Oberzent: Eigentümer sollen ihr Grundstück nicht hergeben

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Eigentümer sollen ihr Grundstück nicht hergeben

Von Thomas Wilken, 18. Januar 2020

Wehret den Anfängen. Schon heute haben die Rothenberger freie Sicht auf drei Windenergieparks auf den gegenüberliegenden Hügeln. Greiner Eck, Stillfüssel und Kahlberg blinken aus den verschiedenen Himmelsrichtungen, als die BI Gegenwind Beerfelden-Rothenberg zur Info über die aktuelle Planung der Projektierer für 13 Rotoren in den Wäldern auf der Hirschhorner Höhe eingeladen hat. Über 100 Interessierte quetschen sich in den Saal des Hotels „Hirsch“.

Eines einte die Referenten: Der Appell an die Grundstückseigentümer, nicht den kurzfristigen Profit zu sehen, sondern die langfristigen Auswirkungen. Denn in den vergangenen Wochen war durchgesickert, dass interessierte Firmen an die Bürger herangetreten waren, um für den Bau notwendige Flächen zu pachten.

Bürgermeister Christian Kehrer formulierte seinen Aufruf eher salomonisch, indem er die Verantwortung der Einwohner ansprach. Vera Krug von der BI Ulfenbachtal und Siedelsbrunn nahm kein Blatt vor den Mund und sah eine Spaltung des Dorfs voraus, wenn wenige auf Kosten der Mehrheit Geld machen wollten. Geld übrigens, das ein schöner Schein sein könnte, wenn nämlich nach dem Abschreibungszeitraum die Rückbaukosten an den Grundstückseigentümern hängen bleiben.

Andreas Krauch von der örtlichen BI führte in die Veranstaltung ein. Im Hintergrund liefen auf der Leinwand verschiedene Animationen, wie die Odenwald-Hügel zugepflastert werden könnten, wenn alle dafür ausgewiesenen Gebiete für Windenergie genutzt werden. Finkenberg, Katzenwinkel, Flockenbusch und eben die Hirschhorner Höhe: Rothenberg wäre eingekesselt…

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