Oberzent: Anlauf zu neuen Windindustrieanlagen

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Anlauf zu neuen Windrädern

Investoren wollen Grundstücke in Oberzent. Dort soll die Branche die Verlängerung der Hirschhorner Höhe zwischen Rothenberg und Beerfelden verschärft ins Visier genommen haben.

Foto: Guido Schiek

Von Gerhard Grünewald, 10. januar 2020

ODENWALDKREIS/OBERZENT ODENWALDKREIS/OBERZENT – So intensiv zuletzt im Odenwaldkreis über Windrädern diskutiert worden ist, so wenig sind welche gebaut worden. Als jüngste Anlagen tun nach wie vor die beiden Generatoren im Felgenwald beim Michelstädter Stadtteil Vielbrunn ihren Dienst, die im August/September 2018 das regionale Fachunternehmen whs-Enertec (Erzhausen) gebaut hat. Die Betriebsamkeit mindestens national agierender Projektierer in der Region deutet allerdings darauf hin, dass die Bebauung der Höhenzüge Südhessens in absehbarer Zeit in eine neue und erweiterte Runde gehen könnten.
Die jüngsten Meldungen von Anbahnungsversuchen kommen dabei aus dem weitläufigen Gebiet der Stadt Oberzent, wo die Branche die Verlängerung der Hirschhorner Höhe zwischen Rothenberg und Beerfelden verschärft ins Visier genommen haben soll. Nach Informationen aus der Bevölkerung hat zumindest ein Investor schon den Versuch gestartet, sich die benötigten Grundstücke für einen Energiepark über den Tälern von Gammelsbach und Finkenbach zu sichern. Da es sich um Streubesitz handelt, probiert das Unternehmen, sowohl über Direktansprachen als auch über die Einladung zu einer Angebotsversammlung an die Eigentümer heranzukommen…

Nicht verborgen geblieben sind diese Aktivitäten den Gegnern einer intensiven Windräder-Nutzung des südlichen Odenwalds, die sich hier unter anderem in der Bürgerinitiative Beerfelden-Rothenberg organisiert haben…

Der Windkraftnutzung gewidmet würden damit zwischen Rothenberg und Beerfelden insgesamt 110 Hektar Land, woraus die Bürgerinitiative eine Belegung mit bis zu 13 Anlagen ableitet. Dabei macht das betreffende Gebiet etwa sieben Prozent des vorgesehenen Gesamtpotenzials aus, dessen knapp 1700 Hektar die Ambitionen der Branche auch schon andernorts geweckt haben. Am weitesten fortgeschritten sind die Vorbereitungen dabei für den Rücken Arnheiter Höhe/Querberg beim Breuberger Stadtteil Rai-Breitenbach und die Gemarkung Mies beim Michelstädter Stadtteil Würzberg: Wie die öffentlich einsehbare Verfahrensliste des Regierungspräsidiums ausweist, liegen der Behörde nun für beide Gebiete konkrete Bauanträge vor. Demnach strebt die Firma Juwi (Wörrstadt) für das erste Areal die Errichtung von sieben, für das zweite die von vier Windrädern an. Bereits länger im Verfahren befinden sich die Baubegehren für ein drittes Windrad im Felgenwald bei Vielbrunn sowie fünf Windräder im Katzenwinkel bei Etzean und drei am Finkenberg-Höhenzug bei Falken-Gesäß…

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