https://www.achgut.com/artikel/deutschland_als_industriegebiet_der_energiewende
Von Manfred Haferburg, 3. Oktober 2026
Ob im Wattenmeer, im Hochsauerland oder im hessischen Märchenwald – es wird von den einst so schönen Kulturlandschaften nicht viel übrig bleiben. Die deutsche „Energiewende“ fordert als Preis immer mehr Land für immer mehr Solaranlagen und Windparks. Jetzt kommen noch die weltgrößten Windräder hinzu. Die sind fast so schön wie der einst geplante „Reichskraftturm“.
Am 29. September 2026 gegen 20:00 Uhr war der Strombedarf in Deutschland von tagsüber 76 Gigawatt auf 56 Gigawatt gesunken. Die Leute hatten Feierabend, und die meisten waren zu Hause. Die liebe Sonne war untergegangen, und die fünf Millionen Solarpaneele lieferten keinen Strom. Die Abendbrise hatte sich schlafen gelegt, und die 31.000 Windräder erzeugten ganze sechs Gigawatt. Die konventionellen Kraftwerke hatten ihre Leistung schnellstmöglich auf 33 Gigawatt hochgefahren. Die Speicher konnte man nicht nutzen, da sie nach einer guten Stunde alle leer sein würden. Also importierte Deutschland um 20 Uhr fast 11 Gigawatt Strom aus den Nachbarländern. Wäre der Strom nur aus Frankreich gekommen, hätten zehn französische Kernkraftwerke ausschließlich für Deutschland gearbeitet. Gekostet hat der Spaß stolze 257 Euro pro Megawattstunde und das, obwohl der Wind keine Rechnung schickte. 60 Euro pro Megawattstunde wären normal gewesen.
Zwischen Berlin und Dresden entsteht gegenwärtig in Schipkau die höchste Windenergieanlage der Welt. Der „GICON-Höhenwindturm“ nutzt die vermeintlich starken und stetigen Höhenwinde in 365 Metern Höhe. Das Windrad ist nur ein paar Meter niedriger als der Berliner Fernsehturm und deutlich höher als der Pariser Eiffelturm. Jeder der drei Windflügel ist länger als eine Boeing 737…