Leserbrief: „Ideologiefreie Alternative“ von Rony Knieriem

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Thema: Windkraft

Leserbrief von Rony Knieriem, 19. August 2018

In modernen Windgeneratoren sind pro Megawatt Leistung rund eine halbe Tonne Selten-Erd-haltige Magnete verbaut. Seltene Erden kommen in der Natur meist gemeinsam mit Thorium oder Uran vor, bei deren Förderung radioaktiver Müll entsteht. In den Abbaugebieten Südchinas sind jetzt bereits ganze Landstriche radioaktiv schwer belastet. Der BUND spricht also von einer radioaktiven globalen Verseuchung, die er selbst mit seiner Bevorzugung der Windindustrie aktiv vorantreibt. Der Atomausstieg in unserem Land ist beschlossene Sache, und das ist auch gut so. Doch was nutzt der, wenn quasi um die Ecke in Belgien und Frankreich Atommeiler laufen, deren Sicherheitsvorschriften aus den frühen 1980er-Jahren stammen? Solange den regenerativen Energieformen keine echten Speicherkapazitäten gegenüberstehen, werden wir auf konventionelle Kraftwerke nicht verzichten können. Die Umwandlung regenerativer Energie wie zum Beispiel „power to gas“ sind mit hohen Verlusten verbunden und lohnen kaum. Wenn der BUND den Wald schützen will, empfehle ich dringend die Einführung eines Tempolimits auf Autobahnen. Ich frage mich schon lange, wo hier die Vorschläge des BUND und der Grünen bleiben. Eine durchsetzbare Energiewende ist die Summe vieler, am besten ideologiefreier Alternativen, die unter Einbeziehung der landeseigenen topografischen Verhältnisse zusammen mit der Bevölkerung gestaltet werden muss. Dabei brauchen wir niemanden wie Herrn Winter, der nur der Windkraftindustrie das Wort redet, und niemanden wie Herr Carl, der uns seit Jahren einflüstern will, dass Windkraftanlagen eine „Sache der Gewohnheit“ seien. Wenn der BUND Bergstraße wegen der Entscheidung des RP, den Teilflächennutzungsplan Wald-Michelbach zu akzeptieren, entsetzt ist, dann ist das für die Natur eine gute Nachricht. Ihre Energiewende ist, weil ideologisch verblendet, sicher verzichtbar, da sie nüchtern betrachtet vollkommen sinnlos ist und nur denen hilft, die sich an ihr bereichern. Ob beim BUND dann eben der Hund mit dem Schwanz wedelt und nicht umgekehrt, wie es in Wald-Michelbach vermutet wird, ist völlig egal. Die BUND-Mitglieder werden selbst darüber entscheiden, wie „unabhängig“ dieser Verein noch agiert. Es gibt zum Glück auch noch andere Naturschutzverbände und Initiativen.

Rony Knierim, Wald-Michelbach

 

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