Der Strompreis erreicht Rekordstand

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Energiepreise:

Der Strompreis erreicht Rekordstand

Windrad in Niedersachsen Bild: dpa

Strom ist in Deutschland so teuer wie noch nie. Die Politik diskutiert über verschiedene Modelle zur Entlastung der Verbraucher. Was bringt welcher Vorschlag?

Von Christian Siedenbiedel, 18. Juli2019

Der Strompreis für Verbraucher in Deutschland hat im Juli einen neuen Rekord erreicht. Das berichten die Internetportale Verivox und Check 24 auf der Grundlage ihrer Datenbanken mit den Preisen von Versorgern übereinstimmend. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden zahlt laut Check 24 im Durchschnitt 1473 Euro, das sind also rund 29 Cent je Kilowattstunde. Das sei ein historischer Höchststand, ein „Allzeithoch“ in Deutschland. Im langfristigen Vergleich bedeute das seit Juli 2007 einen Anstieg der Stromkosten für Verbraucher um rund 50 Prozent: Vor zwölf Jahren zahlten Endkunden für dieselbe Menge Strom noch durchschnittlich 981 Euro. „Der Strompreis jagt von einem Rekord zum nächsten“, sagte Lasse Schmidt, Geschäftsführer Energie bei Check 24. „Jeden Monat wird Strom für Verbraucher ein bisschen teurer, ein Ende ist im Moment noch nicht abzusehen.“

Es gibt jedoch regionale Unterschiede: Im Durchschnitt ist Strom in den neuen Bundesländern aufgrund von höheren Netzentgelten sogar noch etwas teurer als im Westen, der Abstand ist aber über die Jahre schon geschrumpft. Hintergrund waren Folgekosten der Sanierung des ostdeutschen Stromnetzes nach der Wiedervereinigung, sowie die teilweise dünnere Besiedlung mancher ostdeutscher Bundesländer und eine mittlerweile zum Teil schon korrigierte ungleichmäßige Verrechnung der Kosten für den Anschluss von Windparks vor allem im Meer…

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