TÜV: Windrad-Unfälle sind Gefahr für Leib und Leben

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TÜV-Verband: Windrad-Unfälle sind Gefahr für Leib und Leben

TÜV-Verband warnt: Es sei nur eine Frage der Zeit, bis bei einem Windrad-Unfall „Menschen zu Schaden kommen“. Die Windbranche kontert: Der TÜV verfolge wirtschaftliche Interessen.

Umfaller

Birgt Gefahrenpotenzial: Im Dezember 2016 knickte bei Bockelwitz (Sachsen) ein 95 Meter hohes Windrad um. Archivfoto: dpa

von Ralf Heidenreich, 2. November 2018

WIESBADEN/MAINZ – Knapp 30 000 Windräder stehen im bundesdeutschen Binnenland und produzieren Strom. Davon 865 in Hessen und fast doppelt so viele in Rheinland-Pfalz (Stand Ende 2017). Ab und an hört man von Unfällen. Sei es, dass eine Anlage brennt, ein Rotor abbricht oder vielleicht der Turm einknickt. Einzelfälle, sagt die Windbranche. Der TÜV sieht das anders – und schlägt Alarm. Nach Berechnungen des TÜV-Verbandes kommt es zu rund 50 gravierenden Schäden an Windenergieanlagen pro Jahr.

„Sicherheitsrisiko für Menschen und Umwelt“

Die oben beschriebenen Unfälle seien „ein Sicherheitsrisiko für Menschen und Umwelt, zumal Windparks immer näher an Straßen und Siedlungen heranrücken“, sagt Joachim Bühler, der Geschäftsführer des TÜV-Verbandes. Es sei nur eine Frage der Zeit, „bis bei einer Windrad-Havarie Menschen zu Schaden kommen“. Der Verband fordert daher, Windräder wie Tankstellen oder Aufzüge in die Betriebssicherheitsverordnung aufzunehmen und mindestens alle zwei Jahre nach verbindlichen Vorgaben und von unabhängigen Prüfern zu checken.

Für die Windbranche sind diese Vorwürfe jedoch nicht mehr als ein Sturm im Wasserglas. So zweifelt der Bundesverband Windenergie (BWE) die TÜV-Zahlen zu den Unfällen an. „Hier werden Fakten negiert, um mit Ängsten den Boden dafür zu bereiten, eigene wirtschaftlich begründete Forderungen durchzusetzen“, betont BWE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm. „Bisher gab es noch keine Personenschäden und wir sehen auch nicht, dass das passieren könnte“, ergänzt BWE-Sprecher Christoph Zipf. Zwischen den Zeilen heißt das: Der TÜV will sich nach Ansicht des Verbandes lediglich dauerhaft Aufträge sichern.

Beim TÜV-Verband schüttelt man darüber nur den Kopf. „Wir überlegen uns sehr genau, für welche Produkte oder Anlagen wir Prüfungen fordern. Und bei Windrädern sehen wir dafür eine dringende Notwendigkeit“, betont Maurice Shahd, der Pressesprecher des TÜV-Verbandes. „Die TÜV-Organisationen stehen in der Verantwortung, auf Risiken hinzuweisen, bevor Menschen zu Schaden kommen.“…

 

Ein Gedanke zu „TÜV: Windrad-Unfälle sind Gefahr für Leib und Leben“

  1. Wenigstens der TÜV versucht noch für Sicherheit zu Sorgen. Bei der Windindustriebranche hat der Mensch sowie die Tiere leider keinen Stellenwert. Es zählt nur der Profit!!!! Ob der Mensch dabei durch zu geringe Abstände der Windindustrieanlagen zu bebauten Wohnsiedlungen, durch Dieseltanks im Wasserschutzgebiet, durch Arsen der aus dem Schotter ausgeschwemmt wird, durch den enormen Druck der Betonfundamente und der Anlage auf die Wasseradern, durch die Blinklichter, durch den hörbaren Schall der Rotorenblätter, durch den Infraschall der durch den Boden bis in die Wohnhäuser eindringt, auf Munitionsgelände , direkt am Strassenverkehr mit teilweise störendem Windschatten, Zerstörung unserer Wälder ,
    Bedrohung durch Eiswurf im Winter und brennende Anlagen, man bedenke einen Sommer wie diesen mit grosser Trockenheit. Dann macht sich der TÜV stark für die Überprüfung und bekommt die Unterstellung sich nur einen weiteren Auftrag zu sichern!!!! Und die Antwort von BWE-Geschaeftsfuehrer Wolfram Axthelm.“BISHER GAB ES NOCH KEINE PERSONNENSCHAEDEN und wir sehen auch nicht dass das passieren könnte.“ Da schlucke ich an jedem Buchstaben

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