Dossenheim: Protestzug gegen Windkraft

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Protestzug in Dossenheim

Windkraftgegner machten erneut ihrem Unmut Luft

„Gelebter Nonsens auf Kosten der Natur“ – Anlagen rechneten sich nicht einmal finanziell

Klare Kante gegen Windkraft (v.l.): Richard Leiner (Gründer von „Rettet den Odenwald“, stehend), Martina Gaudes (Vorsitzende von „Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach“) und der Heiligkreuzsteinacher Gemeinderat Johannes Frick. Foto: Alex

Von Doris Weber, 13. Mai 2019

Dossenheim. Trotz Regens sind am Samstag rund 70 Menschen dem gemeinsamen Aufruf der Bürgerinitiativen „Rettet den Odenwald“ und „Lebenswerter Odenwald Heiligkreuzsteinach“ zu einer Protestwanderung auf Dossenheimer Gemarkung gefolgt. Die Route der Teilnehmer führte vom Parkplatz „Langer Kirschbaum“ bis zum Weißen Stein, dem Hausberg der Bergstraßengemeinde. Die dort geplante Kundgebung wurde wegen des Wetters in die gleichnamige Höhengaststätte verlagert. Richard Leiner, Geograf und Sprecher der Odenwaldretter, erklärte im Trockenen, warum man insbesondere an diesem Standort gegen Windkraftanlagen ist.

Vertreter der Bürgerinitiative „Greiner Eck“ aus Neckarsteinach, wo inzwischen die ersten fünf Anlagen entstanden sind, zeigten anhand von Bildern, welche – aus ihrer Sicht – naturzerstörende Veränderungen Bau und Betrieb der Windräder mit sich bringen. Dass diese von den zuständigen Behörden in einem FFH-Schutzgebiet genehmigt wurden, stößt weiter auf Unmut. Es wurde bei dem Treffen daran erinnert, dass sich die Anlagen im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald befänden, einem der ältesten Naturparks überhaupt. 2015 ist dieser von der Unesco aufgenommen worden und trägt seither den Titel „Unesco Global Geopark“. Das zuletzt gezeigte Bild vom Hirschhorner Schloss mit Windrädern als Kulisse warf nach Meinung der Teilnehmer ein bizarres Licht auf den Denkmalschutz…

 

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