Windräder-Konzentration im Odenwald

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Windräder-Konzentration im Odenwald

Zahlreiche weitere Windräder-Standorte sollen nach Vorstellungen des Regierungspräsidiums im Odenwald entstehen. Das Wort hat nun die Regionalversammlung.

Windräder-Konzentration im Odenwald

von Gerhard Grünewald, 16. November 2018

ODENWALD – Das Darmstädter Regierungspräsidium schlägt der Regionalversammlung vor, in ihrer Dezember-Sitzung rund 12 500 Hektar und damit 1,7 Prozent der Freifläche Südhessens für die Bebauung mit Windrädern freizugeben. Geschehen soll das mit dem Beschluss des Teilplans für die Nutzung Erneuerbarer Energien innerhalb des Regionalplans, dessen Entwurf inzwischen die zweite Beteiligungsrunde durchlaufen hat. Herbeigeführt haben die Stellungnahmen von Behörden und Bürgern hier eine Reduzierung des potenziellen Baulands um 2400 Hektar, die vornehmlich in Taunus und Wetterau gestrichen wurden. Der Odenwald dagegen steht vor einer nur wenig nach unten korrigiertem Flächenbelegung.

Hier sollen nach den jüngsten Erschließungen oder Erweiterungen von Windräder-Plätzen wie am Greiner Eck, auf dem Stillfüssel und dem Kahlberg sowie bei Roßdorf und Groß-Umstadt zwar die Kreise Bergstraße und Darmstadt-Dieburg nur noch ganz vereinzelt Geländestreifen einbringen. Dem Odenwaldkreis allerdings wird ein Beitrag von 3,7 Prozent seiner Gesamtfläche abverlangt. Von den derzeit drei Standorten Hainhaus bei Breitenbrunn und Vielbrunn, Felgenwald zwischen Vielbrunn und Eulbach sowie Geisberg zwischen Mossautal und Erbach mit insgesamt 16 Anlagen soll die Windräder-Ausbreitung auf 18 Gebiete mit Platz für rechnerisch bis zu 350 Flügelmasten ausgedehnt werden…

Die umfassenderen Belegungsabsichten der Regionalplanung betreffen vor allem folgende Gegenden:

Oberzent/Wald-Michelbach/ Grasellenbach:
Bisher von in den vergangenen Jahren verwirklichten Windparks knapp jenseits ihrer Grenzen tangiert (Greiner Eck, Stillfüssel, Kahlberg), soll die Odenwaldkreis-Stadt Oberzent in ihrem Gebiet Anlagen auf der Hirschhorner Höhe zwischen Beerfelden und Rothenberg, auf dem Finkenberg bei Finkenbach und im Katzenwinkel bei Etzean tragen. Erfassen soll die Windräder-Belegung zudem die Hochfläche im Gebiet Brombach/Schönmattenwag und eine verbleibende Fläche bei Wald-Michelbach.

Reichelsheim/Mossautal/ Fürth/Lindenfels:
Vom bestehenden Windpark auf dem Kahlberg bei Fürth/Kreis Bergstraße wollen die Planer eine weitläufige Anlagen-Ansammlung entwickeln, die sich über den Lärmfeuer-Höhenrücken über die Hoschbachshöhe bis kurz vor den Morsberg zieht. Parallel dazu soll auch der westlich gelegene Kamm rund um den Stotz-Buckel bebaut werden.

Erbach/Michelstadt/Vielbrunn:
Vorgesehen ist eine weitere Ausdehnung des teilerschlossenen Felgenwald-Gebiets Richtung Weiten-Gesäß/Stadtmitte, dazu die Verwendung des stadtnahen Kornbergs beim Wohnplatz Habermannskreuz und des Habrichs in Richtung Zell. Die bestehende Fläche beim Hainhaus soll nach Südosten auf Vielbrunn zu erweitert werden.

Bad König/Brombachtal:
Für Windräder freigeben will der RP die Momarter Höhe, den Eichels in Richtung Kirchbrombach und das Gebiet Hardtberg/Heidenberg an der Grenze mit Rimhorn.

Breuberg/Lützelbach/Groß-Umstadt:
Zur großräumigen Erschließung vorgesehen sind Arnheiter Höhe und Querberg zwischen Rai-Breitenbach und Lützel-Wiebelsbach. Deutlich in Richtung Höchst/Breuberg ausgreifen soll zudem die Erweiterung des Groß-Umstädter Windräder-Standorts auf das Gebiet der klassischen Waldverbindung „Frankfurter Straße“.

Ein Gedanke zu „Windräder-Konzentration im Odenwald“

  1. Was tut der Kreis Bergstraße und die Gemeinde Fürth gegen diesen wiedersinnigen Ausbau der Windkraft. Warum wurde der Taunus und die Wetterau weitgehend ausgespart?
    Wohnungen der Oberschicht von Frankfurt ???

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