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Rettet der deutsche CO2-Zwerg die Welt?

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Von Fritz Vahrenholt, 13. Juli 2024

In China und Indien explodiert der CO2-Ausstoß, in Deutschland implodiert wegen der Null-Emissions-Politik die Wirtschaft. Dies ist Wahnsinn und hat doch Methode.

Der brandneue Bericht Statistical Review of World Energy des Londoner Energy Institutes (früher von BP verantwortet, nun von KPMG und AT Kearney) zeigt, dass die Verminderung der CO2-Emissionen in Deutschland, England, Japan und USA durch das extreme Wachstum in Südostasien zunichte gemacht wird.

Niemand wird den Nachholbedarf von China und Indien infrage stellen. Doch infrage stellen sollten wir sehr wohl, ob das Ziel einer Nullemission bis 2045 in Deutschland gerechtfertigt ist, wenn dies zu einer Zerstörung des Wohlstands in Deutschland führt. Denn selbst wenn Deutschland seine sämtlichen CO2-Emissonen (2023: 589 Millionen Tonnen CO2, Quelle Energy Institute, S.18) auf Null bringen würde, würde dies allein durch das Wachstum in China in einem einzigen Jahr wieder wettgemacht.

Im Mai 2024 ging der Wert der deutschen Exporte kalender- und saisonbereinigt um 3,6 Prozent zurück, besonders dramatisch sank der Export nach China um 10,2 Prozent. Die Industrieproduktion ging im Mai um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 4 Jahren. Eine der wesentlichen Ursachen sind die nach wie vor deutlich höheren Strompreise in Deutschland. Sie steigen auf Grund der Energiewende durch stark ansteigende Netzkosten sowie durch die hohen Kosten der CO2-Zertifikate von Gas -und Kohlekraftwerken.

Bedrohliche Symptome einer Deindustrialisierung

Daher liegen die Stromerzeugungskosten in Deutschland etwa doppelt so hoch wie in Frankreich und dreimal so hoch wie in China und den USA. Der Arbeitgeberverband Metall und die IG Metall sehen „bedrohliche Symptome einer Deindustrialisierung“. So hieß es in ihrer gemeinsamen Mitteilung: „Die Bundesregierung muss allem voran für konkurrenzfähige Energiekosten sorgen sowie attraktivere Investitionsbedingungen schaffen.“

Seit drei Jahren Ampelregierung werden Jahr für Jahr etwa 100 Milliarden Euro von deutschen Unternehmen im Ausland investiert. Umgekehrt werden nur noch 22 Milliarden von ausländischen Unternehmen in Deutschland investiert. Um die Zahlen einordnen zu können: Das Statistische Bundesamt gibt für die Schaffung eines Arbeitsplatzes eine Investition von 500.000 Euro im produzierenden Gewerbe an. Das bedeutet, dass mit 100 Milliarden Euro Investitionen jährlich 200.000 Arbeitplätze im Ausland geschaffen werden, und das Jahr für Jahr. Das sind die bitteren Folgen einer grünen deutschen Politik, die im Alleingang die CO2-Emissionen auf Null bringen will…

 

Wie Habeck Investoren für die Energiewende sucht

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/wie-robert-habeck-vor-internationalen-investoren-fuer-die-energiewende-trommelt-19844955.html

Von Hanna Decker
Deutschland braucht dringend sehr viel Geld zur Finanzierung der Energiewende. Nun versuchen der Wirtschaftsminister und die KfW, internationale Geldgeber zu begeistern.

Die Staatsbank KfW scheut sich in der Regel nicht vor großen Ansprüchen, so auch nicht am Dienstag auf einer Investorenkonferenz in Frankfurt. Es gehe bei der Energiewende um eine „bessere Zukunft für die nächste Generation“, betonte KfW-Chef Stefan Wintels. Und sein Haus wäre auch finanziell in der Lage gewesen, der niederländischen Regierung im Auftrag des Bundes das Deutschland-Geschäft des Übertragungsnetzbetreibers Tennet abzukaufen, machte er vor Journalisten klar.

Doch die Bundesregierung wollte vor Ende der Haushaltsverhandlungen am vergangenen Freitag keine definitive Zusage machen – und so schauen sich die Niederlande nun nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten um. „Der Bund hat nach wie vor Interesse an einer strategischen Minderheitsbeteiligung“, bekräftigte Staatssekretär Philipp Nimmermann zwar am Dienstag. Doch was bleibt, ist der Eindruck: Wenn sich nicht einmal der Staat diese Investition in der Größenordnung von 20 Milliarden Euro zutraut, welcher womöglich nicht einmal die Schuldenbremse im Weg gestanden hätte – warum sollten dann private Investoren zugreifen?

Und so lag diese Vorgeschichte wie ein Schatten auf der ersten Kapitalmarktkonferenz zum Ausbau der deutschen Energieinfrastruktur von KfW und Deutscher Bank . Die erforderlichen Investitionen in den kommenden Jahren sind gewaltig: Allein in die Netze müssen bis zur Mitte des Jahrhunderts zusätzliche 300 Milliarden Euro investiert werden. Private, gerne auch internationale Geldgeber müssen also her…

Die Geister-Stationen der NOAA – Manipulation von Klimadaten!

https://eike-klima-energie.eu/2024/07/06/die-geister-stationen-der-noaa/

Die Geister-Stationen der NOAA

Gepostet von Chris Frey auf EIKE | Jul 06, 2024

Graphik: siehe Beitrag

Cap Allon

Die Manipulation von Klimadaten durch die NOAA mit Hilfe von „Geisterstationen“ zeigt, dass systematisch versucht wird, Temperaturaufzeichnungen zu fälschen, um das Narrativ der globalen Erwärmung zu stützen.

In den vergangenen Jahrzehnten schwankte die Zahl der Temperaturstationen des US Historical Climatology Network (USHCN), da immer wieder neue Stationen hinzukamen und alte außer Betrieb genommen wurden.

Ende der 1990er Jahre begann jedoch ein Trend, der mit dem Aufkommen der AGW-Erzählungen zusammenfiel.

Im Gegensatz zu dem, was man in einer Zeit erwarten könnte, in welcher eine genaue Klimaüberwachung von entscheidender Bedeutung ist, ist die Zahl der aktiven Temperaturstationen stark zurückgegangen. Von konstant 1200 Stationen zwischen 1930 und 1996 sank die Zahl bis 2020 auf nur noch 830 – Tendenz weiter fallend.

Noch verwirrender ist die Tatsache, dass viele der stillgelegten Stationen immer noch Temperaturdaten an die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) melden. Diese „Geisterstationen“ liefern weiterhin Phantomdaten, also völlig willkürlich erfundene Temperaturwerte, die die NOAA in ihre offiziellen Klimaberichte einfließen lässt.

Der Meteorologe John Shewchuk hat dieses Problem ausführlich beleuchtet und darauf hingewiesen, dass die NOAA bis 2020 für mehr als 40 % aller USHCN-Stationen Temperaturdaten erfunden hat. Nur ein paar Beispiele für diese Geisterstationen sind:

Childs, AZ (USHCN No. 21614): Die Temperaturbeobachtungen wurden 2005 eingestellt, doch die NOAA fabriziert weiterhin Daten…

Kühe als Klimakiller: Dänemark führt Furz- und Rülps-Steuer ein

https://reitschuster.de/post/kuehe-als-klimakiller-daenemark-fuehrt-furz-und-ruelps-steuer-ein/

Von Daniel Weinmann, 30. Juni 2024

Die knapp 1,5 Millionen dänischen Kühe stehen am Klimapranger. Über Fürze und Rülpser stößt jede von ihnen sechs Tonnen CO₂-Äquivalent pro Jahr aus, das als zehn bis zwanzig Mal schädlicher für das Klima gilt als CO₂. Weil sich unser nördlicher Nachbar zum Ziel gesetzt hat, bis 2045 klimaneutral zu werden, soll nun eine Steuer eingeführt werden, um dieses hehre Ziel zu erreichen. Auch Schweine und Schafe werden besteuert, obwohl deren Darmwinde und Bäuerchen weniger Methan enthalten.

Die Pläne sehen eine schrittweise Einführung der Steuer vor. Demnach sollen Viehzüchter 2030 zunächst 300 Kronen (umgerechnet 40 Euro) pro Tonne CO₂-Äquivalent zahlen. Bis 2035 soll der Satz auf 750 Kronen ansteigen. Im Gegenzug sollen die Landwirte bei der Einkommenssteuer entlastet werden, sodass sich die Netto-Belastung auf 15 bis 40 Euro pro Tonne CO₂ beläuft. Der Vorschlag der Regierung soll bis Ende des Jahres vom dänischen Parlament verabschiedet werden. Naturschützer sind schon jetzt in Hochstimmung und sprechen von einem „historischen Kompromiss“.

Was ist wirklich dran am Mythos der Kuh als Klimakiller?

Auch hierzulande wird das Thema bereits seit längerer Zeit diskutiert. Dänemark könnte somit die willkommene Steilvorlage für einen ähnlichen Vorstoß der Grünen geben. Bleibt zu hoffen, dass die selbsternannten Klimaretter nicht auch die Eingebung des irischen Landwirtschaftsministeriums aufgreifen. Um das Klima zu schützen, erwog die Regierung in Dublin laut „Irish Times“ vor fast genau einem Jahr ernsthaft die Schlachtung von 200.000 Kühen innerhalb von drei Jahren. Als Entschädigung für die Bauern wurden 3.000 Euro je Tier veranschlagt, sodass die Massentötung 600 Millionen Euro an Steuergeldern kosten würde…

Wie die Kugel Eis der Energiewende 10 Billionen = 10 000 000 000 000 Euro kostet

https://eike-klima-energie.eu/2024/06/27/wie-die-kugel-eis-der-energiewende-10-billionen-10-000-000-000-000-euro-kostet/

Gepostet von  | Jun 27, 2024 | auf EIKE

Wer erinnert sich nicht daran, dass uns genau vor 10 Jahren der damalige „grüne“ Umweltminister Jürgen Trittin versprach „Die Energiewende ist nicht teurer als eine Kugel Eis“. Nun ist inzwischen klargeworden, dass diese Aussage grottenfalsch war. Allerdings gingen auch neuere Berechnungen oder Schätzungen über die Kosten der Energiewende – abhängig von der politischen Zugehörigkeit der Aussagenden – stets weit auseinander. Insbesondere die Verlässlichkeit von Berechnungen und Schätzungen waren umstritten. Dass es allerdings „ein wenig“ teurer werden würde als eine Kugel Eis, stand außer Frage.

Da auch über die Randbedingungen der Kostenfrage nicht immer Einigkeit vorlag, sollen diese im Folgenden noch einmal kurz festgehalten werden: Da die Energiewende die komplette Reduzierung von anthropogenen CO2-Emissionen anstrebt – die gängige Bezeichnung dafür ist das Wordungetüm „Dekarbonisierung“ – wird als Kostengröße der Energiewende die komplette Dekarbonisierung genommen. Ein Zeitraum für dieses Vorhaben wird in die Berechnung nicht miteinbezogen. Das aktuelle Ziel der Bundesregierung ist 2045, das wären ab heute 21 Jahre.

Nun hat Prof. Dr. André Thess die Frage vermutlich abschließend mit einer gut fundierten Abschätzung beantwortet, die erstaunlicherweise auf das berühmte Bierplättchen passt. Die Zuständigkeit von A. Thess, Inhaber des Lehrstuhls für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart, dürfte dabei außer Rede stehen https://www.igte.uni-stuttgart.de/institut/team/Thess/. A. Thess stellte seine Abschätzung bei dem bekannten Internet-Blog „Tichys Einblicke“ anlässlich des täglichen Podcast vom Tichy-Journalisten Holger Douglas am 23.Juni 2024 vor (hier), nachdem bereits zuvor seine gleichlautende Aussage in der WELT vom 12.April 2024 beim Interview mit dem Redakteur Bojanowsli zu lesen war. Teilt man die 10 Billionen Euro, die uns die Debarbonisierung kosten würde, durch 100 Millionen (sehr grob die Einwohnerzahl Deutschlands), kommen auf jeden Kopf Deutschlands 100 000 zu berappende Euros zu – vom Baby bis zum Greis. Na dann mal ran ans zahlen.

Beim Aufruf des Tichy-Podcast liest man zuerst einen Kurzüberblick über den Inhalt, darunter sind Hörerkommentare zu finden. Um die Tonaufzeichnung zu hören, ist „Abonnieren“ und danach „iTunes“ anzuklicken. Genießen Sie den kurzen Vortrag von Prof. Thess! Denn danach dürfte klargeworden sein, dass die oft zu lesende Aussage vom Scheitern der Energiewende Realität und nur noch eine Frage der Zeit ist, hierhierhierhierhier, …

Balkan-Blackout: Netzbetreibern gelang es, europäisches Netz vor Ausfall zu schützen

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Blackout auf dem Balkan – Massiver Stromausfall in Montenegro, Kroatien, Bosnien, Herzegowina und Albanien

Von Holger Douglas, erschienen auf https://eike-klima-energie.eu  24. Juni 2024

Ein großflächiger Blackout auf dem Balkan zeigt, wie wichtig und gleichzeitig anfällig eine sichere Stromversorgung ist. Gefährlich ist das Herumspielen am Elektrizitätssystem, wie das die Grünen in Deutschland veranstalten.

Unklar ist die Ursache des massiven Stromausfalls am Freitag auf dem Balkan. Um 12.25 Uhr brach das Stromnetz in Montenegro, Kroatien, Bosnien und Herzegowina und Albanien zusammen. Auch die Städte Dubrovnik, Zadar und Split waren ohne Strom ebenso wie die Hauptstadt Sarajevo.

In Wohnungen, Büros und Betrieben wurde es schlagartig dunkel, Computer ohne Akkupufferung fielen aus. Züge, Straßenbahnen und elektrische Oberleitungsbusse blieben stehen. Nicht nur Ampeln und Fahrstühle waren stromlos, teilweise floss auch kein Wasser mehr aus den Hähnen. Alarmanlagen lösten teilweise aus. In der Hauptstadt Montenegros, Podgorica, etwa ließ der Stromausfall auch die Wasserversorgung zusammenbrechen, die Pumpen hatten keine eigene Stromversorgung. Noch nicht bekannt sind Schäden zum Beispiel in empfindlichen Steuerungen von Industrieanlagen, wie sie bei plötzlichen Spannungsschwankungen und Stromausfällen häufig auftreten.

Im gesamten Gebiet Montenegros mit Ausnahme des Nordens war es zu dem Stromausfall gekommen. Der wirkte sich über den Stromverbund sofort auch auf die Nachbarländer Albanien, Bosnien und Herzegowina aus.

Die albanische Energieministerin Belinda Baluku bestätigte, dass es eine Störung an der Verbindungsleitung zwischen Albanien und Griechenland gibt. In Albanien gab es unter anderem in den Städten Tirana, Durrës, Shkodër und Saranda keine Stromversorgung mehr.

Den Netzbetreibern gelang es, den Ausfall zu begrenzen und das europäische Netz vor einem Ausfall zu schützen. Das Netz ist in Europa verbunden. Auch hier waren die Schwankungen zu beobachten…

Diese Argumente haben die Windkraftgegner in Heubach

Anmerkung des Webseitenbetreibers: Der Artikel ist hinter der Bezahlschranke.

https://www.echo-online.de/lokales/kreis-darmstadt-dieburg/gross-umstadt/diese-argumente-haben-die-windkraftgegner-in-heubach-3687111

Diese Argumente haben die Windkraftgegner in Heubach

13 neue Windräder könnten in den kommenden Jahren in Groß-Umstadts Wäldern entstehen. Doch es gibt auch Gegenwehr. Wie die Bürgernitiative „Heubach Liebe“ ihre Ablehnung begründet.

May-Britt Winkler (DE), 20. Juni 2024

Groß-Umstadt. Marion Meier, Kirsten Kunkel-Bremer und Andre Leers sind nicht nur allesamt Heubacher, sondern es eint sie auch eine Abneigung gegen Windräder. Nachdem im vergangenen Jahr Groß-Umstadts Bürgermeister René Kirch (unabhängig) über die Planungen von 13 neuen Windrädern zwischen Dorndiel und Heubach informiert hatte, haben sie sich zusammengetan und die Bürgerinitiative „Heubach Liebe“ gegründet – mit dem Ziel, die angedachten Windkraftanlagen zu verhindern. Im Interview erklären sie, warum sie Windenergie ablehnen und was ihre Gründe dafür sind. 

Ihnen geht es nicht nur um die geplanten Windparks in Groß-Umstadt, sondern Sie sind generell gegen Windkraft. Warum?

Leers: Damit lässt sich einfach keine sichere Stromversorgung für ein Industrieland herstellen. Es bräuchte dafür ein Backup mit wetterunabhängigen Energiequellen wie Gaskraftwerken für die Zeit, wenn kein Wind weht. Die kann man kurzfristig hochfahren. Doch diese werden nicht staatlich subventioniert, und somit finden sich keine Investoren. Würden Windräder nicht subventioniert werden, würde es diese längst nicht mehr geben. Nicht ein einziges an Land gebautes Windrad würde sich rechnen ohne die Subventionen. 

Ein modernes Windrad produziert 15 Millionen Kilowattstunden jährlich. Warum soll sich das nicht lohnen?

Leers: Die rund 30.000 Windräder, die wir derzeit etwa haben, werfen nicht genug Energie ab. Und sie funktionieren nur, wenn Wind weht. Es gibt kein Land, das nur annähernd so eine Energiepolitik betreibt wie wir. Die ganze Welt lacht uns aus. Der Wind reicht an Land niemals aus…

 

Siemens Gamesa entlässt 4.100 Mitarbeiter in der Sparte Windkraft

https://eike-klima-energie.eu/2024/06/18/siemens-gamesa-entlaesst-4-100-mitarbeiter-in-der-sparte-windkraft/

Siemens Gamesa entlässt 4.100 Mitarbeiter in der Sparte Windkraft

von Andreas Demming, 18 Juni 2024

Stopthesethings

Erinnern Sie sich, dass die Wind- und Solarindustrie Hunderttausende hochbezahlter, toller „grüner“ Arbeitsplätze schaffen würde? Nein? Nun, wie sich herausstellt, verschwinden die wenigen (hoch subventionierten) geschaffenen Arbeitsplätze wie die Sonne am Horizont. Für die entlassenen Arbeitnehmer wird es jedoch am nächsten Tag keine Rückkehr geben. Wie gewonnen, so zerronnen.

Siemens Gamesa (Spanien) ist ein typisches Beispiel. Die Aufträge sind ausgeblieben; die Produktionskosten in Deutschland sind unerschwinglich – das Unternehmen leidet unter den höchsten Strompreisen Europas, dank der Bemühungen Deutschlands, nur noch mit Sonnenschein und Wind (und exorbitant teurem Gas) zu wirtschaften. Deutschlands größter Windturbinenhersteller kämpft seit Jahren darum, Gewinne zu machen.

Im Juni letzten Jahres musste Siemens  an einem einzigen Tag eine Abschreibung seines Marktwertes in Höhe von 5,8 Milliarden Euro (6,3 Milliarden Dollar) hinnehmen. Im Oktober folgte eine weitere Abschreibung um 40 Prozent.  Der Marktwert des Konzerns schrumpfte damit um weitere drei Milliarden Euro (3,16 Milliarden Dollar), nachdem bekannt geworden war, dass Siemens von der deutschen Regierung staatlich abgesicherte Garantien in Milliardenhöhe forderte…

Ideologie, Subvention und Betrug

https://www.achgut.com/artikel/ideologie_subvention_und_betrug

Ideologie, Subvention und Betrug

Von Roger Letsch, 19. Juni 2024

Atomausstieg, Kohleausstieg, Gasausstieg, Verbrenner-Aus, Feinstaub auf Null … auf der Brücke ziehen Ideologen an den Hebeln und suchen die nächste Steigerung. Es gibt gar nicht genug reale Projekte für ihren Ehrgeiz. Stattdessen Betrug, wohin man schaut.

Fragte man unseren Wirtschaftsminister nach den Hauptsäulen der deutschen Energiewende, würde er wohl Floskeln wie „Innovation, grüne Politik und Mut“ aneinanderreihen. Seine Kritiker würden auf dieselbe Frage eher mit dem Dreiklang aus „Ideologie, Subvention und Betrug“ antworten. Die Ideologie schreibt Ziele vor, Subvention ist das Mittel zu deren Erreichung und Betrug in allen Facetten der Modus Operandi. Das einzig echte in dem Spiel ist das reichlich fließende Geld. Heute wird jede ökonomische Betätigung von der Ideologie überwölbt, die Emission von CO2 sei zu unterbinden. Das kann man glauben oder nicht, jedoch ist Kohlendioxid längst zur eigentlichen deutschen Währung geworden und wie bei jeder Währung ohne Sicherheitsmerkmale ist viel Falschgeld im Umlauf. Die Fälscherei wird schon dadurch begünstigt, dass der verrechenbare Wert ja gerade in der Abwesenheit des Stoffes selbst besteht. Gewissermaßen ein Goldstandard ohne Edelmetall. Vergoldet werden Vermeidung und Nicht-Emission, doch spätestens wenn alle Prozesse optimiert oder die Produktion nach Fernost ausgelagert ist, die niedrig hängenden Früchte also bereits geerntet sind, beginnen die Betrügereien. Motto: Wo Luft besteuert wird, öffnen sich Wege, Steuergeld in Luft aufzulösen.

Vor diesem Hintergrund spielt sich auch der jüngste Skandal ab, in dem deutsche Politik und Ölindustrie Zwangsabgaben zur CO2-Vermeidung bei der Produktion von Diesel und Benzin in chinesischen Hühnerställen statt in realen Projekten zur CO2-Vermeidung versenkt haben. So gut wie alle der schönen Kompensationsprojekte, in denen unser Sündenstolz sich in Ablasszettel und gutes Gewissen verwandelt, existieren sie nur auf dem Papier. Zynisch betrachtet bestätigt das eine Jubelmeldung des Habeck-Ministeriums aus März 2024: „Zum ersten Mal überhaupt zeigen die Zahlen: Deutschland ist auf Kurs“. Es sind aber nur die Zahlen, wirklich passiert ist sehr wahrscheinlich gar nichts.

Das verschleuderte Geld hingegen war echt, denn man darf davon ausgehen, dass es nicht im chinesischen Sand versickert ist, sondern bildlich gesprochen säckeweise davongetragen wurde. Dummes deutsches Geld, dessen Spur sich von NGOs über Zertifizierer bis zu Ablasshändlern und cleveren Geschäftemachern an – den kritischen Blicken des Publikums entzogenen – fernen Gestaden zieht. Allein schon der Begriff „Klimaschutz“ wirkt als Universalschlüssel zu deutschem Steuergeld und dem Kapital deutscher Unternehmen. Und weil wir es mit marktfernen Mechanismen ohne Selbstkontrolle oder natürliche Preissignale zu tun haben, sind den Betrügereien Tür und Tor geöffnet…

 

Aus der Traum: Energiewende-Szenarien 2040

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Aus der Traum: Energiewende-Szenarien 2040

Von Manfred Haferburg, 5. Juni 2024

Deutschland marschierte wieder einmal ein, diesmal ins Land der Träume. War auch besser so. Da das Land der Träume nicht verteidigt wurde, brauchte Deutschland auch keine funktionierende Armee, keine Panzer, die rollten, keine Flugzeuge die flogen und keine Munition, mit der man schießen konnte.

Man brauchte nur einen Wirtschaftsminister und dessen nachgeordnetes Ministerium, die konsequent die Realität, die Physik und die Ökonomie ausblendeten, um sich auf dem Weg zum Endsieg der Energiewende auf der Zielgeraden zu sehen. Bis 2045, also in 21 Jahren, soll Deutschland nach Habeck „klimaneutral“ sein, das heißt, keinerlei Energiequellen nutzen, bei deren Umwandlung Kohlendioxid ausgestoßen wird. Kein Strom aus Kohle, Gas und Öl, keine Kernenergie, kein Diesel, Kerosin oder Benzin für den Verkehr, Heizen nur mit Strom und Wärmepumpen, Grundstoff und andere Industrie nur noch elektrisch oder mit Wasserstoff.

Wenn es nicht wieder ein „Test“ ist, wie weit Herr Habeck mit seinen Energiewendemärchen gehen kann, ist das ziemlich ambitioniert. Da würde es sich doch lohnen, mal durchzurechnen, ob das überhaupt physikalisch und ökonomisch möglich ist. Dafür hat das Wirtschaftsministerium ja ein paar tausend hochbezahlte Beamte, die der Wirtschaftsminister beauftragen könnte, vorher zu prüfen, ob er bei der Siegesankündigung den Mund nicht ein bisschen zu voll genommen hat.

Da er aber lieber ins Land der Träume vordringen will, lässt er solche Anfragen an seine Fachleute lieber und die trauen sich auch nicht, da sie weiter hoch bezahlt werden möchten, von sich aus nachzuprüfen, ob das Ziel überhaupt erreichbar ist. Das Ergebnis könnte ja zeigen, dass der Bundeswirtschaftsminister „von der Wirklichkeit umzingelt“ ist und es nichts wird mit der Klimaneutralität und den somit umsonst ausgegebenen Billionen. Was soll denn da der grüne Parteivorstand denken?

„Energiewende-Szenarien in Deutschland um 2040“

Was also das Ministerium nicht machen kann oder nicht machen darf oder nicht machen will, haben nun zwei fleißige Ingenieure gemacht. Klaus Maier und Dr. Andreas Geisenheiner haben die Zukunft der Energiewende in sechs verschiedenen Szenarien betrachtet, in denen verschiedene Techniken zur Bereitstellung und Wandlung von Energie für Gebäudeheizung, Prozesswärme und Verkehr eingesetzt werden. Daraus ergeben sich quantitative Aussagen u.a. zur Menge der jeweiligen Energieträger, zum Umfang der volatilen Energien, zur Anzahl der nötigen Kraftwerke und zu den resultierenden Emissionen an CO2. Die Aussagen werden durch Kostenabschätzungen wirksam ergänzt. Die Studie heißt: „Energiewende-Szenarien in Deutschland um 2040“ und wurde in dieser Woche veröffentlicht, das heißt online gestellt.

Hier der Link zum Download. Die Studie ist 86 Seiten lang, die Rechenwege und die Bewertungskriterien sind nachvollziehbar und erscheinen durchaus sinnvoll – für Leute, deren Aufgabe es nicht ist und die nicht dafür bezahlt werden, ist dies eine bemerkenswerte Leistung. Die Arbeit ist öffentlich und darf, nein – sollte, geteilt werden…