Kurzschluss bei der Energiewende

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Windkraft und Co.

Kurzschluss bei der Energiewende

von Daniel Wetzel, 23. Juli 2017

Die Energiewende verändert Natur und Landschaft, verteilt Milliarden um und verheißt Rettung vor dem Klimawandel. Doch ein Blick auf das bislang Erreichte ernüchtert: Die zentralen Versprechungen der Ökostrom-Revolution wurden noch nicht eingelöst. Die Politik ist ratlos. Eine Zwischenbilanz.

Andreas Kuhlmann kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als die Großen der Kraftwerksbranche, die Strombarone und Atomlobbyisten beim ihm ein und aus gingen. Man trug Anzug und Krawatte, ließ vielleicht im „Konferenzraum Ulrich Hartmann“ bei Kaffee und Plätzchen eine Powerpoint-Präsentation über sich ergehen, sprach Deutsch und rechnete in Megawatt. So war sie, die Welt der alten Energiewirtschaft, als Kuhlmann noch Chefstratege und politischer Leiter des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft war.

Jetzt steht „der Andreas“ in Jeans und offenem Hemd an einem Tisch aus Holzpaletten, nippt an seinem Flaschenbier und duzt alle um sich rum. „Der letzte Enabler hat ja einen super Elevator-Pitch hingelegt, aber ohne Blockchain sehe ich da keine scalability.“ So in etwa klingt es, wenn Kuhlmann heute über die Energiewende spricht.

Es geht immer noch um Energie. Aber die Leute sind jünger, die Location ist cooler geworden. Frauen in T-Shirts, Jeans und Badelatschen, Männer im Swagger-Look mit Hipsterbärten reden über die technische Revolution der Energieversorgung. Man trifft sich in einem alten Kraftwerk, dessen Maschinenraum zur Bar umgebaut wurde. Oder in einem heruntergekommenen DDR-Plattenbau hinter dem Berliner Schlossplatz, im Loft eines Tech-Accelerators. Kisten mit Bier und Club Mate stehen auf den Fetzenteppichen herum, es gibt Pizza und Brezeln, und man plaudert mit finnischen Start-ups…

Ein Gedanke zu „Kurzschluss bei der Energiewende“

  1. Verdächtig seltsame Wetzelei: An allem kritisiert er herum, nimmt aber ausgerechnet die angeblich globale Erwärmung als Wahrheit hin. Und entkräftet die bekannte Kritik an der Hitzewirkung der „nur 4 % CO“ ausgerechnet durch den Wellenlängenhoax des PIK, an dem nun gar nix dran ist, außer ein übler Verstoß gegen das Perpetuum-mobile-Verdikt und ein noch üblerer gegen den 2. Hauptsatz der Thermodynamik (Wärme fließt nur von warm zu kalt).

    Warum wohl?

    Ach so! Weil er auf sein unbenanntes „Wunder“ hinaus will, das den verglühenden Planeten doch noch retten kann. Da ist der Wetzel vielleicht doch zu oft am Siemens-Katzentisch der Kernkraftfreunde gesessen (wobei ich kein technikfeindlicher Atomkraftgegner bin)?

    Und den Vernunftliebhabern ins Stammbuch geschrieben: Hinter jedem Journailletext steckt immer und ewig ein Vermarktungsinteresse. Fragt sich nur immer, für was. Ohne Geld keine Zeile Druckerschwärze. So einfach kann Vernunftlesen sein.

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