14.8.: Landespolitiker von Vernunftkraft Hessen befragt!

https://villmarer-nachrichten.de/Wenig%20Ahnung%20bei%20Abgeordneten1.htm

Bild: Urs Datum; v.l.: Dr. Dr. Rainer Rahn (AfD), René Rock (FDP), Markus Meysner  (CDU),  Dr. Björn Peters  (Deutscher Arbeitgeberverband, Stephan Grüger  (SPD), Angela Dorn (Grüne), Frau Marjana Schott (Linke), Hans Teegelbekkers (Vernunftkraft)

Hessische Landtagsabgeordnete gestern, Energiewende
Bis auf wenige Ausnahmen – keine wirkliche Ahnung von der Materie
von Winfried Klein

Gestern fand eine Podiumsdiskussion in Wiesbaden „Was wird aus der Energiewende nach der Landtagswahl?“ mit Vertretern aller Fraktionen des Hessischen Landtags statt, zu der auch Teilnehmer aus Villmar und Runkel angereist waren. Etwa 150 Vertreter von Bürgerinitiativen und Interessierte aus ganz Hessen, Multiplikatoren vor dem Hintergrund der Landtagswahlen,  waren wohl auch der Grund, weshalb  alle Fraktionen in Wiesbaden- Biebrich in den Galatea- Anlagen, im Bürgersaal Rede und Antwort standen: Marjana Schott (Linke),  Angela Dorn (Bündnis90/Grüne), Stephan Grüger  (SPD), Markus Meysner  (CDU) und  René Rock (FDP). Das Pikante: Dr. Dr. Rainer Rahn, Spitzenkandidat der AfD war ebenfalls dabei, weil, wie Dr. Björn Peters vom  Deutscher Arbeitgeberverband (Gesprächsleitung)  zu Beginn feststellte, dieser sicher im künftigen Landtag vertreten sein werde, was ohne den Protest der anderen Fraktionen zur Kenntnis genommen wurde.
Der Vorsitzende des Veranstalters: „Vernunftkraft“ Hessischer Landesverband der Windradgegner, Rolf Zimmermann begrüßt die Teilnehmer und die Gäste. Vorstandsmitglied Hans Teegelbekkers eröffnet die Veranstaltung mit einem kritischen Einführungsreferat als PowerPoint Präsentation und stellt anhand von Grafiken die die bisher erfolglose und unbefriedigende Situation der „erneuerbaren Energien“ als Beitrag zur Energieerzeugung in Deutschland vor. Sein Fazit: Der Beitrag der „erneuerbare Energien“ ist marginal und extrem vom Wetter abhängig und nicht einplanbar. Die Vollaststundenzahl der Windenergie liegt bei etwa 1800 Stunden (von 8760 Jahresstunden, bei der Photovoltaik lediglich bei 800 bis 900 Stunden im Jahr. Diese Zahlen belegt er mit Grafiken der Netzbetreiber. Eine sichere zuverlässige Versorgung unseres Staates ist damit nicht möglich. Danach trugen die  Vertreter der Parteien  ihre Statements vor:

Angela Dorn (Grüne) meinte, dass bis spätestens 2050 zu 100 Prozent die Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden könnte. Wie das mit Wind und Sonne – die im Jahr nicht einplanbar und lediglich zu 9% (Sonne) und ca. 20% ihrer Anschlussleistung zur Verfügung stehen, konnte sie nicht plausibel erklären. Trotzdem faselte sie von Ausstieg aus der Kernkraft sowie der Stein- und Braunkohle und der Einführung der Elektromobilität.

Frau Marjana Schott (Linke) stören Windkraftanlagen weder in der freien Landschaft noch im Wald. Wegen der Klimawandels müssten diese hingenommen werden, denn der Klimawandel und die derzeit warme Witterung wäre beängstigend. So wäre die Windkraft das wohl kleinere Übel, die, wie auch die Photovoltaik, die Biogasanlagen aber auch Gaskraftwerke weiter ausgebaut werden müssten.
Es wurde sehr deutlich, dass auch sie überhaupt keine technischen Kenntnisse geschweige den Ahnung von der gesamten Materie Stromversorgung in Deutschland hatte.

Stephan Grüger  (SPD) stellte sich als Energie-Experte dar und man war gespannt auf seine Ausführungen. Er wohne direkt in der Nähe von 3 Windkraftanlagen und hätte überhaupt keine Probleme damit. Er sah ebenfalls die Zukunft im weiteren Ausbau von Windkraft, Photovoltaik, Biogasanlagen, Wasserkraft sowie Power to Gas.
Auf die Frage, das Power to Gas – überschüssiger Strom aus Windkraft wird durch Umkehrung der Elektrolyse in Gas verwandelt und so speicherbar und bei Bedarf dann wieder durch Verbrennung des Gases zu Strom zurückverwandelt. Dass dabei 80% der Energie verloren gehen war für ihn kein Problem und er schwafelte, dass man eventuell in 50 Jahren vielleicht einen höheren Wirkungsgrad erreichen könnte. Auch er hatte außer ein paar unbewiesenen Behauptungen nicht zu bieten und schon gar keine Lösungen für die Zukunft.

Markus Meysner  (CDU), lobte die gute Zusammenarbeit mit den Grünen in der Koalition und stützte weitgehend deren Forderungen. Wie in Zukunft Deutschland mit Energie versorgt werden könnte, konnte auch er nicht schlüssig darstellen.

René Rock (FDP) hatte klare Vorstellungen und sagte, dass die „Energiewende“ neu überdacht werden müsste. Jedenfalls wie diese von den Regierungsparteien derzeit vorgetragen würde, wäre sie nicht zu verwirklichen und würde unseren Industriestaat ruinieren. Eine weitere massive Zerstörung unserer Landschaft und Wälder mit erheblichen Problemen für Tiere und Menschen lehne die FDP kategorisch ab und sicherte sich den Beifall der Anwesenden.

Dr. Dr. Rainer Rahn (AfD) hatte ebenfalls Ahnung von der Materie erneuerbare Energien und konnte ebenso erklären, warum das bisher Gemachte nicht funktionieren könnte. Die AfD werde beim Einzug in den Landtag nach den Wahlen im Herbst gegen den weiteren Ausbau opponieren. Die erneuerbaren Energien kosten uns jedes Jahr viele Milliarden Euro, die in anderen Bereichen wesentlich besser angelegt wären. Die Zukunft liege bei Innovationen auf dem Gebiet von unbegrenzt vorhandenen Ressourcen, womit er wohl die zügige Weiterentwicklung der Kernfusion andeutete.

Nach den Statements der Landtagsabgeordneten kamen kritische Fragen vom Versammlungsleiter Versammlungsleiter Dr. Peters und von den Zuhörern im Publikum.

Rock bekam den größten Applaus

Hier konnte René Rock (FDP) richtig Punkten und bekam heftigen Applaus. Frau Dorn (Grüne) war schon wegen eines anderen Termins gegangen und Frau Marjana Schott schwadronierte über Dinge, die von den Anwesenden lediglich mit einem bedauernswerten Lächeln und Zwischenrufen quittiert wurden. Hierzu kann man nur sagen, dass einer solchen Partei durch die Wähler der Einzug in den Landtag verwehrt werden wird. Das gleiche gilt ebenso für die ausschweifenden Ausführungen des SPD-Abgeordneten, der angeblich ein Fachmann, was man an seinen Ausführungen aber nicht merken konnte.
Etwa um 17.30 Uhr beendete der Versammlungsleiter Herr Dr. Peters die Frage- und Diskussionsrunde, obwohl noch massenhaft Wortmeldungen im Publikum waren. Deshalb gab es noch viele Einzel-Gespräche zwischen den Abgeordneten und Zuhörern sowie unter den Zuhörern.

Fazit: Die Veranstaltung mit den Politikern zeigte, wie Ideologisch aufgeladen das Thema ist und dass selbst banale Erkenntnisse, z.B. dass, solange keine wirkliche wirtschaftliche Stromspeicherung für Windkraft möglich ist, jedes neue Windrad sinnlos ist, –  bei Grünen, SPD und CDU keine Chance haben.

2 Gedanken zu „14.8.: Landespolitiker von Vernunftkraft Hessen befragt!“

  1. Gut, dass diese fachliche Inkompetenz vor der Wahl noch einmal verdeutlicht wurde. Trotzdem wird das leider in der breiten Wählerschaft etwas untergehen, wenn dieses Thema (Windkraft) nicht mit einem fachlichen Unterbau zu einem zentralen Wahlthema angehoben werden kann. Die Prioritäten sind bisher noch zu sehr auf andere Leitthemen eingestellt. Und: die Fehlsteuerung der Energiepolitik wird auch bei landespolitischer Anpassung bundesweit unterlaufen.

  2. Wie weit müssen unsere Landtags und Bundestagsabgeordneten vom VOLK und deren Nöten weg sein ? Von Physik und Mathe nichts gelernt und
    dennoch nicht konsensfähig……..keine neutralen Fachleute aber
    Parteiideologie präsentieren……. armes Deutschland…… nur
    Machterhalt im Kopf…………………………………………………………………..

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