Energiekrise: Folge der Grünen Energiewende?

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Energiewende und die Folgen

Energiekrise: Eine Folge der grünen Energiewende? Die Fakten

Von Dr. Olaf Zinke, „Agrar heute“, 22. Oktober 2021

Die Energiekrise treibt die Kosten für die Wirtschaft, Bauern und Verbraucher auf immer neue Rekordmarken. Dabei steht die Energiewende erst am Anfang. Die Bank of Amerika hat nun die Kosten für die Klimawende ausgerechnet – und die sind gigantisch.

Europa und die Welt stecken in einer beispiellosen Energiekrise. Manche nennen es eine Krise, die, mit dem arabischen Ölembargo der 1970er Jahre vergleichbar sein kann – mit verheerenden wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen, schreibt das US-Wirtschaftsmagazin forbes.

Brent-Rohöl liegt auf einem 5-Jahres-Hoch von 84 USD pro Barrel, während die Spot-Erdgaspreise im Jahresvergleich um mehr als 500 % gestiegen sind. Der wiederauflebende Energiebedarf nach Covid, extreme Wetterereignisse, Unterbrechungen der Lieferkette und eine schlechte Bevorratung haben zur aktuellen Krise beigetragen. Die rückläufige Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, in Verbindung mit der anziehenden Nachfrage waren weitere Faktoren, die die Strompreise auf neue Rekordstände getrieben haben.

Dies ist in Europa am stärksten zu spüren, aber auch in China wo es zu Stromrationierungen kommt und in den USA, wo die Verbraucher rekordhohe Preise an den Zapfsäulen sehen. Angesichts der Verknappung von Erdgas in Europa und Kohle in China und Indien und stark steigenden Preisen in Japan scheint die Energiewelt aus den Fugen.

Europa hat offenbar den Fehler gemacht, Erdgasförderfelder, Atomkraftwerke und Kohlefabriken zu schließen, bevor ausreichend alternative Energiequelle zur Verfügung stehen. In Deutschland lag der Anteil erneuerbarer Energieträger am Gesamtenergieverbrauch im Jahr 2020 gerade einmal bei knapp 17 Prozent – bei der Stromversorgung waren es immerhin 45 Prozent.

Der Wechsel von Gas und Kohle wird den meisten Schätzungen zufolge die weltweite Ölnachfrage während des kommenden Winters auf der Nordhalbkugel täglich um 500.000 Barrel erhöhen…

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