Wilhemsfeld: Die Odenwälder WKA-Gegener geben nicht auf

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Protestwanderung bei Wilhelmsfeld

Die Odenwälder Windkraftgegner geben nicht auf

Demonstranten zogen zum Weißen Stein – Auch dort ist ein Standort für Windkraftanlagen vorgesehen

Foto: Katzenberger-Ruf

von Karin Katzenberger-Ruf, 2.Mai 2018

Dossenheim/Schriesheim. “Erst ignorieren sie dich, dann belächeln sie dich, dann bekämpfen sie dich – und dann gewinnst du”: An diese Lebensweisheit des indischen Widerstandskämpfers Mahatma Ghandi (1869-1948) hält sich der Verein “Lebenswerter Odenwald”. Die Windkraftgegner aus Heiligkreuzsteinach und Wilhelmsfeld veranstalteten am Samstag zusammen mit der Bürgerinitiative “Rettet den Odenwald” eine Protestwanderung gegen Windräder vom Langen Kirschbaum zum Weißen Stein. Auf Bannern war das “Nein” gegen eine ihrer Meinung nach weitere Verschandelung der Kulturlandschaft im Odenwald mit all ihren Folgen gleich dreifach zu lesen.

Die Windkraftgegner geben nicht auf. Und doch scheinen sie derzeit eher einen aussichtslosen Kampf gegen Behörden und Entscheider zu führen. Irgendwie erinnert dass an Don Quijote, den Ritter von der traurigen Gestalt, der als Romanfigur des beginnenden 17. Jahrhunderts Windmühlen als Feinde ansah. Dass Windkraftanlagen von etwa 200 Metern Höhe zur “Schredderanlage” für Vögel wie Schwarzstorch, Rotmilan und Feldermaus werden könnten, war schon bei vielen Veranstaltungen ein Thema. Für Richard Leiner von der Bürgerinitiative “Retter den Odenwald” ist es nach wie vor ein “Irrsinn”.

Ihn entsetzt vor allem das Desaster bei der vorläufigen Ausweisung neuer Standorte, bei denen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen entgegen des Staatsvertrags nicht zusammen arbeiten. Stattdessen gibt es seiner Schilderung nach drei Regionalpläne, die sich überlappen und miteinander konkurrieren. Bei der Kundgebung auf dem Weißen Stein mit anschließendem Vortrag und Diskussion in der Höhengaststätte stellte er nochmals klar, das die Gegner der Windkraftanlagen im Odenwald, im restlichen Baden-Württemberg und in ganz Deutschland nicht so schnell aufgeben werden: “Bundesweit sind das rund 1000 Gruppierungen. Mehr Bürgerprotest gibt es auf keinem anderen Gebiet”, so Leiner…

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