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Rechnungshof: Verschärfte Probleme im Stromnetz

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Rechnungshof warnt vor verschärften Problemen im Stromnetz

Die untergehende Sonne hat den Himmel über Hochspannungsleitungen verfärbt. Bild: dpa

Ein neuer Bericht wirft ein Schlaglicht auf die Lage im deutschen Stromnetz: Der Netzausbau kann mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht Schritt halten. Das kostet Verbraucher Milliarden.

Von Andreas Mihm, 4. Juli 2019

Der schleppende Ausbau neuer Stromleitungen stellt laut Bundesrechnungshof „ein zunehmendes Risiko für die Versorgungssicherheit dar“. „Die Probleme im Stromnetz haben sich tendenziell verschärft“, schreibt er in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages. Grund sei, dass der Netzausbau mit dem Ausbau der Wind- und Sonnenstromerzeugung nicht Schritt halte. Trotz diverser Beschleunigungsmaßnahmen der Regierung bestehe das Risiko, dass „es nicht gelingt, den Rückstand beim Ausbau der Übertragungsnetze aufzuholen und zugleich einen weiteren Netzausbaubedarf wegen des ungebremsten Ausbaus von erneuerbaren Energieanlagen rechtzeitig zu erfüllen.“

Der Bericht, der der F.A.Z. vorliegt, wirft ein Schlaglicht auf die Lage im deutschen Stromnetz. Erst am Montag hatten dessen Betreiber zugegeben, die Situation sei im Juni „sehr angespannt“ gewesen und habe „nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden“ können. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte in seinem mit großer Verspätung vorgelegten „Monitoringbericht“, die Versorgungssicherheit „ist in Deutschland im internationalen Vergleich sehr hoch.“…

Chaotische Zustände im deutschen Stromnetz!

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/chaotische-zustaende-im-deutschen-stromnetz-16263310.html

Chaotische Zustände im deutschen Stromnetz

Trügerische Idylle: Im Stromnetz fließt oft zu wenig Strom. Bild: MEV/F1online

Im deutschen Elektrizitätsnetz ist es im Juni mehrfach zu schweren Krisen mit europaweiten Folgen gekommen. Die Systemsicherheit war sogar gefährdet.

Von Andreas Mihm, 2. Juli 2019

Im deutschen Stromnetz ist es im Juni mehrfach zu chaotischen Zuständen gekommen. Die kritische Lage konnte nur mit Hilfe aus den Nachbarländern bereinigt werden. Auf F.A.Z.-Anfrage gaben die vier Netzbetreiber am Montag zu: „Die Lage war sehr angespannt und konnte nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden.“ An der Börse schossen die Kurzfristpreise für Strom in die Höhe. Als eine Konsequenz aus den Turbulenzen, die das gesamte europäische Stromnetz in Mitleidenschaft zogen, verdoppelten die Netzbetreiber Amprion, Tennet, 50Hertz und Transnet-BW die vorgehaltene Minutenreserve von Freitag auf Samstag auf 2000 Megawatt. Es blieb unklar, wie weit das Land von einem Blackout entfernt war.

An drei Tagen im Juni, zuletzt am Dienstag vergangener Woche, hätten die deutschen Netzunternehmen eine starke „Unterspeisung“ des deutschen Systems festgestellt. Es war weniger Strom da als benötigt. Das Defizit habe „jeweils zu einem Absinken der Netzfrequenz im gesamten europäischen Verbundnetz geführt“. Die Folge: „Im deutschen Elektrizitätsversorgungssystem sind in den vergangenen Tagen signifikante Systembilanzabweichungen aufgetreten, welche die Systemsicherheit gefährden.“…

Vahrenholt: Wieviel Zeit bleibt uns noch bis zum Untergang?

https://eifelon.de/region/wieviel-zeit-bleibt-uns-noch-bis-zum-untergang.html

Wieviel Zeit bleibt uns noch bis zum Untergang?

Von Prof. Fritz Vahrenholt, 21. Juni 2019

Eifel: Alle sollen in Panik geraten, empfehlen uns Greta und ihre jugendlichen Mitstreiter. Eine neue Jugendbewegung schürt die Angst vor dem nahen Untergang. Aber für Panik-Attacken ist kein Grund vorhanden – auch wenn jeder Tropfen Regen und jedes Lüftchen zum Beweis für den sofortigen Weltuntergang herangezogen wird.

Die Anpassung an die Erderwärmung werde Deutschland aus Sicht der Grünen mindestens 100 Milliarden Euro kosten, sagte Frau Katrin Göring-Eckardt in der letzten Woche. Das ist lustig. Das Armageddon, also der Weltuntergang, droht nach fridays for future in 2035 und das ist mit 100 Milliarden erledigt? Wie ich kürzlich zusammengerechnet habe, reden wir über 4600 Milliarden, die in Deutschland ausgegeben werden müssten. Und zwar pronto! Für jeden Haushalt bis 2035 etwa 640 € im Monat.

Ich möchte noch einmal auf das verweisen, was wir im Juli 2017 abgeleitet hatten: Wie hoch kann die Konzentration an CO2 in der Atmosphäre anwachsen, um das 2°C- Ziel nicht zu reißen: es sind um die 600 ppm. Geht man von aktuell (2017) 407 ppm CO2 aus und einem augenblicklichen Wachstum von 2,11 ppm im Mittel pro Jahr, wären die 600 ppm im Jahre 2108, also in ca. 91 Jahren, erreicht. Natürlich wäre es notwendig, bis Ende dieses Jahrhunderts die globalen, anthropogenen CO2-Emissionen auf nahe Null zu senken – eine Aufgabe für drei globale Generationen und nicht für drei deutsche Legislaturperioden.

Das sehen Aktivisten anders. Sie lassen verkünden, dass in 12 Jahren die schwarz/weiß karierte Flagge kommt für die Menschheit: The race is over! Es ist schwierig, dies zu begründen, daher wird versucht, jedes Wetter zu nutzen. Jeder Hagelschlag, jedes Gewitter, jeder schöne und heiße Sommertag ist Wasser auf die Mühlen: das Klima spielt verrückt und wir sind Schuld…

 

Keine Windindustrie im Bad Homburger Stadtwald

https://www.fnp.de/lokales/hochtaunus/homburgfriedrichsdorf-hessen-etappensieg-12523855.html

Windräder tabu

Etappensieg für Windkraftgegner – Keine Anlagen im Bad Homburger und Friedrichsdorfer Stadtwald

Sieben auf einen Streich: der Windpark Weilrod von der B 275 zwischen Usingen und Grävenwiesbach aus gesehen. Im Vordertaunus wird es vorerst keine solchen Anlagen geben.
Von Matthias Pieren, 18. Juni 2019

Im Bad Homburger Stadtwald werden vorerst ebenso wenig wie im Forst auf Friedrichsdorfer Gemarkung Windkraftanlagen gebaut werden können. Das ist seit Freitagabend beschlossene Sache. Anders sieht es allerdings im Usinger Land aus.

Bad Homburg/Friedrichsdorf – Ein 41 Hektar großes Forst-Areal am westlichsten Zipfel des Bad Homburger Stadtwaldes zwischen Sandplacken und Dornholzhausen, direkt am Ende der Elisabethenschneise, ist seit Freitag als „Weißfläche“ ausgewiesen. Gleiches gilt für ein 175 Hektar großes Waldgebiet an der Südost-Flanke des Naturparks Taunus zwischen Saalburg, dem Kirdorfer Feld, dem Friedrichsdorfer Stadtteil Dillingen und dem Köpperner Tal. Die beiden „Weißflächen“ (mit den Nummern 5401 und 5701) sind seit Ende vergangener Woche in den Plänen des Regierungspräsidium Südhessen nicht mehr als Vorrangflächen für mögliche Windkraft-Standorte vorgesehen.

Nach der zweiten Offenlage des sachlichen „Teilplans Erneuerbare Energien“ (TPEE) für den Regierungsbezirk Darmstadt im Jahr 2016 waren von unterschiedlicher Seite gegen die beiden Vorranggebiete Widersprüche eingelegt worden.

Diese, aus unterschiedlichen Gründen, eingebrachten Bedenken wurden von der Regionalversammlung Südhessen (RVS) nun berücksichtigt. Der jetzt beschlossene Plan legt unter anderem fest, wo künftig noch Windkraftanlagen errichtet werden können („Vorranggebiete“) und wo nicht (sogenannte Ausschlussräume).

Noch nicht endgültig

Die „Weißflächen“ 5401 und 5701 sind aber nur „zunächst“ als Windkraft-Standorte ausgenommen. „Zunächst“ heißt aber nicht „definitiv“: Auch die „Weißflächen“ können nämlich nach erneuter gründlicher Planung und Bewertung in einem Nachschlag dennoch entweder Vorranggebiete werden oder als Ausschlussraum für die Windenergie deklariert werden….

Breuberg: Klares Nein zum Windpark!

https://www.echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/breuberg/klares-nein-zum-windpark-breuberg_20218024#

Klares Nein zum „Windpark Breuberg“

Bei einer Bürgerversammlung in der Breuberghalle in Neustadt wird die negative Haltung bezüglich des Windparks deutlich. Verpächter und Juwi AG bekommen kein Verständnis entgegengebracht.

An der Demonstration gegen Windkraftanlagen in Frankfurt beteiligen sich auch Aktivisten aus dem Odenwald. Foto: Hans-Joachim Büchs

Von Gabriele Lermann, 17.06.2019

NEUSTADT – Gegenwind für örtliche Windkraftpläne hat die sehr gut besuchte Bürgerversammlung in der Breuberghalle bestimmt. Thema des Abends waren die geplanten Anlagen des Projektierers Juwi AG, sieben Windkraftanlagen sollen ab einem Kilometer Entfernung direkt hinter Rai-Breitenbach in Richtung Bayern entstehen. Befürworter des Vorhabens schienen keine im Publikum zu sein, zumindest gab es keine Wortmeldung dazu.

Der Diskussion gingen die Stellungnahmen des Podiums voraus. Dort saßen Bürgermeister Jörg Springer als bekennender Gegner des Vorhabens, seitens der Juwi AG Rim Salem als Verantwortliche für die Breuberger Planung, und Silvan Schumacher, Projektmanager der Juwi Energieprojekte GmbH. Beratend standen auf dem Podium die Leiterin der Breuberger Bauverwaltung, Nadja Dahlheimer, und für rechtliche Fragen Anwältin Julia Stein zur Verfügung.

Umfassende Einblicke in die mit dem Projekt drohenden Eingriffe in Flora und Fauna, Lebensqualität und Tourismus, Landschaftsbild bis hin zum Kulturgut (Burg Breuberg, Arnheiter Kapelle, Altstadtkulisse Neustadt) gab aus dem Podium Michael Groß vom Planungsbüro für Städtebau Göringer-Hoffmann-Bauer. Moderiert wurde der Abend vom Stadtverordnetenvorsteher Theo Böhm…

Auf Verständnis für das Vorhaben stießen weder die Juwi AG noch der Verpächter. Sehr kritisiert wurde, dass der Grundstücksbesitzer einem von der Stadt Breuberg beauftragten Faunagutachter verboten hat, das Gebiet zu betreten. „Gerade im Fall der Mopsfledermaus ist es wichtig, direkt vor Ort sein zu können“, sagte Bernhard Saul für den Nabu. Michael Romig betonte: „60 Jahre habe ich in diesem besonders schönen Gebiet die Natur gepflegt.“ Kein Verständnis zeigte Stadträtin Angelika Romig-Saul für einen Waldbesitzer, der Jahrzehnte seinen Wald pflege und ihn dann für kommerzielle Zwecke aufgebe…

 

Odenwald: Schummelei mit Weißflächen

https://edition.faz.net/faz-edition/rm-hessen/2019-06-08/ab17433e24a1dbab8528839d8703637b/?GEPC=s9&fbclid=IwAR2Vb1ERFXLC8IfMjksKZWGGH-HdT_cm84AmxD4FauuvksKVL1aeuuI5uHA

Entscheidung über Windkraft-Standorte

Auf 1,4 Prozent der Fläche Südhessens sollen Windräder gebaut werden können. Aber das halten nicht alle Regionalpolitiker für einen guten Plan.
Wo und wie viele? Da sind sich Lokalpolitiker bei Windkraftanlagen nicht einig. dpa

 

mch. RHEIN-MAIN. Sachlich und unaufgeregt hat der Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Südhessen gestern die vorläufig letzte und damit grundlegende Entscheidung zu den Standorten für Windkraftanlagen im Regierungsbezirk Darmstadt getroffen. Danach sind 1,4 Prozent der Fläche Südhessens für die Windenergienutzung vorgesehen. Weitere 0,8 Prozent werden im „Teilregionalplan erneuerbare Energien“ zunächst als „Weißflächen“ markiert. Davon könnten, so die Fachleute, nach eingehender Prüfung und Beteiligung der Öffentlichkeit weitere 0,1 Prozent als geeignete Standorte hinzukommen. Somit summierten sich die sogenannten Windvorranggebiete auf 1,5 Prozent der Fläche Südhessens. Das nach Fukushima vom Land vorgegebene Ziel für Gesamthessen war, zwei Prozent der Landesfläche für die Windenergie bereitzustellen.

Zunächst muss noch die Regionalversammlung Südhessen die Entscheidung des Ausschusses am nächsten Freitag bestätigen, wenn sie im Frankfurter Römer tagt. Gestern votierten CDU, SPD und Grüne für den Teilplan in der jetzt vorliegenden Form, während FDP und AfD sowie der CDU-Politiker Harald Buschmann, Vertreter des Odenwaldkreises, die Pläne abgelehnt haben.

Diskussionsfreudig zeigte sich gestern nur der FDP-Politiker René Rock, Fraktionschef im Landtag und Vertreter des Kreises Offenbach in der Versammlung. Er warf der Mehrheit im Ausschuss vor, den Teilplan nur deshalb jetzt beschließen zu können, „weil man geschummelt hat“. Mit der Markierung von „Weißflächen“, die man erst später prüfen wolle und sie deshalb bewusst aus dem Plan herausgenommen habe, „ist ja noch nicht alles geklärt“…

AKK: Energiewende kann funktionieren oder scheitern…

https://edition.faz.net/faz-edition/wirtschaft/2019-06-07/843efd0b22eaee7808b35cb1f3b86efd?GEPC=s9

„Experiment kann funktionieren, es kann aber auch scheitern“

CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer zur Energiewende

ppl. FRANKFURT, 6. Juni. Im Streit über weitere Schritte in der Energie- und Klimapolitik hat sich die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer besorgt geäußert: „Wir steigen parallel aus Atomkraft und Kohleverstromung aus – das ist ein großes Experiment, das kein anderes Land so macht“, sagte sie. Das Experiment könne funktionieren, es könne aber auch scheitern, fügte sie in ihrer Rede vor dem Ifo-Institut in München am Donnerstag zur Frage „70 Jahre Soziale Marktwirtschaft“ hinzu.

Mit Blick auf die von verschiedenen Seiten geforderte CO2-Steuer oder anderweitige CO2-Bepreisung betonte die CDU-Vorsitzende den sozialen Aspekt: „Die Klimafrage kann zur neuen Spaltungsfrage im Land werden.“ Ohne Frankreich zu erwähnen, wo Proteste gegen eine CO2-Steuer wochenlange Gelbwesten-Demonstrationen ausgelöst hatten, verwies Kramp-Karrenbauer auf die politische Polarisierung in Deutschland. Die Wahlergebnisse für die Grünen einerseits und die AfD andererseits zeigten eine Spaltung des Landes. Man habe schon in der Migrationskrise 2015 erlebt, wie Spaltungstendenzen entstanden seien. Der Klimaschutz müsse darum gesellschaftliche Akzeptanz finden. Die deutsche Energie- und Klimapolitik müsse drei Bedingungen erfüllen: Sie müsse wirksam sein bei der CO2-Reduktion, dürfe wirtschaftlich nicht zu sehr belasten und müsse sozial ausgewogen sein.

Zuvor hatte der Präsident des Ifo-Instituts, der Ökonom Clemens Fuest, die Klimapolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf kritisiert. Die deutsche Politik sei „besonders teuer, und die Klimaziele werden verfehlt“. Deshalb sei der deutsche Weg kein Vorbild für andere auf der Welt. Der „planwirtschaftliche Ansatz“ sei gescheitert, so Fuest. Gleichzeitig erinnerte er daran, wie wenig Deutschland letztlich zu den globalen Emissionen beitrage…

Neckar-Odenwald-Kreis: Bald mehr Windindustrieanlagen!

https://www.rnz.de/nachrichten/mosbach_artikel,-windatlas-baden-wuerttemberg-bald-mehr-windraeder-im-neckar-odenwald-kreis-_arid,444769.html

 

Klimaschutz zerstört Wälder der Mittelgebirge!

https://eifelon.de/umland/klimaschutz-zerstoert-waelder-der-deutschen-mittelgebirge.html

Klimaschutz zerstört Wälder der deutschen Mittelgebirge

Umland: „Der Artenschutz ist unter ‚grün‘ in Hessen zu einer Farce verkommen, der sich in lächerlichen Blühstreifendiskussionen und medienwirksamen Biotopeinweihungen erschöpft“, sagt Silke Hable, Jahrgang 1977, diplomierte Geographin und Zoologin. Sie lebt mit ihrer Familie im Herzen des Odenwaldes, zwischen Frankfurt/Main im Norden und Heidelberg im Süden. Ein absoluter „Wald-Mensch“ sei sie, schildert sie gegenüber EIFELON. Für sie ist der Wald nicht nur eine beliebige Ansammlung von Bäumen. Ebenso nicht nur „grüne Kulisse“ beim Radeln, Joggen oder Hundespaziergang. Auch kein Wirtschaftsraum im Sinne der Holz“produktion“, die sie in ihrer gegenwärtigen Ausprägung für alles andere als nachhaltig hält. Stattdessen ist Wald für Hable ein überaus komplexer Organismus, der nur in seiner Gesamtheit mit all seinen Elementen betrachtet werden kann und muss (Flora, Fauna, Geologie, Hydrologie…), um ihn auch nur ansatzweise verstehen und damit schonend und wirklich nachhaltig nutzen zu können. Und der auch nur in seiner Gesamtheit „funktioniert“.

Waldmensch Silke Hable. [Foto: privat]

Bei Äußerungen von sogenannten „Grünen“ platzt ihr schon mal literarisch der Kragen. Etwa wenn ein Grünen-Mitglied des hessischen Landtages Bäume in gut und schlecht einteilt: Gute Bäume seien ihm zufolge jene im Hambacher Forst, die den Kohleabbau im Weg stehen. „Schlechte“ Bäume stünden dagegen „guten“ Projekten wie dem Windkraftausbau im Weg; sie müssten am besten möglichst schnell gefällt werden, um dann mit der Windkraft das Great Barrier Riff und das Weltklima zu retten. Erschlagene Vögel und Fledermäuse, sowie der Verlust an Lebensraum für die Tiere sind für diese Art von „Grünen“ zu vernachlässigende Kollateralschäden.

Die schlechten Bäume stehen nicht nur in der Eifel, sondern auch in vielen anderen Mittelgebirgen, so auch in Hables Heimat, dem Odenwald. Um dem Eifeler Leser einmal die Dimension dieser Vernichtung von kostbarem Lebensraum überall in Deutschland und seine negativen Folgen für uns hier direkt vor Ort greifbar zu machen, veröffentlicht EIFELON eine Kurzfassung von Silke Hables Text „Analytisch“:

Weltklima gerettet? Kleinklima erwärmt!

Längst ist bekannt, dass auch mit 30.000 Windkraftanlagen (WKA) deutschlandweit kein einziges Gramm CO2 eingespart werden konnte. Dennoch wird weiter fleißig an allen Fakten vorbei behauptet, durch den weiteren Ausbau der Windkraft ließe sich das Klima retten. Tatsächlich führen die auch im Odenwald bereits vorgenommenen und noch in weitaus größerem Maß geplanten Rodungen von Wäldern zugunsten von Windrädern jedoch kurzfristig und dauerhaft zu einer drastischen Erwärmung des sogenannten Kleinklimas – also des Klimas vor Ort. Denn wo Wald ist, ist es für gewöhnlich zwei bis drei Grad Celsius kühler als über unbewaldeten Flächen – und sogar noch einige zusätzliche Grad kühler als über Flächen, die durch Asphalt oder Beton versiegelt wurden.

Natürliche Wasserkreisläufe gestört

Die großflächigen Rodungen zugunsten von WKA – allein im Odenwaldkreis reden wir gemäß TPEE (Teilplan Erneuerbare Energien) von gut 2.700 Hektar – verändern zudem empfindlich den Wasserhaushalt: Wo unter Wald der Boden noch aufnahmefähig für Wasser und Gase (auch CO2) war, ist durch die großflächige Entwaldung und die damit verbundene weitaus intensivere Sonneneinstrahlung nicht nur die Verdunstung schneller und höher. Der einstige Waldboden verliert zudem seine Fähigkeit, Wasser zu speichern, da die Fundamente der WKA den Boden großflächig versiegeln und schwere Harvester und Kräne die Zuwege und die Windräder umgebenden Flächen wie die der Kräne bis in mehrere Meter Tiefe hochverdichten. (Beispiel: Ein 16 Tonnen schwerer Harvester verdichtet den Boden bis zu zwei Meter tief.) Dieser Zustand wird über viele Jahrhunderte nachweisbar sein. Bildung und Regeneration von Boden sind Prozesse, die Jahrhunderte bis Jahrtausende brauchen.

Zerstört wird auch das empfindliche Geflecht aus Feinwurzeln und Pilzen. Das benötigen aber die noch verbliebenen Bäume zwingend, um gesund zu bleiben. Selbst die angrenzenden Wälder, die das Glück haben, erst einmal nicht gefällt zu werden, werden somit unmittelbar, schwer und langfristig geschädigt. Das Geflecht ist für einen gesunden Wald deswegen unabdingbar, weil die Bäume über dieses „Wood Wide Web“ Informationen austauschen (etwa: Schädlingsbefall droht), sowie wichtige Nährstoffe und Wasser.

Nicht mehr vorhandene Bäume und Waldböden können kein Wasser mehr bei Starkregen aufhalten. Im versiegeltem und/oder hochverdichtetem Boden kann es nicht mehr langsam versickern. Ein nicht unerheblicher Teil des Regenwassers wird von den bald großflächig entwaldeten Höhenrücken der Region weitgehend ungehindert in die Täler abfließen. Überschwemmungen in Tallagen werden zur Regel mit allen negativen Folgen für die dort lebenden Menschen.

Außerdem tragen Wälder erheblich zur Wolkenbildung bei: Über ihre Blätter und Nadeln geben Bäume permanent nicht nur wichtigen Sauerstoff ab; sie verdunsten auch wieder Wasser und geben in erheblichen Mengen (auch für den Menschen sehr gesundheitsfördernde) ätherische Öle (Terpene) an die Luft ab. Dabei bilden sich in höheren Luftschichten wieder sogenannte Nuklei, an die sich Wassermoleküle lagern. Wolken entstehen. Aus diesen Wolken fällt wieder Regen. So sieht ein gesunder Wasserkreislauf aus, den es mit großflächig entwaldeten Höhenrücken aber nicht mehr geben wird. Das beeinflusst die umgebende Vegetation (Wald), die Landwirtschaft (zunehmende Trockenheit der Böden) und auch den Trinkwassernachschub für die Menschen. Der Grundwasserspiegel wird dadurch bereits mittelfristig vielerorts erheblich – ich sage: bedenklich – absinken.

Wegen der Bechsteinfledermaus wurden 200 Hektar „Hambi“ nicht gerodet – im Odenwald dagegen kein Problem?

Der Odenwald ist eines der letzten größeren, noch wenigstens einigermaßen unzerschnittenen Waldgebiete Deutschlands. Er ist, und zwar nahezu flächendeckend, Heimat für zahlreiche seltene – sogar gesetzlich streng geschützte – Tierarten. Hier leben fast überall ein gutes Dutzend zum Teil streng geschützter Fledermausarten: etwa die Bechsteinfledermaus (wegen diesem Tier wurde von der Rodung von 200 Hektar „Hambi“ abgesehen) oder auch die Mopsfledermaus. Klimaaktivisten wollen das Great Barrier Reef schützen, indem sie großflächig und dauerhaft Lebensräume unserer heimischen geschützten Tiere zerstören? Eine seltsame Logik, die man wohl nur als Grüner versteht. Fakt ist ebenso, dass noch bis Mitte 2016 in Hessen WKA zu Wochenstuben der Mopsfledermaus fünf Kilometer Abstand halten mussten – per Erlass haben das die „Grünen“ in der Landesregierung inzwischen auf lächerliche 200 Meter heruntergeschraubt.

Artenschutz ist unter „grün“ in Hessen zu einer Farce verkommen

Totfunde von Fledermäusen gibt es inzwischen rund um bereits bestehende Anlagen so einige. Untersuchungen von Fachinstituten, beauftragt durch unabhängige Fledermausschützer aus der Bürgerschaft, ergaben, dass diese Tiere am Barotrauma elend und qualvoll verreckt sind: der Unterdruck, der rund um sich drehende Rotoren entsteht, hat ihnen die Lungen und weitere Organe einfach im Flug zerfetzt. Die Totfunde und das Untersuchungsergebnis wurden den zuständigen Behörden gemeldet. Geschehen ist nichts. Seitens der Genehmigungs- und Kontrollbehörden ignoriert man derlei.

Weiter geht es mit dem „Klassiker“ in Sachen Windkraft, dem Rotmilan. Der Odenwald ist Heimat für eine der größten und stabilsten Rotmilan-Populationen Deutschlands. Rund um die bereits bestehenden Windparks der Region sind die Rotmilane bereits verschwunden – ob sie getötet wurden (die Tiere, das ist wissenschaftlich erwiesen, weichen WKA nicht aus) oder abgewandert sind, ist unklar. Fest steht jedoch: Mit jeder WKA, mit jedem Windpark mehr auf Odenwälder Höhenrücken verschwindet ein Teil der Population. Und da gemäß dem TPEE-Entwurf so gut wie jeder Höhenrücken betroffen sein wird, wird die Rotmilan-Population des Odenwaldes wohl bald der Vergangenheit angehören.

Doch wenn Klimaaktivisten und „Grünen“ am Great Barrier Reef und an bedrohten Exoten der Tierwelt gelegen ist, wie können sie dann der rapiden Vernichtung heimischer bedrohter Tiere so tatenlos zusehen, ja sie sogar aktiv weiter vorantreiben – unter dem „ökologischen Deckmäntelchen“ der Energiewende? Fast zwei Drittel der Rotmilane dieses Erdballs leben in Europa – Deutschland ist gemeinsam mit Frankreich das Land mit der größten Rotmilan-Population. Die Art ist nicht weniger gefährdet als die großen, „spektakulären“ Tiere, mit denen die einschlägigen Naturschutzorganisationen um Spenden werben.

FFH – Flora Fauna Habitat wird zu Industriegebiet

Dass der Politik, und offensichtlich nicht nur der „grünen“, in Hessen rein gar nichts mehr an Artenschutz liegt, sieht man auch daran, dass mit der Errichtung des Windparks „Greiner Eck“ bei Hirschhorn im südlichsten Zipfel des Odenwaldes sogar ein FFH-Schutzgebiet per Sofortvollzug einfach plattgemacht wurde. Ich muss Ihnen wohl kaum erzählen, dass sogenannte FFH- oder Natura-2000-Gebiete Areale sind, die durch europäisches Recht besonders geschützt und darum für Windparks eigentlich per se vollkommen tabu sind.
Im einstigen FFH-Gebiet Greiner Eck war die streng geschützte Haselmaus zuhause. Die Wildkatze und der Uhu waren jeweils von Jägern per Foto eindeutig nachgewiesen worden, die Mopsfledermaus war gesichert nachgewiesen, der Rotmilan drehte hier seine Kreise ebenso wie der gleichermaßen geschützte Wespenbussard. Das Tötungsverbot für den ebenfalls am Greiner Eck vorkommenden Fichtenkreuzschnabel wurde vom Regierungspräsidium Darmstadt als Genehmigungsbehörde kurzerhand aufgehoben. Der Lebensraum für all diese Tiere ist zerstört. Ein für alle Mal – denn ein solches Biotop forstet man nicht einfach irgendwann wieder auf und alles ist wieder gut.

Grund- und Trinkwasser bedroht

Auch das Wohlergehen der Bevölkerung vor Ort ist der Politik vollkommen gleichgültig, wenn es um den Ausbau der Windkraft im Odenwald geht.
Beispiel Greiner Eck: Durch ungeeignetes Aufschüttmaterial für Zuwege und Stellflächen ist der Boden nun mit Arsen, Cadmium und Zink um ein Vielfaches der zulässigen Grenzwerte belastet. Selbst ein Gutachten des Windpark-Betreibers bestätigt dies inzwischen. Hatte ich schon erwähnt, dass das Greiner Eck im Trinkwassereinzugsgebiet von rund 11.000 Menschen der umliegenden Ortschaften liegt? Dass gleich zwei Schutzzonen III davon betroffen sind? Schadstoffe im Boden werden zwingend mit dem Regen nach und nach ausgewaschen und ins Grund- und Trinkwasser eingetragen. Und hier sprechen wir noch nicht von den in den Betonfundamenten von WKA nahezu ausnahmslos enthaltenen Schadstoffen wie Schwermetalle, die aus den Fundamenten ausgewaschen werden, ebenfalls über die Zeit in den umliegenden Boden übergehen und schließlich ins Grund- und Trinkwasser eingetragen werden.

Ähnlich bedroht wie das Trinkwasser der Bevölkerung rund um das Greiner Eck ist auch das Trinkwasser von Teilen der Gemeinde Mossautal durch den Windpark Kahlberg. Das streitet noch nicht einmal das Regierungspräsidium Darmstadt als genehmigende Behörde ab. Eine Verunreinigung, zeitweise oder auch dauerhaft, oder auch ein Versiegen der Quellen wird im Genehmigungsbescheid für durchaus möglich bis wahrscheinlich erklärt. Man zieht allerdings das Fazit, dass eine Versorgung der dann betroffenen Orte per Tankwagen absolut zumutbar für die Bevölkerung ist.

Ich nenne das einen Ausverkauf der Region auf Kosten der Menschen, der Tiere und des Waldes.

Atomstrom aus dem Ausland

Dass es die deutschen WKA nicht schaffen, auch nur annähernd den Primärenergiebedarf zu decken, verschweigen oder negieren die Grünen und sprechen gebetsmühlenartig von installierter Leistung. Auch dass Windkraft und Solarenergie nicht einmal ansatzweise grundlastfähig sind, blenden sie konsequent aus. Nicht verraten haben die Politiker ihren Wählern, dass die Bundesrepublik enorme Mengen Atomstrom aus dem französischen, belgischen und schweizerischen Ausland einkauft, und sogar entgegen dem beschlossenen GroKo-Koalitionsvertrag ausländische Atom-Aktien hält und Ende 2018 noch zugekauft hat. All das, um die Netzschwankungen auszugleichen, die die „Erneuerbaren“ verursachen und die mit jedem Windrad mehr zu einem noch größeren Problem werden.
Ebenso verweigern sich die Grünen bislang der Einsicht, dass es bis auf absehbare Zeit – Ingenieure sprechen von 15 bis 40 Jahren – keine ausreichenden beziehungsweise ausreichend effektive Speichermöglichkeiten geben wird.

Der Teilplan Erneuerbare Energien (TPEE), den das Regierungspräsidium Darmstadt am 14. Juni der Regionalversammlung zur Verabschiedung vorlegen wird, sieht fast auf jedem Höhenzug des hessischen, bayerischen und badischen Odenwaldes Windvorrangflächen vor.
Allein im Odenwaldkreis, ein Teil des hessischen Odenwaldes, sollen 2.700 Hektar der Windkraft zur Verfügung gestellt werden. Da vom Regierungspräsidium aktuell ein Windrad je 10 Hektar Vorrangfläche „vorgesehen“ ist, wäre das allein Platz genug für mehr als 200 Windkraftanlagen.
Mit dem Greiner Eck fiel im Odenwald bislang mindestens ein FFH-Gebiet der Windkraft zum Opfer – das Greiner Eck liegt bei Hirschhorn im Kreis Bergstraße, neben dem Odenwaldkreis der zweite hessische Teil des Odenwaldes. Ein weiteres Schutzgebiet – die sogenannte Mies bei Michelstadt-Würzberg – steht aktuell auf der Kippe: Dort plant – mitten in einem EU-Vogelschutzgebiet, das dem Natura2000-Biotopverbund angehört – der Projektierer Juwi derzeit einen Windpark mit (zunächst) vier beantragten WKA mit je 241 m Gesamthöhe.

Windkraftanlagen: „Subventionsbetrug auf unsere Kosten“

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=6079&cHash=55cffb5c30c3045934b1a3d6b9a2c649

Windkraftanlagen: „Subventionsbetrug in großem Stil auf unsere Kosten“

80. Donnerstags-Demonstration: „Klarsicht, satt Hysterie“ und „im Konfliktfalle ziviler Ungehorsam“ gefordert, „wenn eine Verwaltung nicht mehr die Bürgerinteressen vertritt“

Die 80. Donnerstags-Demonstration „gegen die Mensch, Tier und Natur verachtende Energiepolitik in unserem Land“ veranstalteten in dieser Woche die Bürgerinitiativen Siedelsbrunn & Ulfenbachtal durch die Straßen in Wald-Michelbach.

von er, 19. Mai 2019

ODENWALD / WALD-MICHELBACH. – „Subventionsbetrug in großem Stil auf unsere Kosten“, nannte Peter Geisinger, Vorsitzender des Vereins >Vernunftkraft Odenwald< die aktuelle Energiewende-Politik der Bundesregierung. Anlässlich der 80. Donnerstags-Demonstration der Bürgerinitiativen >Gegenwind Siedelsbrunn und Ulfenbachtal< in Wald-Michelbach machte der frühere Flugkapitän seine harsche Kritik gleich an mehreren Punkten fest.

Der für windschwache Windkraftstandorte ausgelobte „Subventions-Korrekturfaktor von 1,29“ sei ebenso wenig nachvollziehbar, wie die eigens eingerichtete „Clearingstelle“, die nicht tage, und die nicht nachgewiesene Wirtschaftlichkeit der einzelnen Windkraftanlagen.

Der Nutzen der Mensch, Tier und Natur gefährdenden Anlagen werde wohl auch deshalb nicht nachgewiesen, „weil es ihn nicht gibt“, verdeutlichte Geisinger seine harsche Kritik. All diese Kosten gingen letztlich zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger.

Der Einladung zur immerhin 80. Donnerstags-Demo der agilen Bürgerinitiativen aus dem Überwald, die sich als Vorreiter der Odenwälder Gegenwind-Bewegung verstehen, war zwar von Politikerseite kaum jemand gefolgt. Vielmehr hatten sich aber einmal mehr über 70 unermüdliche Demonstranten eingefunden, die mit Trillerpfeifen, Trommeln und Ratschen lautstark auf ihr Anliegen für einen windkraftfreien Odenwald aufmerksam machten.

Demonstrationsleiter Udo Bergfeld zeigte sich enttäuscht, dass die meisten eingeladenen Landtagsabgeordneten, Landräte und Bürgermeister aus Südhessen es noch nicht einmal fürnötig erachtet hatten auf die Einladung zu antworten bzw. den Termin abzusagen und nannte dieses Verhalten „respektlos“.

Lob hingegen zollte Standortbürgermeister Dr. Sascha Weber den Demonstranten für deren „Standfestigkeit,solange durchzuhalten“ und beglückwünschte die Bürgerinitiativen zu deren 80. Veranstaltung.

Einmalmehr wenig Antworten habe das Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt aktuell für die Infrage stehende Standfestigkeit des „Windrades 3“ am Standort Stillfüssel in Wald-Michelbach. So müsse man sich aktuell mit der wenig aussagekräftigen Antwort des Betreibers Entega (Darmstadt) zufrieden geben „augenscheinlich ist alles in Ordnung“.

Bezüglich des gerade einmal ein Dreivierteljahr alten, vom RP genehmigten Teilbebauungsplan für Erneuerbare Energien (TPEE) der Gemeinde Wald-Michelbach kritisierte Weber, dass im jetzt zur Abstimmung vorgelegten TPEE Südhessen plötzlich andere Grundlagen gelten sollen, „während die seither festgelegten Grundlagen ignoriert werden, ohne die Fakten zur Kenntnis zu nehmen“.

Sollte der TPEE von der Regionalversammlung Südhessen wie in der RP-Vorlage beschlossen werden, kündigte der Wald-Michelbacher Bürgermeister Überlegungen an, mit dem Odenwaldkreis gemeinsame Klage gegen den TPEE zu erheben.

„Aktuell setzt bei vielen Politikern der Verstand aus wie in einer schlimmen Phase unserer Geschichte“, kritisierte auch der frühere Landrat des Odenwaldkreises, Horst Schnur die derzeitige „Energiewende-Politik“ in Deutschland. „Im Konfliktfalle ist hier ziviler Ungehorsam erforderlich, wenn eine Verwaltung nicht mehr die Bürgerinteressen vertritt. Das alles macht uns wütend und darf nicht mit einem Lächeln hingenommen werden. Argumentativ bin ich immer an Eurer Seite“, sagte Schnur.

Musikalisch umrahmt wurde die 80. Donnerstags-Demo Jeanne Kloepfer mit ihrem selbst getexteten Song >Selber denken ist Pflicht!< und dem Fazit: „Seid ehrlich, Ihr scheinheilige Bagage: Um Geld geht’s, um Macht, und nicht um Courage! Es kostet zu viel und gibt kaum Energie, drum fordern wir Klarsicht, satt Hysterie.“

Und eine Gesangsgruppe aus der BI intonierte die eigens auf die Energiewende umgetextete Hessen-Hymne.

Dank sagten BI-Mitstreiter ihrem Organisationsleiter Udo Bergfeld abschließend mit kleinen Präsenten, darunter einer eigens von Jeanne Kloepfer erstellten gerahmten Collage.