Dekarbonisierung – praktisch vorbei?

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Von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, 13. Februar 2026

Donald Trump hat veranlasst, dass die USA CO2 nicht mehr als gesundheitsschädlich einstufen. „Dies wird die größte Deregulierungsmaßnahme in der amerikanischen Geschichte sein“, ließ er mitteilen. Friedrich Merz fordert – eine Nummer kleiner – die C02-Bepreisung zu verschieben. Hier aus aktuellem Anlass eine Bestandsaufnahme unseres Wissen zum Thema CO2 in drei Teilen.

Welche Länder betreiben Klimaschutz?

Wetter und Klima bestimmen unser persönliches Wohlbefinden, CO2 bestimmt das Wohlbefinden unserer Industrie und unseres Wohlstands. Ohne CO2-Emissionen ist keine international wettbewerbsfähige Industrie möglich. Die Herstellung industrieller Produkte und Gebrauchsgegenstände ist unabdingbar mit anthropogener CO2-Erzeugung aus der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas verbunden, dem gleichen CO2 wie es etwa beim Verrotten von Pflanzen im Humus gespeichert wird. CO2, mit heute etwa 0,04 Volumenprozent in der Erdatmosphäre, ist dort zwar nur ein Spurengas. CO2 wirkt zudem global erwärmend, so entstand die Hypothese von seiner Klimaschädlichkeit. Länder wie Deutschland, die diese Hypothese als real einstufen, betreiben Klimaschutz, oder genauer Dekarbonisierung durch hohe CO2-Bepreisung. 

Weltweit hat freilich Klimaschutz seinen Höhepunkt überschritten. Vor der Präsidentschaft Donald Trumps waren 20 Prozent der Weltbevölkerung von Klimaschutzmaßnahmen betroffen, ohne die USA bleibt nur noch eine Minderheit von 15 Prozent übrig, vor allem in der EU, England, Japan, Australien und Kanada. 85 Prozent mit China und Indien voran nutzen uneingeschränkt preisgünstige fossile Energien. Sie setzen auf industrielles Wachstum mit der Auffassung, dass „Industrielle Entwicklung und Klimaschutz mit vernünftigen Kosten unvereinbar seien!“ Professor André Thess, Energieexperte und Institutsleiter an der Universität Stuttgart, schätzt, dass die komplette Dekarbonisierung Deutschlands bis 2045 10 Billionen Euro kosten würde (hier). Die Fachzeitschrift für Ökonomie, Frontier Economics, nennt 5 Billionen Euro im gleichen Zeitraum nur für die deutsche Energiewende (hier)… 

 

 

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