Michelstädter ÜWG gegen Beteiligung an “Windprojekt”!

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Michelstädter ÜWG gegen kommunale Beteiligung am Würzberger Windpark

27. April 2018

MICHELSTADT – (jös). Die ÜWG-Fraktion in der Michelstädter Stadtverordnetenversammlung lehnt die Verpachtung kommunaler Flächen für den bei Würzberg geplanten Windpark ab. Mit dieser Positionierung, unterzeichnet von Fraktionsvorsitzendem Tobias Robischon und dem ebenfalls dem Parlament angehörenden Würzberger Ortsvorsteher Manuel Dingeldein, haben sich die Überparteilichen zu Wort gemeldet. Bürgermeister Stephan Kelbert hatte, wie berichtet, in der jüngsten Stadtverordnetensitzung um Hinweise gebeten, falls es weitere klare Entscheidungen gegen das Vorhaben in der Gemarkung Mies gebe. Bezogen hatte er sich damit auf die bereits öffentlich gemachte Ablehnung der CDU-Fraktion.

„Wir sind von den Gesprächen mit den Projektierern EGO (Energiegenossenschaft Odenwald. d. Red.) und Entega enttäuscht. Sie beteuern zwar ständig ihre Gesprächsbereitschaft, sind jedoch in keiner Weise bereit, Veränderungen an ihren Plänen vorzunehmen, mit denen die Belastung der Würzberger Bevölkerung reduziert werden könnte“, schreibt die ÜWG. Stattdessen würden Drohszenarien einer noch stärkeren Bebauung gemalt. Der angebotene Pachtvertrag enthalte überdies erhebliche Kostenrisiken für die Grundeigentümer und sei schon deswegen nicht zustimmungsfähig. Die für den Windpark Würzberg mit fünf Anlagen vorgesehene Fläche sei zwar im Gemeinsamen Flächennutzungsplan Windkraft der Kreiskommunen als Vorrangfläche enthalten. Zweck dieses FNP sei es jedoch, den Bau von Windkraftanlagen im Odenwald möglichst weitflächig auszuschließen, so die Überparteilichen weiter. Es sei nie Ziel gewesen, damit bestimmte Windpark-Projekte umzusetzen; bekanntlich sei der FNP auch bisher nicht rechtskräftig.

„Am politischen Ziel des Odenwälder Plans, mit den uns gegebenen Möglichkeiten den Bau von Windkraftanlagen auf ein für Menschen, Natur und Landschaft verträgliches Maß zu beschränken, halten wir als Michelstädter ÜWG weiterhin fest“, heißt es abschließend.

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