Die Energie-Industrie muss Strom immer häufiger verschenken

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Negativer Strompreis

Die Energie-Industrie muss Strom immer häufiger verschenken

In Deutschland wird immer wieder überschüssiger Strom im Großhandel verschenkt – oder mit Bonus verramscht. Dabei markiert das Jahr 2019 einen Rekord.
Windpark vor der Nordseeküste

Die Schwankungen in der Stromproduktion verursachen auch Schwankungen beim Marktpreis. (Foto: dpa)

Von Klaus Stratmann, 3. Januar 2020

Berlin Der 8. Juni des vergangenen Jahres war für den Stromgroßhandel ein besonderer Tag: An jenem Samstag fiel der Preis im kurzfristigen Stromgroßhandel nicht nur in Richtung Null-Linie, sondern noch deutlich darüber hinaus: Wer am 8. Juni zwischen 14 und 15 Uhr bereit war, eine Megawattstunde (MWh) Strom abzunehmen, erhielt 90,01 Euro als Belohnung.

Dieser Wert markiert nach Auswertungen der Bundesnetzagentur den höchsten negativen Strompreis des vergangenen Jahres. Im Jahr zuvor hatte der Spitzenwert 76 Euro betragen.

Negative Strompreise sind seit September 2008 an der Strombörse zulässig. Sie treten seitdem immer wieder auf. Dabei markiert das Jahr 2019 einen Rekord. Nach Auswertungen der Bundesnetzagentur, die dem Handelsblatt vorliegen, gab es 2019 insgesamt 211 Stunden mit negativen Preisen im kurzfristigen Stromgroßhandel – mehr als je zuvor.

2018 waren es 134 Stunden, 2017 lag der Wert bei 146 Stunden, nach 97 und 126 Stunden in den Jahren zuvor. Vor 2015 waren die Werte durchgehend niedriger, sie bewegten sich zwischen 15 und 71 Stunden…

 

 

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