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Bis zu 330.000 Fledermäuse kollidieren jährlich mit WKA!

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5852&cHash=cc66543ebf746ef1f35f3fa4c285493d

Fledermäuse erwachen aus dem Winterschlaf

Von Angelika Emig-Brauch, 22. März 2019

MUNA: Bis zu 330.000 Fledermäuse kollidieren jährlich an Windkraftanlagen in Deutschland und die Zahl derer, die zusätzlich durch den Druckabfall hinter den Rotorblättern ein Barotrauma erleiden, lässt sich nur schätzen.

ODENWALD. – Die kalte Jahreszeit überdauern Fledermäuse im Winterschlaf. Manche gebäudebewohnenden Fledermäuse, darunter unsere häufigste Art die Zwergfledermäuse, suchen im Herbst Spalten an Hausfassaden, Mauerhohlräumen, Rollladenkästen oder auch Holzstapeln als Winterquartier auf.

Die meisten Fledermausarten verbringen den Winter in Höhlen, Bunkern, Kellern und anderen unterirdischen Verstecken. Dabei werden sämtliche Lebensfunktionen auf Sparflamme gesenkt, der Herzschlag fällt von etwa 600 auf nur 10 Schläge pro Minute ab und die Atemfrequenz geht stark zurück. Auf diese Weise verbrauchen die Tiere, wenn sie dabei störungsfrei bleiben, nur sehr wenig Energie und zehren von ihren körpereigenen Fettreserven, die sie sich im Laufe des Herbstes zugelegt haben.

Eine Fledermaus nimmt täglich etwa ein Drittel ihres Körpergewichts an Nahrung in Form von Mücken, Faltern, Käfern und anderen Insektenarten auf. Wenn im Frühjahr die Fettreserven aufgebraucht sind, ist es für das Überleben der Fledermäuse enorm wichtig, dass ein ausreichendes Beuteangebot an Insekten vorhanden ist.

Etwa ab Mitte März erwachen die Säugetiere aus dem Winterschlaf und machen sich auf den Weg zu ihren Sommerlebensräumen. Im April bilden sich die sogenannten Wochenstubenkolonien, d. h. die Weibchen suchen zum Gebären und Aufziehen der Jungen gemeinsame Quartiere auf.

Hierfür werden je nach Art Hohlräume im Dach, Dachstühle oder bei waldbewohnenden Arten diverse Baumquartiere genutzt. Alle der 24 in Hessen vorkommenden Fledermausarten sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und in ihren Beständen zunehmend gefährdet. Eine Vielzahl von Schlupfwinkeln geht durch den Verlust alter Bausubstanz, bei Bau- und Sanierungsmaßnahmen an Häusern und Kirchen für die Tiere verloren.

Weitere Ursachen für die Bestandsrückgänge sind die Intensivierung der Landwirtschaft mit hohem Einsatz von Pestiziden und das mangelnde Angebot an Habitatbäumen in unseren Wirtschaftswäldern. Durch Verzicht auf Pestizide im eigenen Garten und der Anpflanzung einer reichhaltigen Palette an blühenden Sträuchern, Stauden und Wiesenblumen kann jeder dem Insektensterben entgegenwirken.

Bis zu 330.000 Fledermäuse kollidieren jährlich an Windkraftanlagen in Deutschland und die Zahl derer, die zusätzlich durch den Druckabfall hinter den Rotorblättern ein Barotrauma erleiden, kann nur geschätzt werden.

Stark betroffen sind hiervon unter anderen ziehende Arten wie z.B. der Große Abendsegler, die Rauhautfledermaus und durch die Öffnung unserer Wälder für die Windkraft zunehmend auch die waldbewohnenden Arten wie z.B. die vom Aussterben bedrohte Mopsfledermaus.

Oftmals werden Fledermäuse sehr geschwächt oder verletzt aufgefunden. Als Erste-Hilfe-Maßnahme ist es empfehlenswert die Fledermaus geschützt mit Handschuhen oder einem weichen Tuch vorsichtig in eine Schachtel, mit kleinen Luftlöchern versehen, zu setzen und an einen kühlen sicheren Ort zu stellen.

Anschließend sollten die Fledermäuse unverzüglich in fachkundige Hände übergeben werden. Als Ansprechpartner bei Fledermausfunden und zur Fledermauspflege können sie uns erreichen unter: Dagmar Göhler: 06252/77554 oder MUNA e.V. Mensch, Umwelt-, Natur- und Artenschutz: Angelika Emig-Brauch 06252/4830 Ebenso können Sie bei Ihnen vermutete Quartiere bei uns melden.

RP setzt auf „weiße Flecken“…

https://www.echo-online.de/lokales/rhein-main/windkraft-rp-setzt-auf-weisse-flecken_20031673

Windkraft: RP setzt auf weiße Flecken

Von Jens Kleindienst, 22. März 2019
Die Planung des Regierungspräsidiums Darmstadt für die Windenergie hängt seit Jahren in der Warteschleife. Jetzt will die Behörde sie in abgespeckter Form beschließen lassen.
DAS RP LÄDT EIN

Das Regierungspräsidium kommt in den Taunus und in den Odenwald, um für seine Planung zu werben. Am Montag, 6. Mai, präsentiert die Behörde ihre Pläne in der Stadthalle Idstein, am Mittwoch, 8. Mai, in der Werner-Borchers-Halle in Erbach.
DARMSTADT – Seit Jahren wird in Hessen um Windkraft gestritten. Vor allem im Odenwald und im Taunus gibt es große Widerstände gegen weitere Anlagen. Im Zentrum der Auseinandersetzung: das Regierungspräsidium Darmstadt. Die Landesbehörde hat die Aufgabe, den Planungsrahmen für die Energiewende zu liefern. Rund zwei Prozent der Fläche Hessens sollen als Vorranggebiete für Windräder ausgewiesen werden, so die Vorgabe der Politik. In Nord- und Mittelhessen ist das bereits passiert, im Bereich des RP Darmstadt noch nicht. Jetzt nimmt die Behörde einen neuen Anlauf: Mit ihrem „Teilplan Erneuerbare Energien“ und sogenannten „Weißflächen“ will sie endlich Planungssicherheit schaffen.
Auf welcher Grundlage plant das Regierungspräsidium?
Beim Energiegipfel im Jahr 2011 haben alle damals im Landtag vertretenen Parteien beschlossen, dass der Strombedarf bis 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll. Dazu sollen rund zwei Prozent der Landesfläche für Windenergie gesichert werden.
Was ist bisher geschehen?
Einen ersten Planentwurf hat das RP Darmstadt 2014 vorgelegt, eine zweite Version 2017. In zwei Beteiligungsverfahren wurden 45 000 Stellungnahmen von Bürgern und Verbänden eingearbeitet. Übrig geblieben sind 133 Flurstücke mit zusammen 12 500 Hektar, etwa 1,7 Prozent der Landesfläche. Die Vorrangflächen konzentrieren sich dort, wo der Wind weht – in den Mittelgebirgen. So sind im Odenwaldkreis 3,7 Prozent der Fläche vorgesehen, im Rheingau-Taunus-Kreis 3,3 Prozent. Entsprechend groß ist dort der Widerstand…

„Einmalig schöne Landschaften werden sinnlos verwüstet“

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5808&cHash=1a0f5179f5b1bd91f58e412bf195dc19

„Für diese Utopien werden einmalig schöne Landschaften sinnlos verwüstet“

Odenwälder Windkraftgegner entzünden ein Lichtermeer „für den Erhalt unserer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaften“

Von: Pressedienst BI Siedelsbrunn und Ulfenbachtal, 10. März 2019

Zahlreiche Demonstranten hatten sich zur 71. Donnerstags-Demo in Wald-Michelbach eingefunden.

ODENWALD / WALD-MICHELBACH. – „Mit dem heutigen Lichtermeer möchten wir nicht nur den Frühling begrüßen, sondern eine klare Botschaft an die gewählten Politikerinnen und Politiker richten, die sich ihrer Verantwortung und ihrer Pflicht bewusst sind, Schaden von unserem Volk und Land abzuwenden“, sagte Udo Bergfeld zum >Lichtermeer-Auftakt< 2019 anlässlich der 71. Demo der Bürgerinitiativen Gegenwind Siedelsbrunn und Ulfenbachtal.

„Ehrenwerte Frau Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid, ehrenwerter Herr Ministerpräsident Volker Bouffier, ehrenwerter Herr Wirtschaftsminister Tarek Alwazir: Versäumnisse der letzten Jahrzehnte haben einen gewaltigen Handlungsbedarf in der Energiepolitik entstehen lassen.

Elektrischer Strom ist das Blut der Volkswirtschaft. Und deshalb ist es ein Irrglaube, man könne das Land bald allein mit Wind- und Sonnenstrom versorgen. Dieses Ziel bedroht den Bestand und die notwendige Modernisierung der Volkswirtschaft. Insbesondere der Windstrom ist extrem wetterabhängig und damit weder steuerbar noch langfristig planbar. Stellen sie sich vor, sie kaufen sich ein neues Auto und nicht Sie, sondern der Wind entscheidet ob und wann sie fahren dürfen – ich glaube keiner von uns würde so ein Auto kaufen, oder?

Ein solches Zufallsprodukt ist für die Erfordernisse einer modernen Industriegesellschaft unbrauchbar. Die Einspeisung von Zappelstrom gefährdet unser bestehendes und bisher hervorragend funktionierendes Stromversorgungssystem. Die Netzstabilität ist bereits drastisch gesunken und die Gefahr lokaler und weitreichender Ausfälle steigt. Die Folgen eines Black-outs wären verheerend für unser Land und für die meisten Bürger kaum vorstellbar, weil Windanlagen nicht zum Klimaschutz beitragen, auch wenn dies ständig behauptet wird.

Tatsächlich müssen zum Ausgleich der Stromflauten konventionelle Kraftwerke mit der gesamten Kapazität der Windanlagen vorgehalten werden. Deshalb tritt Deutschland beim Klimaschutz auf der Stelle!

Ehrenwerte Frau Merkel. Vielleicht ist das der Grund, warum Sie die Aktion von Greta Thunberg und die damit verbundenen Schüler-Demonstrationen während der Schulzeit begrüßen. Hier werden mines Erachtens Kinder für die überwiegend Grünen Ideologien zu politischen Zwecken instrumentalisiert.

Ich finde es toll was die Schülerinnen und Schüler jeden Freitag machen, aber bitte macht es nach der Schule. Weil Bildung auch gleich Zukunft bedeutet und auch dafür brennen heute die Kerzen. Ich glaube sagen zu dürfen, dass an unseren Schulen nicht nur eine Meinung Bestand haben darf, sondern die Vielfalt wie es sich in einer Demokratie gehört.

Neben 100 Jahre Frauenrecht gibt es auch 100 Jahre Schulpflicht ehrenwerte Frau Bundeskanzlerin , und ich glaube, dass zuvor noch kein Bundeskanzler das Schulschwänzen wegen einer verfehlte Energiepolitik, begrüßt hat. Man sollte den Schülerinnen und Schüler doch auch erklären dürfen, dass sich wirtschaftlich der ideologisch motivierte Ausbau der Erneuerbaren, allen voran des Windstroms, zu einem Desaster von bisher ungeahntem Ausmaß entwickelt.

Und dadurch werden Milliarden Euro von unserem Geld kontraproduktiv vergeudet. Mit den Folgen eines rapide steigenden Strompreises (Höchstwert in Europa), sinkender Wettbewerbsfähigkeit und Ausplünderung der Bevölkerung! Für diese Utopien werden einmalig schöne Landschaften sinnlos verwüstet, viele Naturressourcen rücksichtslos geopfert, die Gesundheit der Anwohner massiv gefährdet, ihr Haus- und Grundbesitz Besitz weitgehend entwertet und Arbeitsplätze vernichtet, nicht zuletzt im Tourismus.

Und das erzählt man an unseren Schulen nicht, auch erklärt man den Schülerinnen und Schülern nicht, wie die Formel über die Begrenzung des Anstiegs der globalen Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2°C über dem vorindustriellen Niveau lautet, warum nicht? Vermutlich weil es keine Formel gibt!

Es ist höchste Zeit, dass die politischen Urheber, Strippenzieher und Profiteure dieser Art von Energiewende mit ihren tatsächlichen Ergebnissen und gesellschaftlichen Auswirkungen konfrontiert werden.

Wenn heute, nach der Aufstellung von 30.500 Windanlagen, der Beweis nicht erbracht werden kann, dass Windstrom eine merkliche CO2-Einsparung, Versorgungssicherheit und Strompreise wie im europäischen Mittel ermöglicht, muss das Großexperiment Windstrom schleunigst beendet werden.

Deshalb sind Subventionen und Privilegierungen für Windenergie zu streichen, Verantwortlichkeiten müssen klar benannt und Rechtsbrüche bei Planung und Ausbau verfolgt werden. Übrigens gehören auch die übrigen Erneuerbaren Energien auf den Prüfstand.

Wir fordern sofortiges Handeln, um die Schäden zu begrenzen und den Weg freizumachen für die Erforschung und Anwendung wissenschaftlich solider Alternativen, die Versorgungssicherheit mit dem größtmöglichen Schutz von Mensch und Umwelt verbinden.

Wir fordern ein Ende der politischen Märchenstunde, die uns Bürgern Wind-Monster als Garanten des Klimaschutzes verkauft. Und weil es drei Minuten vor zwölf ist – möchte ich euch alle ganz herzlichst bitten am 23. Mai 2019 mit nach Berlin zur Demo zu kommen.

Wir können unsere Forderung: >windkraftfreie Natur- und Kulturlandschaften< nur umsetzen, wenn wir gemeinsam an die Wurzel des Übels ziehen. Und die sitzt in Berlin!

Kommt bitte alle zum Wurzel ziehen nach Berlin! Beginn der Demo ist um 14:30 Uhr vor dem Bundeskanzleramt, bevor wir unsere Heimat komplett zerstören lassen! Und natürlich jeden Donnerstag hier nach Wald-Michelbach zur Demo.

Mit einem Zitat von Richard von Weizsäcker, sechster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland möchte ich schließen: >Lassen Sie uns alles daransetzen, dass wir der nächsten Generation, den Kindern von heute, eine Welt hinterlassen, die ihnen nicht nur den nötigen Lebensraum bietet, sondern auch die Umwelt, die das Leben erlaubt und lebenswert macht.<“

 

Ausbau des Stromnetzes wird 19 Milliarden EURO teurer!

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-ausbau-des-stromnetzes-verteuert-sich-um-19-milliarden-euro/24066482.html?ticket=ST-694710-GtbK1HfCTesASxCV2pVb-ap6

Energiewende: Ausbau des Stromnetzes verteuert sich um 19 Milliarden Euro

Nach neuesten Berechnungen müssen die vier Übertragungsnetzbetreiber bis 2030 etwa 19 Milliarden zusätzlich investieren. Bezahlen müssen am Ende die Verbraucher.

Strommasten

Wegen der Stromerzeugung durch regenerative Energien ist das Stromnetz in Deutschland häufig überfordert. (Foto: dpa)

von Klaus Stratmann, 5. März 2019

ÜBerlin. Der Ausbau der Stromnetze wird deutlich teurer als geplant: Noch 2017 ging man von Investitionen ins Übertragungsnetz in Höhe von 33 Milliarden Euro aus. Die Berliner Ratingagentur Scope Ratings kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass die Übertragungsnetzbetreiber 52 Milliarden Euro bis 2030 investieren werden. „Damit ist der erwartete Investitionsbedarf in nur zwei Jahren um mehr als 50 Prozent gestiegen“, heißt es in einer Mitteilung der Agentur.

Allein für die Hochspannungstrasse Suedlink im Versorgungsgebiet der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und TransnetBW von Schleswig-Holstein nach Bayern und Baden-Württemberg werden laut Scope Ratings nun zehn Milliarden Euro veranschlagt.

Zur Einordnung: Noch 2014 hatten die Betreiber einen Betrag „im unteren einstelligen Milliardenbereich“ prognostiziert. Damals hatten Fachleute die Gesamtkosten für den Um- und Ausbau des deutschen Übertragungsnetzes an Land und auf hoher See auf insgesamt gut 40 Milliarden Euro beziffert.

Doch dieser Wert ist nur noch Makulatur. Der Wert von 52 Milliarden Euro, den die Berliner Ratingagentur nun nennt, spiegelt nur den Ausbau des Übertragungsnetzes an Land wider. Investitionen für die Anbindung von Offshore-Windparks auf hoher See, die ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich der Übertragungsnetzbetreiber fallen, sind darin noch nicht enthalten…

Odenwald: Flächen für Windräder bleiben Streitthema!

https://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/odenwaldkreis/flachen-auswahl-fur-windrader-im-odenwaldkreis-bleibt-streitthema_19993234

Flächen-Auswahl für Windräder im Odenwaldkreis bleibt Streitthema 

Mit einer Lichterkette wollen Odenwälder Windräder-Gegner daran erinnern, dass der Entwurf zur Flächen-Bereitstellung für sie weiter nicht akzeptabel ist.

Als Diskussionsstoff weiter ergiebig zeigt sich dieser Entwurf zur Festlegung von Windräder-Flächen in der Regionalplanung mit insgesamt 18 potenziellen Standorten im Odenwaldkreis.

von Gerhard Grünewald, 4. März 2019

ODENWALDKREIS/MICHELSTADT – Die Gegner der Erschließung weiterer Windräder-Standorte im Odenwaldkreis warnen die Landespolitik vor dem Versuch, die darauf abgestellte Ergänzung zum Regionalplan doch noch weitgehend unverändert durchzuwinken. Ein solches Entscheidungsszenario werde im Lauf des Jahres 2019 ebenso auf erbitterten Widerstand stoßen wie Ende vorigen Jahres. Damals hatte die Regionalversammlung vom geplanten Beschluss des Konzepts abgesehen.

Eine neue Welle des Aufbegehrens
„Wer glaubt, unserem Widerspruch allein mit einer zeitlichen Verschiebung den Wind aus den Segeln nehmen zu können, der täuscht sich“, kündigt Hans-Joachim Büchs für die Bürgerinitiativen eine neue Welle des Aufbegehrens an. Ein Zeichen in diese Richtung wollen sie bereits am Donnerstag, 7. März, mit einer Lichterkette am Michelstädter Rathaus setzen. Mit der Bekräftigung der lokalen Gegenwehr reagieren sie auf Anzeichen, wonach die SPD-CDU-Koalition in der Regionalversammlung auf eine Verfahrensvariante einschwenken könnten, die Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid (Grüne) ins Gespräch gebracht hat.
Wie berichtet, will die Behördenleiterin konfliktbehaftete Standorte vorerst als sogenannte Weißflächen von Planungsaussagen ausnehmen. Das wiederum soll es ermöglichen, den Regionalplan mit den verbleibenden Windräder-Plätzen zu beschließen (zuletzt in „Windkraft: RP macht Tempo“, Ausgabe vom 28. Februar). Lindscheid geht davon aus, so für 99 Prozent der untersuchten Gebiete Planungsrecht schaffen zu können. Dem freilich tritt Hans-Joachim Büchs mit einer Lesart entgegen, wonach dieses Rechenexempel schon am hohen Anteil des Odenwaldkreises am Flächen-Aufkommen scheitern muss. „Wenn die Regierungspräsidentin die Strittigkeit ernsthaft auslegt, dann muss sie von den 18 im Odenwald geplanten Standorten mehr als die Hälfte ganz und weitere zum Teil als Weißflächen behandeln“, sagt der Aktivist der Gruppe „Zukunft Vielbrunn“…

 

LICHTERKETTE

Ein Lichterketten-Protest gegen den Ausbau der Windkraft-Nutzung im Odenwaldkreis und deren Förderung durch den Regionalplan ist für Donnerstag, 7. März, um 18.30 Uhr vor dem Rathaus in Michelstadt angesetzt. Sein Kommen zugesagt hat auch Bürgermeister Stephan Kelbert. (gg)
 

Klimaschutzgesetz: Teuer und planwirtschaftlich!

http://plus.faz.net/faz-edition/politik/2019-03-02/4a73ba6dbeb5f609d63b9f362f77ad80?GEPC=s9

Teuer und planwirtschaftlich

Was Fachleute am Entwurf des Klimaschutzgesetzes kritisieren

von Konrad Schuller, 2. März 2019

Im Herbst hatte der Weltklimarat Alarm geschlagen: Die Atmosphäre erwärmt sich, die Meere steigen, mehrere hundert Millionen Menschen sind in Gefahr. Ein „Systemwechsel“ sei nötig, für den es in der Geschichte „kein dokumentiertes Vorbild gibt“. Anfang dieses Monats nun hat die deutsche Umweltministerin, Svenja Schulze (SPD), einen Gesetzesentwurf ans Kanzleramt geleitet, der zeigen will, wie die Bundesregierung diese Jahrhundertaufgabe anpacken soll. Der Druck ist groß, denn Deutschland gehört neben den Vereinigten Staaten, Russland und Australien zu den schlimmsten Klimasündern – jedenfalls, was dePro-Kopf-Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid betrifft.

Die Strategie des Umweltministeriums: Deutschland muss bis 2030 seine Emissionen im Vergleich zu 1990 um 55 Prozent reduzieren, bis 2050 sogar um 95 Prozent. Damit keine Branche, kein Ministerium ausbüxt, muss jeder relevante Wirtschaftssektor, von der Energie über Industrie, Gebäude und Verkehr bis zur Landwirtschaft, seinen CO2-Ausstoß in festen jährlichen Stufen herunterfahren. Tut er das nicht, sollen die zuständigen Ministerien zum Ausgleich europäische Emissionszertifikate kaufen müssen. So soll verhindert werden, dass sich wiederholt, was im Augenblick geschieht: dass Deutschland einen verbindlich beschlossenen Klimaschutzplan (in diesem Fall die Ziele für 2020) einfach nicht erfüllt.

Das Problem mit dem Entwurf des Ministeriums ist, dass ihn führende Fachleute schlecht finden. Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, lobt zwar, dass das Umweltministerium andere Ressorts mit in die Verantwortung nimmt. Dann aber folgt gleich der Tadel: Bei der Wahl der Mittel nämlich sei der Ansatz der Umweltministerin „klimapolitisch unzureichend“. Die Transformation einer ganzen Volkswirtschaft könne man „nicht allein durch Gebote und Verbote für einzelne Sektoren“ stemmen, sagte er dieser Zeitung…

In ihrem Vortrag hatte Svenja Schulze noch gesagt, sie werde „gemeinsam“ mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) ein Konzept für eine CO2-Bepreisung erarbeiten. Es kam nicht dazu. Zwei Tage später ließ Scholz dementieren: Es gebe „keine Überlegungen“ in dieser Richtung. Was war geschehen?

Die Umweltministerin hatte das Richtige zur falschen Zeit gesagt. Kurz vor ihrer Rede nämlich hatten in Frankreich die Proteste der „Gelbwesten“ begonnen. Ausgelöst wurden sie durch den Plan des Staatspräsidenten Macron, zum Schutz des Klimas das Benzin durch einen Aufschlag auf die Kraftstoffsteuer zu verteuern. Auch Schulzes „CO2-Bepreisung“ aber würde die Kraftstoffpreise notwendig hochtreiben, und so ging ein Zucken durch die Bundesregierung, als sie ihr Konzept vorstellte. Als dann die Zeitung „Bild“ ihren Vorschlag als „Steuer-Hammer“ präsentierte, wurde klar, dass das Spiel mit einer CO2-Steuer eines mit dem Feuer der Volkswut war. Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung jedenfalls erzählt, seither höre er in den Ministerien für Umwelt und für Finanzen immer wieder ein und denselben Satz, wenn er auf die CO2-Steuer zu sprechen komme:

„Wir wollen keine ,Gelbwesten‘ in Deutschland.“

Eberbach: Ratsmehrheit kippt Windradpläne am Hebert

https://www.rnz.de/nachrichten/eberbach_artikel,-eberbach-ratsmehrheit-kippt-windradplaene-am-hebert-_arid,422033.html

Ratsmehrheit kippt Windradpläne am Hebert

Gegner eines Rotorenstandorts am Hebert lehnen weiteres „Interessebekundungsverfahren“ ab

von Felix Hüll, 21, Februar 2019

Der Höhenrücken hinter Schwanheim ist der Hebert. Dahinter liegen Eberbach und der Katzenbuckel. Foto: Stefan Weindl

Eberbach. Auch beim zweiten Versuch, mit den Windradplänen für den Hebert fortzufahren, hat eine Ratsmehrheit die entsprechende Verwaltungsvorlage im Gemeinderat abgelehnt: Am Donnerstagabend stimmte eine 11-Stimmen-Mehrheit des Gemeinderats vor allem mit Stimmen der CDU sowie aus Freien Wählern sowie aus der SPD dagegen, das „Interessebekundungsverfahren“ fortzuführen.

Bereits Ende Januar hatte der Eberbacher Gemeinderat beschlossen, dass die Stadt dafür keine Zusammenarbeitsvereinbarung mit dem Forst Baden-Württemberg schließen darf (um Flächen des Landes einbeziehen zu können).

Jetzt hatte die Stadtverwaltung beantragt, wenigstens für die stadteigenen Eberbacher Grundstücksflächen zu klären, ob und welche Investoren bereit wären, zu welchen Bedingungen auf diesem Areal tatsächlich Windräder zu errichten. In der Debatte vor der Abstimmung klang bereits der anstehende Kommunalwahlkampf an.

AGL-Vertreter wie Kreis- und Stadträtin Kerstin Thomson und Fraktionsvorsitzender Peter Stumpf betonten in emotionaler Rede die Vorteile autarker städtischer Stromerzeugung. Sie dienten neben klimapolitischen Zielen auch vorausschauender Energiepolitik und Mehreinnahmen der Stadt.

Die Gegner eines Standortes am Hebert im Kleinen Odenwald wie etwa CDU-Fraktionssprecher Michael Schulz, SPD-Stadtrat Jan-Peter Röderer oder Dietmar Polzin (FWE) hoben ihre Zweifel hervor, dass dieses Landschaftsopfer seinen Preis wert sei, zumal sie hier Windenergie-Wirtschaftlichkeit in Zweifel zogen.

Bürgermeister Peter Reichert hatte noch darauf verwiesen, dass ein Ablehnen von Vermarktungsversuchen städtischer Flächen als Windenergievorrangzone dazu führen könne, dass auf anderen privaten Flächen einzelne Vorhaben beantragt und eventuell auch verwirklicht werden könnten – Stichwort „Verspargelung der Landschaft“. Hinzu komme, dass Eberbach hier mit vier benachbarten Kommunen gemeinsam an einem Konzentrationsstandort gearbeitet habe und es für Schönbrunn oder Aglasterhausen durchaus auch Interessenten gebe…

Drei Landräte fordern neue Diskussion über Windkraft

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5647&cHash=c255cb69d2e3b441979ee4a0b32aef0d

Drei südhessische Landräte fordern neue Diskussion über Windkraft

Offener Brief an Volker Bouffier und Tarek Al-Wazir: Thorsten Stolz, Frank Matiaske und Frank Kilian gegen zu hohe Belastung ihrer Landkreise

Die Landräte der drei südhessischen Kreise Main-Kinzig, Odenwald und Rheingau-Taunus wehren sich gegen eine überproportionale Belastung ihrer Landkreise mit Windkraftanlagen. Foto: Wikipedia

von Pressedienst Odenwaldkreis, 11. Februar 2019

LANDKREISE MAIN-KINZIG / ODENWALD / RHEINGAU-TAUNUS. – Die Landräte des Main-Kinzig-Kreises, des Odenwaldkreises und des Rheingau-Taunus-Kreises haben Ministerpräsident Volker Bouffier und dessen Stellvertreter Tarek Al-Wazir in einem Offenen Brief aufgefordert, beim Bau von Windkraftanlagen in Hessen mehr „Augenmaß“ zu zeigen sowie eine neue politische Debatte über den Umfang dieser Art von Energieerzeugung und der geplanten Überbelastung ihrer drei Landkreise anzustoßen.

Thorsten Stolz (Main-Kinzig-Kreis), Frank Matiaske (Odenwaldkreis) und Frank Kilian (Rheingau-Taunus-Kreis) führen aus, dass 75 Prozent der Fläche, die im Teilplan Erneuerbare Energien als Windkraftvorranggebiete in Südhessen ausgewiesen sei, in ihren drei Kreisen lägen. Die „überproportionale Belastung“, die so in den Teilplänen von Mittel- und Nordhessen nicht zu finden sei, werde dazu führen, dass „nahezu 100 Prozent unserer Kreisgebiete in punkto Landschaftsbild durch Windkraftanlagen beeinträchtigt werden“.

Von einem „gerechten Ausgleich“ der Interessen in punkto Windkraftstandorte, wie ihn CDU und Bündnis 90/Die Grünen in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben hätten, könne keine Rede sein.

Die Landräte fordern Bouffier und Al-Wazir auf, eine Diskussion darüber anzustoßen, ob das Ziel, zwei Prozent der Landesfläche als Windvorranggebiete auszuweisen, für Südhessen „landespolitisch so gehalten werden kann beziehungsweise muss“. Die konkreten Auswirkungen vor Ort mit einer Überbelastung einzelner Landkreise habe niemand beim hessischen Energiegipfel, der Jahre zurückliegt, vor Augen gehabt.

Sie verweisen außerdem darauf, dass heutige Anlagen wesentlich effektiver seien als frühere, so dass die Ziele des Energiegipfels sich auch „mit deutlich weniger Anlagen“ realisieren ließen.

„Für uns – die wir uns klar zum gesamtgesellschaftlichen Ziel der Energiewende bekennen – steht dabei außer Frage, dass unsere Landkreise zum Gelingen dieses Ziels beitragen wollen und werden.“ Dies müsse aber mit Augenmaß angegangen und umgesetzt werden, „damit die für uns außerordentlich wichtige öffentliche Akzeptanz der Notwendigkeit einer Energiewende hin zu den Erneuerbaren vor Ort nicht unnötig zerstört wird“.

Die gleichlautenden Briefe an Volker Bouffier und Tarek Al-Wazi im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Bouffier, (Sehr geehrter Herr Staatsminister Al-Wazir,)

im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien CDU und Bündnis 90/Die Grünen wurde vereinbart, an den Festlegungen des Energiegipfels, 2 Prozent der hessischen Landesfläche als Windvorranggebiete auszuweisen, festzuhalten. Der Koalitionsvertrag führt weiter aus, „dass erwartet wird, dass die Regionalversammlungen ihrer Verantwortung nachkommen und einen gerechten Ausgleich der Interessen herbeiführen“.

Wie Sie wissen wird in Südhessen gerade der Teilplan „Erneuerbare Energien“ (TPEE) des Regionalplans aufgestellt und soll voraussichtlich in diesem Jahr auch von der Regionalversammlung beschlossen werden. Der letzte Entwurf dieses Teilplanes sieht vor, auf 1,7 Prozent der Fläche Südhessens, was insgesamt 12.475 ha entspricht, Windvorranggebiete auszuweisen.

Bei genauer Betrachtung der Planung ist festzustellen, dass 75 Prozent dieser Fläche (9.357 ha) in den Landkreisen Main-Kinzig-Kreis, Odenwaldkreis und Rheingau-Taunus-Kreis liegen. Die Hauptlast der Windkraftstandorte tragen also im Gebiet Südhessen unsere drei Kreise. Von einem „gerechten Ausgleich“ im Sinne der Formulierung des Koalitionsvertrages kann hierbei in keiner Weise die Rede sein.

Sie führen im Koalitionsvertrag weiter aus, dass „die 2 Prozent Festlegung der Landesfläche der Steuerung dient und den Wildwuchs vermeidet, weil so 98 Prozent der Flächen verlässlich von Windkraft freigehalten werden“. Diese Aussage können wir für unsere drei Landkreise nicht teilen, da die überproportionale Belastung dazu führen wird, dass nahezu 100 Prozent unserer Kreisgebiete in punkto Landschaftsbild durch Windkraftanlagen beeinträchtigt werden.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, (Sehr geehrter Herr Staatsminister Al-Wazir,) diese überproportionale Belastung unserer drei Kreise, die vergleichbar so in den Teilplänen von Mittel- und Nordhessen nicht zu finden ist, sollte nicht nur zur Kenntnis genommen werden, sondern eine politische Diskussion in Gang setzen, ob die Festlegungen des Energiegipfels ohne genaue Kenntnis der Auswirkung vor Ort in Südhessen so von der Landespolitik gewollt ist.

Diese Diskussion könnte auch vor dem Hintergrund stattfinden, dass die heutige Anlagentechnik wesentlich höhere Stromerträge ermöglicht als zum damaligen Zeitpunkt und die Ziele des Energiegipfels dadurch auch mit deutlich weniger Anlagen realisiert werden können.

Im Vordergrund dieser Diskussion muss deshalb die Frage stehen, ob das 2 Prozent-Ziel für Südhessen landespolitisch so gehalten werden kann bzw. muss.

Für uns – die wir uns klar zum gesamtgesellschaftlichen Ziel der Energiewende bekennen – steht dabei außer Frage, dass unsere Landkreise zum Gelingen dieses Ziels beitragen wollen und werden. Dies muss aber mit Augenmaß angegangen und umgesetzt werden, damit die für uns außerordentlich wichtige öffentliche Akzeptanz der Notwendigkeit einer Energiewende hin zu den Erneuerbaren vor Ort nicht unnötig zerstört wird.

Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie diese politische Diskussion anstoßen und wir somit zu einer gerechteren Verteilung der Lasten im Sinne der Formulierungen des Koalitionsvertrages kommen.

Für Gespräche stehen wir, die drei Unterzeichner, Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thorsten Stolz
Landrat des Main-Kinzig-Kreises

Frank Matiaske
Landrat des Odenwaldkreises

Frank Kilian
Landrat des Rheingau-Taunus-Kreises

Gigabatterien sollen Stromnetz „entlasten“

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/netzausbau-gigabatterien-sollen-stromnetz-entlasten-a-1252422.html

Netzausbau

Gigabatterien sollen Stromnetz entlasten

Neue Stromtrassen sind unbeliebt, deshalb soll das vorhandene Netz möglichst viel Energie transportieren. Die Betreiber wollen dazu milliardenteure Riesenbatterien erproben – für die Versorgungssicherheit ein Paradigmenwechsel.

Tesla-Powerpack (Archivbild)

von Manuel Berkel, 11. Februar 2019

Mit Rekordinvestitionen in Batteriespeicher will die Energiewirtschaft eine neue Lösung für den dringend nötigen Ausbau von Stromtrassen testen. Bis 2025 sollen in Süddeutschland nach Plänen der großen Leitungsbetreiber drei sogenannte Netzbooster errichtet werden. Die größte Anlage soll im baden-württembergischen Kupferzell entstehen. Mit 500 Megawatt wäre sie fünfmal so leistungsstark wie der Batteriepark von Tesla nahe der australischen Stadt Adelaide, der bei seiner Eröffnung 2017 als größter der Welt galt.

Ein ähnlich riesiges Projekt wie in Kupferzell im schwäbisch-fränkischen Grenzgebiet wird derzeit lediglich in der Region zwischen dem Silicon Valley und der kalifornischen Gemeinde Moss Landing geplant. Der Versorger PG&E will dort bis Ende 2020 ein komplettes Gaskraftwerk durch Lithium-Akkus ersetzen.

Riesenbatterie mit 900 Megawatt Leistung zum Preis von einer Milliarde Euro

Die beiden anderen deutschen Großspeicher sollen in Ottenhofen östlich von München sowie in Ludwigsburg gebaut werden. Die Kosten für die Batterien mit insgesamt 900 Megawatt schätzen Brancheninsider auf etwa eine Milliarde Euro. Rechtfertigen soll die Megainvestition die mögliche Lösung eines Konflikts, der sich in den vergangenen Jahren immer weiter zugespitzt hat…

Förderung von 4.500 WKA endet 2020: Verschrottung?

https://www.berliner-zeitung.de/wissen/staatliche-foerderung-endet-werden-windraeder-bald-massenweise-verschrottet–31986942

Staatliche Förderung endet: Werden Windräder bald massenweise verschrottet?

Sie sehen aus wie eine gigantische Kunstinstallation. Bis zu 200 Meter hoch sind diese Exemplare im Windpark östlich von Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Doch was, wenn sie eines Tages demontiert werden müssen? Foto: dpa/Jens Büttner

von Eckart Granitza, 5. Februar 2019

Etwa 30.000 Windräder drehen sich in Deutschland und erzeugen rund 13 Prozent des Stroms in unserem Land. Man könnte fast sagen: noch. Denn Ende 2020 wird die staatliche Förderung für viele dieser Windkraftanlagen enden. Bei den derzeitigen Strompreisen werden dann sehr viele Anlagen nicht mehr konkurrenzfähig sein.

Zudem kommen viele Windräder in die Jahre und müssen bereits jetzt aus technischen Gründen gegen neuere Anlagen ausgetauscht oder ganz abgebaut werden. Der Bundesverband Windenergie rechnet damit, dass der Abbau von Windkraftanlagen schon ab 2020 deutlich zunehmen wird. Darauf werden sich die Betreiber einstellen müssen.

Massenweiser Abbau von Windkraftanlagen steht bevor

„Wenn die Strompreise in der nächsten Dekade nicht steigen, werden sich nur wenige Anlagen ohne Förderung am Markt behaupten“, fassen die Autoren einer Analyse des Berliner Fachberatungsunternehmens für Energie, Energy Brainpool, zusammen. „Zirka 4500 Anlagen werden allein Ende 2020 aus der EEG-Förderung fallen“, sagt Andreas Wellbrock-Geschäftsführer des Bundesnetzwerks für Windenergie (WAB). „Das entspricht einer Leistung von zirka 4,3 Gigawatt, also etwa so viel, wie acht mittelgroße Kohlekraftwerke oder vier große Atomkraftwerke erzeugen.“…