Windkraft: Grüne für kleinere Abstände

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Windkraft: Grüne für kleinere Abstände

Bundeschefin Simone Peter besuchte die Regensburger Ostwind AG. Sie sprach sich klar für das Erneuerbare-Energien-Gesetz aus.

Besuch bei der Ostwind AG: Stadträtin Maria Simon, Gisela Wendling-Lenz (Ostwind AG), Dr. Simone Peter, Bundesvorsitzende der Grünen, Ulrich Lenz (Ostwind AG), Eike Hallitzky, Landesvorsitzender der Grünen, Dr. Rolf Bungart und Jörg Zinner (beide Ostwind AG). Foto: Tino Lex

von Tino Lex, MZ, 17. August 201721:05 Uhr

Regensburg.Wie soll es politisch weitergehen mit der Energiewende? Bundesvorsitzende Simone Peter und Landesvorsitzender Eike Hallitzky von Bündnis 90/Die Grünen besuchten die Ostwind-Gruppe, die zu den führenden deutschen Akteuren im Bereich Onshore-Windenergie zählt. Am Mittwoch wurde über die Herausforderungen der ökologischen Energieerzeuger und die Chance auf eine zügigere Energiewende nach der Bundestagswahl diskutiert. Die Deckelung beim Ausbau der Erneuerbaren sei schnell aufzuheben, um die in Paris vereinbarten Klimaschutzziele zu erreichen, so die gemeinsame Forderung.

Zu wenig Vergütung für Ökostrom

Für die Vorstände der Ostwind AG, Gisela Wendling-Lenz und Ulrich Lenz, sowie die Geschäftsführer Dr. Rolf Bungart und Jörg Zinner ist klar, dass Windenergie und grüne Politik prinzipiell gut zusammenpassen, jedoch müsse sich auch diese Kombination in der Realität bewähren und kritisch hinterfragen lassen. Das Jahr 2017 steht für eine Zeitenwende: Ein „viel zu enger Korridor“ beim Ausbau der Windenergie, eine rein wettbewerbliche Vergütung des Ökostroms und eine je nach Bundesland sehr unterschiedliche Qualität in der Umsetzung der Energiewende haben auch die Ostwind-Gruppe stark gefordert. „Sind das aktuelle Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Ausschreibungsverfahren für Windkraft überhaupt geeignete Instrumente, um die Energiewende und den Klimaschutz in Deutschland voranzubringen?“, fragt Geschäftsführer Dr. Rolf Bungart deshalb. Simone Peter und Eike Hallitzky sprechen sich klar für das EEG aus, denn damit habe man in den letzten 17 Jahren den ÖkostromanteiI mehr als verfünffachen können. Jedoch sehen sie auch, dass es dringend einer Weiterentwicklung bedürfe, wenn bis 2030 die Vollversorgung aus Erneuerbaren geschafft werden soll.

Jobs im Solarbereich weggefallen

„Deswegen wollen wir die Bremsen, die die große Koalition den Erneuerbaren verpasst hat, wieder lösen und das EEG novellieren“, fasst Peter zusammen. Ostwind und „Grüne“ blicken mit Sorge auf die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen. Eine solch negative Kehrtwende bei der Klimapolitik müsse bei der Bundestagswahl verhindert werden. Im Übrigen sollten die Systemfehler im Ausschreibungsverfahren des EEG 2017 repariert und die an sich schon knappen Leistungsvolumina nicht noch weiter reduziert werden. Voraussetzung für einen fairen Wettbewerb sei das Vorliegen einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung auch für die Bürgerenergiegesellschaften, damit der Ausbau der Erneuerbaren in den geforderten Bahnen verlaufen könne…

 

Ein Gedanke zu „Windkraft: Grüne für kleinere Abstände“

  1. Klarer kann der die Wahlwarnung durch die GRÜNEN-Chefin nicht formuliert werden:
    Wer menschenverachtenden Zynismus und blinde Dogmatik wählen will, der wähle diese Partei.

    Die GRÜNEN sind längst und vielfach belegt herabgestiegen zu Steigbügelhaltern der Windkraftindustrie, die in ganz Deutschland Natur und Landschaft brachial zerstört, – selbst dort, wo physikalische Gesetzmäßigkeiten jede sinnvolle Nutzung dieser Energieform faktisch ausschließen müssten.

    Landschaftsschutz und Naturschutz sind hierbei nur noch hinderlich. Gründlicher könnte der Verrat an der Natur durch diese Schein-Ökologen-Partei nicht hinterlegt werden.

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