Studie: Strompreis steigt bis 2030 um 50 Prozent

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CO2- UND ERDGASPREISE

Studie: Strompreis steigt bis 2030 um 50 Prozent

Steigende CO2- und Erdgaspreise sorgen in den kommenden Jahren für einen massiven Anstieg der Stromgroßhandelspreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine Prognos-Studie. Die Wirtschaft ist alarmiert.
StromzählerPrivate Haushalte zahlen in Deutschland im europäischen Vergleich die höchsten Strompreise. Auch das Strompreisniveau für Industriekunden ist hierzulande hoch.

Von Klaus Stratmann, 10. Mai 2021

Berlin. Die Preise im Stromgroßhandel werden einer Studie des Beratungsunternehmens Prognos zufolge bis 2030 um rund 50 Prozent steigen, und zwar ohne Steuern und Abgaben von derzeit etwa vier auf sechs Cent je Kilowattstunde. Treiber des Anstiegs sind steigende CO2- und Erdgaspreise. In Auftrag gegeben hat die Studie, die dem Handelsblatt vorliegt, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW).

Der Stromgroßhandelspreis ist nicht identisch mit dem Preis für Endkunden. Er macht nur einen kleinen Teil des Endkundenpreises aus. Der Strompreis für private Haushalte liegt hierzulande bei rund 30 Cent je Kilowattstunde; der größte Teil dieser 30 Cent ist auf staatlich vorgeschriebene Abgaben, Steuern und Umlagen zurückzuführen. Deutsche Haushalte zahlen im europäischen Vergleich seit Jahren die höchsten Strompreise.

Für Großverbraucher aus der Industrie gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Entlastungen, etwa bei den Netzentgelten, bei der Stromsteuer oder bei der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dennoch ist das Stromeisniveau auch für die Industrie in Deutschland im weltweiten und im europäischen Vergleich hoch…

(Foto: dpa)

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