Habeck, das Windrad und der Bürger…

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Analyse von Ulrich Reitz

Habeck, das Windrad und der Bürger: Er plant den Abschied von einer urgrünen Vision

13. Januar 2022

Olaf Scholz hat den Start der Ampelkoalition verstolpert – und seine Impfversprechen nicht gehalten. Nun ist der wichtigste grüne Minister an der Reihe, die Ampel auf Grün zu stellen. Robert Habeck inszeniert seine Klimawende als große Wette. Kann das klappen?

Wie soll man erklären, was sich der Bundesklimaminister da vorgenommen hat, und ob Robert Habeck eine Chance hat, das am Ende in Deutschland auch durchzusetzen? Wovon abhängt, ob er beim angeblich wichtigsten Vorhaben der Ampelregierung scheitert – und Deutschland mit ihm. Vielleicht so: 

In Bayern muss der Abstand zwischen einem Windrad und der nächsten Ortschaft mindestens zehn mal so groß sein wie ein Windrad hoch ist. Bei einer 200 Meter hohen Windmaschine heißt das: zwei Kilometer Abstand. Seit mehr als sieben Jahren ist das so, was zur Folge hat, dass Windkrafträder in Bayern nicht mehr gebaut werden. 

Ohne neue Windräder ist die Energiewende der Ampel aber: tot. Deshalb sagt Habeck: Abstandsregeln wie in Bayern „können nicht länger bestehen bleiben“…

…auch mit einem anderen grünen Dogma räumt Habeck auf. Ein Rotmilan soll ein Windrad nicht mehr stoppen können. Klima zuerst heißt: Artenschutz erst danach. Man sieht: Der Klimaschutz enthält ein Teil-Dementi urgrüner Umweltpolitik. Das ist das eine Bemerkenswerte daran…

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