Eigene Meldungen

Pressemeldungen von Vernunftkraft Odenwald e.V.


PM18_Krieg gegen die Landbevölkerung

Krieg gegen die Landbevölkerung?

Im Odenwald brechen zur Zeit alle Dämme:

Am Stillfüssel bei Wald-Michelbach wurden von ENTEGA fünf Windindustrieanlagen fertiggestellt, obwohl das Hauptverfahren der BI Siedelsbrunn vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof wegen Missachtung des Naturschutzrechts noch aussteht. Auch die betroffene Systelios-Klinik hatte einen Eilantrag auf Baustopp eingereicht, weil sie ihr Behandlungsmodell (Nutzung des Waldes als Therapieort für psychisch kranke Menschen) gefährdet sieht und Lärmgrenzwerte sogar nach der alten, nicht mehr gültigen Berechnungsmethode überschritten werden! Der Eilantrag dazu wurde vom Verwaltungsgericht Darmstadt abgelehnt, u.a. mit der Begründung

„Der Betreiber einer an den Außenbereich angrenzenden Klinik müsse …. seinerseits auf das im Außenbereich privilegiert zulässige Windkraftvorhaben Rücksicht nehmen.“ Link zur Pressemeldung zum Urteil: https://www.vernunftkraft-odenwald.de/index.php/gerichtsakten-antraege-und-urteile/ 

Am Kahlberg bei Grasellenbach dieselbe Situation: Trotz eines Verfahrens, das die Gemeinde Mossautal wegen befürchteter Beeinträchtigung des  Trinkwassers eingeleitet hat und welches ebenfalls der Entscheidung des VGH unterliegt, ist der Weiterbau der Windindustrieanlagen durch EnBW in vollem Gange.

Im Felgenwald bei Vielbrunn wurden die Fundamentarbeiten aufgenommen. Der VGH Kassel hatte hier den zunächst vorgegebenen Baustopp unter Erteilung strenger Auflagen aufgehoben. So wie es aussieht, spielt die Tatsache, dass dort 10.000 Tonnen Weltkriegsmunition bis Anfang der 50-iger Jahre gesprengt wurden, der Boden dadurch möglicherweise kontaminiert und der Untergrund kluftenreich ist, für die Genehmigungsbehörde keine Rolle.

Rund um die neue Odenwaldstadt Oberzent ist bei Etzean (in unmittelbarer Nähe eines Gestüts und des denkmalgeschützten Beerfelder Galgen) sowie auf dem Finkenberg von den Projektierern Juwi und Enercon eine massive Bebauung mit Windindustrieanlagen vorgesehen. Zum Glück wendet sich dort die Mehrheit der Stadtverordneten ebenso gegen diese Vorhaben wie die dortigen Bürgerinitiativen.    

Am Greiner Eck bei Neckarsteinach (fünf Anlagen bereits in Betrieb) hat die dortige Bürgerinitiative eine Anzeige wegen Kontaminierung des Bauschotters mit Arsen, Cadmium und Zink weit jenseits der erlaubten Grenzwerte erstattet.

Im Gebiet Mies bei Würzberg plant ENTEGA einen Windindustriepark mit fünf Anlagen im Wald (nahe dem Tierheim) der als europäisches Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Dazu gibt es am Dienstag, den 20. März um 19:00 Uhr in der Odenwaldhalle in Michelstadt eine offizielle Informationsveranstaltung der Stadt. Die dort voraussichtlich verwendeten Argumente sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

In Reichelsheim wurde von der Stadtverordnetenversammlung die Verlegung der Kabeltrasse vom Kahlberg durch Reichelsheimer Wald im November 2017 zunächst abgelehnt. Nachdem dort die Windkraftlobby in Gestalt des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden – der Mitglied im Bundesverband Windenergie ist – vermutlich ganze Arbeit geleistet hat, wurde dieser Beschluss erneut auf die Tagesordnung gesetzt und Anfang Februar der Trassenführung durch Reichelsheimer Wald zugestimmt. Im Gebiet Stotz und Rang bei Reichelsheim laufen bereits Vorerkundungen für die Errichtung von weiteren Windindustrieanlagen.

Diese Vorgänge sind nur noch als Krieg gegen die Bevölkerung des Odenwaldes zu verstehen. In der Wiesbadener Staatskanzlei und im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung hat die angebliche Weltrettung durch Windkraftausbau absoluten Vorrang vor dem Erhalt der Umwelt der dort lebenden Menschen und dem Schutz von Natur und Landschaft.

Da hilft es nicht viel, wenn der grüne Minister Al Wazir den Landrat des Odenwaldkreises Frank Matiaske besucht und mit ihm über den Ausbau der B45 und die Elektrifizierung der Odenwaldbahn konferiert. Über Windkraft wurde übrigens auch gesprochen – ohne dass dazu Details an die Öffentlichkeit gelangten. Ein Deal – Ausbau der B 45 gegen ein paar mehr  Windräder wäre die schmutzigste vorstellbare Variante.

Sicher kann man gegen Genehmigungen klagen, wenn man das nötige Kleingeld hat. Der Ausgang ist aber immer ungewiss. Recht haben und Recht bekommen sind nicht dasselbe. Deshalb empfehlen wir dringend das Studium der Parteiproramme für die hessische Landtagswahl im Oktober 2018.

Diese Politik kann nur mit dem Wahlzettel beendet werden:

Wer Natur und Menschen quält, wird im Oktober abgewählt!

Peter Geisinger

 


PM17_Minister Al Wazir verbreitet erneut falsche Nachrichten
PM16_Neues Schallmessverfahren in Kraft
PM15_Energiewende nach der Wahl
PM14_Minister Al-Wazirs 1000. Windrad (2)
PM13_Die_hässliche_Fratze_des_Geldes_2
PM12_Die_hässliche_Fratze_des_Geldes_1
PM11_Minister_Al_Wazir_und_seine_Wahrnehmung_der_Realität
PM10_Landesschau_SWR_zu_Demos_von_Windkraftgegnern_im_Odenwald
PM9_Novelle_Bundesnaturschutzgesetz
PM8_Novelle_hessisches_Denkmalschutzgesetz
PM7_Demonstration_zum_Neujahresempfang
PM6_Genehmigungspraxis
PM5_Ministerium plant massive Verschlechterungen des Naturschutzrechtes
PM4_BUND und Energie
PM3_Getrübte Wahrnehmung
PM2_Clearingstelle
PM1_Gründung VkO
Eigene Meldungen

Meldungen

https://www.vernunftkraft-odenwald.de