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Würzberg: Informationsveranstaltung der Windkraftkritiker

http://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/michelstadt/gegner-der-windkraft-polarisieren_18903663.htm

Gegner der Windkraft polarisieren

ERNEUERBARE ENERGIE Informationsversammlung zu möglichen Anlagen in der Mies lockt 100 Zuhörer nach Würzberg / Zwei Ex-Landräte melden sich zu Wort

Das Logo der IG Keine Windkraft in Würzberg stilisiert die als bedrohlich empfundene Wucht der Windkraftanlagen im Vergleich mit der „Skyline“ des Dorfes. Repro: Hans Dieter Schmidt

von Hans-Dieter Schmidt, 7. Juli 2018

WÜRZBERG – Das Projekt Windkraft im Gewann Mies wurde zwar mit einem Michelstädter Parlamentsbeschluss zunächst verhindert (wie berichtet) – vom Tisch ist die Sache indes nicht. Etwa 100 Personen aus dem Dorf und seinen Nachbarorten Ernsbach, Erbuch, Bullau, Eutergrund und Vielbrunn sowie Vertreter der politischen Stadtgremien waren dieser Tage zu einer Infoveranstaltung zusammengekommen.

Mit den Ex-Landräten Matthias Wilkes (Kreis Bergstraße) und Horst Schnur (Odenwaldkreis) sowie dem Vorsitzenden des Vereins Vernunftkraft Odenwald, Peter Geisinger (Groß-Umstadt), brachten drei versierte Redner ihr politisches und fachliches Wissen in die allgemeine Diskussion ein.

Gesundheitliche Folgen für Anwohner befürchtet

Wilkes ergriff nach einer kurzen Einführung durch Vertreter der Interessengemeinschaft Keine Windkraft Würzberg das Wort, um festzustellen, die Energiewende belaste den Steuerzahler mit 500 Milliarden Euro. Zudem, so der Alt-Politiker, werde zugunsten der Energiewende geltendes Naturschutzrecht gebrochen oder so geändert, dass den Windkraftanlagen nichts entgegensteht. Verwundert zeigte er sich, dass ein Milan dafür herhalten müsse, ein Projekt wie in der Mies geplant, zu verhindern, wenn unmittelbar nebenan Menschen wohnen und leben, deren Gesundheit ebenfalls direkt beeinträchtigt ist. Ob denn nicht der Mensch das schützenswerteste Gut sein sollte, fragte Wilkes. Zur Erinnerung: Die Mies ist ein ausgewiesenes Europäisches Vogelschutzgebiet.

Mit interessanten Zahlen wartete Geisinger auf. 96 Prozent des CO2-Gehaltes (Kohlendioxid) der Luft hätten einen natürlichen Ursprung, nur die restlichen vier Prozent seien vom Menschen gemacht. Gemäß Geisingers Berechnungen beträgt der menschengemachte CO2-Gehalt weltweit 0,016 Prozent. Der deutsche Anteil davon liege bei 2,23 Prozent dieses Wertes, real also bei 0,00003568 Prozent. Dass für die nicht stattfindende Reduktion dieses verschwindend geringen Anteils von deutschen Stromkunden jährlich 28 Milliarden Euro aufgebracht werden müssen, sei mehr als absurd. Diesem Irrweg Deutschlands folge kein anderes Land….

Geisinger beleuchtete zudem die Kosten für Eingriffe in das von inzwischen 30 000 Windkraftanlagen destabilisierte Stromnetz (1,4 Milliarden Euro in 2017). Kein Wind bedeute keinen Strom und somit nötige Stützung durch konventionelle Kraftwerke, die der Rotorengegner für nach wie vor unverzichtbar hält. Es sei die unbequeme Wahrheit, dass die Gewinne aus ideologischer und lobbygesteuerter Politik von Herstellern der Anlagen, Projektierern und zum kleinen Teil von den Grundstücksbesitzern abgeschöpft würden. Die finanziellen Folgen gingen zulasten der Stromkunden. Die Anwohner müssten zudem mit gesundheitlichen Risiken durch Lärm- und Infraschallbelastung und der Zerstörung großartiger Naturlandschaften leben.

Schnur bezeichnete die Windenergie als Gefahr für den Odenwald, dessen Kernkreis er als Landrat einst vorstand. Die für die Gemarkung Mies außergewöhnlich groß dimensionierten Windräder würden die dortige Natur nachhaltig zerstören, zeigte er sich sicher. Weitsichtig sei die Ablehnung durch das Michelstädter Stadtparlament, so Schnur…

INTERESSENGRUPPE KEINE WINDKRAFT

Die Interessengemeinschaft Keine Windkraft Würzberg ist bisher noch nicht wie eine Bürgerinitiative organisiert. Sie ist vielmehr ein loser Zusammenschluss von zunächst 14 Bürgern mit Wohnsitz nahe dem geplanten Windanlagenstandort Mies.

Die Mitglieder der IG setzen sich gegen das Projekt ein, das in einem anerkannten Europäischen Vogelschutzgebiet realisiert werden soll.

Wer die Gruppe unterstützen will, erhält Informationen auf IG-Keine-Windkraft-Wuerzberg@web.de. (hds)

 

Worms: Anhaltende Verluste bei der Windkraft

http://www.wormser-zeitung.de/lokales/worms/nachrichten-worms/statt-gewinn-gabs-lange-gesichter-wegen-anhaltender-verluste-bei-der-windkraft-wird-energiegenossenschaft-worms-wonnegau-2019-aufgeloest_18901455.htm#

Statt Gewinn gab’s lange Gesichter: Wegen anhaltender Verluste bei der Windkraft wird Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau 2019 aufgelöst

von Roland Keth, 6. Juli 2018

WORMS – Sein Geld anlegen und eine ordentliche Dividende kassieren, gleichzeitig aber auch Gutes tun in Sachen Atomausstieg und Energiewende: Das war für rund 80 Bürger der Grund, warum sie sich 2013 entschlossen, bei der Energiegenossenschaft Worms-Wonnegau eG einzusteigen. Der Genossenschaft gehören die Fotovoltaikanlage auf dem Dach der neuen TGW-Jahnturnhalle sowie drei Windräder im Alsheimer Windpark. Jetzt, fünf Jahre später, ist klar: Das ehrgeizige und anfangs auch als Musterbeispiel für gelungene Bürgerbeteiligung gefeierte Projekt ist gescheitert. Die Genossenschaft wird 2019 aufgelöst.

Es wehte lange nicht so wie vorausberechnet

Die Fotovoltaikanlage lieferte zwar die erwarteten Strommengen. Nicht aber die drei Windräder, die im Schnitt 30 bis 40 Prozent weniger Strom erzeugten als dies in zwei unabhängigen Gutachten vorher prognostiziert worden war. Die üble Folge für alle Anleger, die Genossenschaftsanteile von 500 bis 5000 Euro erworben hatten: Statt Gewinn gab’s Verlust, statt Dividende lange Gesichter und Beschwerden über Beschwerden bei den beiden Geschäftsführern Armin Bork (Volksbank-Vorstand) und Stephan Wilhelm (EWR-Vorstand). Die beiden haben dann zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, OB Michael Kissel, in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13. Dezember 2017 die Reißleine gezogen.

„Wir haben vorgeschlagen, die Energiegenossenschaft aufzulösen. Gleichzeitig konnten wir allen Anlegern versprechen, dass sie ihre Einlage zu 100 Prozent zurückbekommen. Dem haben alle bis auf zwei, drei Gegenstimmen einmütig zugestimmt“, berichtet Armin Bork.

Möglich wurde dieser Deal dadurch, dass EWR die Fotovoltaikanlage kauft, die 24-prozentige Genossenschaftsbeteiligung am Alsheimer Windpark übernehmen EWR und Volksbank zu jeweils zwölf Prozent. Momentan befindet sich die Genossenschaft in Liquidation, das heißt, Bork und Wilhelm wickeln die Geschäfte ab. Im Frühjahr sollen die Anteilseigner ausgezahlt werden, dann ist die Energiegenossenschaft Geschichte. „Bis auf ganz wenige Ausnahmen waren die Mitglieder froh und glücklich, dass wir ihnen diese Lösung anbieten konnten“, versichert Stephan Wilhelm…

Stellt sich die hessische Energiepolitik selbst in Frage?

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=4194&cHash=7c77ebc04f5544538832440d65ce8316

Stellt sich die hessische Energiepolitik selbst in Frage?

Odenwälder Bürgerinitiativen rütteln hessisches Ministerium in Sachen erneuerbare Energien, hier speziell der Windkraft, wach.

von Pressedienst BI Siedelsbrunn/Ulfenbachtal, 4. Juli 2018

ODENWALD. – „Stellt sich die hessische Energiepolitik selbst in Frage? Wie sonst sind die Antwortschreiben von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und seinem Stellvertreter Tarek Al-Wazir, Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, zu erklären?“, fragen sich die Mitglieder der Bürgerinitiativen Siedelsbrunn & Ulfenbachtal.

Auf die Einladung der Bürgerinitiativen >Gegenwind Siedelsbrunn & Ulfenbachtal< vom Juni zur 50. Donnerstags-Demo am 05. Juli wurde mit Schreiben vom 19. und 26. Juni „viel Erfolg“ gewünscht.

Volker Bouffier teilte mit, er könne selbst den Termin leider nicht wahrnehmen, wünschte jedoch „eine schöne und erfolgreiche Donnerstagsdemo“. Auch Tarek Al-Wazir bedauerte, aufgrund anderweitiger Verpflichtungen an der 50. Donnerstags-Demo nicht teilnehmen zu können, wünscht „für die Veranstaltung viel Erfolg“.

„Dies schließt nach meiner Interpretation eine Umwelt- und Naturzerstörende Energiepolitik aus. Somit dürfte einem Erlass des hessischen Ministeriums zum Ausbaustopp der Windindustrieanlagen nichts mehr im Wege stehen“, sagt Udo Bergfeld, Organisator und Demonstrationsleiter der
Bürgerinitiativen Siedelsbrunn & Ulfenbachtal.

 

Windkraft: „…gegebenenfalls Versorgungsausfälle?“

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=4195&cHash=4fa988a86b9113a4e7cf155712d4fd50

Windkraft: …gegebenenfalls Versorgungsausfälle?

rettet den odenwald, keine Windkraft im Odenwald

von Pressedienst Vernunftkraft Odenwald e.V., 4. Juli 2018

ODENWALD. – Im E -Paper der Frankfurter Rundschau erschien am 1. Juli ein Artikel von Pitt von Bebenburg mit dem Titel: „Mehr und größere Windräder“.

Minister Tarek Al Wazir wird darin mit der Aussage zitiert „Eine drastische Erhöhung (der Anlagenzahl, Anm. d. Red.) sei nicht erforderlich, eine Steigerung auf 2.000 bis 2.600 Anlagen reiche aus. Das sei „aufgrund des technischen Fortschritts“ möglich – sprich, durch größere und effektivere Anlagen.“

Minister Al -Wazir geht davon aus, dass ein durchschnittliches Windrad dann fünf Megawatt liefert. Solche Anlagen befänden sich bereits im Genehmigungsverfahren.

„Schöne Aussichten: 2.000 bis 2.600 Anlagen mit Höhen jenseits von 250 Metern werden dieses Land bis zur Unkenntlichkeit und in den betroffenen Regionen bis zur Unbewohnbarkeit verändern“, konstatiert Peter Geisinger, Vorsitzender der >Vernunftkraft Odenwald<.

Besonders abenteuerlich sei die Begründung des Ministers, dies geschehe „…um die Stromversorgung zu sichern.“ Wie das bei null Wind und null Sonne, also der gefürchteten Dunkelflaute in den Wintermonaten, geschehen soll, erkläre der Minister nicht im Einzelnen. „Vielleicht hilft da die neue Studie der Deutschen Energieagentur (DENA) weiter, die folgende bahnbrechende Fragestellung enthält.

Zitat: Schließlich, so die Studie, kann man auch fragen: „Inwieweit ist Deutschland bereit, aus Effizienzgründen seltene und extreme Wetterereignisse nicht mehr abzusichern, sondern gegebenenfalls Versorgungsausfälle in überschaubarem Maß zu akzeptieren?“

…noch schönere Aussichten für Deutschland also. Minister Al-Wazir sieht die Zukunft der erneuerbaren Energien dennoch rosig. Am 1. Januar 2018 hätten sie „erstmals nahezu 100 Prozent der Stromnachfrage decken“ können, berichtet er.

Ein Insider aus der Netzbetreiberbranche formuliert das etwas nüchterner: „Die Variabilität der deutschen Windstromproduktion ist um 70% größer als die Schwankungen der Augenzahlen beim Würfeln. Würden die deutschen Elektrizitätsversorger die Stromproduktion ihrer Kraftwerke täglich auswürfeln, würde der Strom gleichmäßiger fließen.“

Der Unterschied sei folgender: Der letztere Herr habe eine solide physikalisch/technische Ausbildung genossen und besitze daher eine entsprechende Kompetenz. Die sei bei Minister Tarek Al Wazir nicht vorhanden. Dafür besitze er 100% Kompetenz im Fachgebiet Ideologie.

 

Tarek Al Wazir: „Mehr und größere Windräder“

Mehr und größere Windräder

http://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/hessen-mehr-und-groessere-windraeder-a-1535289

Mehr und größere Windräder

In Hessen sollen in den nächsten Jahren deutlich mehr Windräder gebaut werden, um die Stromversorgung zu sichern.


Foto: Rolf Oeser

von Pitt von Bebenburg, 1. Juli 2018

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) teilte jetzt in einer Antwort auf Fragen der FDP mit, bis zum Jahr 2050 seien voraussichtlich zwischen 2000 und 2600 Windkraftanlagen erforderlich. Heute gibt es rund 1000 Windräder in Hessen.

2016 haben Windräder nach Al-Wazirs Angaben etwa 2,2 Terawattstunden (Billionen Wattstunden) Strom erzeugt. Für das Jahr 2050, in dem Hessen seinen Strom vollständig aus erneuerbaren Energien gewinnen will, wird ein Bedarf von 27,5 Terawattstunden prognostiziert. Der FDP-Fraktionsvorsitzende René Rock hatte den Verdacht geäußert, dass für eine Verzehnfachung der Strommenge „gleichzeitig auch die Zahl der benötigten Windkraftanlagen drastisch zunimmt“. Al-Wazir widersprach:

Eine drastische Erhöhung sei nicht erforderlich, eine Steigerung auf 2000 bis 2600 Anlagen reiche aus.

Das sei „aufgrund des technischen Fortschritts“ möglich – sprich, durch größere und effektivere Anlagen. Al-Wazir geht davon aus, dass ein durchschnittliches Windrad dann fünf Megawatt liefert. Solche Anlagen befänden sich bereits im Genehmigungsverfahren…

Josef Reichholf: „Die Energiewende ist eine Illusion“

https://bazonline.ch/schweiz/Die-Energiewende-ist-eine-Illusion/story/2244342

«Die Energiewende ist eine Illusion»

Naturschutzpionier Josef Reichholf wirft den Umweltverbänden Unlauterkeit vor.

von Alex Reichmuth, 24. Juni 2018

BaZ: Herr Reichholf, Sie befassen sich seit vielen Jahrzehnten intensiv mit der Natur. Was ist aus Ihrer Sicht die grösste Umweltbedrohung unserer Zeit?
Josef Reichholf: Es ist die Landnutzung – also der Ackerbau im weitesten Sinn, im Süden der Welt auch die Viehzucht. Dadurch werden riesige Flächen ökologisch verändert. Leider ist der Schutz der natürlichen Lebensräume wegen der Fokussierung auf den Klimawandel in den Hintergrund gerückt, obwohl die Erwärmung, wenn überhaupt, erst in vielen Jahrzehnten wirksam wird. Wir riskieren, dass uns in der Zwischenzeit die Arten aussterben: Denken wir an die Abholzung der tropischen Regenwälder oder an das Verschwinden natürlicher Auenwälder bei uns. Zumindest in Deutschland werden naturnahe Flächen vor allem auch durch den Anbau von Pflanzen für die Energiegewinnung zurückgedrängt.

Haben wir einen Notstand?
Absolut. Neunzig Prozent der Tier- und Pflanzenarten sind durch die direkten und indirekten Folgen der Landwirtschaft gefährdet. Was Städte angeht, ist es allerdings so, dass diese umso mehr Arten auf ihrem Gebiet aufweisen, je grösser sie sind. Städte sind zum Teil sogar artenreicher als Naturschutzgebiete. Wer den Artenreichtum Mitteleuropas erleben will, reist mit Vorteil nach Berlin.

Zubetonieren ist also gar nicht so schlimm für die Natur?
Jedenfalls ist es aus Sicht der Natur von Vorteil, wenn ein Maisfeld durch den Bau eines Einkaufszentrums verdrängt wird. Wenn auf unseren Wiesen hingegen der Löwenzahn massenhaft erblüht, ist das ein Signal, dass es dort kaum mehr Wildbienen und Schmetterlinge gibt.

Sie sind schon als Kind viel in der Natur gewesen. Wie war es damals?
Damals sah man überall Schmetterlinge. Es hatte viel mehr Vögel als heute, und überall zirpten die Grillen. Das ist alles weg. Was Gewässer angeht, haben wir zwar grosse Fortschritte bei der Reinigung von Haushaltsabwässern gemacht. Gleichzeitig wird aber Gülle in grossen Mengen ausgebracht. So wird der Boden dauernd überdüngt und mit problematischen Stoffen befrachtet.

In Deutschland und in der Schweiz soll in den letzten Jahrzehnten ein Grossteil der Insekten verschwunden sein. Ist das Insektensterben Realität?
Sicher. Ich habe ja selber wissenschaftliche Ergebnisse beigesteuert, die das belegen. In einigen Gebieten gibt es nur noch wenige Prozente der Insektenmengen, die in den 1970er-Jahren vorhanden waren.

Die Insekten sollen gerade auch in Naturschutzgebieten zurückgegangen sein. Das ist doch paradox.
Nur scheinbar. Die Überdüngung durch die Landwirtschaft wirkt sich nicht nur auf den genutzten Flächen aus. Die riesigen Mengen an Stickstoff, die zumindest bis über die Jahrtausendwende ausgebracht worden sind, gelangten über die Luft auch in Wälder und geschützte Gebiete.

Auch am Insektensterben ist also die Landwirtschaft schuld?
Absolut. Der Einsatz von Herbiziden und Insektiziden wirkt sich ebenfalls über die Nutzgebiete hinaus aus.

Was ist die Lösung? Bioanbau statt Intensivkulturen?
Das wäre ein gangbarer Weg. Wichtig ist vor allem, dass wir von der Subvention von Massenbetrieben wegkommen. Kleinbauern, die auch Landschaftspflege betreiben, müssten stärker unterstützt werden.

In der Schweiz wird die Landschaftspflege teilweise abgegolten. Aber ökologische Landwirtschaft bedeutet geringere Erträge. Müssen dann nicht zusätzliche Flächen unter den Pflug genommen werden – auf Kosten naturnaher Gebiete?
Nein, denn es herrscht ja Überproduktion. In Deutschland zum Beispiel wird das Land intensiv bewirtschaftet, weil genau dafür Subventionen fliessen.

Aber weltweit ist es anders. Wegen des Bevölkerungswachstums sind künftig grössere Erntemengen notwendig. Bei einem grossflächigen Wechsel auf Biolandbau müssten neue Gebiete für Ackerbau genutzt werden.
Das bezweifle ich. Denken Sie an Indien. Das Land ist stark von kleinbäuerlicher Agrarwirtschaft geprägt. Trotz des enormen Bevölkerungswachstums versinkt Indien aber nicht in Hungersnöten. In Afrika und Südamerika hingegen werden die grössten Landwirtschaftsflächen nicht zur Versorgung der heimischen Bevölkerung genutzt, sondern um Tierfutter für den Export in die Erste Welt zu erzeugen. Das deutsche Stallvieh frisst sozusagen den tropischen Regenwald. Wir haben es hier mit einer Art Neokolonialismus zu tun, der von entwickelten Staaten und insbesondere auch von China betrieben wird.

Also sollten wir alle weniger Fleisch essen, damit nicht so viel Futter für Viehzucht importiert werden muss?
Klar. Grundsätzlich sollte die Bestockung von Weideland mit Vieh in einem ausgewogenen Verhältnis zur Fläche stehen. Wenn aber so viel Vieh wie heute in den Ställen steht, muss viel Nahrung importiert werden.

Sie haben die Klimaerwärmung angesprochen. Viele Umweltschützer sehen darin die grösste Gefahr für Mensch und Natur. Sie offenbar nicht.
Man muss die Verhältnisse realistisch sehen. Ich kann die Besorgnis wegen der Erderwärmung zwar nachvollziehen. Fakt ist aber, dass eine wärmere Witterung günstig für die allermeisten Tier- und Pflanzenarten ist. Entgegen den Erwartungen haben sich die wärmeliebenden Arten in den letzten Jahrzehnten nicht ausgebreitet. Sie sind im Gegenteil zurückgedrängt worden. Man hat eben den Effekt der Düngung übersehen. Dieser führt zu einer dichteren Bodenbedeckung und damit in der untersten Luftschicht zu kühleren und feuchteren Verhältnissen.

Mehr Klimaerwärmung ist also super, denn sie rettet die wärmeliebenden Arten?
Das wäre dann doch ein zu simpler Schluss. Aber man sieht an der erwähnten Entwicklung, dass oft ganz andere Effekte massgeblich sind als diejenigen, die angekündigt werden.

Sie verkennen den Ernst der Lage. Eine Erwärmung von zwei bis drei Grad mag günstig für die Natur sein, nicht aber ein solcher von vier bis fünf Grad, wie es gegen Ende des Jahrhunderts möglich ist. Die Auswirkungen für den Regenwald und die Artenvielfalt wären katastrophal.
Ich bezweifle, dass es so schlimm kommt. Wenn wegen der Erwärmung das Eis schmilzt, bedeutet das nicht, dass zwangsläufig auch die Natur leidet. In Mitteleuropa haben sich die Wärmeverhältnisse im Laufe des 20. Jahrhundert nicht gross verändert. Es wurde aber vorausgesagt, dass wir hier bald mediterrane Verhältnisse hätten. In Wahrheit reisen wir noch immer ans Mittelmeer, um unseren verregneten Sommern zu entkommen. Generell sind die Prophezeiungen in Sachen Klimawandel so übertrieben düster, dass die Bevölkerung sie nicht mehr ernst nimmt.

Sie stehen den Warnungen, wie sie etwa vom Weltklimarat kommen, also skeptisch gegenüber?
Durchaus. Der Weltklimarat führt einen Alarmismus im Umweltbereich fort, der sich längst aufgebraucht hat. Auch der Wald ist ja nicht gestorben. Problematisch ist vor allem, dass die Einflüsse der sogenannten Dritten Welt bei den Klimaabkommen weitgehend ausgeklammert worden sind. Dabei werden im Süden grosse Landflächen abgebrannt, mit entsprechender CO2-Produktion. Aber die Rollen von Gut und Böse sind fest verteilt. Ich bezweifle, dass der bisher praktizierte Klimaschutz etwas Positives bewirkt.

Der Ansatz ist Ihnen zu moralisch.
Genau. Sinnvoller wäre es, wenn wir in Deutschland und der Schweiz vorlebten, wie man sich vor klimatischen Veränderungen schützen kann. Ablasszahlungen zu entrichten, bringt hingegen nichts.

Ein Modewort unserer Zeit ist Nachhaltigkeit. Demnach sollte unser Handeln stets auf Bewahrung ausgerichtet sein. Müssen wir nachhaltig leben?
Wünschenswert wäre es sicher. Aber es hat noch nie funktioniert. Jede bisherige Generation hat versucht, für sich das Maximum herauszuholen. Der moralische Ansatz funktioniert einfach nicht. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

Nachhaltigkeit orientiert sich an der Vorstellung eines Gleichgewichts in der Natur. Sie aber schrieben in einem Essay im Spiegel: «Das Leben kämpft beständig gegen das Gleichgewicht.»
Das Leben funktioniert eben in Ungleichgewichten, obwohl uns ständig das Gegenteil weisgemacht wird. Denken Sie an den Gang der Jahreszeiten. In der Natur ist jeder Ablauf ein Abweichen von Gleichgewichtszuständen. Damit etwas wachsen kann, muss ein Organismus mehr Energie aufnehmen, als er abgibt. Dazu ist also ein Ungleichgewicht notwendig. Nur was tot ist, bleibt gleich.

Stichwort Energiewende: Ich war letztes Jahr in Bayern unterwegs, Ihrer Heimat. Weite Teile der Landschaft sind dort von Windrädern und Freiflächen-Solaranlagen geprägt. Ist das eine gute Entwicklung?
Bestimmt nicht. Der energetische Aufwand bei solcher Art der Stromproduktion ist ja meist grösser als der Energieertrag. Noch schlechter bezüglich Ökobilanz schneiden allerdings Energiepflanzen ab.

Deutschland will weg von Atom und Kohle. Solche Eingriffe in die Landschaft müsse man hinnehmen, sagen viele Umwelt- und Naturschützer.
Dann müssten wir in letzter Konsequenz unsere ganze Natur opfern. Ich aber halte die Energiewende für eine Illusion und das Vorgehen für diktatorisch. Die Nachteile der verschiedenen Formen der Stromproduktion werden eben extrem einseitig gegeneinander aufgerechnet.

Sie meinen, Atomstrom wird schlechtgeredet?
Ja. Nach der Explosion im AKW Fukushima zum Beispiel wurde in unserem Fernsehen der Eindruck erweckt, als wären die 20 000 Toten der Tsunamikatastrophe eine Folge der Reaktorhavarie. In Wahrheit ist dort kein einziger Mensch durch Strahlung ums Leben gekommen.

Also am besten wieder Atomkraftwerke bauen?
Es wird letztlich kein Weg daran vorbeiführen. Wenn fortschrittliche Länder wie Finnland beschliessen, AKW zu bauen, um den eigenen Wald zu schonen – und dieser ist ja riesig –, dann kann das nicht völlig falsch sein. Die Atomgegner aber hängen Glaubensbekenntnissen nach. Die Energiewende hat nichts mit Ökologie zu tun. Die Konsequenzen für die Natur sind nicht bedacht worden…

Josef Reichholf, 73, darf als Urgestein der deutschen Naturschutzszene bezeichnet werden. Der Zoologe und Evolutionsbiologe ist Honorarprofessor an der Technischen Universität München und leitete von 1974 bis 2010 die Sektion Ornithologie der Zoologischen Staatssammlung München. Auch gehörte er mehrere Jahre dem Präsidium des deutschen WWF an. (Basler Zeitung)

Nicht genug Platz für all die Windräder…

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/nicht-genug-platz-fuer-all-die-windraeder-15662353.html

Bericht zur Energiewende :

Nicht genug Platz für all die Windräder

Nicht genug Platz, nicht mal in Brandenburg: Windräder hinter dem Windenergiepark „Odervorland“ im Landkreis Oder-Spree. Bild: dpa

von Andreas Mihm, 27. Juni 2018

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien soll vorankommen. Nur: Dafür braucht es ausreichende Netze – und ausreichend Platz. Die Monitoring-Kommission der Energiewende hält der Bundesregierung den Spiegel vor.

Die von der Regierung berufene Kommission zur Begleitung der Energiewende warnt vor einem zu schnellen Ausbau erneuerbarer Energien. Insbesondere für die von der Koalition geplanten Sonderausschreibungen für neue Windanlagen an Land gebe es nicht genügend Standorte, schreiben die Experten in ihrem neuen Bericht. Sie fürchten, dass ansonsten überhöhte Kosten zustande kommen und auf die Verbraucher gewälzt werden. Das Bundeskabinett beschloss den Bericht am Mittwoch.

„In den kommenden Ausschreibungsrunden könnte mangels genehmigter Standorte kein ausreichender Wettbewerb zustande kommen“, warnt die „Monitoringkommission“. Den in den Jahren 2019 und 2020 geplanten Ausschreibungen im Umfang von 4000 Megawatt Windenergie an Land stünden nur Genehmigungen für 1200 Megawatt gegenüber.

Die Hinweise haben große Aktualität. Denn Union und SPD streiten um die Ausschreibungen. Das „100-Tage-Gesetz“, eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), wird deshalb auch frühestens im Herbst den Bundestag passieren. Während die SPD mit Verweis auf den Koalitionsvertrag eine zügige Festlegung der neuen und zusätzlichen Ausschreibungen verlangt, bremst die Union das Verfahren mit der ebenfalls im Koalitionsvertrag stehenden Begründung, zuerst müsse der dafür nötige Ausbau der Stromnetze gesichert sein….

Energiewende: Deutscher Sonderweg ins Abseits

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2018/06/16/energiewende-deutscher-sonderweg-ins-abseits/?utm_source=Das+t%C3%A4gliche+DWN+Telegramm&utm_campaign=de2558fc27-RSS_EMAIL_CAMPAIGN&utm_medium=email&utm_term=0_3752338fa9-de2558fc27-107188761

Energiewende: Deutscher Sonderweg ins Abseits

von Achim Dübel, 16. Juni 2018

Auf dem Wirtschaftstag der CDU konnte in bizarrer Weise beobachtet werden, dass offenbar nur aus dem Ausland die Fehlentwicklungen der Energiewende zu erkennen sind.

Bei einem Forum zur Energiewende auf dem Wirtschaftstag des CDU-Wirtschaftsrats konnte man die Degenerierung unserer politisierten Energiewirtschaft und der gesamten Diskussion um dieses Thema bestaunen.

Das angegebene Thema hieß „Neuausrichtung der Energiewende für einen starken Industriestandort“.

Diskutiert wurde nicht etwa eine Neuausrichtung, sondern ausschließlich das Erreichen neuer, aggressiver, politischer Zielvorgaben beim Ausbau von erneuerbaren Energien (Koalitionsvertrag) bei gleichzeitiger Vermeidung der schlimmsten Konsequenzen für die Unternehmen (Besucher des Wirtschaftstags).

  • Ein Vorstand von E.ON hatte die Gesprächsführung. Das ist schon an sich erstaunlich, da E.ON einer der Hauptleidtragenden der Energiewende war. Der Konzern hat sich aufgrund des politischen Drucks komplett neu aufgestellt. Er verkaufte die grundlastfähigen Kraftwerke auf der Basis speicherbarer (fossiler) Energien an Uniper (inzwischen nach Finnland verkauft – sollen die anderen die politischen Risiken der Unterauslastung der Grundlastinfrastruktur tragen), und mutierte zum reinen Renewables-Konzern mit angeschlossenen Netzen. Kritische Fragen zum Warum und Wie waren deshalb natürlich Fehlanzeige.
  • Die politische Uniformität, ebenfalls in Vollendung, vertrat ein Vorstand von Siemens, der allen Ernstes das von 200-Meter-Windrädern umzingelte Wunsiedel am Fichtelgebirge – bald ebenso unbewohnbar wie das benachbarte Hof – als ökologisches Modellprojekt pries. Irgendwie müssen die Bayern dem schwarzrotgrünen Zeitgeist etwas opfern, und dann am liebsten in den strukturschwachen Regionen ganz am Rande. Natürlich ist Siemens so oder so der große Profiteur der Politisierung: Der Markt für die grundlastfähigen und sauberen Gaskraftwerke sei zwar in der Depression und werde „auch nicht wieder zurückkommen“, aber dafür liefere man natürlich alles andere an Elektrifizierung, was mit dem Drum und Dran von Energiewende und Dekarbonisierung verbunden sei.
  • Zur Phalanx der Gewendeten passte ein zappeliger, junger „Wir-schaffen-das“-Saarland-Ministerpräsident. Offenbar ein bisher unbekannter Nachfahre von Klaus Töpfer und Angela Merkel aus der Quotenwunderzeit.

Folglich kamen die einzigen nennenswerten Diskussionsbeiträge von den Industriekunden und aus dem Ausland:

  • Der CEO von Salzgitter, Stahlproduzent, warnte vor weiter steigenden Preisen und weiteren politischen Vorgaben in Richtung Dekarbonisierung. Er betonte, dass der Strompreis kein politischer, sondern ein marktwirtschaftlicher Preis sein sollte.
  • Der Vertreter des Verbands der Chemieindustrie war eigentlich der einzige Deutsche auf dem Panel, der Tacheles redete und sagte, man solle CO2-Handel betreiben und nicht bestimmte Energieträger bzw. -erzeugungstechnolgoien subventionieren. Natürlich griff der „ergrünte“ E.ON-Mann, aka Diskussionsleiter, diesen frevelhaften Kommentar, anhand dessen man das ganze politisch-wirtschaftliche Drama der deutschen Energiewirtschaft hätte erklären können, nicht auf.
  • Der Vertreter des tschechischen Konzerns EP Energy war der einzige Vertreter einer echten Energiewirtschaft auf dem Panel und sagte in etwa sinngemäß, dass es Tschechien trotz erneuerbarer Energien hier und da überhaupt nicht in den Sinn käme den deutschen Sonderweg mitzugehen und man weiter an fossiler Energie festhalte.

Kein Wunder, erweitert doch nicht nur Tschechien sein bestehendes Atomkraftwerk, sondern baut auch Russland in Königsberg und bald Polen, vielleicht schon direkt an der Oder. Von wo der Wind auch immer weht, ob aus West (Frankreich, Belgien) oder Ost (Tschechien, Ungarn, Slowakei, Polen, Russland) – mit dem Ausstieg der Deutschen wird‘s also nichts, wenn es mal irgendwo knallt. Bekanntlich importiert Deutschland inzwischen in sonnen- und windschwachen Zeiten Strom aus diesen Nachbarländern, worauf der Tscheche auch hinwies, während diese Länder selbst die Spitzen des zappeligen deutschen Stroms abregeln, um ihre Energiewirtschaft vor dem Schicksal E.ONs zu schützen…….

 

Bergstraße: Grüne kritisieren Landrat Engelhardt

https://www.morgenweb.de/bergstraesser-anzeiger_artikel,-bergstrasse-gruene-kritisieren-engelhardt-_arid,1267694.html

Bergstraße: Windenergie Regionalplan heute Thema im Kreistag

Grüne kritisieren Engelhardt

von red, 18. Juni 2018

Bergstraße. Heute steht der Teilregionalplan Windenergie Rhein-Neckar auf der Tagesordnung des Bergsträßer Kreistags – doch schon am Wochenende hat das Thema Wellen geschlagen. „Gegen die eigene CDU-Fraktion, den Koalitionspartner SPD und die Stimmen der Grünen hat der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt bei einer namentlichen Abstimmung in der Regionalversammlung am Freitag als einziger Delegierter zusammen mit FDP und AfD gegen eine Stellungnahme zum Teilregionalplan gestimmt“, kritisiert Thilo Figaj, der für die Grünen in der Regionalversammlung sitzt.

Die Stellungnahme, die von der Oberen Landesplanungsbehörde beim Regierungspräsidium in Darmstadt vorgelegt wurde, setzt sich fachlich mit der den Kreis Bergstraße überdeckenden Planung des Verbandes Region Rhein-Neckar auseinander und stellt die Unterschiede der beiden Planansätze dar. Demnach sind die Mindestflächen mit 20 Hektar in Rhein-Neckar doppelt so groß wie in Südhessen, dafür werden in Südhessen zurzeit zehn Flächen geplant, in Rhein-Neckar dagegen nur fünf.

„Es mag sein, dass diese doppelte Planung in der Öffentlichkeit nicht leicht vermittelbar ist. Sie ist allerdings das Ergebnis eines Staatsvertrages“, so Figaj mit dem Vorstandssprecher der Bergsträßer Grünen, Matthias Schimpf. Mit seinem Nein zur Vorlage habe Engelhardt – als gleichzeitiges Mitglied im Verband Rhein-Neckar – nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen die Interessen des Kreises gestimmt: „Und dies ohne Wortmeldung, wohl in der Hoffnung, dass sein Verhalten weitgehend unbemerkt bleibt.“

BUND: „Verantwortungslos“

Der BUND Bergstraße kritisiert den Antrag der AfD-Fraktion, der heute Thema im Kreistag ist, als verantwortungslos. Demnach soll der Kreis Widerspruch gegen drei Windkraftvorrangflächen im Regionalplan einlegen. „Aus unserer Sicht fehlt dem Antrag insbesondere jeder Hinweis, wie eine schnelle Energiewende ohne den Ausbau der Windenergie gelingen soll. Diese Klimapolitik ist verantwortungslos gegenüber Mensch und Umwelt“, so Kreisverbandssprecher Guido Carl. Der Begründung des AfD-Antrags fehle jegliche sachliche Grundlage. red

 

Böcke als Gärtner*innen im Odenwald und in der Republik

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=4077&cHash=f36dfc15a58c32c62bcf0e5778fe4483

Böcke als Gärtner*Innen?

von Pressedienst Vernunftkraft Odenwald e.V., 15. Juni 2018

SÜDHESSEN / ODENWALD. – Marie-Luise Wolff wurde aktuell zur Präsidentin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW gewählt.

Das veranlasst Peter Geisinger, Vorsitzender der Vernunftkraft Odenwald e.V., zu folgender Feststellung: „Frau Wolff ist Vorstandsvorsitzende der ENTEGA. Dieses Unternehmen ist damit beschäftigt, den Odenwald in eine Windindustrielandschaft umzubauen.

Dr. Stefanie Fey wurde Anfang dieses Jahres als Geschäftsführerin des UNESCO Geo-Naturparks Bergstraße Odenwald bestellt. Ab 2012 hatte sie beim Verteilernetzbetreiber Rhein-Main-Neckar Grundsatzfragen zur Energiewende bearbeitet, hatte die Projektleitung über alle großen Erzeugungsanlagen mit erneuerbaren Energien und übernahm die Vertretung der Unternehmensinteressen bei Gesetzgebungsverfahren.“

Was im Schwachwindgebiet Odenwald hauptsächlich erzeugt werde, seien Profite für Windanlagenhersteller, Projektierer und Grundstücksverpächter.

„Für die Betreiber und Beteiligten an Windkraftanlagen sieht es etwas anders aus: Sie dürfen sich mit minimalen Erträgen begnügen und hoffen, am Ende der 20-jährigen Betriebszeit ihr eingesetztes Kapital überhaupt wieder zu bekommen. Mitleid ist hier allerdings nicht angebracht.“

Dass aber der Windkraftausbau im Odenwald, der unter dem Etikett „Energiewende“ vorangetrieben werde, zur nachhaltigen Zerstörung von Natur- und Kulturlandschaften sowie dem Lebensraum der dort leben den Menschen und Tierarten führe, sei ein zu hoher Preis.

Der ehemalige Staatsminister Michael Naumann (SPD) habe bereits 2011 gesagt: „Die Energiewende ist das unseriöseste Regierungsprojekt aller Zeiten.“

Dies sei treffend: „Allein im Monat Mai betrug die Differenz zwischen Börsenwert von Wind- und Solarstrom und der dafür gezahlten Einspeisevergütung 1,97 Milliarden Euro. Bezahlt wird das von den Stromverbrauchern über die EEG-Umlage.

Diese physikalisch unsinnige, zerstörerische und astronomisch teure politische >Gartenarbeit< kann wohl nur noch mit dem Wahlzettel beendet werden“, befindet Geisinger abschließend.