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19 MILLIARDEN EURO SEIT JANUAR: EEG-Förderung so teuer wie nie!

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-energie-und-umwelt/eeg-foerderung-so-teuer-wie-nie-16900234.html

19 MILLIARDEN EURO SEIT JANUAR:

EEG-Förderung so teuer wie nie

Windräder des Offshore-Windparks „Baltic 2“ in der Ostsee vor der Insel Rügen Bild: dpa

Von Niklas Záboji,

Monat für Monat verrechnen die Netzbetreiber das Aufkommen aus der EEG-Umlage mit den Ausgaben für staatlich geförderten Ökostrom. Im Juli vergrößerte sich der Fehlbetrag abermals.

Die deutsche Ökostromförderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) kostet in diesem Jahr sehr wahrscheinlich so viel wie nie zuvor. Wie die vier Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und TransnetBW am Dienstag mitteilten, flossen im Juli ungefähr 2,8 Milliarden Euro an die Betreiber von EEG-geförderten Wind-, Solar- und Biomasseanlagen. Die Ausgaben lagen abermals deutlich über den Einnahmen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro. 

Der daraus resultierende Fehlbetrag auf dem sogenannten EEG-Konto stieg damit um weitere 0,9 Milliarden Euro auf nunmehr 2 Milliarden Euro.

Auf dem Konto werden monatlich die Förderzusagen mit den Einnahmen aus der EEG-Umlage auf den Strompreis verrechnet, den mit Ausnahme der energieintensiven Industrie alle Verbraucher zahlen. Ist der Saldo dauerhaft negativ, wie es im Juni mit minus 1,3 Milliarden Euro erstmals seit Dezember 2013 der Fall war, dürften sich die Netzbetreiber in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur zu einer Anhebung der jährlich festgelegten EEG-Umlage entschließen…

 

Taunuskamm: Klagedrohung gegen Land Hesssen wg. WKA

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/windpark-taunuskamm-klagedrohung-gegen-land-wegen-rotoren-16892141.html

URTEIL ZU WINDPARK

TAUNUSKAMM: Klagedrohung gegen Land wegen Rotoren

Auf dem Taunuskamm: Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts für den Bau des Windparks trifft auf viel Gegenwind. Bild: dpa

Von Oliver Bock,

Das Urteil über die Errichtung von zehn Windenergieanlagen auf dem Taunuskamm polarisiert. Mehrere Vereine zeigen sich über die Entscheidung empört. Und wollen mit einer Klagedrohung gegen das Land vorgehen.

Mit seinem Urteil zum Windpark auf dem Taunuskamm hat das Wiesbadener Verwaltungsgericht nach Ansicht des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz einem „bisher nie dagewesenen Landschaftsvandalismus Tür und Tor geöffnet“. Der Verein hält die Errichtung von zehn jeweils mehr als 200 Meter hohen Windenergieanlagen auf der Hohen Wurzel für einen Frevel, vor allem das Einbringen von „tausenden Tonnen Beton“ in das empfindliche Erdreich…

…Mit groben Verfahrensfehlern behaftet

Empört über das „unverständliche“ Urteil zeigt sich auch der Verein Pro Kulturlandschaft Rheingau, weil alle Bedenken des Trinkwasser-, Arten- und Landschaftsschutzes missachtet worden seien. Nun sei zu hoffen, dass Taunusstein, die örtlichen Bürgerinitiativen und das Regierungspräsidium in die Berufung gingen. Der Teilplan Erneuerbare Energien sei mit groben Verfahrensfehlern behaftet. Daher würden mehrere Umweltverbände zusammen mit dem Verein Pro Kulturlandschaft Rheingau und weiteren Bürgerinitiativen in Kürze eine Normenkontrollklage gegen das Land Hessen einreichen.

 

Braucht Klimaschutz Diktatur?

https://amp2.wiwo.de/politik/ausland/freytags-frage-braucht-klimaschutz-die-diktatur/26051254.html?fbclid=IwAR0PxEQAallZ1TCSPZ5yyyaopdqNgHd_x4XKcauDhT90CCnLqZTgjsffWLI

Freytags-Frage

Braucht Klimaschutz die Diktatur?

Die Klimaschützerinnen Greta Thunberg und Luisa Neubauer fordern in einem offenen Brief die Aufgabe von Demokratie und Marktwirtschaft zum Ziele des Umweltschutzes. Das ist in grotesker Weise naiv.

Die Klimaschutzaktivistinnen Luisa Neubauer (l) und Greta Thunberg stehen zusammen im Hambacher Forst.
Quelle: dpa

31.07.2020 | Kolumne von Andreas Freytag

Vor etwa 14 Tagen haben die beiden prominentesten sogenannten Klimaschützerinnen, Greta Thunberg und Luisa Neubauer, einen offenen Brief an die Regierenden in der Europäischen Union verschickt, den inzwischen viele Menschen, darunter auch einige Wissenschaftler, unterzeichnet haben.

In diesem Brief fordern sie die Abkehr vom bisherigen System demokratisch verfasster Marktwirtschaften in Europa. Wörtlich heißt es, Verträge seien zu zerreißen und existierende Vereinbarungen aufzugeben, und zwar in unvorstellbarem Ausmaß. Auch soll der Ökozid ein Straftatbestand werden. Die Lage sei zu ernst, um sie mit dem herrschenden System zu bewältigen (wenigstens in Europa). Es ist nicht bekannt, dass die beiden einen ähnlichen Brief an Präsident Xi Xinping in Peking oder Präsident Donald Trump in Washington geschickt hätten…

 

Land gewährt Millionen-Bürgschaft für Nordex

https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/kabinett-entscheidet-%C3%BCber-b%C3%BCrgschaftsantrag-von-nordex/ar-BB17lvBy?ocid=msedgntp

Land gewährt Millionen-Bürgschaft für Nordex

© Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild Eine Windkraftanlage der Firma Nordex.

dpa. Der aufgrund der Corona-Krise unter Druck geratene Windkraftanlagen-Hersteller Nordex bekommt eine Kreditbürgschaft über gut 104 Millionen Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Damit soll ein Kredit über 116 Millionen Euro zu 90 Prozent abgesichert werden, wie das Finanz- und das Wirtschaftsministerium am Donnerstag gemeinsam nach einer Sondersitzung des Schweriner Kabinetts mitteilten.

Insgesamt benötige das Unternehmen staatliche Bürgschaften für einen Betriebsmittelkredit in Höhe von 350 Millionen Euro. Für die Hälfte davon – 175 Millionen Euro – soll demnach der Bund bürgen, für 116 Millionen Euro das Land MV und für den Rest die Hansestadt Hamburg. Nordex beschäftigt in seiner Fertigung in Rostock nach Angaben des Schweriner Wirtschaftsministeriums mehr als 1600 Mitarbeiter und in der Konzernzentrale in Hamburg etwa 900…

 

Energiekonzern STEAG will gegen Kohleausstieg klagen

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eilantrag-steag-will-gegen-kohleausstieg-klagen-16881714.html

EILANTRAG IN VORBEREITUNG

Kraftwerksbetreiber Steag will gegen Kohleausstieg klagen

AKTUALISIERT AM 

Kühlturm eines Steag-Kraftwerks in Recklinghausen Bild: dpa

Der Essener Energiekonzern Steag fordert eine bessere Entschädigung für das Abschalten seiner Anlagen. Zudem wertet er das Kohleausstiegsgesetz als unzulässigen Eingriff in seine Eigentumsrechte.

Der Essener Energiekonzern Steag, einer der größten Betreiber von Steinkohlekraftwerken in Deutschland, will vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Gesetz zum Kohleausstieg klagen. „Wir sind in den letzten Vorbereitungen für einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht“, bestätigte ein Steag-Sprecher am Mittwoch der F.A.Z. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ berichtet, Steag wolle den Kohleausstieg nicht stoppen, fordere aber eine bessere Entschädigung für das Abschalten seiner Anlagen. Steag sehe in den Gesetzesregelungen unzulässige Eingriffe in seine Eigentumsrechte…

Windkonzern Nordex beantragt Staatshilfen

https://app.handelsblatt.com/unternehmen/energie/folgen-der-coronakrise-windkonzern-nordex-beantragt-staatshilfen/26044740.html?ticket=ST-15168903-mogDDJx2aALjPFaVhXdd-ap5

FOLGEN DER CORONAKRISE

Windkonzern Nordex beantragt Staatshilfen

Von: Kathrin Witsch, 28. Juli 2020

Nordex hat Kreditbürgschaften beim Bund und beim Land Mecklenburg-Vorpommern beantragt. Am Donnerstag will das Kabinett darüber entscheiden.

Düsseldorf. Aufgrund der weltweiten Rezession im Zuge der Coronakrise hat der Hamburger Windkonzern Nordex finanzielle Hilfen sowohl beim Bund als auch beim Land Mecklenburg-Vorpommern beantragt. Das bestätigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Dienstag. Das Kabinett werde darüber in einer Sondersitzung am kommenden Donnerstag beraten und eine Entscheidung treffen, so die SPD-Politikerin.

Mitte Juli hatte der Turbinenhersteller bekanntgegeben, dass es einen Einbruch bei den Bestellungen gab. Zwischen April und Ende Juni bestellten Kunden demnach 217 Anlagen für Projekte mit einer Leistung von insgesamt 888 Megawatt – 56 Prozent weniger als ein Jahr zuvor…

 

Du, die Angst und das Risiko

https://www.achgut.com/artikel/du_die_angst_und_das_risiko

Du, die Angst und das Risiko

Ein Risiko ist die Vorstellung eines Ereignisses, welches uns schaden würde, falls es einträfe. Solche Vorstellungen können durch Erfahrung, Beobachtung oder Phantasie ausgelöst werden. Welche Wurzel das Risiko namens Klimawandel hat, ist nicht ganz klar; in diesem Fall könnte es auch Geschäftssinn gewesen sein.

Von: Hans Hofmann-Reinecke, 27. Juli 2020

Es geht in diesem Beitrag um Risikomanagement. Das betreiben wir ganz intuitiv schon von Kindesbeinen an: Wir überlegen uns gut, ob wir dem großen Bruder einen der Schokoriegel klauen und ob wir mit Nachbars Schäferhund fangen spielen.

Das Verhalten gegenüber Risiken bestimmt ganz wesentlich unseren Charakter und den Verlauf unseres Lebens. Manche halten es für zu gefährlich, ein Flugzeug zu besteigen, andere, eine Rede zu halten. 

Ratlosigkeit gegenüber Risiken erzeugt ein Gefühl, dass als Angst bezeichnet wird. Das Schüren dieser Angst durch verzerrte Darstellung von Risiken ist probates Mittel der Politik. Atomausstieg oder Corona-Lockdown wären von der Bevölkerung nicht so willig hingenommen worden, hätten Staatsfunk und Presse nicht durch schreckliche Bilder und falsche Zahlen psychologische Vorarbeit geleistet. 

Dem Bürger wurde ganz dramatisch seine Hilflosigkeit vor Augen geführt. In dieser Situation würde er dann bei „Mutti“ Schutz suchen. Inzwischen sind wir aber erwachsen und sind in der Lage, mit Logik und System an das Thema Risiko heranzugehen. ..

 

Top-Klimaschützer entschuldigt sich für Panikmache!

https://www.achgut.com/artikel/deutsch_uebersetzung_klimaschuetzer_entschuldigt_sich_fuer_panikmache

Klimaschützer entschuldigt sich für Panikmache

Ein preisgekrönter Umweltschützer bittet um Entschuldigung „für die Klimaangst, die wir in den vergangenen 30 Jahren erzeugt haben“. Die ausführliche Begründung im Wirtschaftsmagazin „Forbes“ wird zurückgezogen, große Medien hierzulande schweigen die Abbitte tot. Weiter unten die Abrechnung mit der Öko-Panikmache in deutscher Übersetzung.

Foto: Michael Shellenberger

von Redaktion Achgut, 16. Juli 2017

2008 kürte das US-Magazin „Time“ den Umweltschützer und Klimaaktivisten Michael Shellenberger noch zum „Umwelthelden“. Mittlerweile ist Shellenberger in Ungnade gefallen, spätestens seit er sich für Atomkraft als Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz aussprach – unter anderem hier oder hier bei Achgut. Auch sonst setzte sich Shellenberger mehr und mehr von seinen Kollegen ab, kritisierte die deutsche „Energiewende“ und distanzierte sich von den apokalyptischen Voraussagen zahlreicher Umweltjournalisten, Politiker und Interessenvertreter.

Jetzt packte der widerborstige Energieexperte und „Green Book“-Preisträger noch eine Schippe drauf. „Im Namen von Umweltschützern überall auf der Welt“ bittet Shellenberger um Entschuldigung „für die Klimaangst, die wir in den vergangenen 30 Jahren erzeugt haben. Der Klimawandel findet statt. Nur, er ist nicht das Ende der Welt. Er ist nicht einmal unser größtes Umweltproblem.“

Diese Entschuldigung erschien Ende Juni in ausführlicher Form als Artikel im renommierten Wirtschaftsmagazin „Forbes“, für das Shellenberger regelmäßig schreibt (und auch in Zukunft schreiben wird). Wenige Tage später zog „Forbes“ das Stück jedoch wieder zurück. Den ungewöhnlichen Schritt erklärte man mit einem diffusen Verweis auf „redaktionelle Richtlinien“. An anderer Stelle ist der Originaltext noch zu lesen, zum Beispiel hier (eine deutsche Übersetzung des kompletten Textes finden Sie unten)….

Thüringen: WKA im Wald – Verbot ist rechtlich möglich!

https://www.mdr.de/thueringen/windrad-im-wald-verbot-100.html
Thüringer Landtag

Windräder im Wald – Verbot ist rechtlich möglich

von MDR, 12. Juli 2020

Bisher war nicht klar, ob ein solches Verbot rechtlich überhaupt möglich ist. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Nach jetziger Rechtslage sind Windräder im Wald nicht grundsätzlich verboten. Ein Gestzentwurf von CDU und FDP sollte das ändern. Linke, SPD und Grüne waren dagegen, die AfD dafür. Im Februar 2020 hatte der Forstausschuss deshalb ein Gutachten in Auftrag gegeben. Das liegt jetzt vor.

Ein Verbot von Windrädern in Thüringer Wäldern wäre mit Bundesrecht und Grundgesetz vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt das Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Landtags. Es war im Februar 2020 auf Beschluss des Forstausschusses in Auftrag gegeben worden, nachdem FDP und CDU einen Entwurf zur Änderung des Thüringer Waldgesetzes vorgelegt hatten. Mit dieser Änderung wollen die beiden Fraktionen die Nutzung des Waldes für den Bau von Windrädern ausschließen.

Verbot rechtlich möglich

Die Gutachter kommen in ihrem 46-seitigen Papier zu dem Schluss, dass der Thüringer Landtag diese Entscheidung ohne Rücksicht auf Vorgaben aus Bundesgesetzen treffen kann. Einen Konflikt etwa mit Paragraph 35 des Baugesetzes sehen die Experten nicht. Dort ist geregelt, dass Windräder außerhalb von Siedlungen sogenannte privilegierte Vorhaben sind…

 

Forscher: Elektroautos bringen nichts fürs Klima

https://www.faz.net/aktuell/technik-motor/technik/elektromobilitaet-forscher-sagen-elektroautos-bringen-nichts-fuers-klima-16847652.html
ELEKTROMOBILITÄT:

Forscher: Elektroautos bringen nichts fürs Klima

Der durchschnittliche Normverbrauch eines Elektroautos liegt bei 15 kWh je 100 Kilometer. Bild: dpa

von Holger Appel, 11. Juli 2020

IfW kritisiert Fehlkalkulation. Umweltschonender wäre es, erneuerbare Energien zur Reduzierung der Verstromung von Kohle zu nutzen.

Die Bundesregierung folgt der Annahme, batterieelektrische Autos seien umweltfreundlich und die einzig richtige Antriebsart für die Zukunft. Jedenfalls verengt sie staatliche Förderung auf Fahrzeuge mit solchem Antrieb und erhöht die Subvention auf bis zu 9000 Euro je Fahrzeug. In der öffentlichen Wahrnehmung wird diese Annahme vielerorts geteilt, nicht jedoch unter Fachleuten aus der Industrie, die oftmals Zweifel anmelden. Das Elektroauto ist wohl lokal emissionsfrei, in seiner Gesamtenergiebilanz von der Herstellung bis zur Verschrottung hingegen nicht. Immer wieder taucht die Frage auf, mit welchem CO2-Rucksack ein Elektroauto gegenüber einem Personenwagen mit Verbrennungsmotor startet, insbesondere einem relativ sparsamen Diesel der jüngsten Abgasnorm Euro 6.

Zweiflern gießt das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) in Person des Forschers Ulrich Schmidt Wasser auf ihre Mühlen. In einer Untersuchung des Energiebedarfs und der Zusammensetzung der Stromquellen in Deutschland kommt Schmidt zu dem Schluss, dass sich das Elektroauto nie lohnt, es sogar kontraproduktiv wirkt, was das Ziel der CO2-Vermeidung angeht…