https://eike-klima-energie.eu/2026/04/29/energiepolitik-in-europa-mit-vollgas-an-die-wand/
Von Evert Dornhoof, 29. April 2026
Was macht man, wenn man merkt, dass man in die falsche Richtung fährt? Man tritt auf die Bremse, oder? In Europa ist das nicht der Fall. Stattdessen reagieren die europäischen Staats- und Regierungschefs mit noch mehr Gas und setzen auf eine Energiewende, die noch schneller, ehrgeiziger und radikaler ist. Unterdessen häufen sich die Probleme. Ein Überblick über die wichtigsten Fakten lässt einen verzweifelt fragen: Warum tritt niemand auf die Bremse?
Die Signale in Europa sind glasklar. Die Energiepreise sind strukturell höher als in den Vereinigten Staaten; das Stromnetz kommt zum Erliegen; die Industrie verlässt Europa; und die Abhängigkeit von Importen wächst. Das sind keine Einzelfälle. So funktioniert das System. Und dennoch hallt es aus Brüssel und Den Haag unverdrossen: Lasst uns den Prozess beschleunigen!
Das ist nicht Pech, sondern Politik
In den letzten Jahren hat sich Europa bewusst dafür entschieden:
• Kernkraftwerke stillzulegen
• die heimische Gasförderung auslaufen zu lassen
• zuverlässige Energiequellen durch wetterabhängige Alternativen zu ersetzen
Dies ist keine technische Entwicklung, sondern eine politische Entscheidung. Diese Entscheidung basiert auf der Annahme, dass es eine Klimakrise gibt, die schnelle und drastische Maßnahmen erfordert. Diese Annahme ist jedoch keineswegs sicher – und wird selten ernsthaft hinterfragt. Unsere Weltklima-Deklaration (WCD) – die mittlerweile von 2.062 Experten unterzeichnet worden ist – stellt ausdrücklich fest, dass es keine Klimakrise gibt, die diese Politik rechtfertigt. Damit entfällt auch die Notwendigkeit einer überstürzten Energiewende.
Frankreich vs. Deutschland: Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis
Innerhalb Europas ist die Lage eindeutig. Frankreich hat sich für die Kernenergie entschieden mit folgenden Konsequenzen: Rund 70 % des Stroms werden in Kernkraftwerken erzeugt; das System ist stabil und berechenbar, und die CO₂-Emissionen pro kWh sind gering.
Deutschland hingegen entschied sich für die Energiewende, in deren Rahmen Kernkraftwerke stillgelegt sowie Hunderte Milliarden in Wind- und Solarenergie investiert worden sind. Die Energiepreise sind höher als in Frankreich und – ironischerweise – ebenso die CO₂-Emissionen.
Selbst innerhalb der Logik der Klimapolitik ist die Schlussfolgerung unbequem: Deutschland schneidet schlechter ab als Frankreich, und das bei deutlich höheren Kosten. Das ist kein subtiler Unterschied. Es ist ein grundlegendes Versagen der Politik…