Keine Windindustrie im Bad Homburger Stadtwald

https://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/homburgfriedrichsdorf-hessen-etappensieg-12523855.html

Windräder tabu

Etappensieg für Windkraftgegner – Keine Anlagen im Bad Homburger und Friedrichsdorfer Stadtwald

Sieben auf einen Streich: der Windpark Weilrod von der B 275 zwischen Usingen und Grävenwiesbach aus gesehen. Im Vordertaunus wird es vorerst keine solchen Anlagen geben.
Von Matthias Pieren, 18. Juni 2019

Im Bad Homburger Stadtwald werden vorerst ebenso wenig wie im Forst auf Friedrichsdorfer Gemarkung Windkraftanlagen gebaut werden können. Das ist seit Freitagabend beschlossene Sache. Anders sieht es allerdings im Usinger Land aus.

Bad Homburg/Friedrichsdorf – Ein 41 Hektar großes Forst-Areal am westlichsten Zipfel des Bad Homburger Stadtwaldes zwischen Sandplacken und Dornholzhausen, direkt am Ende der Elisabethenschneise, ist seit Freitag als „Weißfläche“ ausgewiesen. Gleiches gilt für ein 175 Hektar großes Waldgebiet an der Südost-Flanke des Naturparks Taunus zwischen Saalburg, dem Kirdorfer Feld, dem Friedrichsdorfer Stadtteil Dillingen und dem Köpperner Tal. Die beiden „Weißflächen“ (mit den Nummern 5401 und 5701) sind seit Ende vergangener Woche in den Plänen des Regierungspräsidium Südhessen nicht mehr als Vorrangflächen für mögliche Windkraft-Standorte vorgesehen.

Nach der zweiten Offenlage des sachlichen „Teilplans Erneuerbare Energien“ (TPEE) für den Regierungsbezirk Darmstadt im Jahr 2016 waren von unterschiedlicher Seite gegen die beiden Vorranggebiete Widersprüche eingelegt worden.

Diese, aus unterschiedlichen Gründen, eingebrachten Bedenken wurden von der Regionalversammlung Südhessen (RVS) nun berücksichtigt. Der jetzt beschlossene Plan legt unter anderem fest, wo künftig noch Windkraftanlagen errichtet werden können („Vorranggebiete“) und wo nicht (sogenannte Ausschlussräume).

Noch nicht endgültig

Die „Weißflächen“ 5401 und 5701 sind aber nur „zunächst“ als Windkraft-Standorte ausgenommen. „Zunächst“ heißt aber nicht „definitiv“: Auch die „Weißflächen“ können nämlich nach erneuter gründlicher Planung und Bewertung in einem Nachschlag dennoch entweder Vorranggebiete werden oder als Ausschlussraum für die Windenergie deklariert werden….

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