Widerstand gegen Windindustrie im Vogelsberg

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RIMBACHER LOCHBERG

310 Menschen demonstrierten im Vogelsberg gegen Windkraftanlagen

Einige, wie der ehemalige Bürgermeister und CDU-Stadtverbandsvorsitzende Hans-Jürgen Schäfer, kamen mit dem Fahrrad. © Bernd Götte
Von Bernd Götte, 18. Juli 2021
Der Widerstand gegen Windkraftanlagen auf dem Lochberg nimmt Tempo auf: 310 Menschen trafen sich am Mittwochabend vor Ort, um ihren Unmut über die mögliche Errichtung von Windrädern auszudrücken. Eine Bürgerinitiative wird sich gründen.
Schlitz – Der Quecker Ortsvorsteher Hans Kraft hatte die Veranstaltung in die Wege geleitet und den CDU-Landtagsabgeordneten Michael Ruhl aus Herbstein (Vogelsberg) eingeladen, der Möglichkeiten aufzeigen sollte, wie man den Lochberg am besten frei von Windrädern hält. Fünf Shuttlebusse waren im Einsatz, um die Bürgerinnen und Bürger auf die Höhe zu bringen. Etliche kamen auch mit dem Fahrrad zum Lochberg.
Kraft berichtete, dass die Stadt Schlitz die Verpflichtung zur Errichtung von Windkraftanlagen recht ernst genommen habe. Ziel sei es gewesen, einen Flickenteppich von Windvorrangflächen zu vermeiden. „Das ist ihr nach meiner Meinung mit der Fläche im Berngerod auch gelungen“, meinte Kraft. Damit habe das Regierungspräsidium Gießen den Willen der Stadt akzeptiert. (Lesen Sie auch: Radfahrer erobern die A7 bei Fulda: Polizei-Hubschrauber begleitet Demo-Zug)

Vogelsberg: Windkraft-Demo – Mehr als 300 Menschen versammeln sich auf Lochberg

Wortbrüchig sei dann die Regionalversammlung geworden, die neue Windvorrangflächen am Lochberg im Gegenzug nicht aus den Planungen herausgenommen habe. „Die ländliche Bevölkerung ohne prominente Mitbewohner und ohne sonstige Lobby scheint den Politikern anscheinend nicht am Herzen zu liegen, um es gelinde auszudrücken“, sagte Kraft unter dem Applaus der Anwesenden. Kraft verwies auch auf die Nachbarortschaft Langenschwarz, die durch einen Anlagenbau auf dem Lochberg von Windrädern umzingelt werden würde. Eine Umzingelung der Ortschaften im Unteren Fuldagrund will Kraft auf jeden Fall vermeiden. Vor allem will man sich auch gegen das Heranrücken der Windräder auf bis zu 1000 Meter an die Wohnbebauung wehren. Es gebe starke Anzeichen dafür, dass dies auch die Gesundheit der Anwohner gefährde, machte Kraft anhand einiger Beispiele deutlich…

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