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„Freiheitsenergie“: Wenn Slogans die Physik ersetzen

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„Freiheitsenergie“: Wenn Slogans die Physik ersetzen… 80.000 Menschen – und keiner fragt nach Dunkelflaute

Von Thomas Rießinger, 21.April 2026

 

Am 18. April fanden in verschiedenen deutschen Städten Demonstrationen statt, mit deren Hilfe den sogenannten Erneuerbaren Energien ein wenig auf die Sprünge geholfen werden sollte. Man stößt netzweit auf verschiedene Videos, die dieses bedeutende Großereignis dokumentieren, und zwei ganz besonders deutliche will ich hier kurz präsentieren. Ich werde nur ein wenig kommentieren, die Ausschnitte sprechen für sich.

Das erste Video zeigt die allseits beliebte und vielseitig begabte Katharina Schulze, ihres Zeichens Fraktionsvorsitzende der Partei des infantilen Totalitarismus, die man auch als Grüne bezeichnet, im bayerischen Landtag. Dass sie inzwischen den Kinderschuhen entwachsen ist und immerhin 40, bald sogar 41 Lenze zählt, hat sie nicht daran gehindert, sich eine gewisse unbekümmerte Kindlichkeit zu bewahren, die sie während der Münchner Demonstration eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Man kann sich den kognitiv bedeutsamsten Teil ihres dortigen Wirkens ansehen, er wurde im Video festgehalten.

Schulze steht bei strahlendem Sonnenschein auf einem Balkon und versucht, das Strahlen der Sonne mit ihrem eigenen zu überbieten, denn schließlich blickt sie in eine Kamera, und ruft voller Begeisterung „Bayern braucht die …“ ins Mikrophon, das sie anschließend in Richtung der begeisterten Menge hält, die treu und brav „Freiheitsenergie!“ skandiert. So ist das also. Bayern braucht die Freiheitsenergie, und das heißt: die sogenannte Erneuerbare Energie, um frei zu werden von gesicherter Energieversorgung zu vertretbaren Preisen. Vielleicht hat sie noch nicht mitbekommen, dass die Sonne nicht immer so schön scheint wie am Tag ihrer Demonstration.

Mitstreiter hatte sie aber offenbar in stattlicher Zahl, und das gilt auch für ihre Schwester im Geiste Luisa Neubauer. Die trieb sich in Berlin herum und zeigte ihre Verzückung auf einem eigens erstellten Video, mit dem sie den Erfolg der Aktion bejubelte…

 

Sie wollen die Energiezukunft künftiger Generationen versenken

https://www.achgut.com/artikel/sie_wollen_die_energiezukunft_kuenftiger_generationen_versenken

Von Fritz Vahrenholt, 7. April 2026

Die gegenwärtigen Energiewender berufen sich bei ihrer Politik gerne auf ihre Sorge um künftige Generationen. Doch ausgerechnet sie sind es, die verhindern wollen, dass die Nachgeborenen über ihre Energieversorgung selbst entscheiden und den gegenwärtigen Irrsinn revidieren können. NRW-Ministerpräsident Wüst will heimische Kohlevorräte für 100 Jahre jetzt sogar mit Rheinwasser fluten.

Die globale Temperatur ist im März 2026 gegenüber Februar etwa gleichgeblieben. Sie liegt nun um 0,38 Grad Celsius höher als das langjährige Mittel. Der Abkühlungstrend neigt sich dem Ende, und es deutet sich ab Herbst ein El-Niño an, der die globalen Temperaturen im nächsten Jahr erhöhen wird. El Niño ist eine natürliche zyklische Erwärmung des tropischen Pazifiks, die sich alle 3–5 Jahre ereignet. Das hat zwar nichts mit CO2 zu tun, aber wir werden erleben, wie Politik und Medien die steigenden Temperaturen zum Anlass nehmen werden, ihren fatalen Weg der Energiewende damit weiter zu begründen. 

Dieses weiter so dokumentiert auch das von der Bundesregierung beschlossene Klimaschutzprogramm, das Ende März von Umweltminister Schneider vorgestellt worden ist. Vier Tage vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz fand Bundeskanzler Friedrich Merz in Trier folgende Worte: „Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um. Sie ist zu teuer geworden. Es ist der falsche Weg, man kann nicht nur alles mit Sonne und Wind machen“. Du meine Güte! Das schreibe ich seit fünfzehn Jahren. 

Aber warum lässt der Kanzler dann alles so weiterlaufen? Zwei Wochen später beschloss die Bundesregierung das Klimaschutzprogramm 2026. Umweltminister Schneider konnte stolz verkünden, dass acht Milliarden Euro ausgegeben werden, um 25 Millionen Tonnen weniger CO2 in 2030 auszustoßen. Das Geld wird zum Fenster hinausgeworfen, als hätten wir keine Haushaltsprobleme: Denn dividiert man die Zahlen, kommt man auf die horrende Zahl von 320 Euro pro Tonne reduzierten CO2. Der CO2-Zertifikate-Preis liegt im Augenblick bei 72,60 Euro. Das Klimaschutzprogramm veranlasst also Maßnahmen, die viermal teurer sind als der heutige CO2-Preis.

Und in Wirklichkeit liegen die Kosten für das Programm noch dramatisch höher, da die Folgekosten der weiteren Wind- und Solarsubvention nicht berücksichtigt worden sind… 

Liebe CDU/CSU, diesmal kommt ihr nicht ungeschoren davon!

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Von Manfred Haferburg, 1. April 2026

Liebe CDU/CSU, Ihr habt die deutsche Stromversorgung an die Wand gefahren. Der Irankrieg wirkt wie ein Booster. Die nun auf Deutschland zukommende Energiekrise wird eure Gaskraftwerks-Fata-Morgana, Euer Wasserstoff-Delirium, Eure Speicherillusionen und Euren Netzausbau-Größenwahn gnadenlos entlarven. 

Ein fiktiver Brief, geschrieben an die tauben Ohren der CDU/CSU. 

Sorry, liebe führende Regierungspartei,

aber Euch kann man nicht mehr ernst nehmen. Wenn jemand meint, in wenigen Jahren mit zwei Fusionsreaktoren in Bayern den Welt-Energiemarkt revolutionieren zu können, dann veräppelt er die Leute. Wenn er aber glaubt, mit ein paar kosmetischen Maßnahmen die aus dem Ruder gelaufene Energiewende doch noch zu einer Erfolgsgeschichte machen zu können, dann glaubt er auch, dass der Osterhase am kommenden Wochenende die schönen bunten Eier für die lieben Kleinen legt. Dann glaubt er in alter deutscher Tradition an Wunderwaffen, die uns den Energiewende-Endsieg bescheren. 

Als ich das Papier Eures Wirtschaftsbeirats „Energiewende für den Standort Deutschland: Kurs korrigieren, aber konsequent voraus“ las, fehlten mir die Worte. Es ist das neue: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“, Erich schüttet sich in seinem Grab aus vor Lachen. Wer so einen Wirtschaftsbeirat hat, braucht keine Feinde. 

Der Wirtschaftsbeirat Bayern meint, dass die „Klimaerwärmung im erforderlichen Umfang“ reduziert werden muss: „Wir Deutschen haben hierzu schon einen maßgeblichen Beitrag geleistet. Wir verfügen heute über einen stattlichen Erneuerbare-Energien-Kraftwerkspark und haben beim Ausbau und bei der Anpassung unseres Stromnetzes an die neue Energiewelt große Fortschritte gemacht. Diese Energiepolitik müssen wir weiterverfolgen. Es gibt keine Alternative dazu.“ …

 

Ein Zukunftszerstörungsgesetz namens „EnEfG“

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Von Manfred Haferburg, 24. Merz 2026

Das Energieeffizienzgesetz schreibt bis 2030 und 2045 massive Einsparungen vor – aber ohne einen realistischen technischen Pfad, wie diese Einsparungen erreicht werden sollen. Das kann nicht funktionieren – und jeder weiß es. Die Zukunft unserer Kinder wird „irreversibel“ zerstört. Doch niemand unternimmt etwas dagegen.

Grüne Politik setzt Ziele, die technisch und physikalisch nicht erreichbar sind und gießt sie in Gesetzesform. So entstehen Gesetze, die die Physik außer Kraft setzen wollen. So entstand ein Verhau an Bürokratie, der jeden wirtschaftlichen Erfolg von vornherein im Keim erstickt, nicht nur in der Gegenwart, sondern auch bis in die ferne Zukunft. Die Grünen sorgen dafür, dass die Ergebnisse ihrer Politik nicht nur „alternativlos“ (TM Angela Merkel) sondern „irreversibel“ (TM Friedrich Merz) sind. Auch dann, wenn sie sich als „schwerer strategischer Fehler“ (TM Ursula von der Leyen) erweisen. Frei nach dem Motto: „500 Milliarden sind futsch. Ist nun mal so. War halt nur so eine Idee“. Und der Bundeskanzler fügt hinzu: „Die Energiewende … bringt uns um!“ und tut – nichts!

Zu dieser Ideologie gehört auch das sogenannte „EnEfG“, das seit 2023 dank der etablierten Medien unsichtbar unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung gilt. Deutschland hat seit 2023 ein eigenes Gesetz, das ausdrücklich eine deutliche Senkung des zukünftigen Energieverbrauchs vorschreibt: das Energieeffizienzgesetz (EnEfG). Es legt verbindliche Ziele für die Reduktion von Primär‑ und Endenergie fest – sowohl bis 2030 als auch mit einem Ausblick bis 2045. 

Das ist nicht lustig, sondern erschütternd. Es kratzt am Vertrauen, am Respekt, am Gefühl, dass die Bürger überhaupt noch vorkommen. Es ist genau diese Mischung – Arroganz plus Ahnungslosigkeit, welche die Menschen bis ins Mark trifft, die etwas von der Sache verstehen. Da wird nicht einfach ein Gesetz beschlossen, sondern ein Signal gesendet: „Wir wissen es besser. Ihr versteht das nicht.“…

 

Deutschland in Geldverbrenner-Technologie unschlagbar

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Von Fritz Vahrenholt, 16. März 2026

16,5 Milliarden Euro flossen aus dem Bundeshaushalt im Jahr 2026 an Subvention für Solar und Wind. Dafür könnten wir jedes Jahr zwei Kernkraftwerke bauen und hätten für 60 bis 80 Jahre zuverlässigen, günstigen Strom.

Die Jahresabrechnung der Stromnetzbetreiber über die Subvention von Windkraft- und Solaranlagen für 2025 liegt vor. Danach haben Windkraft- und Solarbetreiber im Jahr 2025 16,5 Milliarden Euro Zuschuss aus dem Bundeshaushalt erhalten. Betreiber dieser Anlagen bekommen 20 Jahre lang eine Einspeisevergütung von 6–12 €ct/kWh (je nach Anlage). Immer dann, wenn die Einspeievergütung unterschritten wird, wird die Differenz aus dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes erstattet. Das passiert, wenn zu viel Windenergie und Solarenergie (zumeist mittags) eingespeist werden. Dann sinkt der Strompreis gegen Null, und der Betreiber erhält trotzdem die Festvergütung. Diese Milliarden werden bezahlt von den Mietern und den Autofahrern, die über den CO2-Preis bei der Gas- und Ölheizung sowie an der Tankstelle abkassiert werden.
 

Das ist eine unsoziale Milliarden-Umverteilung von Mietern und Autofahrern an kapitalkräftige Investoren in Wind- und Solarparks. Es wird also Strom subventioniert, der zu diesem Zeitpunkt nichts wert ist und nicht gebraucht wird. 

Um das Netz nicht instabil werden zu lassen, wird der Strom dann häufig ins Ausland verschenkt. Oder Anlagen werden durch den Netzbetreiber abgestellt, und der Betreiber bekommt 95 Prozent der EEG-Vergütung für nicht produzierten Strom zu einem Zeitpunkt, an dem er nichts wert ist. Aber es wird noch verrückter: Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht und Strom teuer importiert werden muss, kann der Strompreis leicht auf 20–40 €ct/kWh hochschnellen. Dann bekommt der Solar- und Windparkinvestor den vollen Betrag, der die EEG-Vergütung überschießt. In den letzten Tagen war beides zu beobachten. Es ist wie bei „Hase und Igel“: Die Wind- und Solarinvestoren gewinnen immer. Bezahlen müssen es Mieter/Vermieter, Autofahrer und Industrie über den CO2-Preis und den Strompreis…  

 

Der Sonntagsfahrer: Das Grauen trägt Raute. Oder Strohhut.

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Von Dirk Maxeiner, 15. März 2026

Die Herrschaften, die an vorderster Front den Wirtschaftsstandort Deutschland samt seiner Industrie zerstört haben, werden für Ihr Versagen fürstlich belohnt. Beispiele sind Ex-VW-Chef Herbert Diess, Ex-Kanzlerin Angela Merkel und Energiewende-Papst Patrick Graichen. Vollversorgung gepaart mit Selbstgefälligkeit sind das Markenzeichen der Generation Abrissbirne. Und die Nachfolger sind nicht besser.

Der wohlhabende Rentner lächelt im bäuerlich grünen Hemd breit in die Kamera, von einem handgeflochtenen Strohhut vor der spanischen Sonne geschützt. Ein Dreitagebart lässt erkennen, dass er sich nicht mehr den biederen Konventionen in der Volkswagen-Chefetage unterwerfen muss. Nun ist er so frei wie der Weißstorch, der im blauen Himmel über das Anwesen hinweg zieht. 

Der Storch befindet sich im Anflug auf den Naturpark Marismas de Santoña, Victoria y Joyel, der Rentner im Anflug auf „Das neue Leben des Herbert Diess“, wie das Magazin „Capital“ ein Portrait des ehemaligen VW-Chefs geradezu lyrisch überschreibt. Ein Reporter hat Diess in seinem zum Designer-Hotel („mit Traumblick auf den Río Asón“) umgebauten historischen Anwesen „Pico Velasco“ besucht, wo der „glückliche Manager“, als Luxus-Landwirt residiert. Der „Camino del Norte“ des Jakobsweges führt nicht weit entfernt vorbei und bietet Gelegenheit zur spirituellen Sinnsuche.

„Der schmale Mann stapft die Weide hinauf, immer um die Kuhfladen herum“, beobachtet der wohlmeinende Reporter, „dann bleibt Herbert Diess stehen. Er weist auf das Hotel, die Festgesellschaft oben auf der Terrasse, ein runder Geburtstag vielleicht. Von dort zieht sich in einer weiten Ebene das Marschland bis zur Küste hier in der nordspanischen Provinz Kantabrien. Gleich unterhalb sind die Ländereien des Herbert Diess. Störche kreisen im hoffnungsblauen Himmel, die Rinder kauern sich im Schatten einer Eiche. Unten in der Ferne das Meer. Vom Hotel wehen Musikfetzen herab“. 

Diess beobachtet die Szenerie nach der Schilderung mit einer gewissen pekuniären Genugtuung: „Sehen Sie, das gefällt mir jetzt“. Von den Gästen gebe jeder schätzungsweise 100 Euro aus. Acht bis zehn blieben bei ihm hängen – endlich laufe die Sache. 

Die Menüführung war so zielführend wie ein Irrgarten im Botanischen Garten

Es läuft überhaupt gut für Herbert Diess, er müsste auch ohne die zehn Euro Reibach durch die gut gelaunte Ess- und Trinkgesellschaft auf der Terrasse nicht darben. Obwohl seit Mitte des Jahres 2022 als Volkswagen-Chef stillgelegt, erhielt er aufgrund einer vorausschauenden Vertragsgestaltung für das Jahr 2025 noch einmal 7,93 Millionen Euro „gewährte und geschuldete“ Vergütung plus 1,08 Millionen Euro „Versorgungsaufwendungen“, insgesamt 9,011 Millionen Euro.“ In Summe flossen ihm zwischen 2022 und 2025 „rund 36,9 Millionen Euro zu, inklusive Aufwendungen für seine Altersversorgung“ rechnet das Handelsblatt zusammen.  Die Tagesschau meldet derweil „Gewinn bei VW um fast die Hälfte eingebrochen“, Bild assistiert: „VW streicht 50.000 Stellen“ und Focus bilanziert: „Gewinne brechen ein, Porsche stürzt ab, 120.000 Mitarbeiter verzichten auf Geld“. Und die Schönschreiber verfassen einfühlsame Portraits über den Mann, der zu diesem Desaster maßgeblich beigetragen hat. Nieten haben in Deutschland nichts zu befürchten, so lange sie die richtige Gesinnung spazieren fahren…

Ursula von der Leyen: Atomenergie – jetzt aber richtig

https://www.achgut.com/artikel/ursula_von_der_leyen_meint_atomenergie_jetzt_aber_richtig

Von Manfred Haferburg, 11. März 2026

Auf einer Atomkonferenz in Frankreich sagte EU-Komissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Ich glaube, dass es für Europa ein strategischer Fehler war, einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken zu kehren“. Vertreter aus 40 Staaten, darunter neun Staats- und Regierungschefs, waren vertreten. Aber aus Deutschland wird kein Regierungsvertreter erwartet.

Ursula von der Leyen muss unser Buch in die Hände bekommen haben. Vielleicht hat ja der Maggus es ihr zum Lesen ausgeliehen? Dem habe ich es nämlich auf den Schreibtisch legen lassen. Kostenlos, sozusagen zur Erbauung und als milde Gabe. Oder der Friederich hat es ihr gegeben, nachdem er es studiert und festgestellt hat: „Diese Energiewende, wenn wir sie jetzt nicht korrigieren, bringt uns um. Sie ist zu teuer geworden. Es ist der falsche Weg, man kann nicht nur alles mit Sonne und Wind machen.“ Wo er recht hat, hat er recht, das sagen wir seit 20 Jahren. Doch der Friederich wäre nicht der Friederich, wenn er seinen lichten Momenten irgendwelche Taten folgen lassen würde, die den sensiblen Lars verstimmen könnten. Lieber „uns umbringen“, als mit seiner kleinen Faust auf den Tisch zu hauen und sich den Unmut des Koalitionspartners zuzuziehen. 

Und nun ist es passiert. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat es tatsächlich gesagt: „Ich glaube, dass es für Europa ein strategischer Fehler war, einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom den Rücken zu kehren“. Was erlauben sich vdL? Sie hat die Abkehr von der Atomkraft in Europa als einen „strategischen Fehler“ bezeichnet. Doch wieder – wo sie recht hat, da hat sie recht. Gesagt hat sie es auf einem Weltgipfel für Kernenergie in Boulogne-Billancourt bei Paris. Paris, die Stadt der Liebe und der beheizten Café-Terrassen. Da kann man schon mal schwach werden. 

40 Staaten und Organisationen waren vertreten, unter ihnen neun Staats- und Regierungschefs. Nur ein Vertreter der deutschen Vorreitergilde ward nicht gesehen, aus Deutschland wird kein Regierungsvertreter erwartet. Sie haben sich wohl wieder mal vergaloppiert. 

Erst der Friederich und nun die Ursel. Energiewende-Leugner! Mit diesem unsäglichen Macron! Da werden aber die grünen Freunde von der SPD, der Linkspartei und der CDU nicht gerade begeistert sein. Bundesumweltminister Schneider sagte auch gleich: „Deutschland ist zu Recht ausgestiegen aus der Atomkraft. Wir sind beim Ausbau der Erneuerbaren Energien extrem schnell… Und vor allem möchte ich nicht, dass über die Europäische Union deutsches Geld in solche Reaktoren investiert wird“. Atomkraft gleich zu teuer, zu langsam, zu gefährlich, zu schreckliche Abfälle – sagt der Politologe Schneider… 

Sachsen: Windkraft-Gegner gewinnen Bürgerentscheid haushoch!

https://www.achgut.com/artikel/windkraft_gegner_gewinnen_buergerentscheid_haushoch

Von Stephan Kloss, 2. März 2026

Über den Kampf um gigantische Windrad-Projekte in Sachsen hat Achgut schon öfter berichtet. Gestern stand in einer kleinen Stadt ein Bürgerentscheid an, und die Bürger entschieden recht eindeutig, trotz einer Schmutz-Kampagne.

Kürzlich berichtete ich auf Achgut über merkwürdige Geschehnisse in der sächsischen Stadt Naunhof. Dort hatte der grüne Lokalpolitiker Jens Redmann Windkraftgegner und deren Aktivitäten im Vorfeld eines Bürgerentscheides zu Windrädern als „widerliches braunes Zeug“ verunglimpft. Die Beschimpfung endete als Schuss in‘s grüne Knie. Die Mehrheit der Naunhofer entschied sich gegen Monsterwindräder.

Diskussionen über geplanten Windkraftanlagen gehören in Naunhof im Leipziger Land schon seit Monaten zum talk of the town. Im Gebiet der Kommune sollen 18 riesige Windkraftanlagen installiert werden. Gestern sollte ein Bürgerentscheid Gewissheit darüber bringen, wie die Naunhofer über das Thema denken. Die Fragestellung lautete:

„Sind Sie dafür, dass die Stadt Naunhof im Rahmen ihres Einvernehmens nach § 36 BauGB alle rechtlich und tatsächlich zulässigen Möglichkeiten nutzt, um die Errichtung von Windenergieanlagen auf dem Stadtgebiet zu verhindern, mindestens aber in ihren Auswirkungen einzuschränken?“

Oder übersetzt: Sind Sie dafür, dass die Stadt eimerweise Sand in das deutsche Energiewende-Weltklimarettungswahnsinns-Getriebe kippen soll? Maßgeblich vorangetrieben wurde der Bürgerentscheid von der Initiative Gegenwind Belgershain-Naunhof.

Die Ergebnisse der demokratischen Abstimmung sind eindeutig…

Heizungsgesetz gekippt – Achtung Wählerfang

https://vera-lengsfeld.de/2026/02/26/heizungsgesetz-gekippt-achtung-waehlerfang/#more-8365

Von Vera Lengsfeld, 26. Februar 2026

Angeblich wurde die politische Missgeburt Heizungsgesetz gekippt. Die Bürger sollen wieder die freie Wahl haben, welche Heizung sie bevorzugen. Die Überraschung und Erleichterung war spürbar. Selbst scharfe Analytikerinnen wie Joana Cotar sparten nicht mit Lob. Scheinbar hatte Friedrich Merz endlich einmal eines seiner zahlreichen Wahlversprechen eingelöst.

Der Haken steckt wie häufig im Kleingedruckten. Ab 2029 müssen die Anbieter eine wachsende Quote „grünes Gas“ oder „grünes Öl“ in ihre Lieferungen mischen. Grünes Gas wird beispielsweise aus Biomethan gewonnen. Grünes Öl ist synthetischer Brennstoff, der auf der Basis von grünem Wasserstoff hergestellt wird. Sie werden auch als „E-Fuels“ bezeichnet. Ab 2029 soll den Plänen der Regierung zufolge mit einer Quote von zehn Prozent begonnen werden. Das muss man sich vorstellen wie bei der unsäglichen CO2-Abgabe. Die wurde beschlossen, trat erst nach ein paar Jahren mit einer relativ niedrigen Erhöhung in Kraft und hat mittlerweile einen Preis von 55 Euro pro Tonne erreicht. 2026 steigt er auf 65 Euro. Dieser CO₂-Preis verteuert seit 2021 fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel, um den „Klimaschutz“ zu fördern. Diese politisch festgelegte stufenweise Verteuerung wird nun durch die grüne Gas- und Ölquote noch forciert.

Im Koalitionspapier steht, in der ersten „Treppenstufe“ solle der Bio-Anteil 10% betragen. Wie hoch der Anteil bei der nächsten Stufe ansteigt, wird erst noch festgelegt. Bereits jetzt ist erkennbar, dass Grüngas und Grünöl in ein paar Jahren nicht mehr bezahlbar sein werden. Das ist kein handwerklicher Fehler, das ist so gewollt.

Friedrich Merz hat das bereits vor seiner Wahl angekündigt, er wolle Gas und Öl so teuer machen, dass die Leute von selbst auf Wärmepumpen umsteigen. Dieser Ankündigung folgt nun die Tat.

Windkraft Bad Orb: Bürgermeister wirft Betreiber Ørsted ein Foulspiel vor

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Von Redaktion „Vorsprung“, 23. Februar 2026 

Bad Orbs Bürgermeister Tobias Weisbecker (CDU) hatte es laut eigenen Angaben prognostiziert: „Der offensichtlich angeschlagene Energieriese Ørsted hat sein Onshore Geschäft komplett verkauft. Das dänische Private Equity Unternehmen CIP hat diesen Teil Ørsteds aufgekauft. Eine Chance? Oder eine noch größere Bedrohung für den Heilwald?“

Wenn am 15. März die Bürgerinnen und Bürger von Bad Orb beim Bürgerentscheid per Mehrheit gegen den Bau von Windrädern im Orber Wald am Horstberg stimmen, besteht die Möglichkeit, dass ein wesentlicher Baustein für die Gesundheit, der Heilwald Cura Silva, doch noch eine Chance hat. Aber die Luft wird dünn. Es weht inzwischen eher ein eisiger Wind bei den Verhandlungen und dafür ist nicht die Stadt Bad Orb verantwortlich. Ich wurde mehrfach belächelt als ich letztes Jahr vermutete, dass Ørsted in eine finanzielle Schieflage geraten ist und somit die Gefahr besteht, dass die Dänen Teile des Geschäfts verkaufen müssen. Und genau so ist es jetzt gekommen. Nun hängt die Zukunft von einem Private Equity Unternehmen ab, was nicht gerade beruhigend ist. Gut ist: Wir haben es selbst in der Hand. Und wir werden das nutzen” sagt Weisbecker.

Rote Karte für den Windpark

„Es mutet wie ein schlechter Wirtschaftskrimi an. Immer wieder hatte die Stadt Bad Orb Ørsted den Dialog angeboten. Immer wieder spielten die Verantwortlichen des Konzerns auf Zeit. Am Ende wurde die Kommunikation von Ørsteds Seite eingestellt“, so der Rathauschef aus Bad Orb. Weisbecker hatte eine Vermutung: “Durch dieses Stillschweigen war mir schnell klar, dass meine Befürchtungen alle stimmten. Und dass ein Verkauf von großen Teilen Ørsteds längst auf dem Weg war. Dies zu verleugnen und auf Zeit zu spielen, ist ein Foulspiel, das man mit einer roten Karte bewerten muss.” Nun sei es so gekommen, wie es er selbst und viele Experten vorausgesagt hätten: „Das dänische Private Equity Unternehmen CIP (Copenhagen Infrastructure Partners) hat die Vereinbarung zur Übernahme des Onshore Geschäfts Ørsteds für circa.1,44 Milliarden Euro unterzeichnet. Dieser Verkauf umfasst operative Anlagen, Projekte im Bau sowie eine Pipeline für Wind, Solar und Speicher in Irland, Großbritannien, auch Deutschland ist Teil des Geschäfts, also auch das Vorhaben in Bad Orb.“

An das Gute glauben

Mit CIP habe man inzwischen pro aktiv Kontakt aufgenommen. Tobias Weisbecker will positiv bleiben, ist aber bereit, alle Mittel und Wege zu nutzen, um den Windpark zu verhindern, so er am 15.3. einen klaren Auftrag der Bürgerinnen und Bürger hat. Er hofft, dass es mit CIP bis dahin bereits ein Treffen gegeben hat. “Wie ich es schon mehrfach klargemacht habe: Wir lassen uns nicht an der Nase herumführen. Erneut bieten wir auch dem neuen Eigner Verhandlungen an, um eine gute Lösung zu finden. Das wird aber der letzte Versuch werden. Danach nutze ich alle uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten. Durch CIP gibt es eine neue Chance, so sehe ich das. Und ich will gerne nochmal an das Gute glauben”, so Weisbecker. Er betont allerdings auch, dass es einen Plan B gebe, sollte eine gute Einigung nicht möglich sein…