Archiv der Kategorie: Artikel

Amorbach / Boxbrunn: Windkraftpläne vor dem Aus

http://www.main-echo.de/regional/kreis-miltenberg/art3999,5235628

100 Tonnen Munitionsreste geborgen

Kampfmittelräumung und schwindende Windkraft-Pläne Thema der Bürgerversammlung

Amorbach
von Sabine Balleier, 19.11.2017 – 19:35 Uhr
Kom­mu­nal­po­li­tik ist mit­un­ter ein müh­sa­mes Ge­schäft. Bei­spie­le da­für hat der Amor­ba­cher Bür­ger­meis­ter Pe­ter Sch­mitt am Frei­ta­g­a­bend in der Bür­ger­ver­samm­lung ge­lie­fert: Kampf­mit­tel­räu­mung in Box­brunn, Wind­kraft­pla­nung im Na­tur­park, Bau­vor­ha­ben – ei­ni­ge Mit­tei­lun­gen, die Sch­mitt zu ma­chen hat­te, rie­fen bei den et­wa 50 Zu­hö­rern Stirn­run­zeln her­vor.

Windkraft: Dem Abschluss des Zonierungsverfahrens für den Naturpark Bayerischer Odenwald, das neue Möglichkeiten für den Bau von Windrädern in der Region eröffnen sollte, hinterlässt beim Amorbacher Stadtrat mittlerweile Ernüchterung. »Weite Flächen des geplanten Bebauungsplans für das Sondergebiet Windpark Boxbrunn sind für die Windenergieanlagen nicht mehr nutzbar«, erklärte Schmitt. Grund sind Rot- und Schwarzmilane sowie ein Schwarzstorch bei Würzberg.
Fläche schrumpft
Von den zunächst vorgesehenen 664 Hektar, die als Ausnahmezone für Rotoren in Frage kamen, sind noch 421 geblieben. Laut Schmitt beabsichtigt der Bezirk, die Fläche weiter zu verkleinern – auf dann noch 350 Hektar. Bauen wird auch auf diesem Areal schwierig – denn es liegt fast vollständig auf Weilbacher Gemarkung. Und die Nachbargemeinde hatte sich bereits im Laufe des Zonierungsverfahrens gegen Windkraft ausgesprochen.
Auch in Beuchen soll die Ausnahmezone von ursprünglich 275 auf dann nur noch 106 Hektar verkleinert werden. Auch dort zieht ein Rotmilan Kreise. Dennoch gebe es bereits Anfragen von Investoren, die Pachtverträge für Waldgrundstücke abschließen möchten. »Aber wir wollen ein geordnetes Verfahren«, sagte Schmitt. Grundsätzlich betonte er noch einmal die Bedeutung, die Windkraft aus Sicht des Stadtrats für die Kommune hat: 11,5 Millionen Euro würden in Amorbach jedes Jahr für Stromimporte ausgegeben. Und mit Blick auf den Klimawandel erklärte er: »Jeder muss einen Teil dazu beitragen, diesen Planeten zu retten.«
100 Hektar abgesucht
Kampfmittelräumung: Anderthalb Jahre lang haben Fachleute jeden Krumen Erde im Wald bei Boxbrunn umgedreht. Jetzt ist die Kampfmittelräumung so gut wie abgeschlossen; Ende November sollen die letzten Arbeiten erledigt sein. Fast 100 Hektar Fläche haben die Experten in den zurückliegenden 18 Monaten abgesucht – und dabei 15,8 Tonnen an Granaten, 6,6 Tonnen Munitionsteile mit Explosivstoff und 76 Tonnen Munitionsschrott zu Tage gefördert und beseitigt.
Von 1946 bis 1949 hatte die Staatliche Erfassungsgesellschaft für öffentliches Gut (StEG) den Wald unweit des Sansenhofs genutzt, um Munition sowohl der Wehrmacht als auch der US-Streitkräfte zu entschärfen. Zurückgeblieben waren nicht nur Reste von Granaten und Patronen, sondern auch schädliche Substanzen im Erdreich, die aus dem Sprengstoff stammen.
82 Mal mussten Überreste dieser Munition vor Ort gesprengt werden, weil die Fachfirma sie nicht gefahrlos bergen konnte. Zumeist handelte es sich dabei um Panzersprenggranaten. Die Kosten liegen nach Angaben des Bürgermeisters mit 3,3 Millionen Euro im Plan – und dennoch ist die Angelegenheit für Schmitt ein Ärgernis. »Für eine solche Schande muss eine Kommune mit 4000 Einwohnern den Kopf hinhalten«, schimpfte er.
Kein Zuschuss vom Kreis
Zwar muss die Stadt Amorbach die Räumung nicht selbst bezahlen, aber zumindest die Kosten für den Kompost, mit dem die riesigen Sprengtrichter saniert werden, bleiben an der Kommune hängen…

Naturschutzinitative e.V. nach §3 UmwRG anerkannt

http://www.naturschutz-initiative.de/pressemitteilungen/237-17-11-2017-pm-naturschutzinitiative-e-v-ni-erhaelt-die-bundesweite-anerkennung

17.11.2017 – PRESSEMITTEILUNG

NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) erhält die bundesweite Anerkennung

Der NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) wurde durch das Umweltbundesamt die bundesweite Anerkennung nach § 3 des Umwelt-Rechts-Behelfsgesetzes (UmwRG) erteilt.

Damit erhält die NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) als 100. Verband bundesweit alle Mitwirkungs- und Klagerechte einer staatlich anerkannten Umweltvereinigung.

In der Begründung des Umweltbundesamtes heißt es hierzu (auszugsweise):

„Die NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) „erfüllt alle Voraussetzungen des § 3 Absatz 1 Satz 2 Nummern 1 bis 5 UmwRG. Sie fördert nach ihrer Satzung und ihren tatsächlichen Aktivitäten vorwiegend die Ziele des Umweltschutzes, indem sie sich für den Natur- und Landschaftsschutz sowie den Schutz der menschlichen Gesundheit vor Emissionen einsetzt, sich hierfür mit Fachkenntnissen in Verwaltungsverfahren einbringt und Naturschutzprojekte, beispielsweise zum  Schutz der Europäischen Wildkatze, durchführt.

Zudem informiert sie die Öffentlichkeit durch Pressemitteilungen und fördert durch naturkundliche Veranstaltungen das Umweltbewusstsein der Bevölkerung. Sie bietet die Gewähr für eine sachgerechte Aufgabenerfüllung“ und „verfolgt gemeinnützige Zwecke“.

 

Harry Neumann, Bundesvorsitzender der NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI):

„Damit können wir unserer satzungsgemäßen Verpflichtung, uns für den Schutz von Landschaften, Wäldern, Wildtieren und Lebensräumen einzusetzen, noch wirksamer nachkommen. Den Schutz der Biologischen Vielfalt, den Erhalt der Lebensräume und Landschaften, den Schutz von Wäldern und Wildtieren wollen wir wieder stärker in den Blick von Gesellschaft und Politik rücken. Wir brauchen eine Renaissance des Naturschutzes. Die wichtigste Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist der Erhalt und die Verbesserung der Biologischen Vielfalt.“

Das Anerkennungsverfahren wurde durch Rechtsanwalt Dr. Sven Claussen von der Kanzlei Weiland Rechtsanwälte, Hamburg, für die NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI), durchgeführt.

Für Rückfragen:

Harry Neumann, Bundesvorsitzender der NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI)
Email: info[at]naturschutz-initiative.de – Telefon 02626 926 4770

Unsere Pressemitteilung hier als PDF: “NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) erhält die bundesweite Anerkennung”

Klimaschutz verdrängt den Naturschutz!

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/weltklimakonferenz-der-klimaschutz-verdraengt-den-naturschutz/20589188.html

Weltklimakonferenz: Der Klimaschutz verdrängt den Naturschutz

von Ferdinand Knauß, 16. November 2017

Durch die Fixierung auf Klimaschutz und Kohleausstieg vernachlässigen Politiker und Ökologen den konkreten Naturschutz. Weltrettung hat Vorrang.

Nun kamen am Mittwoch endlich auch einige der Großen nach Bonn zur Weltklimakonferenz: Angela Merkel und Emmanuel Macron. In den vergangenen Tagen hatten vor allem Nichtregierungsorganisationen die Berichterstattung dominiert: mit Ranglisten wie dem „Klimaschutzindex“ von Germanwatch und vor allem mit gut fotografierbaren Aktionen gegen den Braunkohletagebau im nicht allzu weit von Bonn entfernten Revier Garzweiler.

Die Aktivisten können sich nach Merkels Rede als Sieger fühlen: Die Bundeskanzlerin machte deutlich, dass sie die Kohle-Verstromung in Deutschland deutlich reduzieren will. Es gehe schließlich um eine “Schicksalsfrage für die Menschheit”.

Die alljährlichen Weltklimakonferenzen sind längst nicht nur ein wissenschaftliches und politisches Forum zur Formulierung internationaler Abkommen. Sie sind eine öffentliche Bühne geworden, auf der die Regierenden ihren Willen zum globalen Problemlösen propagieren und die boomende Industrie der NGOs sich selbst vermarkten kann…

Deutsche Klimapolitik: Zieht euch warm an!

https://www.cicero.de/wirtschaft/deutsche-klimapolitik-zieht-euch-warm-an

Deutsche Klimapolitik Zieht euch warm an!

Die Klimadebatte ist zur Symbolpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der grünen Jamaika-Unterhändler verkommen. Statt um realistische Ziele, geht es um politische Trophäen. Das ist teuer und gefährlich.

Muss die Welt unbedingt am deutschen Ökowesen genesen? / picture alliance

Bei den vielen Zahlen, die in der Klimadebatte durch den politischen Raum geschleudert werden, wird eine zentrale Größe gerne unterschlagen: Deutschland trägt zum weltweiten Ausstoß von Kohlendioxyd (CO2) gerade mal mit zwei bis maximal drei Prozent bei. Selbst wenn wir also morgen alle Verbrennungsmotoren, Kohlekraftwerke und Industriebetriebe stilllegen und zu Hause bei ausgeschalteter Heizung in der Kälte bibbern, hat dies kaum einen Einfluss auf das Weltklima. Im Zweifel wird die deutsche Einsparung durch die drei Großemittenten China (28,2 Prozent), USA (16) und Indien (6,2) mehr als ausgeglichen. Wir retten die Fidschi-Inseln selbst dann nicht, wenn wir uns unserer Wohlstandsbasis berauben.

Weil aber die grünen Funktionäre unbedingt eine Trophäe brauchen, um sich die ersehnte Jamaika-Koalition von der widerborstigen Basis absegnen zu lassen, wird nun der Eindruck erweckt, als müsse die Welt unbedingt am deutschen Ökowesen genesen. Und weil Angela Merkel an ihrem Image als „Klimakanzlerin“ hängt, ist die CDU-geführte Bundesregierung auch bei der Weltklimakonferenz in Bonn zu allerhand Zugeständnissen bereit. Koste es, was es wolle. 

Andere Länder, andere Ambitionen

Dabei zählt Deutschland mit knapp fünf Milliarden Euro schon heute zu den großen Sponsoren, wenn irgendwo auf der Welt die Energiewende (mit)finanziert werden muss. Auch wollen die 22.000 (!) Teilnehmer der Bonner Großkonferenz nicht nur aushandeln, wie sich die 2015 in Paris vereinbarten Klimaziele konkret umsetzen lassen, sondern auch: wer dafür bezahlt. Die tatsächlichen und vermeintlichen Opfer des Klimawandels erwarten mindestens 100 Milliarden Entschädigung. Jährlich. Deutschland, das als Gastgeber an einem Konferenzerfolg besonders interessiert ist, soll seine Geldschatulle besonders weit öffnen…

 

 

Das Klima und die Freiheit der Wissenschaft

https://www.novo-argumente.com/artikel/das_klima_und_die_freiheit_der_wissenschaft

Das Klima und die Freiheit der Wissenschaft

von Thilo Spahl, 10. November 2017

Der Erneuerbare-Energien-Guru Mark Jacobson verklagt wissenschaftliche Kritiker auf 10 Millionen Dollar Schadensersatz. Solche Einschüchterungsversuche haben in der Forschung nichts zu suchen.

Ein Klima des Konformismus ist kaum irgendwo so vorherrschend wie in der Klimadebatte. Wer den viel beschworenen Konsens infrage stellt, muss mit persönlichen Angriffen rechnen und darf sich wenig Hoffnungen auf eine Karriere im Wissenschaftsbetrieb, in den Medien oder in der Politik machen.

Erster Schritt der Tabuisierung der Kritik war die Erfindung der sogenannten „Klimaleugner“, gemeint waren ursprünglich Menschen, die Zweifel an der These vom menschengemachten Klimawandel äußerten, die also entweder die Auffassung vertraten, es gäbe keine Klimaerwärmung, oder das Klima werde zwar wärmer, die Ursachen hierfür seien jedoch nicht in erster Linie menschliche Aktivitäten, sondern natürliche Prozesse. Diese sehr seltenen Exemplare von Zweiflern werden nicht selten als unredlich und korrupt diffamiert. Ein Wissenschaftler, der zu Forschungsergebnissen kommt, die in diese Richtung weisen, muss sich daher sehr gut überlegen, ob und wie er seine Erkenntnisse präsentiert.

Zweiter Schritt war die Ausdehnung des Vorwurfs der Leugnung auf alle, die zwar die These vom anthropogenen Klimawandel unterstützen, aber Kritik an einzelnen Aspekten von Voraussagemodellen, an Aussagen des Weltklimarats IPCC oder an Politikern oder NGOs in einer Weise äußern, die vermeintlich die Bedrohung verharmlost. Etwa indem sie nahelegen, der Wandel könnte unter Umständen langsamer verlaufen, oder die Worst-Case-Annahmen seien weniger wahrscheinlich als die Best Case-Annahmen.

„Jacobson erfreut sich großer Beliebtheit bei Hollywood-Stars, Vertretern der Erneuerbaren-Energie-Branche und NGOs.“

Der dritte Schritt besteht darin, Kritiker der Klima- bzw. Energiepolitik, etwa der deutschen Energiewende, anzugreifen und mitunter auch diese ins Lager der Leugner zu stellen. Das ist besonders dann absurd, wenn die Kritik darauf zielt, dass die Klimaschutzmaßnahmen in Hinblick auf die Erreichung der Klimaschutzziele nicht effektiv genug sind…

 

Kahlberg: Leserbrief mit Fragen an Bürgermeister

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2796&cHash=bc861ccdbaf9857fa6836cb4ec03bf7b

LESERBRIEF: Fragen an Fürther und Grasellenbacher Bürgermeister zum Windkraft-Projekt Kahlberg

von Christel Herr, 13. November 2017

ODENWALD. – Fragen an die Bürgermeister von Fürth und Grasellenbach: Stellen Sie sich mal vor, Ihre Gemeinde würde mit Windrädern umzingelt werden und Ihr bisher reinstes Trinkwasser wäre gefährdet.

Wie würde sich z.B. das Fürther Gemeindegremien fühlen, wenn andere entscheiden würden, dass Sie Ihr Trinkwasser mit Tankwagen bekommen sollen? Sie wären sicher nicht begeistert und würden alles tun, um ihre Bürger vor Schaden zu schützen, wie es auch die Gemeinde Mossautal tut. Alles andere wäre verantwortungslos! Und wie kann man stillhalten, wenn der Projektierer EnBW gegen Brandschutzauflagen am Kahlberg klagt?

Hier sind Bürger betroffen, aber das scheint den Bürgermeistern von Fürth und Grasellenbach egal zu sein. Anscheinend wohnen Sie weit genug weg? Es ist eine Schande, nicht nur was mit dem Kapellenberg passiert, auch was den betroffenen Anwohnern zugemutet wird! Jeder Einwohner sollte seinen Bürgermeister fragen, was es mit dem auferlegten Brandschutz auf sich hat und wie es sein kann, dass dieser von EnBW beklagt wird. Bürgermeister und Gemeindegremien haben die Pflicht und auch einen Eid darauf geleistet, sich für das Wohl ihrer Bürger einzusetzen.

Außerdem versucht man die Bürger zu überzeugen, sich an dem Windanlagen-Projekt Kahlberg zu beteiligen, obwohl das Negativ-Beispiel Lützelbach (Hainhaus) zeigt, dass dies kein guter Gedanke ist. Schützen Sie ihre Bürger? Oder handeln Sie etwa im Sinne des Projektierers? Das sollten Sie sich mal fragen! Die Zukunft für den Odenwald sieht so aus: über 400 Windräder! Jede einzelne Anlage mindert laut Regierungspräsidium den Landschaftswert in der Region um 35 Prozent!

Das wiederholt sich bei jeder weiteren Anlage. D.h. durch immer mehr Windanlagen wird die Bewertung des Odenwaldes von „äußerst hochwertig“ (RP) nur noch als vorbelastet bewertet, was dem weiteren WKA-Ausbau zugutekommt! Ein Industriegebiet ohne Grenzen und der Reiz der Region ist dahin! EnBW z.B. baut auch hier im Odenwald, weil in Baden-Württemberg Windräder nicht so leichtfertig genehmigt werden, wie hier in Hessen durch das Darmstädter RP!

Die Zukunft für den Odenwald wird nur noch traurig aussehen, wenn es weiterhin solche Menschen gibt, die sich auf Kosten der Landschaft und der Bevölkerung bereichern! Und das alles für eine Energiewende, die nach zahlreichen übereinstimmenden unabhängigen Expertisen so nicht funktionieren wird.

Christel Herr
Schulstraße 5
64756 Mossautal

Leserbrief zu: “Waldbesitzer an Waldbesitzer”

http://www.de-fakt.de/bundesland/hessen/odenwaldkreis/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=2795&cHash=af8137056fea32d1ad4cc6a3c11f84ae

LESERBRIEF zu: “Waldbesitzer schreiben an Waldbesitzer”

von Dr. Ralph Willenbücher, 12, November 2017

ODENWALD. – Ein aktuell in Umlauf befindlicher Brief ist ein sehr ernster Aufruf von Waldbesitzern an Waldbesitzer, eigene Flächen nicht mehr für die Errichtung von Windkraftanlagen zur Verfügung zu stellen. Er wurde bereits verschiedenen kommunalen Gremien vorgelegt und hat mittlerweile bundesweit Aufsehen erregt (siehe: www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-windkraft-entzweit-waldbesitzer/20571322.html)

Seinen Ausgangspunkt nahm der Brief im Odenwald. Er beschreibt den Wahnsinn unserer planwirtschaftlichen Energiepolitik und die rücksichtslose Zerstörung der Wälder in den Mittelgebirgen. Grüne Ideologie und gezielte Falschinformation verschafft Gutgläubigen die vermeintliche Gewissheit, dieses System müsse, wenn auch mit großen Opfern, durchgesetzt werden.

Der Brief demonstriert aber vor allem, dass es unter den Waldbesitzern auch anständige Menschen gibt, die Flächen nicht rücksichtslos aus reiner Profitgier für die Windkraftnutzung zur Verfügung stellen.

Das ist besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung in Beerfelden interessant, wo ein Großgrundbesitzer gerade seine Flächen für einen Windindustriepark zur Verfügung gestellt hat. Er handelt damit gegen die Interessen aller Fraktionen in der Beerfeldener Stadtverordnetenversammlung, gegen die Interessen der Stadt und der Mehrheit der Bevölkerung.

Eigentum verpflichtet; die Mehrheit der Waldbesitzer ist sich dessen bewusst. Der „Waldbesitzerbrief“ ist eine eindrucksvolle Lektüre: www.vernunftkraft-odenwald.de/wp-content/uploads/Brief-von-Waldbesitzern-an-Waldbesitzer.pdf

Weitere interessante Informationen zum Thema finden Interessierte auf der Homepage von: www.vernunftkraft-odenwald.de

Dr. Ralph Willenbücher
64743 Beerfelden

 

Prognose: 1,5 Billionen Euro Klimaschutzkosten

https://www.welt.de/wirtschaft/article170528156/Geheimpapier-prophezeit-1-5-Billionen-Euro-Klimaschutzkosten.html

Geheimpapier prophezeit 1,5 Billionen Euro Klimaschutzkosten

Von Daniel Wetzel,  12, November,

Deutschland verfehlt seine Klimaziele meilenweit. Unter ökonomischen Gesichtspunkten sei es unmöglich, die Versprechen umzusetzen, die die Regierung bis 2030 gegeben hat. Das geht aus einer Berechnung für das Wirtschaftsministerium hervor.

Der Zeitpunkt war gut gewählt: Während Union, FDP und Grüne in Berlin um eine Einigung zum Kohleausstieg rangen, sorgte der Weltklimagipfel in Bonn für großen moralischen Druck.

Und dann, pünktlich zu Beginn der entscheidenden Runde der Sondierungsgespräche zur Jamaika-Koalition, folgte Mitte der Woche der nächste Knaller. In einem Aufruf forderten 52 große Unternehmen, darunter Dax-Konzerne wie Telekom, Siemens, SAP und E.on, die Bundesregierung auf, das als unerreichbar geltende deutsche Klimaschutzziel bis 2020 anzupeilen.

Das wäre praktisch ein vorgezogener Ausstieg aus der Kohleenergie. Die Bundesregierung, so schrieben die Unternehmen, solle versuchen, den Weltklimavertrag von Paris nicht zu 80 Prozent zu erfüllen – das ist der Minimalwert –, sondern zu 95 Prozent. Organisiert hatte den Aufruf die „Stiftung 2 Grad“, eine Initiative von Unternehmen.

Dass sich die Verbände des Maschinenbaus und der Elektrotechnik, VDMA und ZVEI, den Forderungen anschlossen, erschwert vor allem der FDP die Sondierungsgespräche. Die will nämlich Klimaschutz nicht mit staatlichen Eingriffen, sondern mit dem marktwirtschaftlichen Instrument einer CO2-Bepreisung effizienter machen. Einer Variante, die als wirtschaftsfreundlich gilt.

Die Wirtschaft, so schien es, war ihren politischen Vertretern in den Rücken gefallen. „50 Unternehmen für Kohleausstieg“, schrieb der Fraktionsvize der Grünen, Oliver Krischer, im Kurznachrichtendienst Twitter. „Für welche Wirtschaft kämpfen Armin Laschet, Christian Lindner & Co eigentlich dagegen?“ Die Antwort wird er wohl bald bekommen.

Die deutsche Industrie will eine Großstudie zur Energiewende und zum Klimaschutz vorlegen. Die wird von den Beratungsunternehmen Boston Consulting Group und Prognos erstellt und basiert auf Beiträgen von rund 180 Experten und der Zuarbeit von 31 Fachverbänden und Unternehmen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

 Noch will niemand die Existenz der mehrere Hundert Seiten starken „Empfehlung an die Politik“ offiziell bestätigen. Doch unter den Verhandlungspartnern der Jamaika-Koalition kursiert schon ein sechsseitiges Papier, dessen industriepolitische Empfehlungen auf der noch geheimen BDI-Studie basieren.

Und diese abgestimmte Position steht in krassem Widerspruch zum Appell der 52 Unternehmen der „Stiftung 2 Grad“, von denen ein Großteil im Umwelt- und Ökostromgeschäft aktiv ist.

Windkraft entzweit Waldbesitzer

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiewende-windkraft-entzweit-waldbesitzer/20571322.html

Energiewende 

Windkraft entzweit Waldbesitzer

Ein Brief offenbart die Zerrissenheit der Windbranche: 23 Waldbesitzer raten in dem Schreiben davon ab, Windräder zu bauen. Den Appell haben auch Prominente Waldbesitzer wie Enoch Freiherr zu Guttenberg unterzeichnet.

Berlin: Die Verfasser geben sich reumütig. Sie räumen ein, auch sie hätten sich in der Vergangenheit Gedanken darüber gemacht, selbst Windräder in ihren Wäldern zu bauen oder anderen die entsprechenden Flächen zu verpachten. Die Idee erscheine „zunächst sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht heraus äußerst reizvoll“, heißt es in dem Brandbrief der 23 Waldbesitzer, der dem Handelsblatt vorliegt.

Doch die Verfasser des Briefes sind inzwischen zu einem ganz anderen Urteil gekommen: Der Bau von Windrädern im Wald sei ein Irrweg, „dem die Rechtfertigung fehlt, der dem Klima nicht hilft, der Volkswirtschaft schadet, die Gesellschaft spaltet“. Außerdem berge er „erhebliche Risiken und Gefahren nicht zuletzt für die Pächter und Betreiber selbst“.

Unterzeichner sind zum Teil prominente Waldbesitzer, darunter Enoch Freiherr zu Guttenberg, der Vater des früheren Bundeswirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Ebenso unterschrieben haben den Brief Karl Georg Graf zu Solms-Laubach, Ferdinand Fürst von Hohenlohe-Bartenstein und Leopold Graf zu Douglas.

Ihrem zweiseitigen Schreiben, das die Verfasser eine „Schrift zur Aufklärung von Waldbesitzern für Waldbesitzer“ nennen, hängen mehrere Seiten an, die sich wie eine Abrechnung mit der Energiewende-Politik der vergangenen Jahre lesen.

Die Verfasser kritisieren, dass der mit immensem Aufwand betriebene Ausbau der Windkraft nur kümmerliche Ergebnisse bringe: Die Windkraft decke „gerade einmal winzige 2,3 Prozent unseres Gesamtenergiebedarfs“, schreiben sie unter Bezugnahme auf aktuelle Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen. Dafür werde eine erheblichen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes in Kauf genommen.

Das Geschäftsmodell, das hinter dem Bau und Betrieb von Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) stehe, sei „ethisch nicht mehr vertretbar“. Es sei von den „ausschließlichen Profitinteressen auf Subventionen getrieben“. Verlierer dieser Politik seien die private Stromverbraucher und alle Unternehmen, die die EEG-Umlage bezahlten. Dahinter verberge sich „eine der größten Umschichtungen in der deutschen Gesellschaft durch staatliches Handeln seit der Feudalzeit“, heißt es weiter…

Extremwetter: Tote retten kein Weltklima

http://www.spektrum.de/news/tote-retten-kein-weltklima/1517213?utm_medium=newsletter&utm_source=sdw-nl&utm_campaign=sdw-nl-daily&utm_content=edi

Extremwetter: Tote retten kein Weltklima

Gibt es Extremwetter – und wird es wegen des Klimawandels häufiger? “Spektrum.de” sprach mit Jörg Kachelmann über Vorhersagen, die Wissenschaft und die Medien. Der Schweizer Journalist und Sachbuchautor wurde einem großen Publikum als Wettermoderator im Fernsehen bekannt. Er betreibt heute unter anderem die Plattform KachelmannwetterDE mit Wettervorhersagen und Unwettervorhersagen für Deutschland.

von Daniel Lingenhöhl, 9. November 2017
Spektrum.de: Herr Kachelmann, nach dem Hurrikan “Ophelia” über Irland und dem Sturmtief “Xavier” in Norddeutschland sind die Medien wieder voll von Extremwetterberichten. Was verstehen Meteorologen aber unter einem “Extremwetter”? Ist dieses überhaupt definiert?
Jörg Kachelmann: Der Begriff ist wissenschaftlich eigentlich nicht klar abgegrenzt. Heute wird das alles inflationär verwendet – die Hoffnung auf billige Klicks macht die Meteorologie mittlerweile zum Fokus der meisten Lügengeschichten in den Medien. Es ist zum Mäusemelken, denn jeder Schwachsinn findet statt, weil er “gut läuft”. Nur schon gefühltes Extremwetter liefert gute Schlagzeilen, weshalb jedes einfache Tief hochgekocht wird und in manchen Redaktionen Schnappatmung auslöst.

Im Prinzip kann jeder für sich selbst entscheiden, was er unter Extremwetter versteht – in der Wahrnehmung vieler Menschen gehört schon dazu, dass es neuerdings im Sommer regnet und im Winter frostig wird. Denke ich persönlich an verschiedene Wettersituationen, dann fällt für mich am ehesten der Winter zum Jahreswechsel 1978/79 in Norddeutschland unter Extremwetter, als ein Schneesturm mit starken Schneefällen die öffentliche Versorgung zusammenbrechen ließ. Ein zweites Beispiel ist vielleicht noch Orkan “Lothar”, der am 26. Dezember 1999 über Mitteleuropa hinwegzog. Oder nehmen Sie die Heinrichsflut vom Juli 1965: Würde heute großflächig so viel Regen fallen wie damals am 15. und 16. Juli, wären die ersten Seiten der Zeitungen drei Wochen lang davon dominiert. Das sind Ereignisse, von denen ich denke, dass man sie in seinem Leben nur sehr selten erlebt. Andere Wetterlagen werden dagegen erst durch bestimmte Medien zum Extrem gemacht.

Sie haben sich vor einigen Wochen etwas unbeliebt gemacht, weil Sie in einer Diskussionsrunde bei “Maischberger” unter anderem mit dem Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und der Politikerin Bärbel Höhn von den “Grünen” widersprochen haben, dass der Klimawandel bereits zu einer Zunahme extremer Wetterlagen in Deutschland geführt hätte. Stimmt es also nicht, dass mittlerweile mehr Stürme wie “Xavier” oder Starkniederschläge wie im baden-württembergischen Braunsbach 2016 Deutschland heimsuchen?

Nein, die Daten geben das tatsächlich nicht her. Das bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst – im Gegensatz zu den Temperaturen und dem Taupunkt, die sich signifikant verändert haben und nach oben gehen. Bei Starkregenereignissen oder Starkwinden können wir das anhand der Daten noch nicht belegen.Ich verstehe daher auch Klimaforscher wie Stefan Rahmstorf nicht, warum sie immer wieder auf dieser Klaviatur im Panikorchester spielen. Ja, es ist unbefriedigend zu sagen, dass schlimme Entwicklungen erst in der Zukunft stattfinden werden….