Windrad bei Haltern verliert Rotorblatt – Sperrung der B58

https://www.halternerzeitung.de/haltern/lauter-knall-windrad-an-der-b58-in-haltern-verliert-einen-fluegel-1514231.html

Unfall am Windrad

Windrad an der B58 in Haltern verliert Rotorblatt – Straße gesperrt

von Jürgen Wolter, Elisabeth Schrief, Guido Bludau, Benjamin Glöckner, 20. April 2020

Die Stadt hat gerade eine Pressemitteilung zu dem Vorfall veröffentlicht. Sie geht davon aus, dass die B58 bis mindestens Mittwoch in beide Fahrtrichtungen gesperrt bleiben wird.

Hier die Pressemitteilung im Wortlaut:

„Heftige Windböen haben am Montagnachmittag dafür gesorgt, dass an einem Windrad an der B58, Weseler Straße, ein Flügel abgefallen ist. Die abgebrochenen Teile sind zum Glück lediglich ins Feld und nicht auf die nahe gelegene Bundesstraße und auch nicht auf die Autobahn gefallen. Polizei, Feuerwehr und der städtische Baubetriebshof sperrten das entsprechende Straßenstück. Das bedeutet, dass die B58 zwischen der Autobahn A43 und der Straße Neuer Kamp bis mindestens Mittwoch in beiden Fahrtrichtungen gesperrt bleiben. Erst dann wird ein Kranwagen, der zur Reparatur eines anderen Windrades schon vorher bestellt war, den Schaden beheben bzw. die Stelle sichern. Denn derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass noch weitere Teile herunterstürzen.

Deshalb sollten nicht nur Verkehrsteilnehmer die Stelle meiden, auch Schaulustige sollten in einem Radius von mindestens 500 Meter fernbleiben. Kfz-Fahrer können, wenn sie an der B58 die Autobahn verlassen, nach wie vor in Richtung Haltern am See fahren, ebenso können Autofahrer aus Haltern kommend auf die A43 fahren.“

Wir beenden an dieser Stelle für heute unsere Berichterstattung. Sollte es noch zu aktuellen Entwicklungen kommen, werden wir Sie selbstverständlich darüber informieren.

Aktualisierung 16.45 Uhr:

Es gibt nun eine Stellungnahme vom Mitbegründer der WiKoNo, Markus Nolte: „Dieser Flügelbruch hat für große Aufregung gesorgt. Er geschah für uns vollkommen unerwartet, die Anlage ist ja erst 5,5 Jahre in Betrieb. Im letzten Jahr hatten wir einen Gutachter am Rotor hochgeschickt, da waren nur kleinere Schäden sichtbar. Für mich kommt als Ursache eigentlich nur ein Materialfehler in Betracht, der von außen nicht erkennbar war. Der Wind ist heute schon recht kräftig, die Anlage lief den ganzen Tag auf Vollast. Aber die Windgeschwindigkeit war im Februar schon oft höher. Der finanzielle Schaden hält sich für uns in Grenzen, weil für derartige Anlagen üblicherweise wie auch bei uns ein Vollwartungsvertrag abgeschlossen wird. Durch diesen ist sowohl die Reparatur als auch zum Teil der Ertragsausfall abgesichert.“

Die Schwester-Anlage direkt nebenan steht seit vier Wochen wegen eines Schadens am Rotorlager. Aber ab Dienstag kommt ein großer Kran, wenn es gut läuft, können dann sofort beide Anlagen repariert werden…

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