Enercon streicht bis zu 3000 Stellen

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Windenergie :

Enercon streicht bis zu 3000 Stellen

Die Windenergie steckt in Deutschland in einer Krise. Immer mehr Unternehmen müssen aufgrund einer schlechten Auftragslage Stellen abbauen. Der Branchenverband spricht von einem „letzten Weckruf“.

Das Unternehmen hat zuletzt so weniger Windenergieanlagen installiert, wie Anfang der neunziger Jahre. Bild: Helmut Fricke

Von Christian Müßgens, Hamburg,

Die deutsche Windbranche steht vor weiteren harten Einschnitten. Wie am Freitag bekannt wurde, will der Anlagenhersteller Enercon bis zu 3000 Stellen streichen. Grund ist die schwache Auftragslage, die dazu führt, dass der Konzern für die mit ihm kooperierenden Werke für Rotorblätter in Aurich und Magdeburg keine Aufträge mehr hat. Auch in der Konzernzentrale sollen Stellen wegfallen. „Uns bleibt keine Wahl“, ließ sich der Geschäftsführer Hans-Dieter Kettwig zitieren. „Nur mit der konsequenten Neuausrichtung können wir unsere wirtschaftliche Lage verbessern und unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.“…

Schuld an der Krise sei die Bundesregierung, deren Energiepolitik zu einem Einbruch des Markts für Windräder an Land geführt habe. „Die aktuelle Energie- und Klimapolitik gefährdet nicht nur über Jahre aufgebautes Know-how und Arbeitsplätze in unserer Branche, sondern auch den Klimaschutz und die Energiewende insgesamt“, sagte Kettwig.

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