Kahlberg: WKA-Ausbau trotz Trinkwassergefähdung!

http://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/mossautal/bareis-alles-getan-was-moeglich-ist_18577050.htm

Bareis: Alles getan, was möglich ist

von Hans-Dieter Schmidt, 09. März 2018

KAHLBERG-WINDRÄDER Bürgermeister hält Einwände gegen den Bau weiter für richtig / Tatsachen sind geschaffen

HÜTTENTHAL – Seit 1200 Jahren liegt der Schwerpunkt der Trinkwasserversorgung der beiden Mossautaler Ortsteile Hüttenthal und Hiltersklingen bei den Quellen des Kahlberges, jener zum Nachbarkreis Bergstraße gehörenden, rund 520 Meter hohen Erhebung nahe des Fürther Ortsteiles Weschnitz. Mossautals Bürgermeister Dietmar Bareis erläuterte dies im Zuge der Hüttenthaler Ortsbeiratssitzung unter Leitung des Ortsvorstehers Thomas Hofmann (ÜWG). Anlass waren von zahlreichen Bürgern erwartete Informationen zum aktuellen Sachstand der Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Kapellenberg, wie der Kahlberg mit der Walburgiskapelle landläufig auch genannt wird, und im Katzenwinkel oberhalb des Marbachstausees beim Stadtteil Etzean der neuen Stadt Oberzent.

Sämtliche Bemühungen bleiben ohne Erfolg

Wie der parteilose Rathauschef mitteilte, waren alle bisherigen Bemühungen der Gemeinde Mossautal, den Windanlagenbau auf dem Kahlberg zu verhindern oder zumindest bis zu einer gerichtlichen Entscheidung zu verzögern, ohne Erfolg. Inzwischen seien, so Bareis, vier der fünf Windräder fertiggestellt, das letzte im Bau. Der Bürgermeister umriss die Bemühungen seiner Gemeinde, vom ersten Widerspruch über verschiedene Klagewege bis hin zu einem noch laufenden Verfahren am Verwaltungsgerichtshof (VGH) Kassel.

Ihre Einwände hält die Kommune nach wie vor für gerechtfertigt mit Blick auf die Gefährdung der Wasserversorgung für ihre beiden Ortsteile durch Bau, Betrieb und möglichen Abriss derartiger Anlagen. Diese Versorgung werde, so Bareis, „leichtfertig aufs Spiel gesetzt“.

Auf Unverständnis stößt insbesondere der Verfahrensverlauf und die offizielle Begründung, das öffentliche Interesse an der Energieversorgung habe Priorität. Immerhin sei Wasser das wichtigste Gut für den Menschen. Die kommunalen und privaten Bemühungen mündeten schließlich am 29. August vergangenen Jahres in einer Anzeige des Verwaltungschefs wegen Bauens ohne Baugenehmigung. Diese blieb freilich ohne Erfolg, Gleiches gilt für weitere Anzeigen und Dienstaufsichtsbeschwerden privater Personen ohne Wirkung…

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