uns wo leisten?< .“ Das sei „eine interessante Fragestellung für einen Bund für Umwelt und Naturschutz“.

Ein äußerst sinnhaltiger Satz im aktuellen Artikel sei folgender:„Doch der Wandertourismus wächst. Denn auch einfach mal das Auto stehen lassen, trägt zum Klimaschutz bei.“ Die Wanderer, die den Nibelungensteig erleben wollten, erreichten diesen sicherlich zu Fuß von ihrem Wohnort aus. Dann könnte man doch den Wanderparkplatz Wegscheide gleich abschaffen.

Geradezu beruhigend bezüglich des Realitätssinns wirkten dagegen die Worte von Jutta Weber vom Geo-Naturpark Bergstraße/Odenwald: „Die Gesteine hier sind 280 Millionen Jahre alt“, sagt sie. „Damals war dort noch Wüste. Das hat sich alles im Verlauf der Geschichte verändert. Und auch jetzt ist wieder nur eine Phase in der Erdgeschichte.“

Hier erkenne jemand große klimatische Zusammenhänge! „Es gibt also Hoffnung. Mit der Ausrufung des Bildungsnotstands könnten wir demnach noch etwas warten“, sagt Peter Geisinger abschließend.

Klima und Medien: Schlimm wie nie

https://www.publicomag.com/2019/07/klima-und-medien-schlimm-wie-nie/

Klima und Medien: schlimm wie nie

„Noch nie war ein Juni in Deutschland und weltweit so heiß“, berichteten Medien reihenweise. Stimmt das?

von Dirk Schwarzenberg, 9. Juli 2019

Klima, Wetter und Medienberichte darüber – das ist ein besonderer Stoff. Im Juni herrschte in weiten Teilen Deutschlands Hitze, ein Phänomen, das in diesem Monat nicht ganz überraschend auftritt.
In mehreren Medienberichten ging es um einen deutschen Juni-Temperaturrekord. Und um einen passenden Spin hin zum Großthema Klimapolitik.

Die Tagesschau veröffentlichte eine so genannte Kachel – eine kurze, grafisch aufbereitete Botschaft für Social-Media-Kanäle – für die sie sich auf den Wissenschaftler Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Klima Institut berief.

„Noch nie war es in Deutschland im Juni so heiß: 38,6 Grad“, textete die Tagesschau. Und stellte das Zitat von Rahmstorf dazu: „Wir verlieren die Kontrolle über das Klimasystem.“

Die Mitteilung aus der ARD-Hauptnachrichtensendung enthält eine Falschbehauptung und eine Irreführung.
Die Behauptung: „So heiß war es noch nie“ ist falsch. Natürlich war es in Deutschland schon heißer. Beispielsweise im der mittelalterlichen Warmzeit von etwa 950 bis 1250. Damals herrschten höhere Temperaturen nicht nur in Mitteleuropa, sondern deutlich darüber hinaus. Baumreste, die heute immer wieder von Schweizer Gletschern bei ihrem Rückzug freigegeben werden, belegen, dass die Eisflächen früher auch schon einmal deutlich kleiner waren*. Um das Jahr 985 begann die Besiedlung des damals überwiegend eisfreien Grönland durch die Wikinger. Auf der britischen Insel gediehen Weingärten bis nach Schottland (mehr Informationen dazu finden sich in “Winelands of Britain“ des Geologen Richard C. Selley)…

In noch viel früheren Perioden herrschte im heutigen Deutschland sogar ein subtropisches Klima, im Tal des Ur-Rheins lebten von etwa 15 bis 10 Millionen Jahren Kolibris, Krokodile und Urelefanten. Der Schädel des so genannten „Riesigen Schreckenstiers“ (Deinotherium giganteum), eines Rheinelefanten, dessen Schädel 1835 bei Eppelsheim gefunden wurde, lässt sich heute im Naturkundemuseum Wiesbaden bestaunen…

Aufstand gegen die Windkraft: Ein Urteil sorgt für Unruhe

https://edition.faz.net/faz-edition/wirtschaft/2019-07-08/0f490279cc4c941484b1200cac955d82/?GEPC=s9

Aufstand gegen die Windkraft

Verursacht der Schall von Windrädern Kopfschmerzen, Herzrasen und mehr? Ein Urteil sorgt für Unruhe.

Bedrohlich nah an der Wohnbebauung? Windräder werden zunehmend zum Ärgernis für Anwohner. © dpa

Von Michael Ashelm, 8. Juli 2019

FRANKFURT, 7. Juli. Die Konfrontation zwischen Windkraftindustrie, Politik und Genehmigungsbehörden auf der einen Seite und betroffenen Anwohnern, die im Umfeld der Anlagen um ihre Gesundheit fürchten, gerät zunehmend zu einer Belastung für die Energiewende. Die Zahl der Bürgerinitiativen in Deutschland gegen Windkraftprojekte ist auf mehr als 1000 gewachsen. Ein immer häufiger geäußerter Vorwurf: Der Lärm der Windräder mache krank. Ins Feld geführt werden Arbeiten von Wissenschaftlern und Medizinern, die diese Sorge bestätigen sollen. Hinzu kommt eine steigende Zahl alarmierender Erfahrungsberichte und Klagen. Zugleich wehren Umweltschutzverbände und Verbraucherschutzorganisationen alle Bedenken ab, während sie in der Debatte um zu hohe Abgaswerte im Straßenverkehr auf die Barrikaden gehen und Fahrverbote erzwingen.

Im vergangenen Jahr hatte die F.A.Z. ein umstrittenes Windkraftprojekt im Weserbergland dokumentiert (Ausgabe vom 6. September). In der Waldrandlage eines Naherholungsgebietes drehen sich seit dem Winter acht Anlagen – jede hat eine Höhe von 217 Metern. Die ansässige Bürgerinitiative bemängelte nicht nur, dass gegen artenschutzrechtliche Belange (Rotmilan) verstoßen und Kulturlandschaft industriell verschandelt werde. Vier der acht Anlagen seien zudem so aufgestellt, dass sie im Fall einer Havarie direkt auf Hochspannungstrassen fallen könnten. In Reichweite liegen ein Umspannwerk und das Atomkraftwerk Grohnde. Betreiber und Landkreisbehörde verweisen darauf, dass alle Gesetze eingehalten würden. Doch es läuft ein Rechtsstreit. Nun hat ein Anwohner zusätzlich eine Klage am Landgericht Hannover gegen den Betreiber eingereicht – wegen „unzumutbarer Eigentumsbeeinträchtigungen“. Der Anlagenbetrieb habe erhebliche gesundheitliche Auswirkungen,…

Rolf Schuster: „Die Physik des Stromnetzes lässt sich politisch nicht regulieren.“

https://eifelon.de/umland/rolf-schuster-die-physik-des-stromnetzes-laesst-sich-politisch-nicht-regulieren.html

Rolf Schuster: „Die Physik des Stromnetzes lässt sich politisch nicht regulieren“

Umland: An drei Tagen im Juni stand das deutsche Stromnetz vor dem Zusammenbruch wegen zu geringer Einspeisung. Die modernen Industrienachbarstaaten haben uns nochmal ausgeholfen, Gott sei Dank. An vier anderen Tagen in diesem Monat musste Deutschland unverkäuflichen Stromüberschuss exportieren, mit „negativen“ Preisen. Ende 2022 geht das letzte deutsche Atomkraftwerk vom Netz… Und dann? EIFELON sprach mit dem Mann, dessen Grafiken zur Energiewende eines zeigen: Deutschland knallt mit voller Energie gegen die Wand.

Zurück zum vergangenen Juni: Jetzt müsse man erst einmal analysieren, ob die „Bilanzkreise“ ausgeglichen waren, sagen die Netzbetreiber über das allgemein verniedlichend „Stromchaos“ genannte Fast-Desaster. Und das, wir können es uns denken, kann dauern. Acht Wochen sind angesetzt. EIFELON wollte nicht so lange warten und auch nicht auf die Antwort der Grünen-Politikern Ingrid Nestle vertrauen:

„Auf keinen Fall darf der Eindruck entstehen, dass die Erneuerbaren Energien Schuld an den Verzerrungen sind. Hier handelt es sich eindeutig um mangelhafte Regulierung und politische Fehlsteuerung.“

Denn wir von EIFELON, der aufmerksame Leser weiß es, sind der Energiewende gegenüber pessimistisch eingestellt. Das liegt nicht an unserem Glauben, sondern daran, dass wir seit vielen Jahren die Grafiken von Rolf Schuster als Hintergrundrecherche mit verwenden. Die Daten rund um die Energiewende sammelt der 63-Jährige in seiner Freizeit aus für jedermann zugänglichen Quellen wie dem europäischen Verbundnetz, der Leipziger Strombörse, dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Umweltbundesamt. Die Daten übernimmt er eins zu eins. Beruflich entwickelt der gelernte Elektrotechniker in Hessen Maschinen für die Autoindustrie und unterzieht sie einer sicherheitstechnischen Risikoanalyse, d.h., er überprüft und dokumentiert, dass diese Anlagen kein Risiko für das Personal und Umfeld darstellen.

Vor neun Jahren hat er mit dem Datensammeln angefangen. Auslöser war der Bau von Windrädern im Westerwald. Schuster stellte Ortspolitikern kritische Fragen und wurde als Unwissender über die Energiewende abgewatscht. Seitdem bereitet er Energiedaten grafisch auf und sendet sie an alle, die nackte Fakten zur deutschen Energiewende interessieren: Professoren der Physik, Wirtschaftsbosse, darunter der ehemalige Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung Hans-Werner Sinn, einige wenige deutsche Politiker und Journalisten und natürlich das nahe und ferne Ausland, das „Tränen über Deutschland vergießt vor lauter Lachen“.

Schuster erfasst in seinen Grafiken alles, was es an statistischen Daten zu Klima und Energiewende deutschland- und weltweit gibt: Die Temperaturentwicklung, die CO2-Entwicklung, die Stromerzeugung durch Atom, Kohle, Erdgas und den Erneuerbaren, die jeweiligen Kosten, die Nennleistung im Vergleich zur tatsächlich erbrachten Leistung, die Stromerzeugung im Vergleich zum wirklichen Bedarf in Deutschland, aber auch in anderen Ländern wie Frankreich, den USA oder Australien.

Am 8. Juni, Pfingstsamstag, ging es dann also los mit dem „Stromchaos“, das mal soeben in wenigen Stunden 157 Millionen Euro volkswirtschaftlich vernichtete, so zeigt es Schusters Auswertung. Der Stromkunde subventionierte mit der EEG-Umlage den Strom aus Wind und Sonne mit 116 Millionen Euro, obwohl der Strom an der Leipziger Börse einen negativen Gegenwert von minus 41 Millionen Euro erzielte. Die fünf Chaostage zusammengerechnet ergeben eine Negativbilanz von Achtung! 2.000.000.000 Euro (zwei Milliarden Euro) volkswirtschaftlichem Schaden. Das Geld ist natürlich nicht weg. Ein paar wenige freuen sich über so viel Zuwendung, neben den Großinvestoren diejenigen, die mit Eigenkapital oder über Fonds in die Erneuerbaren investiert haben. Und natürlich der Finanzminister, denn die Mehrwertsteuer kommt noch obendrauf.

Und ja, vielleicht mögen „böse Buben“ mit dem Strombedarf spekuliert haben, wie es jetzt durch die Medien rauscht, aber „Handelsmengen und physikalische Stromflüsse haben nichts miteinander zu tun“, so Schuster. Und in Richtung Ingrid Nestle sagt er:

„Die Physik des Netzes interessiert sich nicht für politische Regulierungen. Wenn ich hinten kein Futter reinstecke, kommt vorne auch nichts raus“.

Fakt sei, dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt zu wenig Strom im Netz hatten, weniger als wir brauchten. Das sei nichts grundlegend Neues. Nur dieses Mal sind nicht genug konventionelle Kraftwerke eingesprungen, um die Versorgungslücke zu stopfen, weil sie in Reparatur waren. Diese Kraftwerke sind nicht auf das ständige An/Aus-Spiel ausgelegt, das der Zwang, den Erneuerbaren Vorrang einzuräumen,von den Kraftwerksbetreibern verlange und verschleißen daher früher. Der Kraftwerksbetreiber sei natürlich nicht motiviert, großartig in die Kraftwerke zu investieren, da sie eh abgeschaltet werden sollen, so Schuster.

„Die Erneuerbaren Energien brachten nicht die in der Prognose vom Vortag erwarteten Einspeisungen. Die Spekulation hat an einem Tag (23. Juni) zu massiven Preisverzerrungen geführt, zu sonst nichts. Den Spekulanten die Engpässe anzulasten, ist absurd. Die haben „nur“ die Preise für Regelenergie in astronomische Höhe getrieben, auf Kosten der Verbraucher. Das Gesetz, das dies möglich macht, stammt vom Gesetzgeber“, sagt Peter Geisinger von Vernunftkraft-Odenwald.

An diesen Chaostagen zeigt sich die Misere der deutschen Energiewende, die auf unzuverlässigen Strom aus Sonne und Wind setzt, für den wir keinen Speicher haben. An der Unzuverlässigkeit ändert auch ein verstärkter Netzausbau nichts, weil die wetterbestimmenden Hoch- und Tief-Druckgebiete größer als Deutschland sind. Damit findet ein Unterschied zwischen Nord- und Süd- Wetter auch nicht statt, es sind überall die gleichen Wetterbedingungen. Dabei war es noch nicht einmal ein stürmischer sonniger Herbsttag mit hohem Energieeintrag oder Weihnachten, zu dem extrem wenig Energie verbraucht wird. Die Chaostage geschahen an wettermäßig unspektakulären Junitagen.

Wenn Politiker den Bürgern weiter erzählen, wir müssten noch mehr Windräder aufstellen, um mehr Energie zu erzeugen, dann ist das eine Luftnummer.

„Wenn ein Windrad steht, dann steht es,  weil es nicht weht. Dann stehen auch die anderen Windräder“, sagt Schuster.

Zusammensetzung des Strommixes nach Erzeugung:

Könnte der spuckende Stromboli sein, ist aber der spritzige Energiecocktail, auf den die deutsche Exportnation baut.

Zusammensetzung des Strommixes nach Erzeugung.

Wer die Windräder für längere Zeit beobachtet oder einfacher Schusters Grafiken betrachtet hat, weiß, dass die Wind-Energieträger statistisch weniger als 2.000 der 8.760 Stunden eines Jahres ihre theoretische Leistung erreichen. Über dreiviertel des Jahres stehen sie „statistisch“ still und leisten gar nichts.
Die Grafiken zeigen auch, dass die bisherigen 30.000 Windräder nur rein bilanziell zwanzig Prozent des Strombedarfs in Deutschland decken. In der deutschen Gesamtenergiebilanz aus allen Energieträgern, in denen Energie mechanisch, thermisch, chemisch oder physikalisch gespeichert ist, machen sie nur magere drei Prozent aus.

Und auch eine Verfünffachung der Windräder auf 150.000 Stück wird nur auf dem Papier den Energiebedarf zu hundert Prozent abdecken. Denn zwischen dem Papier und der Wirklichkeit steht der Wind. Und bei Windstille dreht sich bekanntlich kein Windrad und wenn dann auch noch keine Sonne für Solaranlagen da ist, etwa nachts, haben wir die so genannte Dunkelflaute. Ohne Stromzufuhr aus anderen Energiequellen, gehen dann nicht nur die Lichter in Deutschland aus.

Umgekehrt erzeugen die Windräder bei starkem Wind zu viel Energie, weil sich dann alle auf einmal drehen. Mit jedem weiteren Windrad steigen die Stromerzeugungsspitzen, aber nicht die kontinuierliche Stromerzeugung für jede benötigte Sekunde, wie es die konventionellen Energieerzeuger garantieren. Auch wenn wir den Strom der Erneuerbaren gerade nicht benötigen, ist er trotzdem im Stromnetz. Und auch wenn wir der Grünen Annalena Baerbock gern glauben würden, physikalisch lässt sich Strom nicht im Netz speichern. Damit die Infrastruktur des Netzes geschützt und das Netz auf keinen Fall instabil wird, bieten wir den Strom unseren Nachbarländern als Geschenk an und hoffen, dass sie es auch annehmen. Über die EEG-Umlage erhält der Windradbetreiber aber trotzdem sein Geld. Das ist ihm pro Windrad für 20 Jahre zugesichert. Wir, die Stromkunden, stellen den Scheck aus. Wird der Scheck bei zunehmender Windradzahl noch größer?

So wird dann auch die Stromtrasse von Nord- nach Süddeutschland aus den genannten Gründen nicht funktionieren. Wir können nur maximal 25 Prozent der Kapazität eines Windrads nutzen. Mehr kommt nicht an Wind.

„Wie man damit ein Grundlaststromwerk in Bayern ersetzen möchte, ist mir ein Rätsel“, sagt Schuster.

Rein gedanklich müssten die Windanlagen im Norden dann immer doppelt so viel Strom erzeugen, wie im Norden benötigt wird, damit die andere Hälfte den Süden versorgen kann und umgekehrt. Die Hoch- und Tiefdruckgebiete sind jedoch in der Regel größer als unser kleines Deutschland und überziehen auch die Nachbarländer. Weht im Norden kein Wind, dann auch im Süden nicht und auch nicht in Frankreich. Daran scheitert ein angedachter Netzverbund mit unseren Nachbarn aus rein Erneuerbaren Energien, in dem der Windstrom hin- und hergeleitet würde.

In den Niederlanden hat der dortige Bundesrechnungshof eine Energiewende à la Deutschland durchgerechnet und wie die deutschen Kollegen festgestellt, dass das zu teuer wird. Der Vorteil in den Niederlanden für das Portemonnaie des Bürgers: Dort hören die Politiker auf die Hüter des Steuergeldes und diskutieren ergebnisoffen und öffentlich das Pro und Kontra von Energiereformen inklusive der anfallenden Kosten.

In Deutschland haben wir seit dem Jahr 2000 die Energiewende mit inzwischen rund 250.000.000.000 Euro durch die EEG-Umlage subventioniert. Tendenz steigend mit zunehmendem weiteren Ausbau der Erneuerbaren. Allein in diesem Jahr werden es geschätzt 30 Milliarden Euro sein. Tatsächlich Wert an der Strombörse ist der Strom aus Wind- und Sonnenenergie für dieses Jahr geschätzt nur acht Milliarden Euro. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aber zählt „die Windenergie an Land mittlerweile zu den kostengünstigsten Energiequellen in Deutschland“.

Dann könne man ja getrost die EEG-Umlage abschaffen, sagt Schuster und fragt sich für einen Moment, was wir mit den vielen Milliarden Euro in Deutschland alles reparieren werden? Nein, realistisch sei, dass die EEG-Umlage bleibe und die C02-Steuer noch dazu komme, quasi der Eisladen zur Kugel Eis im Monat. (Auf den Betrag einer Eiskugel bezifferte der damalige Umweltminister Jürgen Trittin die EEG-Umlage für den einzelnen Bürger bei ihrer Einführung. Inzwischen liegt sie bei monatlich hundert Eiskugeln.) Das ist aber nur die EEG-Umlage, noch nicht der Endpreis auf der Stromrechnung.

30.000 Windräder stehen bereits in unserem Land. Die Bundesregierung unter Angela Merkel ist dabei, sie auf zunächst 120.000 aufzustocken. Die BRD hat eine Fläche von 600.000 Quadratmetern. Ob demnächst auch die größeren Städte umzingelt werden, in denen es sich bisher so schön abseits der lärmenden Windräder, wie in einer Parallelwelt, zu den ländlichen Regionen leben lässt? Windräder im Königsdorfer Forst für die grünen Städter, warum nicht? Schuster nennt ein Beispiel aus der hessischen Stadt Wetzlar, wo die Buderuswerke mit einem Elektroschmelzofen ihre Produkte herstellen. Um einzig den Strombedarf von 400 Gigawattstunden dieses einen Ofens zu decken, müsste man um Wetzlar hundert Windräder aufstellen und hoffen, dass der Wind 24 Stunden am Tag bläst.

„Wir müssen uns bewusst sein, dass wir mit Windrädern die bestehende Industrie nicht aufrechterhalten können. Wenn die nach und nach abzieht, werden wir andere Schmerzen haben als Atemnot durch Klimawandel“, sagt Schuster.

Derzeit bangen die Mitarbeiter der energieintensiven Aluminiumverhüttung in Neuss um die Stromversorgung und ihre Jobs.

„Es ist doch Wahnsinn, dass sich der Bundeswirtschaftsminister hinstellt und sagt, wir werden die fehlende Energie von den europäischen Partnern bekommen. Übersetzt heißt das nichts anderes als: Wir setzen auf Strom von unsicheren belgischen Atomkraftwerken“,

zitiert RP-online den Betriebsratsvorsitzenden des norwegischen Aluminiumherstellers Hydro am Standort Grevenbroich, Heinz Höhner. 2018 gab es 18 stromnetzbedingte Abschaltungen bei Hydro. Fällt eine Anlage zur Aluminiumverhüttung für nur zwei Stunden aus, ist sie Schrott.

Die eigene sichere Stromversorgung zu vernichten und naiv darauf zu hoffen, die Nachbarländer werden uns immer im Notfall mit ihrem Strom versorgen? Auch Schuster setzt hier ein großes Fragezeichen. Er mahnt an, dass wir in Deutschland das Wissen und die Forschung zu den bisherigen Energieformen immer weiter verlieren. Rund um unsere Insel gehe die Nutzung von Kohle- und Atomkraftwerken weiter. China unterstützen wir finanziell mit Millionen Euros beim Bau neuer Kohlekraftwerke. Was früher deutsches Knowhow war, ist jetzt in chinesischer Hand. China plant und baut inzwischen auch weltweit 300 neue Kohlekraftwerke, etwa in Pakistan.

Kernkraftnutzung in Europa:

Atomkraftwerke werden weltweit weiterentwickelt. Russland setzt weiter auf die so genannten schnellen Brüter, die inzwischen Leistungen von mehr als 800 Megawatt erbringen, und auf ein Mini-Atomkraftwerk von 80 Megawatt, das sich per Schiff transportieren lässt und eine Stadt am nördlichen Eismeer mit Strom und Wärme versorgt (ingenieur.de). Nach 30 Jahren wird das schwimmende Atomkraftwerk Akademik Lomonossow zum Hersteller zurückkehren und abgebaut werden, wie Schuster erklärt. Auch am Abfallproblem arbeiteten die anderen Länder weiter. Bisher bleibt 95 Prozent des radioaktiven Materials eines Atomkraftwerks ungenutzt. Die Atomkraftwerke der fünften und sechsten Generation werden das Material verwerten. Übrig bleiben Radionukleotide mit einer Strahlendauer von hundert Jahren.

„Auch wenn wir aus der Atomkraft aussteigen – die Welt wird sich die Nutzung von Atomstrom von uns besserwisserischen Deutschen nicht verbieten lassen“, sagt Rolf Schuster, der Datensammler.

Wie er damit klarkomme, täglich mit seinen Grafiken die nackten Fakten zur deutschen Stromversorgung zu sehen und mitzuerleben, welchen Irrweg die Politik immer weiter und immer stärker beschreitet, als gäbe es keinen Stopp, keinen Verstand und auch keine Verantwortung gegenüber den Menschen, die hier leben? Rolf Schuster antwortet:

„Der Spruch, dass eine Generation ihren Kindern eine bessere Zukunft hinterlässt, trifft meines Erachtens nicht auf Deutschland zu.“

Mehr Grafiken von Rolf Schuster unter Vernunftkraft-Odenwald

 

 

BIackout-Gefahr: Im Netz wurde der Strom knapp

https://app.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energiewende-blackout-gefahr-im-deutschen-netz-wurde-der-strom-knapp/24515468.html

Energiewende

Blackout-Gefahr: Im deutschen Netz wurde der Strom knapp

Von: Jürgen Flauger, Kathrin Witsch, 2. Juli 2019

Düsseldorf. In den vergangenen Wochen konnte Deutschland offenbar nur mit Mühe großflächige Stromausfälle vermeiden. Gleich an mehreren Tagen im Juni, am 6., 12. und am 25., war die Situation im Stromnetz kritisch, wie die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hertz, Tennet und TransnetBW in einer gemeinsamen Erklärung auf Anfrage bestätigten.

An diesen Tagen sei eine „starke Unterspeisung“ festgestellt worden, hieß es. Im Klartext: Es war zu wenig Strom vorhanden, um die Nachfrage zu decken. Die Frequenz im gesamten europäischen Verbundnetz sank ab. Nur mit kurzfristigen Stromimporten aus dem Ausland konnte das Netz stabil gehalten werden. Über den Engpass hatte zuerst der Branchendienst „Energate“ berichtet.

„Die Situation war kritisch“, hieß es aus Kreisen eines Netzbetreibers. In der Spitze fehlten sechs Gigawatt an Leistung. Das entspricht in etwa der Leistung von sechs großen Kernkraftwerken. Der Puffer, den die Netzbetreiber zum kurzfristigen Eingreifen bisher zur Verfügung gehalten haben, betrug nur drei Gigawatt. „Da durfte nicht mehr viel passieren“, hieß es weiter aus Kreisen…

Weinheim: „Kabelfehler führten zu Stromausfällen.“

Weinheim

Kabelfehler führten zu Stromausfällen

Haushalte in Hohensachsen, Lützelsachsen und Prankelgebiet waren knapp eine Stunde ohne Strom

Symbolfoto: Dorn

Weinheim. (mwg) Wegen Kabelfehlern waren Haushalte in Hohensachsen, Lützelsachsen und im Prankelgebiet am heutigen Dienstagmorgen von etwa 6 Uhr an für knapp eine Stunde ohne Strom. In so einem Fall greife ein automatischer Schutzmechanismus, der ähnlich einer Sicherung im Haushalt die Stromversorgung unterbricht. Das teilten die Stadtwerke Weinheim in einer Pressemeldung mit.

Demnach lokalisierten Mitarbeiter des Unternehmens die Schadensstellen und trennten die defekten Kabelstrecken vom Netz. Durch Umschaltungen sei die Stromversorgung dann nach und nach bis 7.50 Uhr wieder hergestellt worden.