Stillfüssel: Uhu gestärkt in die Natur entlassen

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Windpark Stillfüssel: Uhu gestärkt und lebenstauglich wieder in die Natur entlassen

Hessen, Kreis Bergstrasse , Odenwald, Wald-Michelbach

13. September 2017, von: er

Bürgerinitiativen hoffen auf zeitnahe Entscheidung eines anhängigen Eilantrags bei Gericht, damit Uhu und andere geschützte Vogelarten hier weiter in Frieden leben können

 

WALD-MICHELBACH. – „Ich freue mich, dass er an seiner Geburtsstätte jetzt gestärkt und lebenstauglich wieder ausgewildert werden konnte, und hoffe, dass er für viel Nachwuchs sorgt und alle seine Artgenossen ebenso wie alle anderen Vogelarten in unserer tollen Natur nicht den Tod durch Rotorblätter der Windräder erleiden müssen.“

Vera Krug sprach aus, was sich alle ihre Mitstreiter, die um den Erhalt „eines wunderbaren Nahrungshabitats“ für streng geschützte Vogelarten im und rund um den geplanten Windpark Stillfüssel bei Wald-Michelbach erhoffen. Zusammengekommen waren zahlreiche Mitglieder der Bürgerinitiativen (BI) >Gegenwind< Siedelsbrunn und Ulfenbachtal jetzt um einen Anfang Juni im Windparkgebiet Stillüssel gefundenen Junguhu wieder auszuwildern.

Der junge Nestflüchtling wurde durch Fachleute zweier Falknereien aufgepäppelt, ist inzwischen nahezu ausgewachsen, wurde in einer Wildvogel-Pflegestation auf die Freiheit vorbereitet und jetzt an seiner Geburtsstätte wieder ausgewildert.

Rückblende: Im Februar diesen Jahres wurde auf dem Wald-Michelbacher Höhenzug >Stillfüssel< durch einen vermeintlichen Experten bekanntermaßen mehr oder weniger mutwillig ein Brutplatz zerstört, der höchstwahrscheinlich von einem Uhu besetzt gewesen war.

Diesem im Frühjahr zerstörten Bruthorst folgte am 04. Juni der Fund des Uhu-Kükens in unmittelbarer Nähe zum rechtlich umstrittenen Windparkgebiet Stillfüssel, das offenbar dort aus seinem Brutplatz geflohen oder vertrieben worden war.

Das Jungtier war zum Zeitpunkt seines Auffindens sehr geschwächt und wurde zunächst von einer Falknerin drei Tage lang versorgt, ehe ein weiterer Falkner bis 4. August Aufzucht und Pflege des Tieres übernommen hatte.

Dann brachte Vera Krug den jungen Uhu in enger Abstimmung mit der staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zu einer Wildvogel-Pflegestation nach Kirchwald in der Eifel.

Dort lernte er in den vergangenen Wochen fliegen und jagen und wurde mit drei weiteren jungen Artgenossen gemeinsam intensiv auf die Freiheit vorbereitet. Zur klaren Identifikationsmoeglichkeit war der Odenwälder Uhu farblich markiert worden.

Jetzt konnte „unser Uhu“ wieder an seiner Geburtsstätte im unmittelbar an den Höhenzug Stillfüssel angrenzenden Eiterbachtal ausgesetzt werden. Und dort fühlte er sich auch gleich wieder zuhause: Kaum hatte Vera Krug die Transportkiste geöffnet, da schwang er sich vom Eiterbachtal aus auf in den nahen Wald Richtung Stillfüssel.

Jetzt hoffen die Tierschützerin und ihre zahlreichen Mitstreiter, „dass das aufgepäppelte und lebenstüchtige Tier hier noch lange friedlich leben kann, und sein Leben nicht irgendwelchen Windindustrieanlagen unterordnen, oder durch diese gar sein Leben lassen muss“.

Mit dabei bei der Auswilderung im Eiterbachtal war auch Dirk Bernd vom gleichnamigen Büro für Faunistik und Landschaftsökologie in Lindenfels. Der erfahrene Experte erläuterte, dass ein Uhu in der freien Natur eine Lebenserwartung bis zu 30 Jahre hat. Er sei in der Regel ein Standvogel, der sich nur unwesentlich von seinem Geburtsort entferne und sich immer wieder im Umkreis seines Brutplatzes ansiedele.

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hoffen die Aktiven der beiden BI, dass das Verwaltungsgericht Darmstadt zeitnah über den Eilantrag der Klage des Naturschutzvereins >Initiative Hoher Odenwald e.V.< über die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung in dem von streng geschützten Vogelarten bewohnten Gebiet Stillfüssel entscheidet, „damit die Windkraft im Odenwald nicht zum Terror für Mensch und Natur mutiert“.

Ein Gedanke zu „Stillfüssel: Uhu gestärkt in die Natur entlassen“

  1. Wir wünschen dem jungen Uhu alles Gute und viel Glück allen Rotorflügeln auszuweichen. Aber auch unseren anderen Vögel wie dem Rotmilan, Bussard, Falke, usw. sowie der Fledermaus viel Glück. Unsere Enkel und Urenkel…… sollen dieses wunderschöne Schauspiel am Himmel erleben dürfen wenn diese Tiere über uns schweben. Unsere Tiere müssen geschützt und geachtet werden denn sie sind ein Teil von unserer Natur die sich lohnt zu schützen. Nur gibt es mittlerweile Naturvereine und auch Parteien die früher Mal dafür gekämpft haben und heute durch das vorrantreiben von Windindustrieanlagen alles zerstören ob Tier, unseren Wald oder auch die Gefährdung von uns Menschen leichtfertig in Kauf nehmen. Da die Windkraftlobby hohe Subventionen aus unserem Geldbeutel bekommt muss das EEG -Gesetz (erneuerbare Energie-Gesetz) dringend abgeschafft werden sonst sind wir Alle dafür verantwortlich wie die Zerstörung unserer Natur und deren gravierenden Folgen bis hin zur Gefährdung unseres Trinkwassers weiter vorranschreitet. Darum können wir nur an jeden Wähler am Sonntag appellieren -gehen Sie zur Wahl – und unterstützen Sie die Partei die für die Abschaffung des EEG-Gesetzes ist. Denn dieses Gesetz hat weitreichende Folgen bis hin zu unserem hohen Strompreis!!!!

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