Oberzent: BI-Gegenwind befragt BM-Kandidaten

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BI Gegenwind befragt Bürgermeisterkandidaten Oberzent zur Windkraft

von Elmar Streun, 7. April 2018

OBERZENT – Meinungen zum Thema Windenergie hat vor der anstehenden Kommunalwahl am 29. April und der Wahl des Bürgermeisters für die neue Stadt Oberzent die Bürgerinitiative „Gegenwind Beerfelden-Rothenberg“ erfragt. Ein sieben Punkte umfassender Fragenkatalog richtete sich an die sieben Bürgermeisterkandidaten angesichts der aktuellen Planungsabsichten, Windkraftanlagen auf dem Katzenwinkel (Etzean/Airlenbach) und dem Finkenberg (Falken-Gesäß/Hinterbach/Olfen) zu errichten.

Die Kandidaten Oliver von Falkenburg, Thomas Ihrig, Erik Kadesch, Christian Kehrer, Andreas Krauch und Claus Weyrauch haben der Bürgerinitiative ihre Antworten mit dem Fragebogen und ihre Erläuterungen zurückgegeben. Lediglich der Kandidat der Grünen, Thomas Väth, ließ die Fragen unbeantwortet und ohne Rückäußerung. Dies teilte der ehemalige Odenwälder Landrat Horst Schnur für die Bürgerinitiative mit.

Die sieben, im Stil einer Meinungsumfrage verfassten Fragen konnten mit ja oder nein beantwortet werden und ließen persönliche Meinungen als Ergänzungen zu, erklärt er weiter. Alle Kandidaten, die sich geäußert haben, lehnen laut Schnur eine Zerstörung der Landschaft im Stadtgebiet Oberzent durch den Bau von Rotoren ab. Dies erfreut die Bürgerinitiative ebenso wie ergänzende Antworten, die mit den von ihr öffentlich kundgemachten Äußerungen übereinstimmen.

Eine gewisse Brisanz erkennt die BI darin, dass die parteigebundenen Kandidaten in der Ablehnung der Windräder auf Odenwaldhöhen eine gegenläufige Auffassung zur aktuellen Haltung ihrer Partei vertreten. Alle halten Mangel an Wind im Odenwald für ein Argument gegen den Bau von Rotoren. Sie sehen außerdem den Arten-, Trinkwasser-, Denkmal-, Wald- und Naturschutz sowie die Umweltverträglichkeit nicht oder nicht hinreichend erfüllt….

….Alle vertreten die Ansicht, Windräder auf den Odenwaldhöhen beeinträchtigen die Lebensqualität der Bevölkerung. Im Gegenzug sehen sie in einer von Rotoren unbebauten Landschaft „eine Chance für eine Gesundheitsregion sowie für den Tourismus und für die Lebensqualität“ der Bürger und ihrer Gäste.

Nun hofft die Bürgerinitiative, dass die neue Stadtverordnetenversammlung ihre Kritik verstärkt und die Meinungsführerschaft der Bürgermeisterkandidaten in Parteien wie in Gesprächsrunden eine „Haltung gegen die Landschaftszerstörung“ durch Rotoren bewirkt. Anderes lasse eine nichtöffentliche Besprechung des Magistrats mit der Planungsfirma Enercon vermuten, die auf dem Finkenberg sechs Windräder errichten will. Während der Magistrat das Projekt nicht abgelehnt habe, komme der Meinung der Kandidaten besondere Bedeutung zu.

 

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