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Klimapolitik: Deutschlands Selbstfesselung
Von Werner Huber, 21. August 2025
Die Welt stuft die Klimaziele zurück, es gibt dringendere und evidentere Probleme. Deutschland ignoriert diesen Umschwung und ist in seiner Klima-Ideologie gefangen. Es wird einsam um den selbsternannten Vorreiter.
Mit dem Amtsantritt von Trump hat ein bedeutsamer klimaökonomischer Wandel eingesetzt: Die führenden US-Finanzgiganten – darunter Blackrock, Goldman Sachs, Bank of America, Citigroup, JP Morgan Chase – haben die klimazentrierte „Net Zero Banking Alliance“ (NZBA) verlassen.
Die als UN-Institution geführte Allianz, wegen gemeinsamer Absprachen oft als Kartell kritisiert, ist die weltweit mächtigste klimaaktivistische Gruppierung: Sie umfasste bisher 146 Großbanken in 44 Ländern und hat das Ziel, die Welt zur „Green Transition“ zu bewegen. Nicht aus purem Edelmut: Die UN stärkt damit ihre Stellung als Weltlenkungsinstitution, die Banken erwarten boomende Finanzierungsgeschäfte für die billionenteure globale Transformation.
Aber: Der US-Exodus hat einen Erosionsprozess der Allianz in Gang gesetzt: Von Kanada über Europa, Japan bis Australien ist mittlerweile ein gutes Dutzend Banken ausgestiegen. Weitere dürften folgen. Auch deshalb, weil die Allianz inzwischen im Verdacht einer wettbewerbsfeindlichen Kartellbildung zum Schaden ihrer Kunden steht. Dies gilt akut für die USA, wo republikanisch regierte Bundesstaaten mit Klagen drohen.
Immer mehr gerät die NZBA in den Geruch einer unheiligen Allianz. Ihre Einlagen haben sich inzwischen halbiert. Um das Schlimmste zu verhindern hat sie jüngst den Codex für „klimafreundliche“ Finanzierungen stark aufgeweicht. „Die Klima-Depriorisierung der Finanzhäuser untergräbt die Emissionsminderungspläne“, so ein internationales Energieportal. Die Welt fremdelt mit den Klimazielen. Bezeichnend: Nur 10 der 195 Länder, die 2015 dem UN-Klimaabkommen beitraten, reichten die für Anfang 2025 terminierten Klimapläne ein. Die Welt geht auf Distanz zu einer Klimapolitik, die nur auf oft überzogenen Modellprognosen beruht. Und die Industrie, Arbeitsplätze und Wohlstand gefährdet.
Trump-Amerika hat sich als Gegenmacht erhoben
In dieser für sich schon folgenreichen Entwicklung findet sich zudem eine Spur, die Brisantes über den Ursprung der Klimakampagne verrät: Als letzte der führenden US-Bankhäuser verließ die stark von Rockefeller-Interessen geprägte JP Morgan Chase Bank die NZBA. Die Rockefellers hatten schon früh ihren Öl-Dollarschatz in globalen Einfluss verwandelt – mittels internationaler Bankgeschäfte und Stiftungen. Wobei sie das Ziel einer business-freundlichen, entgrenzten „Global Nation“ verfolgten – gelenkt durch eine Weltelite, besonders Weltbanker wie sie selbst. Der Einfluss-Olympier David Rockefeller – Patriarch der US-Außenpolitik-Denkfabrik Council for Foreign Relations und Gründer der Weltlenkungs-Zirkel Bilderberg-Konferenz und Trilaterale Kommission – pushte in den 1980ern vehement die umstrittene CO2-Erderwärmungs-These als Basis für eine Behörde zur Emissionsreduktion als Schritt zur Global Nation – und als gigantische Geschäftschance der Bankenmultis…