Odenwald: Schummelei mit Weißflächen

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Entscheidung über Windkraft-Standorte

Auf 1,4 Prozent der Fläche Südhessens sollen Windräder gebaut werden können. Aber das halten nicht alle Regionalpolitiker für einen guten Plan.
Wo und wie viele? Da sind sich Lokalpolitiker bei Windkraftanlagen nicht einig. dpa

 

mch. RHEIN-MAIN. Sachlich und unaufgeregt hat der Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Südhessen gestern die vorläufig letzte und damit grundlegende Entscheidung zu den Standorten für Windkraftanlagen im Regierungsbezirk Darmstadt getroffen. Danach sind 1,4 Prozent der Fläche Südhessens für die Windenergienutzung vorgesehen. Weitere 0,8 Prozent werden im „Teilregionalplan erneuerbare Energien“ zunächst als „Weißflächen“ markiert. Davon könnten, so die Fachleute, nach eingehender Prüfung und Beteiligung der Öffentlichkeit weitere 0,1 Prozent als geeignete Standorte hinzukommen. Somit summierten sich die sogenannten Windvorranggebiete auf 1,5 Prozent der Fläche Südhessens. Das nach Fukushima vom Land vorgegebene Ziel für Gesamthessen war, zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergie bereitzustellen.

Zunächst muss noch die Regionalversammlung Südhessen die Entscheidung des Ausschusses am nächsten Freitag bestätigen, wenn sie im Frankfurter Römer tagt. Gestern votierten CDU, SPD und Grüne für den Teilplan in der jetzt vorliegenden Form, während FDP und AfD sowie der CDU-Politiker Harald Buschmann, Vertreter des Odenwaldkreises, die Pläne abgelehnt haben.

Diskussionsfreudig zeigte sich gestern nur der FDP-Politiker René Rock, Fraktionschef im Landtag und Vertreter des Kreises Offenbach in der Versammlung. Er warf der Mehrheit im Ausschuss vor, den Teilplan nur deshalb jetzt beschließen zu können, „weil man geschummelt hat“. Mit der Markierung von „Weißflächen“, die man erst später prüfen wolle und sie deshalb bewusst aus dem Plan herausgenommen habe, „ist ja noch nicht alles geklärt“…

Ein Gedanke zu „Odenwald: Schummelei mit Weißflächen“

  1. Liegt doch auf der Hand: Wirkt die Dosis nicht, wird nochmal intravenös nachgeholfen… Der Vorratsschrank ist voll und Dr. Tarek zieht die Spritze auf… frei nach dem Motto viel hilft viel, bis zum Kreislaufkollaps.

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