Wenn die Energiewende nicht gestoppt wird, scheitert der Staat

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Von Manfred Haferburg, 11. Dezember 2025

Wann gilt ein Projekt als gescheitert? Alle nachprüfbaren Indikatoren weisen darauf hin, dass dies bei der Energiewende der Fall ist. Deutschland hält aber eisern daran fest. Doch ein gescheitertes Projekt muss beendet werden – je früher, desto besser.

Ich habe bereits mehrfach geschrieben, dass die Energiewende gescheitert sei. Doch nun frage ich mich, ist das wirklich so? Sagen nicht dutzende kluge Professoren, fast alle politischen Organisationen, ja sogar ein ernst zu nehmender Teil der Bevölkerung, dass die Energiewende ein großer Erfolg sei, dass wir schon auf der Zielgeraden sind, das wir das rettende Ufer der Erneuerbaren Energie bereits erreicht haben? Nur noch ein bisschen mehr verzichten, dann ist es geschafft? Oder verlängern immer neue Reparaturlösungen selbstgemachter Probleme und irgendwelche potenziellen Wunderwaffen nur das Siechtum unserer Wirtschaft und erhöhen die Kosten?

Das Problem heißt in Fachkreisen „Sunk Cost Fallacy“ oder auf Deutsch „Versunkener-Kosten-Trugschluss“. Menschen neigen dazu, an einem Projekt, einer Investition oder Entscheidung festzuhalten, weil sie bereits viel Zeit, Geld oder Mühe hineingesteckt haben – auch wenn es rational besser wäre, aufzuhören. Das Problem ist, dass die bereits investierten Kosten „versunken“, also nicht mehr rückholbar sind. Bei politischen Entscheidungsträgern geht es darüber hinaus häufig um das Verschieben des sichtbaren Scheiterns zwecks eigener Gesichtswahrung, sogar um den Preis einer Insolvenz oder eines Zusammenbruchs.

Eisern hält Deutschland an der Energiewende fest. Um Deutschland ist es energiepolitisch sehr einsam geworden. Was, wenn wir uns kollektiv geirrt haben? Es ist an der Zeit. Wir müssen uns ernsthafte Gedanken machen, wann ein Projekt gescheitert ist und beendet werden muss…

 

Mogelpackung Strompreissenkung

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Mogelpackung Strompreissenkung

Bundesregierung versagt auf ganzer Linie

Von Fritz Vahrenholt, 9. Dezember 2025

Die Jahr für Jahr steigenden Strompreise sind eine maßgebliche Ursache für das Industriesterben in Deutschland. Das hat sich bis zur Bundesregierung herumgesprochen. Doch anstatt sich gegen die ausufernde Verteuerung der Strompreise durch die hohe CO2-Abgabe für Kraftwerke zu wehren, wurden Kapazitäten von Braunkohle-, Steinkohle- und sogar CO2-freien Kernkraftwerken abgeschaltet. Das Wort Kernenergie kommt in der Koalitionsvereinbarung von CDU und SPD an keiner Stelle mehr vor. Um das Schlimmste zu verhindern, soll nun der Strompreis für die Industrie durch den Bundeshaushalt heruntersubventioniert werden.

Das soll an drei Stellen passieren: Die Stromsteuer, der Industriestrompreis und die Netzentgelte sollen gesenkt werden. Und in allen drei Fällen versagt die Bundesregierung.

Die Stromsteuersenkung bringt nichts

Die Stromsteuer soll von 2,05 €ct/kWh auf 0,05 €ct/kWh gesenkt werden. Diese Entlastung soll der Industrie und dem Gewerbe zugute kommen. Die privaten Haushalte sollen nun, anders als in der Koalitionsvereinbarung erklärt, davon nicht profitieren. Die Steuersenkung soll 3 Milliarden € ausmachen. Für die energieintensive Industrie ist das aber ein alter Hut. Denn die Ampelregierung hatte bereits im November 2023 beschlossen, dass bis Ende 2025 die Stromsteuer für die energieintensive Industrie auf 0,05 €ct/kWh gesenkt wird und hatte bereits damals schon angekündigt, dass diese Senkung weiter fortgesetzt werden sollte. Der jährliche Aufwand betrug bislang 2 Milliarden € und erhöht sich nun um 1 Milliarde durch die Einbeziehung weiterer gewerblicher Unternehmen. Die Maßnahme ist für die energieintensive Industrie also bestenfalls ein Erhalt des Status Quo…

MP Mario Voigt – Was verabredet ist, gilt?

https://vera-lengsfeld.de/2025/12/03/mp-mario-voigt-was-verabredet-ist-gilt/

Von Vera Lengsfeld, 3. Dezember 2025

Am 4. Dezember soll im Thüringer Landtag ein Gesetz beschlossen werden, das der Windkraft-Lobby den Bau von Windrädern im Thüringer Wald erlauben soll. Der Thüringer Forst soll künftig seine Flächen an Windpark-Betreiber vermieten dürfen. Damit ist der Verschandelung der Thüringer Landschaft Tür und Tor geöffnet. Eine katastrophale Entscheidung für ein Land, in dem Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Obwohl die Erzählung von der guten, klimaneutralen Windkraft weltweit gerade als Lüge entlarvt wird und Bill Gates bereits das sinkende Klimarettungsschiff verlassen hat, sich immer mehr Länder vom Erneuerbare-Energien-Märchen verabschieden, wird in Deutschland in dieser Endphase noch der legendäre deutsche Wald zerstört, damit ein paar Klima-Millionäre noch ein Weilchen weiter verdienen können.

Im Thüringer Landtag wird ausgerechnet Ministerpräsident Voigt dafür sorgen, dass das Gesetz beschlossen wird, obwohl er noch vor vier Jahren auf einer Anti-Windkraft-Demonstration alle guten und richtigen Argumente gegen den Wahnsinn genannt hat, Wälder abzuholzen, um sie mit bis zu 200 Meter hohen giftigen Windrädern zu verspargeln. Die Planungen laufen bereits, hinter dem Rücken der betroffenen Bevölkerung.

Voigt, der übrigens der Meinung ist, er hätte seine Dissertation nach bestem Wissen und Gewissen gefertigt, obwohl die Universität Chemnitz bis heute nicht bestätigen will, dass die gegen ihn erhobenen Plagiatsvorwürfe unberechtigt sind, wird sich morgen in seiner Stellungnahme in allen Punkten selbst widersprechen. Damit das jeder nachvollziehen kann, dokumentieren wir hier seine Anti-Anti-Windkraft-Rede anlässlich des Waldkampf-Tages 2021…

Anmerkung des Webseitenbetreibers: Die Rede ist unter obigem Link anzuhören.

Phantomkraft, Nein Danke!

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Phantomkraft, Nein Danke!

Von Manfred Haferburg, 24. November 2025

Während munter am Kohleausstieg festgehalten wird, sollen dafür Gaskraftwerke als „Brückentechnologie“ einspringen. Die sind jedoch ein reines Phantasieprodukt, da sie weder genehmigt noch rechtzeitig lieferbar sind. Deutschland ist komplett verrückt geworden.

 

Drei Wortschöpfungen der Energiewende sind „Dunkelflaute“, „Versorgungslücke“ und „Brückentechnologie“. Die Dunkelflaute ist Schicksal, die Versorgungslücke ist Resultat des Pechs beim Denken und Brückentechnologie heißt, mit der Wurst nach dem Schinken werfen. 

Deutschland hat 2025 knapp 20 Prozent bei der Umsetzung der Energiewende erreicht und schon bei der Stromerzeugung durch Wind und Sonne, die ja 2038 abgeschlossen sein soll, tauchen ganz erhebliche Schwierigkeiten auf, die daraus resultieren, dass es abends dunkel wird und gelegentlich ein paar Tage Windstille auftreten. Das konnte ja keiner ahnen. Bei Flaute und Dunkelheit kommt es nämlich nach dem Kernenergie- und Kohleausstieg zu einer sogenannten „Versorgungslücke“. Da man unverdrossen weiter Kohlekraftwerke zerstört, wächst die Stromlücke an. Solche Mengen Strom kann man auch nicht importieren, das schaffen die Grenzkuppelstellen nicht. 

Man hatte bei der Konzeption der Energiewende irgendwie nicht daran gedacht, dass es bei Dunkelflauten noch Kraftwerke braucht und hat die existierenden feierlich und unter Jubel in die Luft gesprengt. Etwa die Hälfte ist schon weg. Weil es so schön war, möchte man gern an dieser Tradition festhalten. Nun müssen für die zerstörten und noch zu zerstörenden Kohlekraftwerke neue Gaskraftwerke gebaut werden, die man Brückentechnologie nennt, weil die nur bis 2045 ab und zu produzieren dürfen – bei Dunkelflauten. Wenn man dann 2045 über die Brücke am rettenden Ufer der erfolgreichen Energiewende angekommen ist, können die Brückengaskraftwerke auch noch gesprengt werden…

 

 

Der Sonntagsfahrer: Im Klimapuff

https://www.achgut.com/artikel/sonntagsfahrer_16_11_2025_im_klimapuff

Von Dirk Maxeiner, 16. November 2025

25.000 Regierungsbedienstete, 11.500 Nicht-Regierungsbedienstete und 5.000 Medien-Illusionisten suchen das brasilianische Bélem zur UN-Klimakonferenz heim. Doch nicht immer hält das rote Licht, was es dem Wandersmann verspricht. Oder: Fitzcarraldo 2025.

Leere Flure im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und Nukleare Sicherheit. Unbesetzte Schreibtische beim Umweltbundesamt. Anrufbeantworter bei der Letzten Generation und dem WWF. Freie Parkplätze vor der Allianz-Umweltstiftung und Robin Wood. Ja wo sind die denn alle? Ist mal wieder Ferienzeit und ich habe es nicht mitgekriegt? 

Stimmt nicht ganz, aber fast. Ist COP-time! COP steht für „Conferenz of the Parties“, sprich die sogenannte UN-Klimakonferenz. Kyoto, Buenos Aires, Rio, Bali, Marrakesch, Nairobi, Cancún, Paris, Baku, Sharm El Sheikh! Kein Weg ist zu weit, für die Weltrettungs-Mission, kein Flug zu teuer. Das erfolgreichste Instrument gegen den globalen CO2-Ausstoß ist ohne Zweifel das Miles & More-Konto.

Und zum 30. Jubiläum geht’s an die Mündung des Rio Guamá in den Rio Pará an der Bucht von Marajó.  And the Winner for 2025 is: Belém, Brasil! Perle der portugiesischen Kolonialzeit, einstmals steinreiches Zentrum für Kautschuk, Kakao, Gewürze und Tropenprodukte. Irgendwie muss ich an Fitzcarraldo denken. Besonders an die Szene, wie Klaus Kinski auf dem Deck seines Dampfers „Molli Aida“ – benannt nach einer erfolgreichen Bordell-Besitzerin –, durch die Stromschnellen treibt und auf dem Grammophon die Oper Lucia di Lammermoor von Gaetano Donizetti erklingt: „Wer vermag den Zorn zu hemmen“.

Auf Deck 18 direkt am Schornstein (85.000 PS)

Im Hafen von Belem liegen aus Anlass der Konferenz-Sause erneut große Dampfer, darunter die Kreuzfahrtschiffe Costa Diadema und MSC Seaview. Zwar vermeldet das Umwelt-Bundesamt: „Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe sind sehr klimaschädliche Verkehrsmittel“, aber wenn’s ums Ganze beziehungsweise um die eigene Koje geht, muss man schon mal über den Schiffsdiesel springen…

 

Die Woche, in welcher der Klima-Katastrophismus seine Klauen verlor

https://eike-klima-energie.eu/2025/11/07/die-woche-in-welcher-der-klima-katastrophismus-seine-klauen-verlor/

Von Anthony Watts, senior fellow at The Heartland Institute, geposted von Chris Frey 7. November 2025

Die vergangene Woche könnte als der Moment in die Geschichte eingehen, in dem die Klimadiskussion endgültig ins Wanken geraten ist. In der Klimapolitik ist ein „Wendepunkt“ eingetreten.

Innerhalb weniger Tage erreichten zwei Ereignisse Millionen von Menschen außerhalb der üblichen wissenschaftlichen und medialen Gatekeeper-Strukturen, und beide erzählten dieselbe ketzerische Geschichte: dass die Wissenschaft der Klimakatastrophe bei weitem nicht so gesichert und düster ist, wie uns bisher erzählt weisgemacht worden ist.

Zunächst lud der weltweit meistgesehene Podcaster Joe Rogan zwei der angesehensten lebenden Klimawissenschaftler, die eine abweichende Meinung vertreten, Dr. Richard Lindzen vom MIT und Dr. William Happer von Princeton, zu einem langen Gespräch über die tatsächlichen Beweise für die Behauptungen zur globalen Erwärmung ein. Das zweite Ereignis kam aus den Reihen der Klimawissenschaft selbst: Ted Nordhaus, Gründer des Breakthrough Institute und einst selbsternannter Klimaaktivist, veröffentlichte einen Artikel mit dem Titel „Why I Stopped Being a Climate Catastrophist” (Warum ich aufgehört habe, ein Klima-Katastrophist zu sein). Diesen Beitrag gibt es in deutscher Übersetzung bei CLINTEL hier).

Jeder von ihnen hat auf seine Weise die Kluft zwischen wissenschaftlichen Nuancen und politischen Narrativen aufgezeigt – und zusammen könnten sie einen Wendepunkt im öffentlichen Verständnis markieren.

Jahrelang sorgten die Mainstream-Presse und die Wachhunde der Fachwelt dafür, dass jeder, der die Klimadogmatik in Frage stellte, als „Leugner” abgetan wurde. Diese Taktik funktioniert nicht mehr, wenn Joe Rogan, dessen Publikum das von CNN in den Schatten stellt, zwei emeritierten Professoren gegenüber sitzt, die ruhig erklären, warum CO₂ nicht der planetarische Thermostat ist, als der es dargestellt wird.

Lindzen und Happer verfügen über einwandfreie Referenzen. Sie sind keine Blogger, keine „Influencer”, sondern Physiker, die Jahrzehnte in den weltweit führenden Forschungseinrichtungen verbracht haben…

 

Das Ende vom Klimawahn

https://eike-klima-energie.eu/2025/11/05/das-ende-vom-klimawahn-ottmar-edenhofer-warnt-vor-den-folgen/

Von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, 5. November 2025

Prof. Ottmar Edenhofer (hier), war da nicht etwas? Ja klar doch, es ist zwar schon länger her, aber immer noch top-aktuell. Bereits am 14.11.2010 verkündete er in einem Interview von der NZZ:

„Aber man muss klar sagen: Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch nichts mehr zu tun.“

Wer ist eigentlich mit dem pluralis majestatis „wir“ gemeint? Na egal. Das Statement Edenhofers klingt jedenfalls beim ersten Hinhören wie das von einem strammen Kommunisten der alten Lenin-Schule. Vielleicht meinte er es ja auch so, man kann in fremde Köpfe nicht hineinsehen. Käme seine Aussage von einem miserablen Ökonom, dann wäre sie tatsächlich kommunistisch gemeint.  Käme sie von einem guten Ökonom, dann wäre sie eine weitsichtige Vorausschau über die größte jemals geplante und auch einige Zeit bestens funktionierende Umverteilung des Weltvermögens von „arm nach reich“ – wohlgemerkt nicht von reich nach arm! Die dem Jahr 2010 folgende Realität gäbe dem fiktiven guten Ökonom recht. Warum? Zur Erklärung ist eine kurze historische Rückschau hilfreich…

Windrad-GAU in Havixbeck: Hersteller sieht „Einzelfall“ – von wegen!

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Rotorkopf stürzt 120 Meter tief auf Acker

Die von Windrädern ausgehende Gefahr für Natur und Umwelt, etwa für Vögel oder durch die darin enthaltenen Giftstoffe, sind weithin bekannt. Jedenfalls bei denen, die sich mit einem unverstellten Blick diesen Fragen widmen. Dass Rotorblätter abbrechen oder sogar ganze Windräder einfach umkippen, ist hingegen weniger bekannt, kommt inzwischen aber offenbar immer häufiger vor – auch wenn Hersteller und Befürworter dieser Technologie dies gerne zu leugnen versuchen. So wie in einem aktuellen Fall aus Nordrhein-Westfalen.

In Havixbeck-Hohenholte (Nordrhein-Westfalen) ist am Montag ein rund 125 Meter hohes Windrad havariert. Anwohner und in der Gegend tätige Monteure vernahmen gegen 10 Uhr ungewöhnlich lauten Lärm, gefolgt von einem lauten Knall. Die Felder, Wiesen und Äcker am Ortsrand seien „von tausenden Trümmerteilen übersät“ gewesen, beschreibt etwa „agrarheute“ die anschließende Szenerie. In den Sekunden zuvor war der komplette Windradkopf mitsamt der Rotorblätter abgebrochen und in die Tiefe gestürzt.

Immerhin: Verletzt wurde bei dem Unfall zum Glück niemand und auch Öl oder sonstige schädliche Stoffe sollen laut Angaben des Herstellers nicht in die Umwelt gelangt sein. Das endgültige Ergebnis stehe aber noch aus, die Überprüfung des Unfallortes laufe noch, so die Nordex Group aus Hamburg. Bürgermeister Jörn Möltgen sicherte den erschrockenen Anwohnern derweil eine „lückenlose, gründliche und transparente Aufklärung“ des Zwischenfalls zu…

 

 

Wohlstands-Opfer auf dem Altar der Klimareligion

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Wohlstands-Opfer auf dem Altar der Klimareligion

Der Todestrieb der deutschen Wirtschaft

Reitschuster.de, 27. Oktober 2025

Überall Klimanotstand. Städte rufen ihn aus, Parlamente bekennen sich, Behörden schreiben ihn in ihre Leitbilder, bei Bürgerentscheiden erheben ihn Mehrheiten zur heiligen Kuh. Man spricht von „menschengemachtem Kollaps“, als sei das Ende der Welt nur noch eine Legislaturperiode entfernt. Und tatsächlich: Die Angst ist real. Vor der Hitze, vor dem CO₂, vor dem Untergang.

Nur: Die eigentliche Katastrophe findet längst statt – und sie ist hausgemacht. Sie hat nichts mit dem Klima zu tun, sondern mit der „Klimapolitik“. Und mit Kälte. Kälte gegenüber ökonomischer Vernunft.

Der Präsident des Münchner Ifo‑Instituts, Clemens Fuest, ist kein Agitator, kein Populist, kein Kassandra‑Typ. Und gerade deshalb klingt sein Satz wie ein Schuss: „Die Lage ist mittlerweile dramatisch“, sagte er jetzt in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“. Er meint nicht den Meeresspiegel, sondern den Lebensstandard. Nicht die Temperatur, sondern den Wohlstand.

Deutschland, so Fuest, befinde sich „seit Jahren im wirtschaftlichen Niedergang“. Staatliche Ausgaben steigen, private Investitionen sinken – ein toxisches Gemisch. Weniger Investitionen bedeuten weniger Wachstum, weniger Steuern, weniger Zukunft. Millionen Menschen spürten bereits, dass ihr Lebensstandard sinke.

Fuest fordert ein umfassendes Reformkonzept bis Frühjahr 2026 –  eins, das weit über Koalitionsverträge hinausgeht. Er nennt Bürokratieabbau, Sozialreformen, das Ende der Mütterrente, den Stopp der CO₂‑Dokumentationspflichten. Kurz: Vernunft…

Eine Ente für Karlsruhe

https://www.achgut.com/artikel/eine_ente_fuer_karlsruhe

Von Martina Binning, 27. Oktober 2025

„Ich gehe bis nach Karlsruhe“ ist zum geflügelten Wort geworden, für alle, die ihr Recht suchen. Doch der gute Ruf des Bundes-Verfassungsgerichtes wird immer mehr ramponiert. Jetzt gibts dafür einen satirischen Preis für die kreativste Auslegung des Grundgesetzes“.

Am Samstag, dem 25. Oktober 2025, hat die Bürgerinitiative 1bis19 ihren Preis für den „kreativsten“ Umgang mit den Grundrechten vergeben. Die Initiative, die nach den ersten 19 Artikeln des Grundgesetzes benannt ist, wurde als Reaktion auf die Corona-Maßnahmen-Politik gegründet. Ihr Jahrespreis geht an eine Person oder eine Institution, die einen besonders fragwürdigen Umgang mit den Grundrechten gezeigt hat. Aus zahlreich eingegangenen Vorschlägen wählte eine hochkarätig besetzte Jury den Preisträger aus: das Bundesverfassungsgericht. Die Jury bestand aus Professor Volker Boehme-NesslerCarlos GebauerProfessor Stefan HomburgVera LengsfeldProfessor Michael Meyen und Roland Tichy. Im Rahmen der öffentlichen Preisverleihung in Köln wurden die Begründungen der beiden Juristen aus den Reihen der Jury verlesen, die wir hier im Wortlaut wiedergeben.

Juror Professor Volker Boehme-Nessler führte zur Begründung an:

„Das Bundesverfassungsgericht hat die Aufgabe, die Verfassung und vor allem die Grundrechte vor der Politik zu schützen. Es ist der „Hüter der Verfassung“. So sehen sich die Richter auch selbst. Jahrzehntelang haben sie diese Aufgabe sehr gut erfüllt. Nicht zuletzt deshalb hatten sie bei den Bürgern einen hervorragenden Ruf. „Ich gehe bis nach Karlsruhe“ ist zum geflügelten Wort geworden, für alle, die ihr Recht suchen. 

Seit Corona gilt das nicht mehr. In der größten Krise der Verfassung hat das Verfassungsgericht versagt. In einem Ausmaß, das man sich nie hätte vorstellen können, hat die Regierung während der Pandemie Grundrechte und Bürgerfreiheiten eingeschränkt. Da hätte man einen echten Hüter der Verfassung dringend gebraucht. Das Verfassungsrecht hätte zum Schutz der Grundrechte „rote Linien“ für die Regierung ziehen müssen. Das hat Karlsruhe nicht getan. Das Gericht hat alle Maßnahmen der Regierung, die in weiten Teilen unverhältnismäßigund Verletzungen der Grundrechte waren, brav gebilligt…