Fachleute erwarten bis zu 20 Prozent höhere EEG-Kosten!

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Bis zu 20 Prozent :

Fachleute erwarten höhere EEG-Kosten

Von Niklas Záboji, 20. April 2020

Die Mechanik der Ökostromförderung könnte den Strompreis für viele Unternehmen und Haushalte weiter steigen lassen – trotz geplanter Entlastungen.

Der krisenbedingte Einbruch der Stromnachfrage könnte Verbraucher in Deutschland noch teurer zu stehen kommen als erste Schätzungen vermuten lassen. Hintergrund ist die Mechanik der Ökostromförderung, wonach dauerhaft niedrige Großhandelspreise die EEG-Umlage in die Höhe treiben, damit Betreiber von Solar-, Windkraft- und Biomasse-Anlagen auf ihre zugesicherte Vergütung kommen.

Zu diesem Schluss kommen Berater von Enplify, der früheren Gesellschaft für Stromwirtschaft, zu deren Kunden viele Industriebetriebe gehören. Sie haben verschiedene Szenarien durchgerechnet mit einem ernüchternden Ergebnis: Nur in der aus ihrer Sicht günstigsten Entwicklung halten sie für möglich, dass die jährlich festgelegte EEG-Umlage auf dem gegenwärtigen Stand von 6,8 Cent je Kilowattstunde verbleibt.

Bleibt der Strompreis im Großhandel hingegen noch viele Wochen sehr niedrig – zwischen Januar und der ersten Aprilhälfte halbierte er sich – werde die EEG-Umlage steigen, in ihrem schlimmsten Szenario sogar auf bis zu 8,3 Cent. Das wäre ein Plus von 20 Prozent…

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