Bannerflug: „Dem Windwahn erfolgreich entgegen treten“

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Bannerflug: „Dem Windwahn weiter erfolgreich entgegen treten“

Vernunftkraft Odenwald e. V. zeigte erneut Flagge über dem südlichen Odenwald

Von Dr. Ralph Willenbücher, 27. Juni 2021

ODENWALD / OBERZENT. – In der Oberzent versuchen derzeit verschiedene Windkraftentwickler, ihre Projekte zu realisieren. Auf dem Höhenzug Finkenberg westlich von Falken-Gesäß sollen neun 250 m hohe Windindustrieanlagen gebaut werden. Am Katzenwinkel bei Etzean hat der Windprojektierer JUWI für zunächst drei Windindustrieanlagen eine Genehmigung beantragt und setzt mit seinen Rechtsanwälten die Stadt unter Druck, die Zuwegung zu genehmigen. Weitere Projektierer sind in Rothenberg unterwegs, um auch dort riesige Anlagen zu errichten.

Um die Bevölkerung jetzt auf die brisante Lage aufmerksam zu machen, hat Vernunftkraft Odenwald e. V. am gestrigen Samstagnachmittag, 26. Juni, einen Bannerflug über die besonders betroffenen Gebiete durchgeführt. Von Michelstadt kommend überflog die Maschine mit dem weithin sichtbaren Banner mit der Aufschrift „Stoppt den Windwahn“ zunächst Beerfelden, Etzean, Airlenbach und Falken-Gesäß. Die weitere Route führte nach Rothenberg, weiter nach Wald-Michelbach und zurück über Mossautal.

Die Flugroute zeigte sehr schön, welche Odenwälder Höhenzüge mit heute wunderschönen intakten Waldflächen durch die grüne Umweltzerstörung in Windindustriebrachen umgewandelt werden sollen. Wie so etwas aussehe, könne sich jeder im Hunsrück oder in Norddeutschland ansehen. Lebenswert sei es inmitten von zig Windindustrieanlagen jedenfalls nicht mehr, heißt es in einer Pressemitteilung von Vernunftkraft Odenwald.

In den vergangenen neun Jahren habe sich die Oberzent trickreich dieser Zerstörung ihrer herrlichen Landschaft entziehen können. Die Stadtverordneten (Ausnahme die Grünen) haben fast einstimmig beschlossen, keine Flächen für Windkraft zur Verfügung zu stellen.

Sie stünden damit selbstbewusst in der Tradition des südlichen Odenwaldes, „in dem die Menschen schon immer gewohnt waren, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und nicht einfach in blinder Duldungsstarre den Anweisungen der Obrigkeit zu folgen“.

Dies belegen zahlreiche Beispiele aus der Geschichte. „So wurden schon im 30-jährigen Krieg schlimme Übergriffe verhindert; oder als vor über 200 Jahren die Erbacher Grafen das Beerfeldener Kirchenfenster gestohlen hatten, dauerte es nicht lange, bis sie eine leidvolle Bekanntschaft mit einer stattlichen Delegation aus dem Beerfeldener Land machen durften.

Mit Mistgabeln, Sensen und Dreschflegeln bewaffnet, statteten die Beraubten den Herrschaften einen Besuch ab, sodass das Fenster kurzfristig wieder an seinen angestammten Platz in der Beerfeldener Martinskirche zurückkehren konnte. Selbst Napoleon ersparte sich diverse Scherereien, als er seine Grande Armée um den südlichen Odenwald herum nach Osten führte. Und so haben sich auch in den vergangenen Jahren diverse Windkraftprojektierer in der Oberzent ihre Zähne ausgebissen.“

Der Bannerflug habe nochmals ein Zeichen gesetzt, „dass die Oberzent auch weiterhin alles unternimmt, um eine Umwandlung ihrer herrlichen Wälder in nutzlose Windindustriegebiete zu verhindern, die unter dem Deckmäntelchen eines vermeintliches Klimaschutzes nur dem Abgreifen von Subventionen, durch einige Wenige zu Lasten von uns allen dienen.“

 

2 Gedanken zu „Bannerflug: „Dem Windwahn erfolgreich entgegen treten““

  1. Der Odenwald gehört zu den schönsten Landschaften Deutschlands. Das war einer der Gründe, warum meine Familie vor 45 Jahren den Odenwald als künftige Heimat wählte. Mein Beruf als Pilot der Lufthansa machte eine Entscheidung notwendig – entweder in der alten Heimat in der Mitte Niedersachsens zu bleiben und damit zu jedem Flugeinsatz von weither zu pendeln, oder im Raum Frankfurt zu siedeln. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten, insbesondere dem Dialekt im südlichen Hessen, der ungewohnten Ernährung – ich sage nur Handkäs‘ mit Musik – der ungewohnten Hügellandschaft, der völlig anderen Bauweise als in Norddeutschland konnten wir nicht zuletzt durch die liebenswerte dörfliche Bevölkerung recht schnell überwinden. Wir haben Land und Leute in all ihren Facetten lieben gelernt.
    Und jetzt?
    Das eben gesagte gilt nach wie vor. Man ist 50 Jahre älter geworden, die Kinder sind natürlich HIER zu Hause, auch wenn sie gern zu Besuch bei der Verwandtschaft im Norden sind. Unsere Heimat ist Reinheim im Odenwald. Hier haben wir unsere Freunde, hier erleben wir eine wunderbare Natur und eine harmonische Kulturlandschaft, hier begegnet uns die Vergangenheit in Form von unzähligen Burgruinen, eng bebauten Dörfern und unzähligen Fachwerkhäusern, ja, selbst die gewöhnungsbedürftige hessische Küche lieben wir. Ob Handkäs‘ mit Musik oder Odenwälder Schlachtplatte, wir sind Hessen geworden!
    Und nun soll diese wunderbare Landschaft zerstört werden, mit Windkraftanlagen: 400 dieser Monster sind geplant, mitten in der schönsten Landschaft!
    Ich finde das widerwärtig, ja, verbrecherisch! Als ich vor einigen Jahren davon erfuhr, bin ich sogleich dem von meinem früheren Kollegen Peter Geisinger geführten Verein „Vernunftkraft Odenwald e.V.“ beigetreten, um diese furchtbare Entwicklung verhindern zu helfen. Ich will nicht von hier wegziehen müssen, weil man mir meine neue Heimat zerstört. Ich will, daß diese Landschaft in ihrer wunderbaren Ursprünglichkeit erhalten bleibt.
    Darum begrüße ich jede Aktion, ob Autokorso oder Bannerflüge, die helfen, die Aufmerksamkeit der hiesigen Bevölkerung auf dieses Verbrechen an Mensch und Natur zu lenken.

    Ich kann nur hoffen, daß sich ein nicht zu überwindender Widerstand gegen eine derartige Politik formiert. Ich kann nur hoffen, daß die Damen und Herren Politiker das große Fracksausen bekommen und schlußendlich von ihrem verbrecherischen Tun ablassen.
    Ich kann nur hoffen, daß die Presse endlich aufwacht und wieder zur umfassenden und wahrheitsgemäßen Berichterstattung zurückkehrt. Framing hat in einer Demokratie, die auf Kritiker zwingend angewiesen ist, nichts zu suchen. Vom früheren Bundespräsidenten Walter Scheel stammt folgende Aussage: „Kritik ist das Elixier der Demokratie!“ Wie wahr!

    Ich kann nur hoffen, daß wieder Vernunft und wissenschaftliches Handeln und Denken Einkehr hält.
    Ich kann nur hoffen, daß seriöse Wissenschaftler ihre Erkenntnisse ohne Druck aus der Politik publizieren können und Sanktionen gegen Kritiker des derzeitigen Narrativs vom „menschengemachten Klimawandels“ unterbleiben, kurz: Die Freiheit von Forschung und Lehre muß wieder zur Geltung kommen.

    Ich hoffe, daß auch künftig Bannerflüge stattfinden, daß die Leute dann nach oben schauen und zum kritischen Nachdenken angeregt werden.

    In diesem Sinne wünsche ich meinem Freund Peter Geisinger und dem VkO ein erfolgreiches Wirken. Keine Windkraftanlagen im Odenwald!
    Sie bringen rein gar nichts, weder für Natur und Umwelt noch für das Klima. Sie zerstören Landschaften und plündern nur die Geldbörsen der vom Strom abhängigen Menschen zu Gunsten skrupelloser Investoren.

    Gerhard Schwecke

  2. Diese ach so tolle Energiewände mit den ach so tollen Windrädern, sind das größte Verbrechen an Mensch und Tier seit dem zweiten Weltkrieg.

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