Vielbrunn: Ortsbeirat fordert Verweigerung des WKA-Baus

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Michelstadt soll Windradbau verweigern

Vielbrunner Ortsbeirat findet reges Interesse mit Beratung eines Antrags zur Errichtung eines weiteren Rotors im Felgenwald.

Die beiden neuen Windräder bei Vielbrunn aus der Luft. Archivfoto: Harald Melzer

von Christian Raabe, 24. Januar 2019

VIELBRUNN – Wichtigstes Thema des Vielbrunner Ortsbeirats unter Vorsitz von Ortsvorsteherin Anna Allmann war in der jüngsten Sitzung ein drittes Windrad im Felgenwald. Zwei weitere Themen der Tagesordnung, Standort der „Roten Tonnen“ (Behältnis zum Entsorgen von Batterien) und ein Programm zur Dorferneuerung wurden eher beiläufig abgehandelt. Vor Sitzungsbeginn wurden Stühle und Bänke zusätzlich aufgestellt, denn mehr Bürger als erwartet waren gekommen. Auch aus den umliegenden Ortschaften Würzberg, Boxbrunn und Weiten-Gesäß waren interessierte Bürger da.

Nabenhöhe der Anlage beträgt 166 Meter

Ortsvorsteherin Allmann bezifferte Maße und Bauaufwand der neuen Windkraftanlage (WKA) des Energieerzeugungs-Spezialisten „whs-Enertec“ (WHS): Die Nabenhöhe der Anlage beträgt 166 Meter, der Rotordurchmesser 150 und die Gesamthöhe 241 Meter. Der Standort dieser Anlage liegt in nördlicher Verlängerung der beiden bestehenden Anlagen etwa 1200 Meter von den ersten Häusern in Vielbrunn und 600 bis 700 Meter vom Tiefbrunnen entfernt, der Vielbrunn mit sauberem Trinkwasser versorgt.

Der Ortsbeirat fordert von der Stadt Michelstadt, sich gegen die Errichtung einer weiteren WKA im Felgenwald auszusprechen. Er begründet die Ablehnung mit einer möglichen Gefährdung des Trinkwassers. Weitere Bedenken des Ortsbeirats: nachteilige Auswirkungen auf das Landschaftsbild, Wanderwege wären nicht mehr nutzbar, und der Schallschutz – insbesondere vor Infraschall – sei nicht genügend berücksichtigt…

Bürgermeister Kelbert schloss die Fragerunde mit den Worten: „Hier droht eine Überlastung von Vielbrunn. Das müssen wir mit aller Macht verhindern.“

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