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Windkraftanlagen: „Subventionsbetrug auf unsere Kosten“

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=6079&cHash=55cffb5c30c3045934b1a3d6b9a2c649

Windkraftanlagen: „Subventionsbetrug in großem Stil auf unsere Kosten“

80. Donnerstags-Demonstration: „Klarsicht, satt Hysterie“ und „im Konfliktfalle ziviler Ungehorsam“ gefordert, „wenn eine Verwaltung nicht mehr die Bürgerinteressen vertritt“

Die 80. Donnerstags-Demonstration „gegen die Mensch, Tier und Natur verachtende Energiepolitik in unserem Land“ veranstalteten in dieser Woche die Bürgerinitiativen Siedelsbrunn & Ulfenbachtal durch die Straßen in Wald-Michelbach.

von er, 19. Mai 2019

ODENWALD / WALD-MICHELBACH. – „Subventionsbetrug in großem Stil auf unsere Kosten“, nannte Peter Geisinger, Vorsitzender des Vereins >Vernunftkraft Odenwald< die aktuelle Energiewende-Politik der Bundesregierung. Anlässlich der 80. Donnerstags-Demonstration der Bürgerinitiativen >Gegenwind Siedelsbrunn und Ulfenbachtal< in Wald-Michelbach machte der frühere Flugkapitän seine harsche Kritik gleich an mehreren Punkten fest.

Der für windschwache Windkraftstandorte ausgelobte „Subventions-Korrekturfaktor von 1,29“ sei ebenso wenig nachvollziehbar, wie die eigens eingerichtete „Clearingstelle“, die nicht tage, und die nicht nachgewiesene Wirtschaftlichkeit der einzelnen Windkraftanlagen.

Der Nutzen der Mensch, Tier und Natur gefährdenden Anlagen werde wohl auch deshalb nicht nachgewiesen, „weil es ihn nicht gibt“, verdeutlichte Geisinger seine harsche Kritik. All diese Kosten gingen letztlich zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger.

Der Einladung zur immerhin 80. Donnerstags-Demo der agilen Bürgerinitiativen aus dem Überwald, die sich als Vorreiter der Odenwälder Gegenwind-Bewegung verstehen, war zwar von Politikerseite kaum jemand gefolgt. Vielmehr hatten sich aber einmal mehr über 70 unermüdliche Demonstranten eingefunden, die mit Trillerpfeifen, Trommeln und Ratschen lautstark auf ihr Anliegen für einen windkraftfreien Odenwald aufmerksam machten.

Demonstrationsleiter Udo Bergfeld zeigte sich enttäuscht, dass die meisten eingeladenen Landtagsabgeordneten, Landräte und Bürgermeister aus Südhessen es noch nicht einmal fürnötig erachtet hatten auf die Einladung zu antworten bzw. den Termin abzusagen und nannte dieses Verhalten „respektlos“.

Lob hingegen zollte Standortbürgermeister Dr. Sascha Weber den Demonstranten für deren „Standfestigkeit,solange durchzuhalten“ und beglückwünschte die Bürgerinitiativen zu deren 80. Veranstaltung.

Einmalmehr wenig Antworten habe das Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt aktuell für die Infrage stehende Standfestigkeit des „Windrades 3“ am Standort Stillfüssel in Wald-Michelbach. So müsse man sich aktuell mit der wenig aussagekräftigen Antwort des Betreibers Entega (Darmstadt) zufrieden geben „augenscheinlich ist alles in Ordnung“.

Bezüglich des gerade einmal ein Dreivierteljahr alten, vom RP genehmigten Teilbebauungsplan für Erneuerbare Energien (TPEE) der Gemeinde Wald-Michelbach kritisierte Weber, dass im jetzt zur Abstimmung vorgelegten TPEE Südhessen plötzlich andere Grundlagen gelten sollen, „während die seither festgelegten Grundlagen ignoriert werden, ohne die Fakten zur Kenntnis zu nehmen“.

Sollte der TPEE von der Regionalversammlung Südhessen wie in der RP-Vorlage beschlossen werden, kündigte der Wald-Michelbacher Bürgermeister Überlegungen an, mit dem Odenwaldkreis gemeinsame Klage gegen den TPEE zu erheben.

„Aktuell setzt bei vielen Politikern der Verstand aus wie in einer schlimmen Phase unserer Geschichte“, kritisierte auch der frühere Landrat des Odenwaldkreises, Horst Schnur die derzeitige Energiewende-P „olitik in Deutschland. „Im Konfliktfalle ist hier ziviler Ungehorsam erforderlich, wenn eine Verwaltung nicht mehr die Bürgerinteressen vertritt. Das alles macht uns wütend und darf nicht mit einem Lächeln hingenommen werden. Argumentativ bin ich immer an Eurer Seite“, sagte Schnur.

Musikalisch umrahmt wurde die 80. Donnerstags-Demo Jeanne Kloepfer mit ihrem selbst getexteten Song >Selber denken ist Pflicht!< und dem Fazit: „Seid ehrlich, Ihr scheinheilige Bagage: Um Geld geht’s, um Macht, und nicht um Courage! Es kostet zu viel und gibt kaum Energie, drum fordern wir Klarsicht, satt Hysterie.“

Und eine Gesangsgruppe aus der BI intonierte die eigens auf die Energiewende umgetextete Hessen-Hymne.

Dank sagten BI-Mitstreiter ihrem Organisationsleiter Udo Bergfeld abschließend mit kleinen Präsenten, darunter einer eigens von Jeanne Kloepfer erstellten gerahmten Collage.

Energiewende: Das 4600-Milliarden-Fiasko

https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-20/artikel/das-4600-milliarden-fiasko-die-weltwoche-ausgabe-20-2019.html

Das 4600-Milliarden-Fiasko

Eine hochkarätige und politisch unverdächtige Studie entlarvt den süssen Traum der Energiewende als ökonomischen und ökologischen Albtraum. Doch was nicht sein darf, kann nicht sein.

Freitagskinder von Lummerland: Klimademo in Berlin.
Bild: Odd Andersen (AFP, Keystone)

Von Fritz Vahrenholt, 15. Mai 2019

Die Forderungen nach dem Ausstieg aus Kohle, Kraftstoff und Erdgas werden immer schriller. Es fing an mit dem waghalsigen Vorschlag der Kohlekommission. Das vom Bundeskanzleramt zur Hälfte mit grünen Aktivisten besetzte Gremium will den Ausstieg aus der Kohle bis 2038. Es folgte die Forderung des einflussreichen grünen Spitzenpolitikers Robert Habeck und seiner Freunde nach dem Aus für den Verbrennungsmotor im Jahre 2030. Und als es im April vier Wochen lang überdurchschnittlich trocken war («Sehr schlimm!» – «Das hat es noch nie gegeben!»), rief die Abgeordnete Annalena Baerbock im Chor mit den Klimaaktivisten die Krise aus: Verdopplung des CO2-Preises und ein starkes Ordnungsrecht! Die streikenden Freitagskinder von Lummerland schreien nach einer CO2-Steuer von 180 Euro noch in diesem Jahr, «Treibhausemissionen auf netto null» bis 2035, alles «100 Prozent erneuerbar».

Da lohnt es sich, die Studie des Akademieprojektes «Energiesysteme der Zukunft» der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften in die Hand zu nehmen. Die vom Bund finanzierte und von zwei Dutzend der besten Professoren Deutschlands verfasste Untersuchung setzt sich auf 163 Seiten mit der Umsetzbarkeit und den Kosten der sogenannten Energiewende auseinander. Die Erkenntnisse erscheinen deprimierend.

Nachdenken verboten

Man könnte sich vorweg fragen, wieso der gesammelte technische Sachverstand unserer deutschen Akademien die Zukunft unserer Energieversorgung im Wesentlichen allein auf zwei Technologien (Windkraft und Fotovoltaik) stützen will. Offenbar verbietet es der Mainstream, über Alternativen – Kernfusion, inhärent sichere Kernenergie ohne langlebige Rückstände wie beim Dual Fluid Reaktor, CO2-freie Kohlenutzung (carbon sequestration) – auch nur nachzudenken. Vom Risiko der Alternativlosigkeit ist leider keine Rede. Es lohnt sich trotzdem in die Studie reinzuschauen, um zu erahnen, was uns bevorsteht…

Naturzerstörung wird vom BUND wohlwollend begleitet!

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=6049&cHash=3c1a0742f0e1962bde37ff57b780e186

„Naturzerstörung wird vom BUND wohlwollend begleitet!“

Der Verein Vernunftkraft Odenwald e.V. kritisiert die Aussage des BUND-Sprechers Harald Hoppe: „Wieviel Natur- und Umweltschutz wollen wir uns wo leisten?“

Von: Pressedienst Vernunftkraft Odenwald e.V., 13. Mai 2019

ODENWALD. – Nachdem das Naturzerstörungswerk am Stillfüssel bei Siedelsbrunn und am Kahlberg bei Grasellenbach vollendet ist, geht es nun im nördlichen Odenwald weiter: Der Windparkprojektierer JUWI plant sieben Windindustrieanlagen bei Breuberg, auf dem Höhenzug östlich von Rai-Breitenbach.

Schon vor einigen Wochen fand dazu ein Treffen von JUWI mit verpachtungswilligen Waldbesitzern in Bad König/Zell statt. Die sieben Anlagen sind jetzt im formellen Antragsverfahren.

Am 9. Mai, einen Tag vor der Aufführung des Films „End of Landschaft“von Jörg Rehmann (Soon Media 2018) in den Lichtspielen Höchst, hatte der BUND alle Gemeindevertreter der Region zu einer Informationsveranstaltung zum „Windpark Breuberg“ in den Hainstädter Treff eingeladen.

„Mehr als auffällig in dieser Einladung ist der folgende Satz:„Da das anlaufende Bauantragsverfahren zum überwiegenden Teil Naturschutzaspekte behandeln wird, dürfte die Diskussion schnell zu der Frage führen >Wieviel Natur- und Umweltschutz wollen wir uns wo leisten?<“, bemerkt Peter Geisinger, Vorsitzender des Vereins Vernunftkraft Odenwald e.V.

„Ein Verband, der laut Satzung dem Umwelt- und Naturschutz verpflichtet ist, stellt die Frage >Wieviel Naturschutz wollen wir uns wo leisten?<, das klingt nach einer Perversion der Vereinsziele.

Genau aus diesem Grund ist auch der leider verstorbene Dirigent Enoch zu Guttenberg, Gründungsmitglied des BUND, am 12. Mai 2012 aus dem BUND ausgetreten.“

Er habe dazu die passenden Worte gewählt:„Vor 37 Jahren habe ich den BUND mitgegründet – für eine schönere, gesündere Welt. Das Ziel wurde verfehlt, es geht nicht mehr um die Natur und ihren Schutz. Mir reicht es.“

Den Bürgerinnen und Bürgern, die Landschaft und Natur des Odenwaldes erhalten wollen, reiche es auch, unterstreicht Peter Geisinger.

 

 

 

Dossenheim: Protestzug gegen Windkraft

https://www.rnz.de/nachrichten/metropolregion_artikel,-protestzug-in-dossenheim-windkraftgegner-machten-erneut-ihrem-unmut-luft-_arid,439732.html

Protestzug in Dossenheim

Windkraftgegner machten erneut ihrem Unmut Luft

„Gelebter Nonsens auf Kosten der Natur“ – Anlagen rechneten sich nicht einmal finanziell

Klare Kante gegen Windkraft (v.l.): Richard Leiner (Gründer von „Rettet den Odenwald“, stehend), Martina Gaudes (Vorsitzende von „Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach“) und der Heiligkreuzsteinacher Gemeinderat Johannes Frick. Foto: Alex

Von Doris Weber, 13. Mai 2019

Dossenheim. Trotz Regens sind am Samstag rund 70 Menschen dem gemeinsamen Aufruf der Bürgerinitiativen „Rettet den Odenwald“ und „Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach“ zu einer Protestwanderung auf Dossenheimer Gemarkung gefolgt. Die Route der Teilnehmer führte vom Parkplatz „Langer Kirschbaum“ bis zum Weißen Stein, dem Hausberg der Bergstraßengemeinde. Die dort geplante Kundgebung wurde wegen des Wetters in die gleichnamige Höhengaststätte verlagert. Richard Leiner, Geograf und Sprecher der Odenwaldretter, erklärte im Trockenen, warum man insbesondere an diesem Standort gegen Windkraftanlagen ist.

Vertreter der Bürgerinitiative „Greiner Eck“ aus Neckarsteinach, wo inzwischen die ersten fünf Anlagen entstanden sind, zeigten anhand von Bildern, welche – aus ihrer Sicht – naturzerstörende Veränderungen Bau und Betrieb der Windräder mit sich bringen. Dass diese von den zuständigen Behörden in einem FFH-Schutzgebiet genehmigt wurden, stößt weiter auf Unmut. Es wurde bei dem Treffen daran erinnert, dass sich die Anlagen im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald befänden, einem der ältesten Naturparks überhaupt. 2015 ist dieser von der Unesco aufgenommen worden und trägt seither den Titel „Unesco Global Geopark“. Das zuletzt gezeigte Bild vom Hirschhorner Schloss mit Windrädern als Kulisse warf nach Meinung der Teilnehmer ein bizarres Licht auf den Denkmalschutz…

 

Erbach: Grünwesten proben zivilen Ungehorsam!

https://edition.faz.net/faz-edition/rm-hessen/2019-05-10/76a61c235160036571d7b495431d047b?GEPC=s9

Grünwesten proben zivilen Ungehorsam

Die Regionalversammlung will durch Informationsveranstaltungen zu Windkraft-Standorten die Bürger beruhigen. Doch im südhessischen Erbach ist das misslungen.

Nicht willkommen: Windrad bei Reichelsheim im Odenwald
© Marcus Kaufhold

Von Rainer Hein, 10. Mai 2019

ERBACH. Auf der dritten und letzten Informationsveranstaltung der Geschäftsstelle der Regionalversammlung zum Teilplan Erneuerbare Energien hat sich gezeigt, dass weder das von Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid vorgeschlagene neue Verfahren noch die Reduktion der Vorranggebiete für Windkraftanlagen im Odenwaldkreis die Gemüter der Bürger beruhigen. Im Gegenteil. Sollten die mehr als 30 Wortmeldungen am Mittwochabend auf der Veranstaltung in der vollbesetzten Werner-Borchers-Halle auch nur annähernd repräsentativ sein, lehnen die Bewohner des Landkreises die geplante Ausweisung von Vorranggebieten weiterhin mehrheitlich ab. Kein einziger Redner konnte dem aktuellen Planungsentwurf des Regierungspräsidiums etwas abgewinnen. Lautstarke Zustimmung bekamen hingegen jene Beiträge, die die Seriosität des gesamten Verfahrens in Frage stellten. Der ehemalige Landrat des Odenwaldkreises Horst Schnur (SPD) erhielt geradezu frenetischen Beifall, als er sagte, es brauche jetzt „zivilen Ungehorsam“…

Die Argumentation hat die Teilnehmer der Erbacher Veranstaltung dennoch nicht überzeugt. Vertreter aller drei großen Initiativen – Vernunftkraft Odenwald, Schutzgemeinschaft Odenwald und der Bürgerzusammenschluss „Rettet den Odenwald“ – lehnten ein solches Vorgehen ab. Von einigen Rednern wurde die Einführung von Weißflächen als „Trickserei“ bezeichnet…

Auch Kommunalpolitiker übten harsche Kritik am geplanten Windkraftausbau in dem südhessischen Mittelgebirge. Der parteilose Bürgermeister von Erbach, Peter Traub, sagte, er möchte so wenig Windräder wie möglich in der Region sehen und lehne daher sowohl die Regionalplanung wie den Flächennutzungsplan des Landkreises ab. Der Bürgermeister von Wald-Michelbach warf der Darmstädter Behörde vor, sämtliche von der Stadt vorgelegte Gutachten zum Artenschutz ignoriert zu haben…

80. DoDemo in Wald-Michelbach am 16. Mai!

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=5830&cHash=3344f47cf25ef3f1d561b8b117a7e748

Auf geht’s zur 80. Wald-Michelbacher Donnerstags-Demo am 16. Mai

Von Pressedienst BI Siedelsbrunn und Ulfenbachtal, 3. Mai 2019

ODENWALD / WALD-MICHELBACH. – Die Bürgerinitiativen >Gegenwind< Siedelsbrunn und Ulfenbachtal laden ein zur 80. Donnerstags-Demo am 16. Mai ab 18 Uhr. „Läuft hier alles nach Recht und Gesetz?“, fragt Demo-Organisationsleiter Udo Bergfeld.

Dazu sind alle Odenwälder Entscheidungsträger zur immerhin 80. Donnerstags-Demo nach Wald-Michelbach eingeladen, um sich „klar und deutlich für oder gegen Windkraft zu positionieren“.

„Wer die Wahrheit nicht kennt, ist nur ein Dummkopf. Wer sie aber kennt, und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher“, zitiert Bergfeld Galileo Galilei (1564 – 1642), und fordert „ein Ende der politischen Märchenstunde, die den Bürgern Wind-Monster als Garanten des Klimaschutzes verkauft“.

Die Bi kämpfen „für einen Windindustrie-freien Odenwald“. Eingeladen zu den Donnerstags-Demos sind alle Bürgerinnen und Bürger, „die sich für den Erhalt unserer herrlichen Natur- und Kulturlandschaften einsetzen“.

Treffpunkt ist um 18 Uhr Ecke Ludwig- / Schulstraße. Die anschließende Kundgebung findet vor dem Rathaus in Wald-Michlbach statt.

Und hier noch ein wichtiger Hinweis: Am 23. Mai findet in Berlin, zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes eine BERLIN-DEMO unter dem Motto: „Schluss mit dem zügellosen Ausbau der Windkraft in Deutschland“, für windkraftfreie Natur- und Kulturlandschaften, statt. Treffpunkt: 14:30 Uhr, Willy-Brandt-Straße 1, vor dem Bundeskanzleramt.

Weitere Infos unter: www.bi-gegenwind-siedelsbruEcke Ludwig- / Schulstraßenn.de; www.vernunftkraft-odenwald.de

Eberbach: AGL scheitert mit Antrag für Bürgerentscheid

http://www.omano.de/art_ausgabe.php?id=39627&fbclid=IwAR0IG64sFvbyYIJ4xi5BKVCHdDcHpGWy3RyE5PNuLpSdk5bpHiQWKxTw8-8

AGL scheitert mit Antrag für direkte Demokratie

Ein Messanhänger zur Ermittlung von Windbewegungen auf dem 518 Meter hohen Hebert zwischen Eberbach und Schwanheim. (Foto: Hubert Richter)

1.Mai 2019

(hr) Keine Mehrheit fand die Fraktion der Alternativen Grünen Liste (AGL) am Montagabend im Eberbacher Gemeinderat für ihren Wunsch, die Bürger darüber entscheiden zu lassen, ob auf dem Hebert zwischen Eberbach und Schwanheim Windkraftanlagen errichtet werden sollen.

Nachdem sich in einer Bürgerbefragung im Jahr 2015 rund 60 Prozent der Teilnehmenden für Windenergie auf dem Hebert ausgesprochen hatten (wir berichteten), verstoße die mehrheitliche Ablehnung im Gemeinderat im Februar dieses Jahres gegen das Bürgervotum, was sich nach Auffassung der AGL “mit demokratischen Grundsätzen nicht in Einklang bringen” lasse. Aufgrund seiner enormen politischen und wirtschaftlichen Bedeutung für Eberbach müsse dieses Thema abschließend von den Bürgern selbst entschieden werden, so die AGL weiter. Ein Bürgerentscheid wäre – anders als die seinerzeitige Bürgerbefragung – politisch bindend.

Mit ihrer Meinung blieben die vier AGL-Mandatsträger allerdings im Stadtparlament allein. In der Diskussion ging es vor allem um richtiges oder falsches Demokratieverständnis und um teils massiv vorgetragene Vorwürfe an die AGL, die Forderung nach einem Bürgerentscheid habe taktische Gründe im Hinblick auf die bevorstehende Gemeinderatswahl (“Rattenfängerei”).

Die CDU-Fraktion hatte zu Beginn der Sitzung beantragt, den Tagesordnungspunkt abzusetzen, fand aber nur Bürgermeister Peter Reichert als weiteren Unterstützer. CDU-Sprecher Michael Schulz argumentierte, dass der Gemeinderat hier schon abschließend entschieden habe und man jetzt nicht die Entscheidung an die Bürger zurückdelegieren könne. SPD-Fraktionsschef Rolf Schieck pflichtete Schulz bei, erklärte aber, er hätte einen Bürgerentscheid dann für sinnvoll gehalten, wenn der Gemeinderat das Interessenbekundungsverfahren für mögliche Investoren bis zum Ende durchgezogen hätte. Das sah Peter Reichert ähnlich, der darauf hinwies, dass nach derzeitiger Rechtslage Windkraftnutzung auf dem Hebert überhaupt nicht zulässig sei (Landschaftsschutzgebiet). Man dürfe somit den Bürgern nicht suggerieren, dass sie in einem Bürgerentscheid den Bau von Windrädern dort beschließen könnten.

Die AGL, die in der Abstimmung mit 18 gegen vier Stimmen unterlag, hatte wörtlich folgende Fragen für den Bürgerentscheid vorgesehen: “a) Sind Sie für die Bereitstellung des städtischen Grundstücks Flst. Nr. 8641 der Gemarkung Eberbach, Gewann ‘Hebert’, um dort Windkraftanlagen errichten zu lassen?” und “b) Soll der Bevölkerung eine finanzielle Beteiligung an den Windkraftanlagen angeboten werden (‘Bürgerwindpark’)?”.

 

MP Kretschmann bestärkt Ängste der Schüler*Innen!

https://ruhrkultour.de/luegen-ohne-rot-zu-werden/?fb

Lügen, ohne rot zu werden

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident in Baden-Württemberg, davor verbeamteter Gymnasiallehrer für Biologie, Chemie und Ethik, sagt den Schülern nicht die Wahrheit. Er bestärkt ihre Ängste vor der Zukunft und zerstört damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt, an den er appelliert.

Von Jens Krüger, Redaktion Ruhrkultur, 3. Mai 2019

Falsche Freunde

In einem Beitrag im Handelsblatt schreibt der Ministerpräsident Kretschmann, mit Blick auf die Freitags-Demonstrationen der Schüler: “Die Schülerinnen und Schüler haben vollkommen recht damit: Der Kampf gegen die globale Erwärmung ist die Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts. Er entscheidet darüber, ob unser Planet weiter ein lebenswerter Ort bleibt oder nicht. Und dabei geht es eben um kein fernes Zukunftsszenario mehr.”

Der ehemalige Lehrer und jetzige Ministerpräsident drängt Schülern eine Verantwortung auf, deren Last sie unmöglich tragen können, denn dazu fehlt ihnen das Wissen über Möglichkeiten und Grenzen menschlichen Eingreifens in das Naturgeschehen.

“Die Klimakrise hat aber ein Gutes”, sagt Kretschmann: “Sie ist menschengemacht – kein Schicksal, dem wir nicht entrinnen können. Nein, wir haben es selbst in der Hand, die globale Erwärmung zu begrenzen. Wir müssen nur entschlossen und schnell handeln.” Kretschmann fügt hinzu: “Und das gilt besonders für die Bundesregierung.”

Nicht die Schüler sind der Adressat des grünen Ministerpräsidenten, sondern die Bundesregierung, der die Grünen vorwerfen, sie würde den Ausbau Erneuerbarer Energien bremsen. “So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt” (Torquato Tasso II.1). Ob die Schüler die Absicht nicht erkennen? Sie werden von den Grünen und den Angegrünten instrumentalisiert, deren Argumente zu schwach sind, um der Bevölkerung ihre Visionen aufzwingen zu können. Sie stützen sich auf einen “Kinderkreuzzug”, den sie selbst mit internationaler Unterstützung entfesselt haben.

Winfried Kretschmann legt den Schülern den Kampf gegen die globale Erwärmung als die Menschheitsaufgabe des 21. Jahrhunderts ans Herz.

Diese maßlose Übertreibung hat einen Fehler, den auch kritische, junge Menschen früher oder später entdecken werden: Der Ministerpräsident verschweigt ihnen, dass der menschliche Anteil am Klimawandel immer noch unbekannt und nicht beweisbar ist.

Das Märchen von dem Klima-Konsens

Es gibt keine Einigkeit unter Klimaforschern, dass der Klimawandel menschengemacht sei. Die Öffentlichkeit wurde durch eine Manipulation getäuscht. Für die weltweite Verbreitung der Unwahrheit, es gebe bezüglich des menschlichen Einflusses auf das Klima einen Konsens, sorgte der damalige US-Präsident Barack Obama. Er erklärte im Mai 2013 per Twitter, 97 % der Wissenschaftler seien sich einig, dass der Klimawandel menschengemacht sei. Damit war der große “97% Konsens” geboren und diente fortan bis auf Weiteres der Politik dazu, die Dekarbonisierung auf die Agenda zu setzen und Kritiker der Hypothese einer globalen, durch Menschen verursachten Erwärmung zum Schweigen zu bringen.

Der Spiegel berichtete 2014, dass anlässlich des UNO-Klimagipfels in New York 97 Wissenschaftler eine gemeinsame Erklärung veröffenlicht hatten und mit ihrer Kampagne suggerierten, es herrsche Einigkeit unter 97 Prozent der Klimaforscher. “Doch damit täuschen sie die Öffentlichkeit”, urteilte damals der Spiegel.

Winfried Kretschmann fördert die Spaltung der Gesellschaft

Die Strategie der 97 Forscher habe viel Beifall von Umweltverbänden erhalten, sagt der Spiegel, aber er sei auch auf Unverständnis gestoßen: “Derartig einfache Botschaften stärkten meist die Polarisierung der Gesellschaft, gibt Dan Kahan von der Yale Law School zu bedenken, ein Experte für gesellschaftliche Kommunikation.”

Die Grünen in Deutschland teilen ihre Auffassung unter anderem mit dem Plan Green New Deal, der in den USA Grüne, Demokraten und Umweltverbände spaltet. So bezeichnete der international bekannte Klimaforscher James Hansen den Green New Deal in einer Fernsehdebatte gerade heraus als “Unsinn”.

Winfried Kretschmann sieht in der Klimakrise eine Chance für die Gesellschaft. “Denn uns ist in den letzten Jahrzehnten die große Idee abhandengekommen. Das gemeinsame Projekt, das uns verbindet und antreibt. Der Kampf gegen die Klimakrise könnte ein solches Projekt sein, das Sinn und Gemeinschaft stiftet. „Den Planeten retten“ als neue Erzählung, die uns zusammenbringt und zum gemeinsamen Tun motiviert – was für eine großartige Vorstellung. Gehen wir sie an!”

Vielleicht liegt der Ethik-Unterricht des Lehrers Kretschmann schon zu lange zurück. Oder die Politik sorgt vielleicht für den drastischen Verlust ethischer Werte. Möglich wär’s. Bei den Grünen.

Über ihre ehrgeizigen Klimakonzepte lassen die Grünen nicht mit sich diskutieren, egal wie grün jemand ist. Diese Erfahrung machte 2008 jedenfalls Hubert Kleinert, der sich nach einer sachlichen Frage zum Ausstieg aus der Kernenergie “wie in einer Gemeinschaft der Rechtgläubigen” und moralisch stigmatisiert fühlte.

Aber was ist das alles im Vergleich zu einer Lüge gegenüber Kindern und Jugendlichen, die auf Erwachsene vertrauen können müssen, um sich ein eigenes Wertesystem aufbauen zu können?

 

 

Windatlas BW – Veröffentlichung nach Kommunalwahl?

https://www.rnz.de/politik/suedwest_artikel,-baden-wuerttemberg-das-hat-der-neue-windatlas-mit-dem-wahltermin-zu-tun-_arid,436151.html

Baden-Württemberg

Das hat der neue Windatlas mit dem Wahltermin zu tun

Ergebnisse bereits bekannt – Mehr Ausweisflächen – Unruhe erwartet

Von Roland Muschel, RNZ Stuttgart, 26. April  2019

Stuttgart. Weniger Windkraftflächen auf der Ostalb, mehr im Schwarzwald oder entlang des Rheins: Die von Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) auf den Weg gebrachte „Aktualisierung“ des Windatlasses Baden-Württemberg wird nach RNZ-Informationen zu größeren Veränderungen bei den Vorranggebieten für die Ausweisung neuer Windräder führen. Das geht aus vorläufigen, bisher unveröffentlichten Ergebnissen des dafür in Auftrag gegebenen Gutachtens hervor, das dem „Fachbeirat Windkartierung“ im Februar vorgestellt wurde.

Eine Karte gibt es hier:

http://udo.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/q/jAcLZ

Die Daten wurden nach Vorgaben des 2017 geänderten Erneuerbare-Energien-Gesetzes neu ermittelt. Demnach wird es offenbar mehr geeignete Flächen für Windräder geben, aber auch zu regionalen Verschiebungen kommen: Im Nordosten des Landes, etwa dem Ostalbkreis, werden die windhöffigen Flächen aller Voraussicht nach tendenziell weniger, in Oberschwaben sowie im Oberrheingraben und im Schwarzwald mehr. Besonders pikant: Ein Teil der bisher als besonders geeignet geltenden Flächen wird runtergestuft…

Angesichts der Debatten, die neue Windkraftanlagen vor Ort auslösen, dürfte der neue Windatlas an etlichen Standorten für Unruhe sorgen.

Im Fachbeirat ist deshalb laut Teilnehmern auch die Frage der Veröffentlichung diskutiert worden. Ergebnis: Untersteller will den neuen Windatlas bei dem von seinem Haus veranstalteten „Windbranchentag“ am 29. Mai vorstellen – drei Tage nach der Kommunalwahl…

„Der neue Windatlas ist noch nicht vollständig fertig“, versichert Unterstellers Sprecher. Eine Veröffentlichung würde sich für das Ministerium kurz vor den Kommunalwahlen „ohnehin verbieten“, weil der Windatlas kommunale Daten enthalte, die möglicherweise im Wahlkampf genutzt werden könnten.

Ostersonne stürtzt Strommarkt ins Preischaos!

https://www.welt.de/wirtschaft/article192360289/Strompreise-Ostersonne-stuerzt-Strommarkt-ins-Preischaos.html

Die Ostersonne stürzt den Strommarkt ins Preischaos

Privathaushalte in Deutschland müssen für Strom immer tiefer in die Tasche greifen. Eine Kilowattstunde kostet derzeit durchschnittlich mehr als 29 Cent. Für die kommenden Monate wird ein weiterer Anstieg erwartet.

Quelle: WELT / Michael Wüllenweber

Von Holger Zschäpitz (Leitender Wirtschaftsredakteur), 24. April 2019

Strom ist in Deutschland so teuer wie nie. Dank schönem Osterwetter und fester Einspeisevergütungen kassierten die Besitzer von Solaranlagen Rekordeinnahmen. Doch an der Strombörse sorgt das für Negativpreise. Dafür zahlt ausgerechnet der Verbraucher.

Wenn die Sonne so richtig schön scheint, so wie am Osterwochenende, zeigt Heinz Richter* seinem Familienbesuch besonders gern eine neue App auf seinem Tablet-Computer. Das Programm hat eine hübsch animierte Grafik: Auf der linken Seite ist die Fotovoltaikanlage dargestellt, die der 63-Jährige auf dem Dach seines luxuriösen Einfamilienhauses und auf einer nahe stehenden Reithalle im Emsland installieren ließ. Auf der rechten Seite steht ein Strommast.

Zwischen beiden Bildchen auf dem Tablet-Bildschirm bewegt sich laufend eine bunte Reihe aus Punkten von seinem Haus in Richtung Strommast. Darunter steht die Menge an Strom in Kilowatt (KW), die gerade ins Stromnetz eingespeist und wie viel CO2 dabei rechnerisch eingespart wird. Ein hübsches grafisches Ballett aus fleißigen kleinen Strompünktchen und einer immer größer werdenden Zahl für das gute Gewissen…